Sie sind hier:  > Aktuelles  >  Meldungen  > Veranstaltungen
Zum Inhalt [Alt]+[1].    Zur Subnavigation [Alt]+[2].    Zum Hauptmenü [Alt]+[3].    Zur Servicenavigation [Alt]+[4] (Suche, Inhaltsverzeichnis, Kontakt, Offenlegung).

Home | English
Zur Startseite des Österreichischen Staatsarchivs.

Hauptmenü

Zur Bereichsnavigation.
  • Standort: Aktuelles.
  • Aufgaben & Organisation.
  • Bestände.
  • Benutzung.
  • Publikationen.
  • Service.
  • Familienforschung.
  • Themen.

Subnavigation

Zum Inhalt.
1: Meldungen.

1.1: Archivalien des Monats.

Standort: 1.2: Veranstaltungen.

1.3: Neuerscheinungen.

1.4: Projekte.

1.5: Galerie.

1.6: Chronik.

2: Stellenangebote.

Inhalt
Zur Metanavigation.

05.06.2007
Malta - Vom Ordensstaat zur Europäischen Union

Aus Anlass der 2004 erfolgten Erweiterung der Europäischen Union durch zehn Beitrittskandidaten (Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn, Zypern) wurde im Österreichischen Staatsarchiv die Idee geboren, die Beziehungen Österreichs zu den neuen Mitgliedsländern durch eine Serie von Ausstellungen zu dokumentieren und auf diese Weise das zwischen den Menschen Europas bestehende Netz vielfältiger Beziehungen aufzuzeigen. In Verwirklichung dieser Konzeption konnten auf der Basis bilateraler Zusammenarbeit Ausstellungen über Aspekte der Beziehungen Österreichs zu Polen, Slowenien, zur Tschechischen Republik, zu Ungarn, aber auch zu den baltischen Staaten im Österreichischen Staatsarchiv und teilweise auch in den Partnerländern gezeigt werden. Der Inselstaat Malta ist den Österreichern wohl in erster Linie als Ferienziel ein Begriff. Wer Malta besucht, wird aber auf Schritt und Tritt Spuren einer reichen gemeinsamen Vergangenheit entdecken, die sich aus der zweieinhalb Jahrhunderte währenden Präsenz des Johanniterordens erklären, der eben auf Grund dieser Präsenz heute als Malteserorden bekannt ist.

Die sich über das ganze Gebiet der lateinischen Christenheit und damit einen Großteil Europas erstreckenden Niederlassungen des Ordens haben zu permanenten Kontakten mit der Ordenszentrale geführt. Der Ordensstaat auf Malta hat das Bild der Insel bis zum heutigen Tag vielfach geprägt, seine Kontakte zum
übrigen Europa haben bis heute ihre Spuren hinterlassen. Auch als der Orden infolge der französischen Besetzung im Zuge der Revolutionskriege die Insel verlassen musste, blieb Malta ein Umschlagplatz und Beobachtungsposten von internationalem Interesse für den gesamten Mittelmeerraum. Sein Hafen und die damit verbundene Infrastruktur bilden bis heute neben dem Fremdenverkehr das Rückgrat der maltesischen Wirtschaft.

Pariser Frieden 1814

Die Ausstellung will den Beziehungen Österreichs zu Malta und zum Malteserorden nachgehen. Den Ideen seiner Gründung nach war der Johanniterorden ein Hospitalorden, der sich der Betreuung der Kranken verschrieben hatte. Im Heiligen Land entwickelte er sich zum Ritterorden, und diese beiden Aktivitäten, die militärische und die humanitäre bildeten bis zum Ende des 18. Jahrhunderts die Grundlage seiner Daseinsberechtigung. Auf den ersten Blick und vordergründig betrachtet ist die Zeit des Ordensstaates auf Malta vor allem durch die Konfrontation mit dem Islam gekennzeichnet. Malta war ein Außenposten Europas im Kampf gegen das Osmanische Reich und hinsichtlich der Qualität seiner Marine ein Zentrum europäischer Seekriegsführung. Aber auch in dieser Zeit blieb der Orden stets seinen Traditionen in der Krankenpflege verpflichtet. Das Große Hospital auf Malta behandelte gleichermaßen Moslems wie Christen und stellte auf Grund seiner medizinischen Qualifikation ein Vorbild für das Spitalswesen Europas dar.

Nach dem Verlust der Insel wurde der Orden wieder ausschließlich ein Hospitalorden, dem aber nicht zuletzt durch die Unterstützung Österreichs der Charakter der Souveränität als Völkerrechtssubjekt und in Österreich wie auch anderswo der Ordensbesitz verblieben ist. Von dieser Basis aus hat der Orden seit dem 19. Jahrhundert ein eindrucksvolles Netzwerk humanitärer Aktionen aufgebaut, das bis heute seinen Teil zur Linderung globaler Not beiträgt. Für das Großpriorat Österreich des Ordens sei hier etwa auf die Einsätze im Ersten Weltkrieg oder bei der Ungarn- und Tschechenkrise hingewiesen.

Für die Beziehungen zu Malta fand Österreich auch nach dem Abzug der Malteser Anknüpfungspunkte zu deren Fortsetzung, die die britische Kolonialzeit überdauerten und schließlich in die Beziehungen zum neuen Mitglied der Europäischen Union mündeten. Einer dieser Anknüpfungspunkte war die durch die Insellage und seine Häfen begünstigte Position Maltas als Flottenstützpunkt, der zu wiederholten Flottenbesuchen der österreichischen bzw. österreichisch-ungarischen Kriegsmarine führte. Malta war aber auch ein wichtiger politischer und militärischer Beobachtungsposten, von dem aus Entwicklungen wie die Einigung Italiens, die Probleme der islamischen Staaten Nordafrikas oder die Flottenbewegungen europäischer Mächte im Mittelmeer aus nächster Nähe verfolgt werden konnten.

In den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg haben diese Kontakte für Österreich vorübergehend an Bedeutung verloren, um dann nach dem Zweiten Weltkrieg wieder allmählich an Intensität zuzunehmen. Die teilweise übereinstimmende Beurteilung der politischen Lage im Nahen Osten hat dabei - etwa in den Beziehungen zwischen Bruno Kreisky und Dom Mintoff – sicher auch eine Rolle gespielt. Heute ist Malta ein beliebtes Urlaubsziel der Österreicher, das landschaftliche Schönheit mit kultureller Attraktivität verbindet. Auch der Malteserorden ist auf die Insel zurückgekehrt, nachdem die Republik Malta das Fort Sant’Angelo dem Orden als Sitz einer internationalen Akademie für Veranstaltungen zur Verfügung gestellt hat. So schließt sich nach mehr als viereinhalb Jahrhunderten der Kreislauf des historischen Wandels.

Ort
Haus-, Hof- und Staatsarchiv
Minoritenplatz 1
1010 Wien

Zeit
18. Juni – 12. Oktober 2007
Montag - Donnerstag 9:00-16:00 Uhr
Freitag 9:00-15:00 Uhr
Feiertags geschlossen

Führungen nach Vereinbarung unter
Tel.: +43-1-53115-2516

Katalog

Maltaausstellung - Katalog

Malta - Vom Ordensstaat zur Europäischen Union
Wien 2007
126 Seiten (mit zahlreichen Abbildungen)
€ 10.-
erhältlich unter:
Tel.: +43-1-79540-115
E-Mail: stabpost@oesta.gv.at

Eröffnung Malta-Ausstellung
Eröffnung Malta-Ausstellung
Eröffnung Malta-Ausstellung

Eröffnung Malta-Ausstellung
Eröffnung Malta-Ausstellung
Eröffnung Malta-Ausstellung

Eröffnung Malta-Ausstellung
Eröffnung Malta-Ausstellung
Eröffnung Malta-Ausstellung


Zurück zur Übersicht

Zum Seitenanfang

Metanavigation

Suche |  Inhaltsverzeichnis |  Kontakt |  Impressum |  Drucken
Österreichisches Staatsarchiv, Nottendorfer Gasse 2, A-1030 Wien, Tel.: +43-1-79540-0, E-Mail: webmaster@oesta.gv.at
© 2006-2012 Österreichisches Staatsarchiv