20.07.2010
Werner Faymann: "Österreich und Bulgarien arbeiten in der Kriminalitätsbekämpfung eng zusammen"

Bundeskanzler Werner Faymann empfing heute den Premierminister der Republik Bulgarien, Bojko Borissow, zu einem Arbeitsgespräch. Im Mittelpunkt der Unterhaltung standen die Themen Wirtschaft und Korruptionsbekämpfung. "Unsere Länder sind enge Partner in Europa. Österreich ist mit 6,5 Milliarden Euro der größte Investor in Bulgarien und ist vor allem an der Realisierung von Projekten im Kraftwerks- und Straßenbau beteiligt", so der Bundeskanzler.

Besonders betonte Faymann die Erfolge der bulgarischen Regierung bei der Korruptionsbekämpfung, die auch im soeben erschienenen EU-Fortschrittsbericht hervorgehoben werden. Gerade in diesem Bereich sei es sehr wichtig, in Europa auch über die Grenzen hinweg zusammenzuarbeiten. "Die Bürgerinnen und Bürger erwarten sich ein geschlossenes Auftreten unserer Regierungen gegen Korruption und das organisierte Verbrechen. Ich freue mich, dass unsere Länder hier so eng kooperieren", so der Bundeskanzler.

"Im EU-Bericht wurde im Besonderen der politische Wille bei der Bekämpfung der organisierten Kriminalität anerkannt. Für Bulgarien hat dies vor allem in Hinblick auf die Vorbereitung des Beitritts zum Schengen-Raum große Bedeutung. Ich danke der österreichischen Bundesregierung für die enge Zusammenarbeit und Unterstützung bei der Vorbereitung Bulgariens auf den Schengen-Beitritt", so der bulgarische Premierminister. Borissow kündigte außerdem an, dass sich die bulgarische Regierung nach dem Vorbild Ungarns und Österreichs zu einer gemeinsamen Regierungssitzung mit Griechenland treffen werde. "In Krisenzeiten ist das ein wichtiges Zeichen von Stabilität und Sicherheit in unserer Region", sagte der Premierminister.

"Österreich ist sehr interessiert an der Umsetzung der Donauraumstrategie. In den heutigen Gesprächen hat sich gezeigt, dass Österreich und Bulgarien auch in diesem Bereich gemeinsame Ziele verfolgen. Ich freue mich daher über die Einladung des Premierministers nach Sofia und werde versuchen, diese noch heuer wahrzunehmen", so Faymann abschließend.

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Mag. Leo Szemeliker
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