20.07.2010
Gabriele Heinisch-Hosek: "Jeder fünfte Spitzenjob im öffentlichen Dienst ist mit einer Frau besetzt"
Es mangelt nicht an weiblichen Nachwuchskräften - ein Drittel Frauen in der zweiten Führungsebene
Mit dem heute im Ministerrat beschlossenen Fortschrittsbericht zur Frauenförderung im Bundesdienst werde klar, dass jeder fünfte Spitzenjob mit einer Frau besetzt sei, sagte Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek. "Den Wirtschaftsbetrieben in unserem Land kann ich nur sagen, nehmt euch ein Beispiel an uns", so die Ministerin, die darauf verwies, dass in den Vorstandsetagen nicht einmal fünf Prozent Frauen vertreten seien, in Aufsichtsräten knapp zehn Prozent.
Der öffentliche Dienst werde auch in den kommenden Jahren immer besser werden, denn ein Drittel aller Jobs in der zweiten Führungsebene sei bereits heute mit Frauen besetzt. "Es mangelt uns also nicht an weiblichen Nachwuchskräften, die in den nächsten Jahren in die Top-Positionen aufsteigen können", so Heinisch-Hosek.
Seit mehr als einem Jahr sei es für die einzelnen Ministerien im Personalplan gesetzlich verankert, wie viele weibliche Führungskräfte es im Jahr 2013 geben müsse.
Die Ziele hätten sich die Ressorts selbst verordnet, da sie am besten einschätzen könnten, welche Positionen und Funktionen wann neu zu besetzen seien, erläuterte die Ministerin. Fast alle Ressorts hätten im Jahr 2009 Fortschritte in der Frauenförderung erzielt.
Die Zahlen im Detail: Auf höchster Ebene der Sektionsleitenden, Gruppenleitenden und Leitenden großer nachgeordneter Dienststellen seien 21,3 Prozent der Jobs mit Frauen besetzt (Vergleich 2008: 19,1 Prozent). Auf der darunter liegende Ebene der Abteilungsleitenden, Referatsleitenden und größerer nachgeordneter Dienststellen seien es 32,7 Prozent gewesen (Vergleich 2008: 31,3 Prozent). Bei den Beschäftigten mit Maturaabschluss habe man einen Frauenanteil von 26,2 Prozent (Vergleich 2008: 25,6 Prozent) und beim Fachdienst seien 31,4 Prozent (Vergleich: 30,8 Prozent) Frauen im Einsatz.
"In manchen Ressorts ist in der Frauenförderung noch ein längerer Weg zu beschreiten als in anderen. Einige Ministerien sind sehr ambitioniert, manche agieren noch etwas zaghaft. Aber ingesamt sind wir auf einem guten und richtigen Weg", so die Beamtenministerin abschließend.
Rückfragehinweis:
Mag. Dagmar Strobel
Pressesprecherin der
Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Tel.: 01 531 15-2149
dagmar.strobel@bka.gv.at