20.07.2010
Gabriele Heinisch Hosek: "Armut zu bekämpfen ist ein ganz entscheidender Beitrag, um die Ansteckung mit HIV zu verhindern"
Die Frauenministerin trifft Auma Obama

Auma Obama und Gabriele Heinisch-Hosek (© HBF/Andy Wenzel)
Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek traf gestern am späten Nachmittag mit Dr. Auma Obama, die sich derzeit auf Einladung von CARE Österreich in Wien befindet, zusammen und dankte der Schwester von US-Präsident Obama für ihr großartiges Engagement im Kampf gegen HIV/AIDS und Armut in Afrika. "Armut zu bekämpfen ist eine der größten Herausforderungen weltweit und ein ganz entscheidender Beitrag, um die Ansteckung mit HIV/AIDS zu verhindern. Von Armut sind vor allem Frauen betroffen und Auma Obama hat schon so vielen Frauen geholfen. Auch ihrem großartigen Einsatz ist es zu verdanken, dass die Welt vor der steigenden Armut und dem damit verbundenen höheren Risiko für eine Ansteckung mit dem HI-Virus nicht die Augen verschließt", sagte die Frauenministerin.
Extreme Armut sei weiblich, denn eine halbe Milliarde Frauen in Entwicklungsländern hätte weder ein angemessenes Einkommen, noch medizinische Versorgung oder soziale Sicherheit. Und der Anteil an Frauen unter den Menschen mit einer HIV-Infektion sei seit Jahren kontinuierlich gestiegen. Heute seien bereits die Hälfte der weltweit über 33 Millionen infizierten Menschen weiblich, so Heinisch-Hosek.

Anton Markmiller - Care Deutschland-Luxemburg, Auma Obama, Gabriele Heinisch-Hosek, Andrea Wagner-Hager - Care Österreich
(© HBF/Andy Wenzel)
Auma Obama hat bei dem Treffen mit der Ministerin ihr aktuelles Projekt "Sport for Social Change" vorgestellt. Dabei arbeitet sie in Kenia mit 23 regionalen Organisationen zusammen und erreicht über 1.000 Mädchen. In diesem Projekt werden zum größten Teil junge Mädchen dabei gestärkt, ihre eigenen Kompetenzen zu erkennen. "Erst wenn junge Frauen erkennen, was möglich ist, haben sie die Kraft etwas zu ändern", sagte Obama und begründet ihr Engagement damit, dass die ganze Familie gestärkt werde, wenn man Frauen und Mädchen stärke. Die Männer würden die Vorteile erkennen, wenn Frauen teilhaben. Dadurch würde sich die wirtschaftliche Situation der gesamten Familie verbessern. Gemeinsam mit CARE Österreich und CARE International gelingt es Auma Obama so, nachhaltig die Situation von Frauen und ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit zu verbessern.
"Ich mache die Tür auf, aber die jungen Frauen müssen durchgehen", sagte Auma Obama abschließend über ihr Engagement zur Selbsthilfe.
Rückfragehinweis:
Mag. Dagmar Strobel
Pressesprecherin der
Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Tel.: 01 531 15-2149
dagmar.strobel@bka.gv.at