16.09.2009
Gabriele Heinisch-Hosek: „Jetzt will ich 'Papa-Monat' “

Im Interview in „Österreich“

Österreich: Warum haben die Verhandlungen so lange gedauert? Wollten Sie nicht mehr für Alleinerziehende und Geringverdienende?

Gabriele Heinisch-Hosek: In diesem Fall brauchte gut Ding wirklich Weile. Es ist ein Kompromiss: Wir haben einen Zuschuss für Familien mit niedrigen Einkommen mit 180 Euro erreicht, der nicht mehr rückzahlbar ist und wir haben für die ärmsten Alleinerziehenden zwei zusätzliche Monate Kindergeld-Bezug erreicht.

Österreich: Wie viele Väter wollen Sie mit dem Kindergeld dazu bewegen, in Karenz zu gehen?

Gabriele Heinisch-Hosek: Wir rechnen, dass 20 Prozent der Väter das Kindergeld beanspruchen. Das ist unser Ziel. Aber: Wir sehen uns die Modelle in etwa zwei Jahren nochmals genau an und werden gegebenenfalls nachjustieren.

Österreich: Sie wollten auch einen 'Papa-Monat'. Väter sollen nach der Geburt beim Kind bleiben.

Gabriele Heinisch-Hosek: Das ist weiter mein Ziel. Wir werden jetzt mit der ÖVP und den Sozialpartnern darüber verhandeln. Wann der 'Papa-Monat' kommt, ist aber noch offen.