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Im Interview in „Österreich“
Österreich: Warum haben die Verhandlungen so lange gedauert? Wollten Sie nicht mehr für Alleinerziehende und Geringverdienende?
Gabriele Heinisch-Hosek: In diesem Fall brauchte gut Ding wirklich Weile. Es ist ein Kompromiss: Wir haben einen Zuschuss für Familien mit niedrigen Einkommen mit 180 Euro erreicht, der nicht mehr rückzahlbar ist und wir haben für die ärmsten Alleinerziehenden zwei zusätzliche Monate Kindergeld-Bezug erreicht.
Österreich: Wie viele Väter wollen Sie mit dem Kindergeld dazu bewegen, in Karenz zu gehen?
Gabriele Heinisch-Hosek: Wir rechnen, dass 20 Prozent der Väter das Kindergeld beanspruchen. Das ist unser Ziel. Aber: Wir sehen uns die Modelle in etwa zwei Jahren nochmals genau an und werden gegebenenfalls nachjustieren.
Österreich: Sie wollten auch einen 'Papa-Monat'. Väter sollen nach der Geburt beim Kind bleiben.
Gabriele Heinisch-Hosek: Das ist weiter mein Ziel. Wir werden jetzt mit der ÖVP und den Sozialpartnern darüber verhandeln. Wann der 'Papa-Monat' kommt, ist aber noch offen.
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