19.03.2010
Heinisch-Hosek startet Dialogtour für ein besseres Zusammenleben zwischen Österreicherinnen und Österreicher sowie Migrantinnen und Migranten
Ein Zeichen gegen die Strache-Politik des gegeneinander Aufhetzens setzen
"Das Zusammenleben zwischen Österreicherinnen und Österreicher sowie Menschen mit Migrationshintergrund kann nur besser funktionieren wenn wir den Dialog verstärken, aber auch sehr klar über die Spielregeln für alle reden", sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek anlässlich des heutigen Auftakts ihrer Dialogtour für ein besseres Zusammenleben zwischen Österreicherinnen und Österreicher sowie Menschen mit Migrationshintergrund. Sie wolle daher darüber reden, was sie sich von Migrantinnen und Migranten erwarte, damit das Zusammenleben besser funktioniere.
"Mir geht es bei der Tour darum, aufzuzeigen, dass beide Seiten Spielregeln einhalten müssen", so Heinisch-Hosek. Die Spielregeln an die sich die Migrantinnen und Migranten halten müssten, seien klar. "Da geht es darum, dass die Frauen, die Männer und vor allem die Kinder schnell Deutsch lernen. Das habe ich auch sehr deutlich ausgesprochen", meinte die Ministerin. Gleichzeitig müssten aber die Österreicherinnen und Österreicher auch ihren Teil leisten, indem dafür gesorgt werde, dass die Menschen schnell Deutsch lernen können. Da dürfen auch die Gelder nicht gekürzt werden.
"Bei vielen bin ich da auf sehr großes Verständnis gestoßen, bei anderen muss aber noch einiges an Überzeugungsarbeit geleistet werden", sagte Heinisch-Hosek. So habe ihr eine Frau erzählt, dass sie seit sieben Jahren in Österreich lebe und erst jetzt mit dem Deutschlernen beginne. "Da war meine klare Antwort: Das ist zu spät und das geht so nicht."
Bei der Dialogtour, die mit heutigem Tag startet und ein permanenter Prozess sein soll, gehe es ihr darum, Vorbildprojekte für ein besseres Zusammenleben kennenzulernen. Diese Projekte möchte sie in ganz Österreich weitertragen, damit das was gut funktioniert auch in anderen Bundesländern umgesetzt werden könne. Gerade in Salzburg habe sie großartige Projekte kennengelernt. Der "Verein Viele" etwa biete Deutschkurse auf verschiedenen Niveaus an und das Interesse werde immer größer. Dieses Interesse gelte es zu fördern. Und das "Kindergartenprojekt Rucksack" mache es möglich, dass Kinder und Eltern Deutsch und ihre Muttersprache lernen. Solche Projekte gelte es in ganz Österreich umzusetzen.
Die Dialog-Tour werde die Ministerin den kommenden Monaten in Schulen, in Sportvereine, in Jugendeinrichtungen, in Deutschkurse für Migrantinnen und Migranten, in Mutter-Kind-Zentren und Familienberatungsstellen, in Volkshochschulen und Migratenenvereine, Kulturzentren, religiöse Einrichtungen, in Einkaufszentren und auf Märkte führen. Und es würden zahlreiche Treffen mit Meinungsbildner in den einzelnen Communities sowie Multiplikatorinnen und Multiplikanten stattfinden.
"Mit der Dialogtour will ich auch ein Zeichen gegen die Strache-Politik des gegeneinander Aufhetzens setzen", so Heinisch-Hosek abschließend.
Rückfragehinweis:
Mag. Dagmar Strobel
Pressesprecherin der
Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Tel.: 01 531 15-2149
dagmar.strobel@bka.gv.at