Sie sind hier:  > Aktuelles  >  Meldungen  > Veranstaltungen
Zum Inhalt [Alt]+[1].    Zur Subnavigation [Alt]+[2].    Zum Hauptmenü [Alt]+[3].    Zur Servicenavigation [Alt]+[4] (Suche, Inhaltsverzeichnis, Kontakt, Offenlegung).

Home | English
Zur Startseite des Österreichischen Staatsarchivs.

Hauptmenü

Zur Bereichsnavigation.
  • Standort: Aktuelles.
  • Aufgaben & Organisation.
  • Bestände.
  • Benutzung.
  • Publikationen.
  • Service.
  • Familienforschung.
  • Themen.

Subnavigation

Zum Inhalt.
1: Meldungen.

1.1: Archivalien des Monats.

Standort: 1.2: Veranstaltungen.

1.3: Neuerscheinungen.

1.4: Projekte.

1.5: Galerie.

1.6: Chronik.

2: Stellenangebote.

Inhalt
Zur Metanavigation.

06.11.2011
Simon Wiesenthal Lecture

ANNE SUDROW
DIE "SCHUHBERGE" NEU LESEN. ZUR ÖKONOMISIERUNG DER "ENDLÖSUNG"

am Donnerstag, den 24. November 2011
um 18.30 Uhr
im Dachfoyer des Haus-, Hof- und Staatsarchivs
1010 Wien, Minoritenplatz 1

Begrenzte Teilnehmerzahl
Anmeldungen bitte bis 12. Oktober 2011 an
stabpost@oesta.gv.at oder
Tel.: 01-79540-115

Die »Schuhberge« in den Gedenkstätten für die Konzentrations- und Vernichtungslager stehen als dingliche Zeugen, als »Merkbilder«, ja materielle Beweise, für den Holocaust und die Politik der »Endlösung«. Auf ihre ökonomische Funktion ist im Zusammenhang der »Aktion Reinhardt« immer wieder hingewiesen worden. Doch wurde sie bislang nicht systematisch untersucht. Stellt man die Verwertung von »Altschuhwerk« in den Kontext der NS-Wirtschafts- und Konsumpolitik, so zeigt sich, dass sie für die Versorgung der Zivilbevölkerung mit Alltagsgegenständen eine nicht zu unterschätzende Rolle spielten. Auch für die Schuhproduzenten wurden die verbrauchten Schuhe zur begehrten Ressource. Gleichzeitig ergeben sich durch diese historische Neuverortung der »Schuhberge« aber Probleme für ihre geläufige Symbolik als »Erinnerungsorte« der Gedenkkultur.

In ihrem Vortrag rekonstruiert Anne Sudrow am Beispiel der Schuhe das komplexe wirtschaftliche Verwertungssystem für die letzten Habseligkeiten der Deportierten und Ermordeten. Sie zeigt, in welch vielfältiger Weise deutsche Unternehmen der Konsumgüterindustrie diesbezüglich Kontakte zu den Konzentrationslagern unterhielten und Häftlingsarbeit nutzten. Gleichzeitig problematisiert sie daran die Tauglichkeit von »authentischen« Objekten als Gedächtnisbrücken zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Anne Sudrow, Jahrgang 1970, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam, Dozentin an der TU Berlin, studierte in Berlin und Lyon und promovierte an der TU München. Ihr Buch »Der Schuh im Nationalsozialismus. Eine Produktgeschichte im deutsch-britisch-amerikanischen Vergleich« (Wallstein: 2010) wurde mit dem Hedwig-Hintze-Preis des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands ausgezeichnet.

Zurück zur Übersicht

Zum Seitenanfang

Metanavigation

Suche |  Inhaltsverzeichnis |  Kontakt |  Impressum |  Drucken
Österreichisches Staatsarchiv, Nottendorfer Gasse 2, A-1030 Wien, Tel.: +43-1-79540-0, E-Mail: webmaster@oesta.gv.at
© 2006-2012 Österreichisches Staatsarchiv