13.02.2008
Bundesministerin Bures: Verbesserung der Qualitätsstandards bei Kinderbetreuung ist das Ziel

Jedes Kind in Österreich sollte Anspruch auf eine qualitätsvolle Betreuung haben

„Ich freue ich über jede Unterstützung, wenn es darum geht, die Qualität der Kinderbetreuung in Österreich zu verbessern“, so Frauenministerin Doris Bures zu den jüngsten Vorschlägen der ÖAAB-Frauen zur Kinderbetreuung. Mit der Kinderbetreuungsoffensive habe die Regierung bereits einen wichtigen Schritt zur nachhaltigen Verbesserung der Kinderbetreuung in Österreich gesetzt, sowohl quantitativ als auch qualitativ, denn „die qualitätsvollsten Plätze mit wenigen Schließtagen und langen Öffnungszeiten bekommen die höchste Förderung“, so Bures. Mit den insgesamt 45 Millionen Euro, die der Bund den Ländern zur Verfügung stellt, können bis 2010 jährlich rund 6.000 neue Betreuungsplätze vor allem für Kinder unter drei Jahren geschaffen werden.

„Die österreichischen Kindergartenpädagoginnen und –pädagogen leisten qualitätsvolle Arbeit. Wo es noch Verbesserungsbedarf gibt, ist die Qualität der Betreuungsplätze an sich“, so Bures. Das Ziel sei ein flächendeckendes Kinderbetreuungsangebot, das mit einer Vollzeiterwerbstätigkeit beider Elternteile vereinbar ist. „Ein Kindergarten, der täglich zu Mittag schließt und im Sommer zehn Wochen lang zugesperrt ist, entspricht nicht den Bedürfnissen und Vorstellungen vieler Eltern. Jedes Kind in Österreich sollte Anspruch auf eine qualitätsvolle Betreuung haben“, so Bures.

Die Kinderbetreuungsoffensive der Bundesregierung beinhaltet auch die im Regierungsprogramm vereinbarte bundesweite Qualitätssicherung für Tageseltern. „Seit 1. Jänner leistet der Bund einen Zuschuss zur Qualifizierung von Tageseltern. Als nächster Schritt müssen einheitliche Ausbildungskriterien für Tageseltern in allen Bundesländern geschaffen werden. Das müssen wir zügig vorantreiben und hier hoffe ich auch auf die tatkräftige Unterstützung des Koalitionspartners“, so Bures. Derzeit berät die von der Bundesregierung dazu eingerichtete Arbeitsgruppe gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Tageselternorganisationen über Umsetzungsmöglichkeiten und Ausgestaltung von bundesweit einheitlichen Ausbildungsstandards für Tageseltern.

Rückfragehinweis:
Susanna Enk
Pressesprecherin der Bundesministerin
für Frauen, Medien und Öffentlichen Dienst
Telefon: (+43 1) 53115/2132