The Courts of Europe: the Nineteenth-Century Revival(in englischer Sprache)
am Dienstag, den 22. März 2011um 17:00 Uhr s.t.im Haus-, Hof- und StaatsarchivMinoritenplatz 11010 Wien
Referent:Dr. Philip Mansel
Anmeldungen erbeten unterstabpost@oesta.gv.at oderTel.:01-79540-115
Bei seinem vergleichenden Überblick über das höfische Leben im 19. Jahrhundert geht Philip Mansel von den Residenzstädten aus. Dabei zeigt er, dass es nach dem zunehmenden Verzicht auf die höfische Repräsentationskultur und dem Rückzug in eine "biedermeierliche" Privatheit im späteren 18. Jahrhundert zu einer Neubelebung des höfischen Lebens gekommen ist.
In London, Paris, Berlin und Wien vergrößerten sich die Paläste und Hofstaaten der Monarchen. Neue Prachtstraßen, Monumentalbauten und Denkmäler, sowie dauerhafte sozialpolitische und ökonomische Unternehmungen unterstrichen die Bedeutung der Hauptstädte als Sitz ihrer jeweiligen Höfe. Zudem entstanden auch in vielen anderen Orten und größeren Städten, wie beispielsweise in Bordeaux und Straßburg, königliche Paläste.
Wären aber Berlin, Wien und St. Petersburg nicht die pracht- und glanzvollen Residenzstädte geblieben, hätten ihre Monarchen und ihre leitenden Minister wohl kaum das Selbstbewusstsein gehabt, 1914 in den Krieg zu ziehen. Erst 1918 – und nicht bereits 1789 – verloren die Hofgesellschaften ihre Bedeutung bei der Gestaltung des modernen Europa.
Dr. Philip Mansel, Senior Fellow, Institute of Historical Research, London; Fellow, Royal Historical Society; Editor, Court Historian (journal of the Society of Court Studies www.courtstudies.org)
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