Bildung (e-Learning/e-Knowledge)

  1. Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) in der Aus- und Weiterbildung
  2. eFIT 21 – Digitale Agenda im Bildungsbereich
  3. Future Learing - Schulentwicklungs- und Qualifikationsinitiativen
  4. Medienkompetenz / Medienpädagogik
  5. e-Learning / e-Knowledge / e-Competence Links


Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) in der Aus- und Weiterbildung

Für das Bildungssystem stellt der zunehmende Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien in allen Arbeits- und Lebensbereichen eine besondere Herausforderung dar. Wenn die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit, Wohn- und Arbeitsort, Lernen und Arbeiten, abhängiger und selbstständiger Beschäftigung immer mehr in Auflösung begriffen sind, dann wird der Aufbau von spezifischen Kompetenzen, sowohl im beruflichen wie im privaten Umfeld, zu einer zentralen Zukunftsaufgabe für jeden Einzelnen.

Welche Kompetenzen werden benötigt, um den vielfältigen Herausforderungen gewachsen zu sein? Wie lernt es sich einfacher, effizienter, nachhaltiger? Patentrezepte hiefür gibt es wohl keine – allerdings: Bildung, Kooperationsfähigkeit, kommunikative Kompetenz und permanentes Lernen sind die Erfolgsmittel, gewissermaßen der Kitt, der Menschen, Arbeits- und Lebenswelt verbindet und zusammenhält.

Technische Grundkenntnisse für den Umgang mit IKT erhalten zunehmend den Status einer vierten Kulturtechnik (neben Lesen, Schreiben, Rechnen). Über die Notwendigkeit der rein technischen Fertigkeiten hinaus ist die Fähigkeit mit Medien und IKT analytisch-kritisch umzugehen, also Medienkompetenz zu haben, eine unabdingbare Voraussetzung in der Informationsgesellschaft. Das bedeutet unter anderem die Fähigkeit, Mediensprachen entschlüsseln zu können (also Medien gewissermaßen lesen zu können), die eigenen Bedürfnisse und Interessen medial zu artikulieren, die Unterschiede zwischen virtueller und face-to-face Kommunikation zu kennen und in der Kommunikation anzuwenden.

Das österreichische öffentliche Bildungssystem hat wichtige Rahmenbedingungen für die Aus- und Weiterbildung im Sinne eines permanenten, lebenslangen Lernens gesetzt. Das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (BMUKK) hat die so genannte eFit-Strategie (nunmehr: eFit21) entwickelt, die den Schulbereich, den Ausbildungsbereich an Universitäten und Fachhochschulen, den Bereich des lebensbegleitenden Lernens und den Kulturbereich mit etlichen Initiativen zur Vermittlung von IKT-Skills und zur Steigerung der IKT-Kompetenzen inkludiert.

Im Bibliotheks- und Archivwesen spielen neben den bildungspolitischen auch demokratie- und kulturpolitische Aspekte eine wichtige Rolle (beispielsweise Bibliotheken als Zugangspunkte zum kulturellen Erbe, Langzeitarchivierung von traditionellen Druckwerken und elektronischen Publikationen).

Im Bereich e-Learning ist die Digitalisierung von eigens für den Unterrichtseinsatz konzipierten und produzierten Medien ein wichtiges Vorhaben. Durch die Digitalisierung kann die Distribution reibungslos erfolgen und der Medieneinsatz zur Routine gemacht werden, somit die Qualität des Einsatzes optimiert und der Erwerb von Wissen individualisiert werden.


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eFIT 21 – Digitale Agenda im Bildungsbereich

Die nachhaltige und permanente Verbesserung des österreichischen Bildungssystems, die Öffnung der Bildungseinrichtungen, die Erweiterung und Erleichterung des Zuganges zur Bildung und die Entwicklung einer neuen elektronisch unterstützten Lernkultur sind Kernpunkte der strategischen Ziele, die das Unterrichtsministerium mit Hilfe der Informationstechnologie verfolgt. Dabei geht es unter anderem darum, das Präsenzlernen der Schülerinnen und Schüler sowie Studierenden mit E-Learning-Phasen und Erfahrungen mit neuen Medien anzureichern, aber auch den "Lernraum" auf "virtuelle Begegnungen" mit gut aufbereiteten elektronischen Inhalten auszuweiten. Lernprozesse können überall dort stattfinden, wo ein Zugang über das www ermöglicht wird.

  • EDUnet: Für den Bildungsbereich steht mit EDUnet ein flächendeckendes und skalierbares Glasfasernetz zur Verfügung, das die Service- und Providerangebote des vormaligen ASN (Austrian School Network) erweitert. Dadurch steht österreichweit ein leistungsfähiges sowie ausfallsicheres Internet-Backbone für die Vernetzung im gesamten Bildungsbereich mit internationaler breitbandiger Anbindung zur Verfügung.
  • ACOnet: Das österreichische Wissenschaftsnetz ACOnet, ein nationales Backbone-Netz für die gemeinnützigen Einrichtungen der Forschung, Bildung und Kultur in Österreich, hat 1990 den Betrieb aufgenommen. ACOnet betreibt eine leistungsfähige Netzwerkinfrastruktur - basierend auf DWDM-Technologie und 10 Gigabit Ethernet - zur Verbindung aller Universitätsstandorte und stellt die Anbindung an die internationalen Netze über das europäische Wissenschafts- und Forschungsnetz (GÉANT).
  • e-Content-Initative und Bildungsportal: Das gesamtösterreichische Bildungsportal gibt einen zentralen Zugang zu pädagogischem e-Content, zu Content-Managementsystemen und Lernplattformen. In einer e-Content-Initiative für Österreichs Schulen wird versucht, Lehr- und Lernmaterialien für den normalen Unterricht auf elektronischer Basis zu erstellen und den Lehrenden in allen Schulformen anzubieten. Das Bildungsportal und die Bildungsserver der Bundesländer, also der Education-Highway Oberösterreich (eduhi), das Tiroler Bildungsservice (TIBS), die Virtuellen Schulen Österreich (VIS), das Salzburger Bildungsnetz , das Steirische Bildungsnetz, das Kärntner Bildungsnetz, die Niederösterreichische Bildungsplattform, der Vorarlberger Bildungsserver, der Wiener Bildungsserver und der burgenländische Bildungsserver arbeiten koordiniert zusammen. Eine spezielle Entwicklung der Bildungsserver zur E-Content-Initiative sind die "Gegenstandsportale", die die Bildungsserver in Selbstorganisation weiterentwickeln.
  • Schulbuch-Extra: Auch die Verlagsinitiative Schulbuch-Extra (SbX) arbeitet in enger Kooperation mit der E-Content-Initiative. SbX bietet Web-Ergänzungen für Schülerinnen und Schüler zum Printmedium Schulbuch, die im Rahmen der Schulbuchaktion des Unterrichtsministeriums angeboten werden.
  • Verbund öffentlicher Büchereien und Schulbibliotheken: Der Online-Katalog ermöglicht eine Web-Recherche in den Beständen aller öffentlichen Büchereien und Schulbibliotheken.
  • Schulservicecard & Studentenservicecard: Chipkarten für Studierende sind an mehreren Universitäten als Student Service Cards mit Ausweisfunktion, Authentifizierung, elektronischer Signatur, Raumzutritt oder Kopierzähler sowie als elektronische Geldbörse seit 2001 im Einsatz.
  • e-Stipendien: Anträge auf Studienbeihilfe können mittels Studierenden-Chipkarte und digitaler Signatur elektronisch gestellt werden. Auch die Antragserledigung und die Auszahlung erfolgen automatisationsunterstützt.

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Future Learing - Schulentwicklungs- und Qualifikationsinitiativen

  • Europäischer Computerführerschein (ECDL) und IT-Zertifikate: Das European Computer Driving Licence Programm ist ein europaweit gültiges Informationstechnologie-Zertifikat mit der Zielsetzung, die Kompetenz im Computerbereich für alle Bürgerinnen und Bürger Europas, in Österreich vor allem der Schülerinnen und Schüler, zu verbessern. Der Europäische Computer-Führerschein basiert auf einer standardisierten Prüfung und weist somit immer das gleiche Kompetenzniveau auf, unabhängig von Nationalität, Wohnsitz, Bildung, Alter oder Geschlecht. Auf den ECDL bauen die Informationstechnologie-Industriezertifikate auf, die eine hochqualifizierende Informationstechnologie-Praxisausbildung in Netzwerktechnik, Netzwerkbetriebssystemen, betriebswirtschaftlichen und technischen Applikationen und Datenbanksystemen anbieten.
  • e-Learning-Cluster und e-Learning im Schulalltag (eLSA): e-Learning praktizierende Schulen in den Bundesländern haben sich zu einem Verbund zusammengeschlossen, um ein breites Programm des e-Learning-Einsatzes für alle SchülerInnen dieser Standorte durchzuführen.

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Medienkompetenz / Medienpädagogik

Die rein technische Ermöglichung des Informationszuganges ist in reichen Ländern wie Österreich nicht das vordergründige Problem. Defizite bestehen aber sehr wohl in Bezug auf das gesellschaftlich ungleich verteilte Bildungskapital, das Kindern und Jugendlichen zugestanden wird. Die Schule und andere Bildungsinstitutionen verfolgen die grundsätzliche Intention, diese unterschiedliche Verteilung zu kompensieren. Im Kontext Neue Medien/Internet bedeutet das, dass neben dem Erlernen des technisch-handwerklichen Gebrauchs der Neuen Medien vor allem das Verständnis und die kritisch-analytische Auseinandersetzung mit den Medien in den Schulen gefördert wird.

  • Mediamanual.at: Das Unterrichtsministerium hat eine Website http://www.mediamanual.at eingerichtet, die als Plattform für Medien- und Kommunikationsinteressierte fungiert, die sich über Medien- und IKT-Wirkungen informieren wollen oder selbst mit Medien arbeiten möchten. Derzeit gibt es die Kursangebote Medienkompetenz (bestehend aus Basistexten und einem Werbespot, an dem das Gelernte analytisch anzuwenden ist), Recherche als Methode und einen Kurs zum Medien-Baustein Ton.
  • Netbridge: Netbridge ist die Koordinierungsstelle für neue Informations- und Kommunikationstechnologien in der außerschulischen Jugendarbeit in Wien, wo Schulungen für Jugendarbeiter sowohl als klassische Workshops als auch in Form von gruppenorientierten Onlinekursen auf einer Internet-Lernplattform durchgeführt werden.

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e-Learning / e-Knowledge / e-Competence Links