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19.09.2007
Das Österreichische Staatsarchiv auf dem Weg in die digitale Welt

Logo "Digitale Langzeitarchivierung"

Das Österreichische Staatsarchiv nimmt die Herausforderung an und beschreitet den Weg vom „klassischen Archiv“ in die digitale Welt.
Die Republik Österreich, vertreten durch das Österreichische Staatsarchiv, errichtet zur langfristigen Bewahrung von Informationen aus der Bundesverwaltung das „Digitale Langzeitarchiv“ (digLA), welches die Aufgabe zu erfüllen hat, die Erhaltung und den langfristigen Zugriff auf elektronische Aufzeichnungen für künftige Generationen sicherzustellen.
Unter elektronischen Aufzeichnungen versteht man elektronisches Schriftgut (Dokumente) samt zugehörigen Metadaten, die im Rahmen der Bundesverwaltung anfallen bzw. bei der Digitalisierung von klassischem Archivgut entstehen.
Das digLA im Bund wird auf Basis der in der ISO-Norm Nr. 14721:2004 beschriebenen Prozesse realisiert. Die ISO-Norm definiert die organisatorischen und technischen Prozesse, die mit der Übernahme von Archivobjekten, der langfristigen Erhaltung und schließlich demZugriff und der Reproduktion der Originale verbunden sind.
Die Aufgabe des digLAimBund ist die langfristige Bewahrung und Reproduktion von allen im digLA gespeicherten Daten auf „ewige Zeiten“. Der Zugriff auf die abgelegten Daten ist durch ein digitales Findmittel gegeben.
Die Langfristigkeit wird durch einen Maßnahmenkatalog sichergestellt, der alle Komponenten des digLa überwacht und im Anlassfall die Anpassung an den aktuellen Stand der Technik auslöst. Mit der Verfügbarkeit neuer technischer Komponenten im Bereich von Hardware und Software ist eine Migration des digitalen Archivbestandes und der Metadaten verbunden.
Die für das digLAimBund einzusetzende Software wird grundsätzlich mandantenfähig gestaltet, so dass die Leistungen des digLAimBund auch anderen Organisationen der öffentlichen Verwaltung, die bereits von der Projektierung Kenntnis haben, aber auch privaten Organisationen, die Bedarf an Aufbewahrung und Sicherung von Aufzeichnungen auf „lange Zeit“ haben, zur Verfügung gestellt werden kann.
Die Errichtung des digLA wird unter Einhaltung der maximalen Sicherheitsstandards im Hochsicherheits-Rechenzentrum der Republik Österreich und dem angeschlossenen Backup-Standort erfolgen. Die systemadministrative Unterstützung leisten die Mitarbeiter des Standortes, die Betriebsführung und die Anwenderbetreuung liegt in der Verantwortung des Betreibers.

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