05.10.2011
Josef Ostermayer: "Fragen der Bioethik intensiv diskutieren und sorgfältig abwägen"

Der Staatssekretär wird als Regierungskoordinator Bioethikkommission im Bundeskanzleramt in deren Arbeit unterstützen

"Im gestrigen Ministerrat wurden die neuen Mitglieder und der neue Jahresbericht der Kommission beschlossen", konnte Staatssekretär Josef Ostermayer heute anlässlich des Festaktes zum zehnjährigen Jubiläum der Bioethikkommission im Bundeskanzleramt berichten. "Ich weiß, dass wir uns bei der Bioethik oftmals im Grenzbereich bewegen und religiöse und ethische Grundsätze eine ganz entscheidende Rolle spielen." Es sei jedoch sehr wichtig, dass diese Dinge offen angesprochen und jedes Pro und Contra dargestellt würden. "Wenn ich die Stellungnahmen der Kommission vor mir habe, erkenne ich, dass diese sehr intensiv diskutiert und abgewogen wurden", sagte Ostermayer. "Ich verspreche, alles was in meiner Funktion als Regierungskoordinator möglich ist, zu tun, um ihre Empfehlungen auch umzusetzen. Dafür werde ich kämpfen und mich einsetzen. Ich weiß dabei Bundeskanzler Werner Faymann, Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek und Gesundheitsminister Alois Stöger an meiner Seite."

Auch in der neuen Amtsperiode bleibt die Bioethikkommission nahezu unverändert. Drei der bisherigen Mitglieder schieden jedoch aus. Der Staatssekretär verabschiedete Univ.-Prof. Günther Pöltner, Univ.-Prof. Gerhard Luf und Dr. Verena Strausz. Als neue Mitglieder der 25-köpfigen Kommission konnten Dr. Stephanie Merckens, Univ.-Prof. DDr. Matthias Beck und Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Mazal gewonnen werden. Merckens ist Rechtsanwältin und Lebensschutz-Beauftragte der Erzdiözese Wien, der Mediziner und Theologe Beck ist außerordentlicher Professor für Moraltheologie mit dem Schwerpunkt Medizinethik und Mazal vom Institut für Arbeits- und Sozialrecht ist langjähriger Mitherausgeber der Fachzeitschrift "Recht der Medizin".

Ostermayer dankte ganz besonders der bisherigen Vorsitzenden der Kommission, Dr. Christiane Druml, die sich bereit erklärt hat, für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung zu stehen sowie ihren Stellvertretern, Univ.-Prof. Dr. Peter Kampits und Univ.-Prof. Dr. Markus Hengstschläger. "Auch hier ist es uns gelungen, der Kontinuität in der Besetzung Rechnung zu tragen", sagte Staatssekretär Ostermayer.

Im Anschluss an die Eröffnung setzte sich eine Fachtagung mit der internationalen Situation der Bioethik auseinander.

Bilder zu dieser Veranstaltung sind über das Fotoservice des Bundespressedienstes kostenfrei abrufbar.

Rückfragehinweis:
Elvira Franta Bakk. phil.
Pressesprecherin des
Staatssekretärs im Bundeskanzleramt
Dr. Josef Ostermayer
Tel.: 01 531 15-2656
elvira.franta@bka.gv.at