17.11.2009
Heinisch-Hosek: Zum Schutz der Kinder wird es bei strittigen Scheidungen einen Kinderbeistand geben

Über einkommensabhängige Kostenteilung zwischen den Eltern wird im Parlament noch verhandelt

"Zum Schutz der Kinder wird es in Zukunft bei strittigen Scheidungen einen Kinderbeistand geben", sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek. Es gehe darum, die Situation der Kinder bei Scheidungsverfahren zu verbessern - vor allem dann, wenn der Streit zwischen den Eltern um die Frage der Obsorge eskaliere. Die Kosten von 800 Euro für einen Kinderbeistand müssten sich die Eltern teilen. Die Kosten würden entfallen, wenn einem Elternteil - bei Einkommen unter 1000 Euro - Verfahrenshilfe gewährt wird. "Die hohen Kosten sind vor allem für Frauen, die meistens weniger verdienen als der Mann, ein Problem", sagte Frauenministerin Heinisch-Hosek. Daher sei es ihr wichtig gewesen, die Kosten für den Kinderbeistand möglichst zu reduzieren, was gelungen sei. Noch lieber sei ihr eine Kostenteilung zwischen den Eltern, die die Einkommenssituation berücksichtige. Diese Frage sei im parlamentarischen Prozess noch zu klären.

Nur knapp über zehn Prozent aller Scheidung waren im vergangenen Jahr strittig. Es ist davon auszugehen, dass etwa 600 Kinder unter 14 Jahren bei der Scheidung der Eltern einen Kinderbeistand benötigen.

Rückfragehinweis:
Mag. Dagmar Strobel
Pressesprecherin der
Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Tel.: +43 1 531 15-2149
E-Mail: dagmar.strobel@bka.gv.at