12.06.2012
Bundeskanzler Faymann: "Kunst und Kultur sind geeignete Mittel, um Gemeinsames und Verbindendes zu finden"

Fünfte Verhüllung des Ringturms durch den ungarischen Maler László Fehér

"Wir sind stolz darauf, in einem Land zu leben, das initiative Unternehmen hat. Denn ohne Realwirtschaft gibt es keine Zukunft. Von Spekulation allein könnten wir nicht leben. Die Realwirtschaft sichert Arbeitsplätze, bildet junge Menschen aus und ist das Rüstzeug für die Zukunft. Zudem ist ihr Steueraufkommen für die Entwicklung der Gesellschaft unerlässlich", sagte Bundeskanzler Werner Faymann heute, Dienstag Nachmittag, anlässlich der Verhüllung des Wiener Ringturms. "Es ist ein wichtiges Signal, wenn sich Unternehmen auch kulturell engagieren und Künstlerinnen und Künstler unterstützen."

Heuer wird der Ringturm, das erste Bürohochhaus Wiens aus dem Jahre 1955, der mittlerweile zu einem der Wahrzeichen Wiens geworden ist, zum fünften Mal künstlerisch verhüllt. Waren es bisher ausschließlich österreichische Künstlerinnen und Künstler, die dazu eingeladen worden sind, übernimmt mit László Fehér, einem Ungarn, erstmals ein Künstler aus einem Nachbarland dieses Projekt. Der Turm, ein Bürogebäude der Vienna Insurance Group, bleibt noch bis Mitte September durch das Werk "Gesellschaft" verhüllt.

"Kunst und Kultur sind geeignete Mittel, um Gemeinsames und Verbindendes zu finden. Sie können auch länderübergreifend als gutes Vorbild wirken und bilden einen wichtigen Grundstein für die zukünftige Entwicklung. Österreich und Ungarn sind in Geschichte und Kultur schon lange eng verbunden. Das spiegelt sich auch in freundschaftlicher Verbundenheit wider", sagte Faymann. "Österreich und Ungarn können mit ihrer geografischen Lage in der Mitte Europas auf mehr als 50 Jahre friedlichen Zusammenlebens zurückblicken. Diese Zeit hat die ältere Generation miterleben können. Ich sehe es als Auftrag, diesen Respekt und das Verständnis füreinander auch an die Jüngeren weiterzugeben und zu erhalten. Daraus resultiert Wohlstand. Dieser wird nicht einfach nur vererbt, sondern muss erarbeitet werden", sagte der Bundeskanzler abschließend.

Unter den zahlreichen Eröffnungsgästen waren neben dem Maler, der zu den bedeutendsten zeitgenössischen Künstlern Ungarns gehört, auch Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán, sowie Mitglieder der österreichischen und der ungarischen Regierungen.

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