Beutestücke und Bilder von tapferen Soldaten dominierten in den Jahren 1914 bis 1918 das Bild aller Ausstellungen zum Krieg. Ebenfalls der Propaganda dienten die Fotografien des Kriegspressequartiers.
Vom Kriegsarchiv gesammelt und zusammen mit privaten Aufnahmen zu einer Bestandgruppe zusammengefasst, wurden die Fotos noch lange nach 1918 zur Illustration der Schlachten der österreichisch-ungarischen Truppen verwendet – in Bildbänden und Ausstellungen.
Die „Bildersammlung Erster Weltkrieg“ des Österreichischen Staatsarchivs / Kriegsarchivs zeugt aber nicht nur von Schlachten, illustriert nicht nur Kriegsmaterial, sie bietet auch einen Blick auf das Leben und Sterben von Millionen Soldaten – Alltag an den über weite Teile Europas reichenden Fronten dieses Krieges.Dieser Blickwinkel war es, unter dem ein Teil der Sammlung von Studierenden der Universität Wien im Rahmen der Lehrveranstaltung „Museum und Archiv als Speicher des Gedächtnisses“, geleitet von Univ.-Prof. Dr. Ernst Bruckmüller und Mag. Andrea Brait, gesichtet und zu dieser Online-Ausstellung zusammengestellt wurde.
Das vielfältige „Foto-Gedächtnis“ des Kriegsarchivs ist aber nicht nur von der Propaganda der Zeit geprägt, sondern auch von den seither vergangenen Ereignissen. So kommt es, dass zahlreiche Bilder fehlen, deren Verbleib ist unbekannt.
Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen