Vor 300 Jahren wurde Karl VI. 1711 zum Kaiser gewählt und gekrönt. Damit war er Zeitgenosse Ludwigs XIV., des Sonnenkönigs, oder Peters des Großen, der Russland in das System der europäischen Großmächte integrierte. Bis 1740 prägte Karl die Habsburgermonarchie und das Reich. Zahlreiche Ausstellungen widmeten sich bereits den militärischen Erfolgen des Prinzen Eugen oder seiner Tochter Maria Theresia. Diese Ausstellung präsentiert Projekte, Reformvorhaben und Lebenswelten zur Zeit des letzten Habsburgers im Mannesstamm anhand ausgewählter Archivalien. Gebietszuwächse durch das spanische „Erbe“ und die Erfolge in den Türkenkriegen bewirkten, dass die Monarchie unter Karl VI. ihre größte territoriale Ausdehnung erreichte. Dies machte eine Veränderung im Aufbau der Verwaltung der Länder und deren Finanzen notwendig. Die Maßnahmen zur Entwicklung der Wirtschaft (Manufakturen, Überseehandel, Straßenausbau) sind daher ein zentraler Punkt der Ausstellung. Diesen Themen der Zeit Kaiser Karls VI. widmete sich eine vom 5. Oktober bis 23. Dezember 2011 im Österreichischen Staatsarchiv gezeigte Ausstellung. Inhaltlich wurde die Ausstellung vorwiegend vom Allgemeinen Verwaltungs-, Finanz- und Hofkammerarchiv getragen. Zudem unterstützten Mitarbeiter der anderen Abteilungen des Österreichischen Staatsarchivs und externe Autoren das Projektteam. Die Informationstafeln zu den einzelnen Themenbereichen können nun online abgerufen werden.
Begleitend zu der Ausstellung ist ein Katalog erschienen (ausverkauft).
Die Ausstellungsstücke umfassten im Wesentlichen Archivalien aus den Beständen des Allgemeinen Verwaltungs-, Finanz- und Hofkammerarchivs, ergänzt durch einige Stücke aus dem Haus-, Hof- und Staatsarchiv (z. B. Annahme der Pragmatischen Sanktion).
Projektleiterin: Zdislava Röhsner
Ausstellungsdidaktik: Susanne Kühberger
Kurator: Stefan Seitschek
Tafeltexte: Roman Hans Gröger, Herbert Hutterer, Susanne Kühberger, Irmgard Pangerl, Zdislava Röhsner, Stefan Seitschek, Pia Wallnig
Wir danken:
Plakatentwurf: Isabelle LiebeLayout Tafeln: Elke Meyer