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20.10.2009
Aus der Werkstatt der Forschung

Forschungsgebiet Freimaurerei
Einblicke in die unbekannte Welt der Freimaurerei und die Geschichte des geheimnisvollen Bundes

Vortrag in der Reihe „Aus der Werkstatt der Forschung“

am Dienstag, den 17. November 2009
um 16:00 Uhr
im Haus-, Hof- und Staatsarchiv
Dachfoyer
Minoritenplatz 1
1010 Wien

Referent:
Prof. Günter K. Kodek

Anlass des Vortrags ist das zum Teil fertig gestellte Projekt „Chronik der Freimaurerei in Österreich“.
Um ein Forschungsgebiet wie die Freimaurerei darstellen und einschätzen zu können, werden zunächst einige grundsätzliche Einblicke in die Welt der Freimaurerei gegeben, wie z. B.

 
  • die Geheimnisse des Bundes
  • Vielfältigkeit der Freimaurerei in der Welt
  • Freimaurerei und katholische Kirche
  • die vier relevanten Perioden der Geschichte der Freimaurerei in Österreich (18. Jahrhundert, die Zeit der so genannten Grenzlogen, die I. Republik und II. Republik)
  • die Forschungsloge Quatuor Coronati
  • Archiv und Bibliothek der Großloge von Österreich
  • das Freimaurer-Museum in Rosenau ... sowie
  • Anmerkungen zur Entstehung der ersten beiden Bände des umfangreichen Projekts.

Wie so oft liegen auch hier besondere Schwierigkeiten bei der Beschaffung möglichst korrekter Unterlagen:
Die wenigen Jahre des Bestehens im 18. Jahrhundert „von der Alchemie zur Aufklärung“, oft dargestellt am Beispiel der berühmten Loge „Zur Wahren Eintracht“, sind überwiegend im Österreichischen Staatsarchiv zu finden und durch diverse Forschungen weit besser dokumentiert als die Jahre 1867 bis 1938, jene Zeit „zwischen verboten und erlaubt“, die gekennzeichnet ist durch die so genannten Grenzlogen in der österreichisch-ungarischen Monarchie und der zwanzig Jahre Großloge von Wien in der I. Republik.

Die wesentlichen Quellen und Materialien für die Zeit 1867 - 1918 liegen kaum chronlogisch geordnet und auch nicht leicht zugänglich im Ungarischen Staatsarchiv, für die Zeit 1918 - 1938 wurden viele Unterlagen 1938 über Berlin in ein Moskauer Sonderarchiv verschleppt und sind nur über Kopien zugänglich; erfreulicherweise sind jedoch alle freimaurerischen Zeitschriften aus dieser Zeit in der Österreichischen Nationalbibliothek erhalten und bieten systematische Anhaltspunkte.

Eintritt frei

Um Anmeldung wird gebeten unter
stabpost@oesta.gv.at oder
Tel.: 01-79540-115

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