20.07.2010
Gabriele Heinisch-Hosek: "Null-Lohnrunde ist möglich"

"Österreich"-Interview mit der Beamtenministerin

Österreich: Sie haben einen "heißen Herbst" bei den Beamtenverhandlungen angekündigt. Worauf kann man sich einstellen?

Gabriele Heinisch-Hosek: Bis 2014 können wir 350 Millionen Euro einsparen, indem wir 2.900 Planstellen streichen. Das heißt, dass wir bei jeder zweiten Pensionierung keine Nachbesetzung vornehmen.

Österreich: Und wenn das für die Budgetsanierung einfach nicht ausreicht?

Heinisch-Hosek: Sollte das für die Erreichung der Budgetziele des Finanzministers nicht reichen, muss es eine gemeinsame politische Entscheidung geben, wo darüber hinaus noch Einsparungen zu erbringen sind.

Österreich: Eine Nulllohnrunde für die Beamten käme als Einsparung auch infrage?

Heinisch-Hosek: Eine rechnerische Möglichkeit ist eine Nulllohnrunde auf jeden Fall. Wichtig ist mir dabei aber ein Konsens der Regierung.

Österreich: Sie erwarten sich also Rückendeckung von Finanzminister Pröll?

Heinisch-Hosek: Nicht nur von Pröll, sondern von allen Regierungsmitgliedern. Doch der Finanzminister nimmt diesbezüglich sicherlich eine Schlüsselrolle ein.