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01.08.2007
Aus der Werkstatt der Forschung

„Man ist immer allein.“ Johanna Monschein, Diplomatin und Forscherin“ – so lautet der Titel des Vortrages von Dr. Edith Stumpf-Fischer und so wird auch der Titel der Biographie lauten, die im kommenden Herbst in Druck gehen wird.

Johanna Monschein

Johanna Monschein (1907–1997) erlebte alle einschneidenden geschichtlichen Ereignisse im Österreich des 20. Jahrhunderts vom Untergang der Habsburger-Monarchie bis zum Beitritt zur Europäischen Union. Sie gehörte zu den ersten Frauen, die an der Universität Wien ein Jusstudium absolvierten, sie war die erste Frau auf einem Akademikerposten im Auswärtigen Amt und später, 1959, die erste Frau, die zum „Österreichischen Botschafter“ ernannt wurde. Gleichzeitig war sie von großem kulturhistorischem Interesse und bibliophilen Neigungen erfüllt und entwickelte sich zu einer namhaften Sammlerin von Kinderbüchern des 19. Jahrhunderts. Dies führte schließlich dazu, dass sie „ Begründerin und Wegbereiterin der historischen Kinderbuchforschung in Österreich wurde und international höchstes Ansehen genoss“ (Universitätsdozent Dr. Ernst Seibert) und dass auch nach ihrem Tod immer wieder in fachlichen Veranstaltungen und Schriften ihrer gedacht wird.

Zweifellos stellt sie durch ihre zweifache Pionierrolle eine bemerkenswerte Gestalt der österreichischen Frauengeschichte und Wissenschaftsgeschichte dar.

Die Biographie wird im Praesens Verlag als 7. Band der Reihe „biografiA. Neue Ergebnisse der Frauenbiografieforschung“ erscheinen.

Der Vortrag findet im Rahmen der Vortragsreihe „Aus der Werkstatt der Forschung“ am 15. Jänner 2008 um 16.00 Uhr im Dachfoyer des Haus-, Hof- und Staatsarchivs, Minoritenplatz 1, 1010 Wien statt.

Der Eintritt ist wie immer frei.

Anmeldungen bitte unter
Tel.: 43-01-79540-115 oder
Mail:stabpost@oesta.gv.at

Weingut Sepp Moser

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