14.07.2010
Bundeskanzler Faymann verleiht Premierminister Juncker das Große Goldene Ehrenzeichen

Jean-Claude Juncker macht sich seit vielen Jahren um die Beziehungen zwischen Österreich und Luxemburg verdient

Bundeskanzler Werner Faymann verlieh heute an Jean-Claude Juncker, Premierminister des Großherzogtums Luxemburg, das Große Goldene Ehrenzeichen am Bande für Verdienste um die Republik Österreich. Faymann würdigte Juncker in seiner Rede als "einen Brückenbauer über die Grenzen von Parteien und Ländern hinweg, der sich immer für den gemeinsamen europäischen Gedanken eingesetzt hat". Dank seiner Reputation sei Juncker unter den europäischen Regierungschefs ein vielgeachteter Vertreter der kleineren und mittleren Mitgliedstaaten in der EU und stehe für einen Ausgleich zwischen "groß" und "klein".

"Jean-Claude Juncker macht sich seit vielen Jahren um die Beziehungen zwischen Österreich und Luxemburg verdient", so der Bundeskanzler in seiner Laudatio. Ihm sei es zu verdanken, dass beide Länder so eng und konstruktiv zusammenarbeiten. "Österreich und die österreichische Politik haben mit Jean-Claude Juncker immer ein inniges und freundschaftliches Verhältnis gehabt. Als längstdienender Premierminister hat er mit vielen verschiedenen österreichischen Regierungsmitgliedern gute Kontakte aufgebaut", so Faymann.

Die Parteizugehörigkeit habe dabei nie eine Rolle gespielt. "Ich habe Jean-Claude Juncker immer als einen Politiker erlebt, der die europäische Politik nicht durch eine parteipolitische Brille betrachtet. Er sieht die Sorgen und Nöte der Bevölkerung und setzt die Bedürfnisse der Menschen in Taten um", so der Bundeskanzler.

Besonders würdigte Faymann den Einsatz Junckers für soziale Ausgewogenheit in der europäischen Politik. "Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es wichtig, eine Persönlichkeit an der Spitze Europas zu haben, die die soziale Verträglichkeit von Maßnahmen im Blickfeld hat. Junker sieht etwa keinen Widerspruch in der Förderung von Wirtschaftswachstum und einer klaren Regulierung der Finanzmärkte. Das ist eine Politik, die auch den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu gute kommt. Es ist, wie Jean-Claude Juncker einmal selbst gesagt hat: Man kann Europa nicht gegen den Willen der arbeitenden Menschen bauen", so Faymann.

Premierminister Juncker bedankte sich für die hohe Auszeichnung: "Ich fühle mich nicht nur mit der österreichischen Politik, sondern auch mit den Menschen des Landes sehr verbunden. In der Europapolitik gibt es viele Gemeinsamkeiten zwischen unseren Ländern. Wir setzen uns beispielsweise zusammen für den Ausbau der sozialen Dimension des Binnenmarktes ein. Ich wünsche mir, dass die enge Verbindung zwischen Österreich und Luxemburg in dieser Qualität noch lange besteht", so Juncker abschließend.

Rückfragehinweis:
Mag. Leo Szemeliker
Pressesprecher
Kabinett des Bundeskanzlers
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