Schritt für Schritt zum Job

Werner A. erledigt in einem Kursraum des WIFI Wien gerade die Buchhaltung für seine virtuelle Firma: "Ich bin froh, dass ich hier so etwas wie eine zweite Chance bekomme! Die Schule hat mich nicht so interessiert, daher habe ich die Handelsakademie nach zwei Jahren abgebrochen. Jetzt wäre ich froh, wenn ich einen Abschluss hätte." So wie Werner A. haben viele der Kursteilnehmerinnen und –teilnehmer ihre Ausbildung an der Handelsschule oder HAK abgebrochen. Ohne Abschluss stoßen sie immer wieder auf Schwierigkeiten und Ablehnung bei der Jobsuche.

Um die Jobchancen von arbeitslosen Menschen zu erhöhen, schuf das WIFI Wien im Auftrag des AMS daher ein Ausbildungssystem in Modulen für kaufmännische Berufe. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer verfügen bereits über kaufmännische Grundkenntnisse und können diese in Modulen erweitern. Werner A. hat sich für Buchhaltung entschieden – doch auch der Besuch von anderen Modulen wie Büromanagement, Außenhandel oder Deutsch als Fremdsprache standen ihm zur Auswahl. Abgerundet wird das Angebot durch Bewerbungstrainings und begleitende Lernunterstützung in Kleingruppen.

Werner A. plant mit den erweiterten Kenntnissen den Jobeinstieg im Bereich der Kostenrechnung und überlegt, die Berufsmatura nachzuholen.

Betreuung der Kursteilnehmenden durch das AMS.

Betreuung der Kursteilnehmenden durch das AMS. (© AMS Wien)

Zielgruppe

Beim AMSals arbeitslos vorgemerkte Frauen und Männer.
Sie verfügen über mindestens zweijährige, kaufmännische Praxis (Handelsakademie- oder Handelsschulkenntnisse, eine Lehre in den Bereichen Büro und Einzelhandel mit oder ohne Abschluss).

Ablauf der Ausbildung

Das WIFI Wien bietet die Ausbildung für kaufmännische Berufe in Modulen an, das heißt, die Ausbildung wurde flexibel auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer abgestimmt. Die Dauer der Kurse kann auf maximal 39 Wochen erstreckt werden.

Link

WIFI Wien

Fakten

  • 325 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nehmen derzeit die Ausbildungschance
    wahr.
  • Insgesamt betragen die Förderkosten 910.684 Euro.
  • Die EU trägt dazu 418.914 Euro aus Mitteln des ESF bei.