13.06.2012
Staatssekretär Josef Ostermayer: "Bewusstsein für nachhaltiges Bauen schärfen"
Parlament diskutiert Österreichischen Baukulturreport 2011
"Der Österreichische Baukulturreport und der Beirat für Baukultur sind wichtige Instrumente, um das Bewusstsein im öffentlichen Bauwesen zu schärfen. Sie sind ein Motor für die heimische Baukultur. Ihre Empfehlungen richten sich an Politik und Verwaltung und können auf diese Weise Entscheidungen bei öffentlichen Bauvorhaben unterstützen", sagte Staatssekretär Josef Ostermayer heute, Mittwoch, in der Plenarsitzung des Nationalrats. Auf der Tagesordnung stand der Bericht des parlamentarischen Bauten-Ausschusses über den Österreichischen Baukulturreport 2011, der eine Reihe von Empfehlungen für das öffentliche Bauwesen enthält.
"Es gibt in Österreich bereits zahlreiche positive Beispiele bei Sanierungen sowie im Neubau, bei denen Kriterien der Nachhaltigkeit und Wohnqualität erfolgreich umgesetzt wurden. Der Baukulturbericht gibt uns nun wichtige Anregungen, wie wir in Zukunft die Anforderungen an öffentliche Bauten noch besser erfüllen können", sagte Ostermayer. Das Bauwesen sei ein Feld, das viele Angriffsflächen für Interessenskonflikte biete. Ein Katalog mit zukunftsorientierten Kriterien sei daher hilfreich für alle Verantwortungsträger. "Der Baukulturreport erfüllt diesen Anspruch, indem er den Einfluss einzelner Faktoren wie Kosten, Wirtschaftlichkeit, ökologische Nachhaltigkeit und die Bedarfsgerechtigkeit bewusst macht", so der Staatssekretär.
Der Österreichische Baukulturreport 2011 richtet sich in seinen insgesamt 45 Empfehlungen an die Entscheidungstragenden des Bundes, der Länder und Gemeinden sowie die Fachöffentlichkeit. Während der erste Baukulturreport aus dem Jahr 2006 eine breite Bestandsaufnahme zur Baukultur in Österreich darstellt, werden im vorliegenden, zweiten Baukulturbericht die Schwerpunkte auf klimagerechtes und bürgernahes Bauen sowie auf einen bedarfsorientierten Schulbau gelegt. Die Empfehlungen und Best-Practice Beispiele des Reports werden auch eine Grundlage für das Arbeitsprogramm des Beirates für Baukultur sein, der die öffentlichen Stellen in Baufragen berät.
Ostermayer zeigte sich optimistisch, dass die Verbesserungsvorschläge des Berichts auf fruchtbaren Boden fallen werden. "Es ist bereits viel Positives im öffentlichen Sektor umgesetzt worden. Ich bin zuversichtlich, dass wir diese guten Praktiken fortführen und noch weiter entwickeln werden". Der Staatssekretär dankte abschließend allen, die am Baukulturreport 2011 mitgewirkt haben.
Staatssekretär zu ORF-Standortfrage
"Zu der am Vormittag von Herrn Nationalrat Kickl unter Missbrauch der Immunität aufgestellten Behauptung, dass ich mit der Liegenschaft in St. Marx etwas zu tun hätte, kann ich nur erklären: Ich habe damit Null zu tun. Jetzt nicht und auch früher nicht", so Ostermayer.
Deutlich äußerte sich Staatssekretär Ostermayer auch zur ORF-Standortfrage: "Ich mische mich auch nicht in die Standortfrage des ORF ein. Das haben Geschäftsführung und Stiftungsrat zu entscheiden", so Ostermayer abschließend.
Der kostenfreie Download des Baukulturreports kann auf der Homepage des Bundeskanzleramtes unter oder durchgeführt werden.
Bilder von Staatssekretär Ostermayer sind über das kostenfrei abrufbar.
Rückfragehinweis:
Elvira Franta Bakk. phil.
Pressesprecherin des
Staatssekretärs im Bundeskanzleramt
Dr. Josef Ostermayer
Tel.: +43 1 531 15-202656
elvira.franta@bka.gv.at