10.11.2011
Gabriele Heinisch-Hosek: "Öffentlich Bedienstete sind Fundament für leistungsstarken Staat"

Bundesministerin für Öffentlichen Dienst beim Bundeskongress der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD)

"Österreich konnte bisher die Wirtschafts- und Finanzkrise gut meistern, weil wir mit den richtigen Maßnahmen gegengesteuert haben. Gelungen ist das nur auf dem Fundament eines leistungsstarken Staates mit seinen kompetenten und verlässlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern", sagte Gabriele Heinisch-Hosek heute, Donnerstag, auf dem Bundeskongress der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) im Wiener Austria Center.

"Der Öffentliche Dienst ist der größte Dienstgeber unseres Landes. Rund eine halbe Million Menschen arbeiten in der öffentlichen Verwaltung und gewährleisten mit ihrem Einsatz jene Strukturen, die auch in schwierigen Zeiten das Staatsgefüge zusammen halten", so die Ministerin für Frauen und Öffentlichen Dienst. "Sie sind es, die mit ihrer täglichen Arbeit die vielfältigen Aufgaben für die Menschen in Österreich in bester Qualität erfüllen, sei es im Bereich der Bildung, der Sicherheit und Gesundheit oder der Generationengerechtigkeit. Dafür möchte ich heute Dankeschön sagen". Gerade in Krisenzeiten sei es auch wesentlich, dass die Politik von hochqualifizierten Fachkräften in der Verwaltung unterstützt werde, um notwendige Maßnahmen gemeinsam umzusetzen.

"Der öffentliche Sektor braucht den Vergleich mit der Privatwirtschaft nicht zu scheuen. Wir können stolz auf das bisher erreichte sein", so Heinisch-Hosek. So seien im Bereich des Dienstrechts bereits substanzielle Verbesserungen gelungen, wie die geplante Erhöhung der Frauenquote auf 50 Prozent oder die bevorstehende Anerkennung des Bachelor-Abschlusses. "Gerade in Zeiten knapper werdender Arbeitskräfte müssen wir auch für junge Menschen ein attraktiver Arbeitgeber bleiben." Gleichzeitig müsse daran gearbeitet werden, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Alternativen zur Frühpension anzubieten. Bei Dienstunfähigkeit im bisherigen Arbeitsbereich soll ein freiwilliger Wechsel in ein anderes Einsatzgebiet, ohne finanziellen Verlust, künftig erleichtert werden.

"Eine moderne Verwaltung muss ihren Beschäftigten auch eine höhere Mobilität und Flexibilität ermöglichen. Hier haben wir bereits große Schritte gemacht und vieles weiterentwickelt", sagte die Bundesministerin. Die neue Jobbörse des Bundes sei dafür beispielhaft. Mit diesem Instrument seien interne wie externe Bewerbungen auf elektronischem Wege rasch und einfach möglich. "Seit dem Start der Jobbörse im Mai dieses Jahres gab es bereits 400.000 Zugriffe", so Heinisch-Hosek.

"Die österreichische Verwaltung hat auch im Bereich des E-Government viel zu bieten. Mit unseren vielfältigen elektronischen Angeboten sind wir Vorreiter in Europa. Die Zugriffe auf Angebote wie HELP.gv.at oder das Unternehmensservice-Portal ersetzen bereits 100 Amtsschalter, die zwei Monate lang 24 Stunden täglich geöffnet sein müssten, um die gleiche Effizienz zu erreichen", sagte Heinisch-Hosek. Mit solchen Innovationen im öffentlichen Sektor sei es gelungen, trotz Personalabbau eine gleichbleibende Qualität für die Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten.

Um den Öffentlichen Dienst weiter zu entwickeln werde heute im Rahmen der Verwaltungsmesse im Wiener Museumsquartier ein Reformdialog gestartet: "Wir wollen die Verwaltung fit für die Zukunft machen. Daher lade ich alle Seiten zu Gesprächen ein. Auch die Bürgerinnen und Bürger werden über die neuen Medien eingebunden. Gemeinsam wollen wir die Empfehlungen von Expertinnen und Experten einem Praxistest unterziehen", so Heinisch-Hosek.

Abschließend kündigte die Bundesministerin an, dass im Öffentlichen Dienst auch künftig keine Entlassungen zu befürchten seien. "Es ist klar, dass wir alle sparsam sein müssen. Doch ich werde mich bei den anstehenden Gehaltsverhandlungen für einen guten, sozial verträglichen Abschluss einsetzen", so Heinisch-Hosek.

Bilder zu dieser Veranstaltung sind über das Fotoservice des Bundespressedienstes kostenfrei abrufbar.

Rückfragehinweis:
Dr. Julia Valsky
Pressesprecherin der
Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Telefon: + 43 1 531 15-2149
julia.valsky@bka.gv.at