14.07.2010
Werner Faymann: "Österreichs Wirtschaft hat sich besser entwickelt als prognostiziert"
Wirtschaftsbericht 2010 wurde heute in der Hofburg vorgestellt
"Der Wirtschaftsbericht 2010 zeigt eine deutliche Aufwärtsbewegung", sagte Bundeskanzler Werner Faymann bei der Präsentation des aktuellen Wirtschaftberichtes, den er gemeinsam mit Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, Finanzminister Josef Pröll und Infrastrukturministerin Doris Bures vorstellte. Dafür, dass dieser Bericht so positiv ausgefallen ist, seien Politik und Wirtschaft gemeinsam verantwortlich. Die Politik schaffe die Rahmenbedingungen und die Wirtschaft bringe die Leistungen. Es sei ein gemeinsamer Verdienst, dass es im Vergleich zu anderen Ländern der EU gelungen sei, so gute Ergebnisse zu bringen. "Wir wissen, dass wir in der Krise richtig agiert haben, weil wir mehrere Faktoren berücksichtigt haben. Wir haben die Kaufkraft der Bevölkerung gestärkt und gleichzeitig die Wirtschaft und den Export angekurbelt." Für die Entwicklung Österreichs sei es wichtig, die Stärken hervorzukehren, nicht zurückzustecken. Diese Stärken seien die Klein- und Mittelbetriebe, die Industrie, aber auch Forschung, Bildung und Ausbildung. Wenn diese gestärkt werden, dann würden auch zukünftige Wirtschaftsberichte erfreulich ausfallen.
Die genannten Stärken müssten auch bei der Erstellung des Budgets im Auge behalten werden, das von drei Faktoren geprägt sein werde: zunächst von der weiteren Stärkung der Kaufkraft sowie der Bekämpfung der Armut. Und dann müssten auch Politik und Verwaltung Synergien nutzen und sparen, wie es etwa der Rechnungshof vorgeschlagen habe. Dazu seien noch Verhandlungen mit den Sozialpartnern und den Ländern notwendig. "Das Ziel ist es, die Staatsschulden zu verringern", sagte der Bundeskanzler. "Denn damit verringern wir das Risiko, dass Spekulanten das Ruder übernehmen."
"Wir brauchen aber auch Wachstum, um den Wohlstand zu erhalten", sagte Faymann. Europa mache zwar erste Versuche, die Finanzmärkte zu regulieren, aber noch viel zu wenig für die Realwirtschaft. Die Europapolitik werde stark daran zu messen sein, ob nun die Nationalstaaten die richtigen Maßnahmen setzen.
Bundeskanzler Faymann dankte allen, die am Wirtschaftsbericht 2010 mitgewirkt haben und betonte die Wichtigkeit der weiteren guten Zusammenarbeit.
Rückfragehinweis:
Mag. Leo Szemeliker
Pressesprecher
Kabinett des Bundeskanzlers
Tel.: +43 1 531 15-2090
Mobil: +43 664 282 25 00