Montag, 01. September 2003
Innenpolitik
Wirtschaft
Kultur / Medien / Wissenschaft
Bundeskanzler Schüssel lud Regierungschefs Südosteuropas nach Salzburg
„Stabilität in Südosteuropa im 21. Jahrhundert“ war Motto eines informellen Gedankenaustausches, zu dem Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und der Koordinator des Stabilitätspakts, Erhard Busek, sechs Ministerpräsidenten aus der Region nach Salzburg geladen hatten. An dem zweitägigen Treffen (30./31. Juli 2003) nahmen neben Schüssel, Busek und Außenministerin Benita Ferrero-Waldner u.a. die Regierungschefs von Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Serbien, Montenegro und Rumänien teil. Vereinbart wurde verstärkte regionale Kooperation, deren Bedeutung auch im Hinblick auf die europäische Integration besonders hervorgehoben wurde. Weitere zentrale Themen waren die wirtschaftliche Entwicklung und der Kampf gegen die organisierte Kriminalität.
„Unser Wunsch ist, dass alle Länder Südosteuropas der Europäischen Union angehören werden“, betonte Schüssel und lobte die Gespräche als „fruchtbar und positiv“. Erfreut zeigte sich der Bundeskanzler auch über den „großen wirtschaftlichen Erfolg“ in Südosteuropa. Einige Länder der Region hätten sogar eine bessere wirtschaftliche Performance als mancher EU-Mitgliedstaat, so Schüssel.

Israel entsendet Botschafter nach Wien – Bundeskanzler Schüssel: Dialog vertiefen
Israel wird seine diplomatischen Beziehungen zu Österreich normalisieren und wieder einen Botschafter für Wien ernennen. Dies erklärte der israelische Außenminister Silvan Shalom Ende Juli 2003 in Jerusalem nach einem Arbeitsgespräch mit Österreichs Außenministerin Benita Ferrero-Waldner. Damit beginnt ein neues Kapitel in den bilateralen diplomatischen Beziehungen, die Israel im Februar 2000 wegen der Regierungsbeteiligung der FPÖ drastisch abgebaut hatte. Aus Protest war der israelische Botschafter aus Wien abberufen und bisher nur durch einen Geschäftsträger ersetzt worden.
Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Ferrero-Waldner fand Shalom lobende Worte für Österreichs Regierung unter Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und hob vor allem die Entschädigung für Opfer des Nationalsozialismus hervor. Israel fühle sich aber auch weiterhin verpflichtet, die Entwicklung in Österreich wie in anderen Staaten zu beobachten sowie Politiker und Parteien anzuprangern, die antisemitische Ideen verbreiten würden, sagte Shalom. Ferrero-Waldner betonte, dass Österreich sich der Verantwortung stelle, die aus der tragischen Geschichte des 20. Jahrhunderts und den „horrenden Verbrechen des Nazi-Regimes“ erwachse. Das moderne Österreich sei sich der Mitverantwortung vieler Österreicher für die Tragödie des Holocaust bewusst. Sie sei glücklich, dass dieses „unglückliche Kapitel“ geschlossen werde, so die Außenministerin. Die Einladung zu einem Gegenbesuch nahm Shalom an. Ferrero-Waldner wurde auch von Staatspräsident Moshe Katzav empfangen.
Sehr positiv bewertete auch Bundeskanzler Schüssel die Wiederaufnahme voller diplomatischer Beziehungen durch Israel. „Die Wiederbestellung eines israelischen Botschafters in Wien entspricht der Bedeutung und dem traditionell engen und hervorragenden Charakter unserer bilateralen Beziehungen. Ich begrüße daher diesen Schritt ausgesprochen“, erklärte Schüssel. Nun gelte es, den Dialog zwischen Österreich und Israel wieder zu vertiefen und die Beziehungen auf allen Ebenen zu intensivieren. „Wir sind zu einer offenen und ehrlichen Zusammenarbeit bereit, die sicherlich im Interesse beider Länder liegt“, so der Bundeskanzler.

Salzburg: Gespräche Schüssel – Vanhanen
Ein Treffen zwischen Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und dem finnischen Ministerpräsidenten Matti Vanhanen fand unmittelbar vor dem sogenannten „Salzburg Trilog 2003“, der von 8.8. bis 10.8. tagte, statt. Zum zweiten Mal hat Schüssel in diesem Jahr am Rande der Salzburger Festspiele Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Kultur eingeladen, um über ein aktuelles Thema nicht medien-öffentlich zu sprechen, über „Unsicherheit in einer unsicheren Welt“. Von politischer Seite nahmen Vanhanen, EU-Verkehrskommissarin Loyola de Palacio am „Trilog“ teil, weiters der Triestiner „Kaffeekönig“ und Regionalpräsident von Friaul-Julisch-Venetien, Riccardo Illy, und Jiri Grusa, Tschechiens Botschafter in Wien und Buchautor. Unter den Wirtschatsmanagern, die mitdiskutierten, waren VW-Aufsichtsratsvorsitzender Ferdinand Piech, Sony-Europe-Chef Otto G. Zich, BP-Vorstandschef Peter Sutherland und der Präsident der Industriellenvereinigung, Peter Mitterbauer. Die Philosophen Peter Sloterdijk und Peter Zajac sowie der Physiker Fotini Markopoulou leuchteten die „unsichere Welt“ wissenschaftlich aus. Die prominente Riege der Kulturschaffenden umfasste neben Festspiel-Präsidentin Helga Rabl-Stadler und Intendanten Peter Ruzicka sowie dessen Kollegen von den Bregenzer Festspielen, David Pountney, den Regisseur Jürgen Flimm, die Sänger Thomas Hampson und Michael Schade – brillierend als Mozarts „Don Giovanni“ und „Tito“ – und Wiener Philharmoniker-Vorstand Clemens Hellsberg.
Schüssel und Vanhanen stellten in ihrem Arbeitsgespräch „viele Gemeinsamkeiten“ in der Einschätzung des derzeitigen Entwurfs für eine künftige EU-Verfassung fest. Beide zeigten sich über den Entwurf „nicht ganz glücklich“. Bei der im Herbst beginnenden Regierungskonferenz zur Ausarbeitung der EU-Verfassung gebe es vor allem „im institutionellen Bereich Handlungsbedarf“. Helsinki und Wien wollen darauf drängen, dass die Grundprinzipien der Rotation und Gleichheit aller Mitgliedsstaaten auch in der künftigen EU gewahrt blieben und es keine Zwei-Klassen-Gesellschaft in der Europäischen Kommission – Kommissäre mit und ohne Stimmrecht – gebe. Schüssel wies nach dem Gespräch mit Vanhanen darauf hin, dass Österreich und Finnland 2006 nacheinander die EU-Ratspräsidentschaft innehaben werden und sich daher absprechen wollen. Der Kanzler lobte auch die ausgezeichnete Zusammenarbeit der beiden Länder auf bilateraler und EU-Ebene.

Rauch-Kallat: Wieder Käthe-Leichter-Preis
Der Käthe-Leichter-Preis, Andenken an die Sozialistin und Pionierin im Kampf um bessere Arbeitsbedingungen für Frauen, ist Ende 2000 sanft entschlafen. Frauenministerin Maria Rauch-Kallat will ihn nun wieder aufleben lassen. In der Zwischenzeit hat es einen FPÖ-Vorschlag für einen neuen Frauenpreis namens „EVA“ gegeben, angesiedelt im Wirtschaftsressort – es blieb aber bei Ankündigungen. Nach einer SPÖ-Urgenz sagte nun Rauch-Kallat in einer parlamentarischen Anfragebeantwortung, sie sei mit Wirtschaftsminister Martin Bartenstein übereingekommen, dass dieser Preis künftig von ihrem Ministerium wahrgenommen werde. Wie die Ministerin ausführte, sei es ihr „ein persönliches Anliegen, mit der Weiterführung dieses Preises dem Leben und Wirken der großen Nationalökonomin Käthe Leichter zu gedenken. Der Preis wird Wissenschafterinnen für besondere Verdienste auf dem Gebiet der Arbeiterinnen- sowie Frauenbewegung, der Frauenforschung und der Frauenarbeit verliehen werden“. Käthe Leichter gilt als Symbolfigur für die Sozialdemokratie, Leitbild der Frauenforschung, der Arbeiterbewegung und des Widerstandes. Geboren 1895, musste sie ihr Studium in Deutschland absolvieren, da dies für Frauen damals in Österreich noch nicht möglich war. Sie war Mitarbeiterin Otto Bauers, verfasste Arbeiten über Gewerkschaft und soziale Frauenprobleme. Im Ständestaat (1934-1938) arbeitete sie im Untergrund. 1936 übernahm sie die Leitung des politischen Nachrichtendienstes der Revolutionären Sozialisten. Die Nazis deportierten Leichter nach Ravensbrück, wo sie 1942 vergast wurde. Der Käthe-Leichter-Preis wurde erstmals 1992 vergeben und zuletzt 2000 verliehen. In diesem Jahr schied die SPÖ aus der Regierung.

Trauer um Hermann Withalm
Der ehemalige Finanzstaatssekretär, Klubobmann im Parlament, Vizekanzler im Kabinett Klaus und Bundesparteiobmann Hermann Withalm, eine der herausragenden Persönlichkeiten der ÖVP, ist in der Nacht auf den 20.8. 91-jährig gestorben. Von seinem Tod zeigten sich Persönlichkeiten sämtlicher Parteien tief betroffen, so auch der Zweite Nationalratspräsident und Stellvertretende SPÖ-Obmann Heinz Fischer. Vizekanzler Herbert Haupt würdigte Withalm als „Doyen der österreichischen Innenpolitik“. Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und Bundespräsident Thomas Klestil hoben vor allen Hermann Withalms Reformeifer zur Modernisierung Österreichs hervor.

Trauer um Josef Hesoun
Der frühere Sozialminister und SP-Gewerkschafter Josef Hesoun ist am 28.8. im 74. Lebensjahr in Wien gestorben. Das Sozialressort hatte der Verstorbene von 1990 bis 1995 geführt, er gilt als „Vater des Pflegegelds“ und schuf mit der Ausgliederung der Arbeitsmarktverwaltung ein eigenständigen Arbeitsmarktservice. Politiker quer durch alle Parteien würdigten Hesoun als großen Mann der Sozialpartnerschaft. SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer bezeichnete Hesoun als „großen Sozialreformer und Humanisten“, als „militanten Demokraten und Antifaschisten“. Bundeskanzler Wolfgang Schüssel würdigte ihn als „gestandenen Gewerkschafter mit Handschlagqualität, dem immer der Blick für das Ganze vor dem Einzelinteresse galt“. Thomas Klestil sprach von einer der „markantesten Persönlichkeiten des österreichischen öffentlichen Lebens“.

IHS: Österreichs Wirtschaft wächst bis 2007 im Schnitt um 2,1 Prozent
Die österreichische Wirtschaft werde zwischen 2003 und 2007 um durchschnittlich 2,1% und damit um einen viertel Prozentpunkt langsamer wachsen als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre, meint das Institut für Höhere Studien (IHS) in seiner jüngsten mittelfristigen Prognose für die österreichische Wirtschaft. Im Jahresverlauf 2004 sei im Einklang mit der internationalen Entwicklung eine Erholung und ein Einschwenken „auf einen stabilen Wachstumspfad“ zu erwarten, so die IHS-Experten. Der Konjunkturhöhepunkt werde mit einem Wachstum von 2,8% im Jahr 2005 erreicht. Auch in den Folgejahren sollte das Wachstum der heimischen Wirtschaft die 2%-Marke übersteigen. Wesentliche Wachstumsmotoren in den nächsten Jahren seien laut IHS der private Konsum, die anziehende Investitionstätigkeit und die Exportwirtschaft. Stützte in den vergangenen fünf Jahren der Außenbeitrag die Wirtschaftsentwicklung, so werde sich im Zuge der weltweit aufhellenden Wirtschaftslage bis 2007 die Binnenkonjunktur beleben.
Für den Arbeitsmarkt ergebe die Prognose nach dem konjunkturbedingten Einbruch im Vorjahr einen „etwas erfreulicheren Ausblick“. Die Arbeitslosenquote (nationale Definition) werde bis 2007 auf 6,2%, jene nach Eurostat-Kriterien auf 3 ¾% zurückgehen.

Bilanz: Österreich profitierte von EU-Mitgliedschaft
Der EU-Beitritt Österreichs habe das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 0,4 Prozentpunkte „beschleunigt“, wie einer Presseaussendung des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (Wifo) Ende Juli 2003 zu entnehmen war. Österreich habe demnach, so Wifo-Experte Fritz Breuss, weniger profitiert als Finnland (plus 0,8 Prozentpunkte), aber mehr als Schweden (plus 0,3 Prozentpunkte). Österreich sei – gemessen am BIP pro Kopf Kaufkraftparitäten – innerhalb der Europäischen Union das fünftreichste Land. Finnland rangiere auf Rang 7, Schweden auf Platz 12. Die Arbeitslosenrate sei in Finnland trotz hohen Wirtschaftswachstums mit über 9% immer noch doppelt so hoch wie in Österreich und Schweden. Die Inflationsraten hätten sich laut Wifo in den drei Ländern im letzten Jahrzehnt dem EU-Durchschnitt von rd. 2% angenähert. Die Intensivierung des Wettbewerbs habe in allen drei Ländern zu einer Verlangsamung der Inflation beigetragen.

Österreich bei Nachhaltigkeit EU-weit führend
Österreich ist in der Europäischen Union das Land mit den besten Daten bei nachhaltigem Wirtschaften. Auf Basis von 20 Einzelvergleichen teilt sich Österreich in dem EU-Ranking Platz 1 mit Deutschland und liegt damit vor Schweden, Dänemark und den Niederlanden. Laut Analyse vom August 2003 zeichnen Österreich folgende Stärken aus: Standorte mit zertifiziertem Umweltmanagement, Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Wertstoffrecycling. Das „Geheimnis des österreichischen Erfolgs sei einfach zu erklären, meint Stephan Schwarzer von der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ): „Motor der Entwicklung waren und sind das überdurchschnittliche Umweltbewusstsein der gesamten Bevölkerung und die exzellente Qualifikation der rd. 5.000 Umweltmanager der heimischen Wirtschaft“, so der WKÖ-Experte. Das Ranking zeige allerdings auch Schwächen. Vor allem die niedrige Note in der Wertung „Erreichung des Kyoto-Ziels“ trübe das sonst so erfreuliche Ergebnis. Dem angestrebten Emissionsminus von 13% stehe ein tatsächlicher Zuwachs von 3% gegenüber. Messe man die Treibhausgas-Emissionen jedoch in Relation zum Bruttoinlandsprodukt, nehme Österreich den guten 4. Platz ein. Verbesserungsbedarf sieht die WKÖ bei den Umweltmanagementsystemen und fordert zudem Vereinfachungen des Umweltmanagement-Gesetzes.

Österreichs Betriebe fit für EU-Erweiterung
Österreichs Unternehmen haben die Wachstumschancen durch die Öffnung der Länder Mittel- und Osteuropas rechtzeitig erkannt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Markforschungsstudie der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA). Die österreichische Wirtschaft habe dadurch einen Wachstumsschub erfahren, der infolge der EU-Erweiterung im kommenden Jahr verstärkt werde. Kurzfristige Effekte bei der Investitionsbereitschaft erwartet die BA-CA im Zusammenhang mit der bevorstehenden EU-Erweiterung jedoch nicht, da die meisten heimischen Unternehmen die nötigen Investitionen bereits getätigt hätten. Jeder fünfte Betrieb Österreichs mit über 7 Mio. Euro Jahresumsatz ist laut Studienergebnis mit mindestens einer Tochtergesellschaft in den EU-Beitrittsländern vertreten. Hinzu kommen weitere 10.000 kleinere Niederlassungen und Vertretungen. Dementsprechend stark sei die Präsenz österreichischer Betriebe in der Region: „Österreich ist der größte Auslandsinvestor in Slowenien sowie unter den Top 3 in Tschechien, der Slowakei und Ungarn“, erklärte BA-CA-Vorstand Regina Prehofer bei der Präsentation der Studie am 25. Juli 2003.

Tiroler Tourismusgipfel: Schüssel für bessere Positionierung der Marke Österreich
Eine flexiblere Lösung für die Saisoniers haben Touristik-Fachleute bei einem Gipfel mit Verantwortlichen aus Politik, Wirtschaft, Fremdenverkehr, Hotellerie und Werbung in Itter (Tirol) gefordert.
Die Marke Österreich soll international besser positioniert werden. Potenzial für den heimischen Tourismus sah Bundeskanzler Wolfgang Schüssel in den Märkten Russland, China und USA. Alle Anwesenden forderten, das der Dienstleistungssektor attraktiver gestaltet und die Qualität der Ausbildung weiterhin verbessert werde. So liege die Akademikerrate im Tourismus bei 1,7 %, hier gebe es Aufholbedarf. In den EU-Beitrittsländern liege großes Potenzial für den Export von Know-how. Diesbezüglich werde man mit den Nachbarländern bilaterale Verhandlungen führen, versicherte Wirtschaftsminister Martin Bartenstein. Der Tourismus sei eine „enorme Wachstumsbranche“, erklärte EU-Kommissar Franz Fischler. Bis 2025 werde sich laut Prognosen der Umsatz verdoppeln. Der Tiroler Wirtschaftsbund-Chef Jürgen Bodenseer meinte, Tirol soll sich als „Spezialitätenladen“ präsentieren, mit seiner Feinkost wie Alpen, Wellness und Sport. Der Bundeskanzler forderte eine bessere Platzierung des Bergurlaubs und seine positiven Auswirkungen auf die individuelle Gesundheit. Auch gebe es für behinderte Menschen in Österreich relativ wenig Angebote. Beobachten müssten die Tourismus-Manager auch die Auswirkungen des Klimawechsels, unterstrich der Bundeskanzler.

Opel Austria: Neues Sechsgang-Getriebewerk startet im April 2004
Im April 2004 nimmt das neue Sechsgang-Getriebewerk der Opel Austria Powertrain in Wien-Aspern offiziell den Betrieb auf. Nach der Halbzeit beim Aufbau der Getriebeproduktion – 380 Mio. Euro fließen in das Projekt – sind laut Unternehmen die alten Anlagen bereits demontiert und Umbauten auf einer Fläche von rd. 42.000 m2 abgeschlossen. Der Zusammenbau der Getriebe-Prototypen mit treibstoffsparender Twinport-Technologie läuft bereits und erfolgt erstmals nicht im Entwicklungszentrum, sondern direkt im Produktionswerk. Opel Austria Powertrain haftet damit auch für die Produktentwicklung. Bis zum offiziellen Produktionsstart werden in Wien-Aspern die neuen Produktionslinien entstehen und die Fertigungsprozesse für die 60 Getriebevarianten implementiert. Parallel dazu läuft die Produktion des F17-Getriebes in Vollauslastung und die ECOTEC-Motoren starten mit neuer Technologie in ihre zweite Generation. Auch gefeiert wurde heuer schon: Ende Juni lief der achtmillionste Motor vom Band.

Coca-Cola erwirbt Römerquelle
Der weltgrößte Softdrink-Konzern Coca-Cola beabsichtigt, den österreichischen Mineralwasser-Abfüller Römerquelle zu kaufen. Vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellwächter wird die Coca-Cola Hellenic Bottling Company über ihre österreichische Gesellschaft Coca-Cola Beverages Austria die Marken Römerquelle und Markusquelle sowie die beiden burgenländischen Quellen und Produktionsstätten in Edelsthal und Pöttsching übernehmen. Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Für den langjährigen Römerquelle-Geschäftsführer Anton Wandl kommt damit ein „Wunschpartner“ zum Zug, mit dem man seit 20 Jahren zusammenarbeite. „Durch die Beteiligung von Coca-Cola wurde wieder eine österreichische Marke gesichert“, betonte Wandl. Römerquelle verkaufte 2002 knapp 150 Mio. Liter Mineralwasser und erzielte einen Umsatz von 42,9 Mio. Euro.

Österreich: zweitdichtestes EU-Autobahnnetz
Mit der Eröffnung der Welser Westspange – u.a. mit Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und Infrastrukturminister Hubert Gorbach – überschreitet das Autobahn- und Schnellstraßennetz die 2.000 Kilometer-Marke. Somit hat Österreich nach Luxemburg das zweitdichteste hochrangige Straßennetz der EU, wie der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) erklärte. 247 Kilometer hochrangige Straßen pro einer Million Einwohner durchziehen Österreich. Spitzenreiter ist Luxemburg mit 254 Kilometern. Die Kosten für die Welser Westspange belaufen sich auf 142 Mio. Euro und werden durch die Maut- und Vignetteneinnahmen der ASFINAG (Autobahnen und Schnellstraßen Finanzierungs-AG) getragen.

Österreichischer Staatspreis 2002 für europäische Literatur an Christoph Hein
Aus den Händen von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel erhielt der deutsche Schriftsteller Christoph Hein in Salzburg den Österreichischen Staatspreis für europäische Literatur 2002. Die Laudatio hielt der österreichische Autor Michael Scharang. Dieser würdigte seinen Kollegen als einen Dichter, dessen erfundene Figuren mehr Kraft und Macht hätten als so manche real existierende Person. Hein wurde 1944 in Heinzendorf (Schlesien) geboren, studierte in Leipzig Philosophie und Logik, wirkte als Dramaturg bei Benno Besson an der Berliner Volksbühne und schrieb Stücke für dieses Theater. Differenziert setzt er sich mit dem Leben in der DDR auseinander und wurde mit der Novelle „Der fremde Freund“ berühmt. In ihr erzählt eine erfolgreiche Ärztin aus ihrem entfremdeten Leben, an dem auch eine kurze Liebesbeziehung nichts ändert.
Der vielfach Ausgezeichnete wurde 1998 Präsident des vereinigten deutschen PEN-Zentrums. In seiner Dankesrede sagte Hein, Lobesreden wie jene von Scharang, Schüssel und Kunststaatssekretär Franz Morak hätten den Hang zur Übertreibung und Schönrederei: „In diesem Fall aber – und da kenn ich mich aus – entspricht jedes Wort der Wahrheit“, so der Geehrte ironisch. Er betrachte den Staatspreis wie „einen Zentner schweren Grabstein“, versprach, ihn links liegen zu lassen und „als Künstler noch einmal von ganz vorne anzufangen“.

GLOBArt-Award an Vaclav Havel
GLOBArt ist eine unabhängige Kulturinitiative im Rang einer nichtstaatlichen Organisation (NGO). Sie widmet sich der gemeinsamen Aufgabe und Verantwortung der Künste und Wissenschaften auf dem Wege zum friedlichen Zusammenleben der Völker und Kulturen. GLOBArt setzt sich zum Ziel, das Bewusstsein für die Einheit der Menschen durch die Ausdrucksmittel der Künste zu fördern. Einen Ausspruch Friedrich Nietzsches stellen die OrganisatorInnen der GLOBArt Academy 2003 voran: „Wo immer ich Leben fand, fand ich auch den Willen zu Macht“. „Von der Ohnmacht der Macht“ handelte denn auch die Veranstaltung, die vom 28. bis 31.8. im Kloster Pernegg (Niederösterreich) stattfand – unter der Schirmherrschaft von EU-Kulturkommissarin Viviane Reding und unter dem Ehrenschutz von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer und Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll. Die Eröffnungsfestrede hielt Felix Unger, Präsident der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste. Das Kocian Quartett spielte Werke von Mozart und Dvorák. Beschlossen wurde die Academy mit der Verleihung des GLOBArt Award an Vaclav Havel in der Klosterkirche. Nähere Infos: www.globart.at.

Kraftflächen – Wiener Plakatkunst um 1900
Noch bis 21.9. zeigt das Historische Museum der Stadt Wien die Ausstellung „Kraftflächen – Wiener Plakatkunst um 1900“. Zu sehen sind ausgewählte Ikonen der Wiener Plakatkunst, u.a. von Gustav Klimt, Alfred Roller, Kolo Moser, Ferdinand Andri, Oskar Kokoschka und Egon Schiele. Im Mittelpunkt der Präsentation stehen lithographische Drucke, mit denen für Kunstausstellungen geworben wurde, darunter 30 der berühmten Secessions-Plakate. Die kommerzielle Werbegraphik, die sich auch für Tourismus- und Produktplakate von der neuen Bildsprache des Jugendstils inspirieren ließ, bildet mit ihren Stars wie z.B. Josef Maria Auchentaller einen weiteren Schwerpunkt der Ausstellung. Historisches Museum der Stadt Wien, Karlsplatz, 1040 Wien, www.museum-vienna.at.

Auslandskulturbericht 2002
Nach einjähriger Pause liegt wieder ein eigenständiger Auslandskulturbericht – „austria kultur“ – vor. Das operative Budget für kulturpolitische Aktivitäten des Außenministeriums erfuhr gegenüber 2001 eine geringe Steigerung und beträgt rund 4,6 Mio. Euro. Mit den drei Kulturforen-Eröffnungen in Paris, Warschau und insbesondere in New York wurde „ein sehr sichtbares Zeichen für das österreichische Selbstverständnis als Kulturnation gesetzt“, so Außenministerin Benita Ferrero-Waldner. Die Auslandskultur nehme für Österreich als Kulturnation eine „zentrale Rolle in der österreichischen Außenpolitik ein“. Die diesjährige Auslandskulturtagung zum Thema „Österreich in einem Europa der Kultur“ findet am 4. und 5.9. in der Österreichischen Nationalbibliothek und in der Sammlung Essl in Klosterneuburg statt. Der Löwenanteil des Budgets wurde 2002 erneut für die Musik ausgegeben, ihr flossen 25 % der Mittel zu. Es folgen Einzelausstellungen, Buchaktionen und Seminare. Erstmals erhielten 2002 alle diplomatischen und konsularischen Vertretungsbehörden einen Rahmenbetrag für kulturelle Aktivitäten. Ein „flexibles Instrument“ der Auslandskulturpolitik steht mit den derzeit 50 Österreich-Bibliotheken in 23 Staaten – vorwiegend im mittel-, ost- und südosteuropäischen Raum – zur Verfügung, die jährlich von 100.000 Menschen benutzt werden. Einen Schritt in der mittelfristigen Entwicklung der Bibliotheken stellte 2002 die Errichtung eines Web-Portals dar: .

KulturKontakt Austria: eine wichtige Kulturachse Wien - Südosteuropa
KulturKontakt Austria wurde 1989 mit der Aufgabe gegründet, Kunst und Kultursponsoring zu vermitteln. An diesem Grundsatz hat sich bis heute nichts geändert, außer dass das Ministerium – wie KulturKontakt-Geschäftsführer Kurt Wagner ausführte – bald „eine Organisation suchte, die sich um kulturellen Dialog mit Osteuropa kümmert und sich darum bemüht, einerseits Künstler aus den Ländern zu unterstützen, andererseits aber auch einen kulturellen Austausch, hier im Sinne eines Dialoges, zu führen“. 1994 nahm KulturKontakt auch den Bildungsbereich auf, um Reformmaßnahmen wie Lehrerausbildung, Lehrplanausarbeitung oder Unterrichtsmaterialienentwicklung zu unterstützen. Bald entstand ein Netzwerk von Bildungsbeauftragten, die vom Wiener KulturKontakt-Hauptquartier in mehr als elf Länder Südosteuropas geschickt wurden, um Projekte zu initiieren. So entwickeln lokale ExpertInnen in Bosnien-Herzegovina ein multiethnisches interdisziplinäres Schulbuch, in Rumänien unterstützt KulturKontakt Berufschulen mit Infrastruktur und Lehrerfortbildungsseminaren. Zusammen mit internationalen Partnern wird im Kosovo der Aufbau des „Kosovo Education Center“ realisiert. Für die bessere Wahrnehmung der Roma in der Region finanziert die „Projektinitiative KulturKontakt (PIKK)“ eine internationale Bildungshomepage, Schulrenovierungen sowie ein Summer Camp zum Thema „Interkulturelles Lernen“. In einem anderen Netzwerkprojekt organisieren Wirtschaftsschulen aus Albanien, Bulgarien und Rumänien eine gemeinsame Übungsfirmenmesse. Das österreichische Außenministerium finanziert zum größten Teil die Projekte, lokale Bildungsministerien implementieren diese im Rahmen des Stabilitätspakts.
1998 kamen einige Sonderprojekte dazu, die dem Stabilitätspakt in Südosteuropa den Weg ebnen sollen: Ein Projekt ist z.B. das Organisationsbüro „Task Force Education and Youth“, das überregionale Bildungsprojekte veranstaltet, um eine demokratische und friedliche Entwicklung in Südosteuropa voranzutreiben. Wichtige Schritte auf dem Weg zur Verwirklichung dieser Vision sind: die Schaffung von Strukturen für den ständigen Informationsaustausch und die Nutzung des vorhandenen Potentials an regionalen ExpertInnen, um Eigeninitiative und -verantwortung zu unterstützen. Mehr als 40 Projekte in sechs Bereichen – allgemeine Bildungspolitik und Systementwicklung, Geschichte, Hochschulbildung, Demokratieerziehung, etc. – wurden bislang als sogenannte „Quick Start Projekte“ des Stabilitätspakts durchgeführt. Darunter sind von der OECD geleitete Länderstudien, die den dringendsten Reformbedarf analysieren. Auch balkanweite Projekte, u.a. zur Unterstützung und Vernetzung von Wirtschafts- und Tourismusschulen, für interkulturelles Lernen, wurden gestartet. Die Task Force hat derzeit 40 Mitglieder darunter europäische und internationale Institutionen wie den Europarat, die Europäische Kommission, die OECD, UNESCO, INICEF, Weltbank, die EU-Vorsitzländer, sowie alle südosteuropäischen Länder, zehn weitere europäische Staaten und die USA. Die Mitgliedschaft steht allen, dem Stabilitätspakt angehörenden Ländern und Organisationen offen.
Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur (BMBWK) betreut, organisiert und vermittelt KulturKontakt nun seit 14 Jahren und letztendliches Ziel bleibt die Verbindung von Menschen und ihren Welten. Die Osterweiterung 2004 vor Augen hat KulturKontakt den Arbeitsschwerpunkt bis nach Russland, Moldawien und die Ukraine ausgedehnt.
In diesem Jahr hat KulturKontakt zwei große Projekte abgeschlossen: „ECONET“, ein Netzwerk von Übungsfirmen in Südosteuropa, ein Projekt im Rahmen des Stabilitätspaktes, das sich damit auseinandersetzt, dass in osteuropäischen Staaten Simulationen von Unternehmen in Schulen erprobt werden. Die Schüler lernen wirtschaftliches Denken und in der Praxis ein Unternehmen zu führen. Ziel ist, Süd- und Osteuropa zu vernetzen, Schulen aus Rumänien, Bulgarien und Albanien zur Zusammenarbeit zu stimulieren. Ähnlich läuft es beim zweiten Projekt „TOURNET“, das für Tourismusvernetzung steht – in Bulgarien, Rumänien, Albanien, wo die Tourismusausbildung verbessert werden muss. KulturKontakt bietet auch jährlich südosteuropäischen KünstlerInnen die Chance, sich um ein Gaststipendium in Wien zu bewerben. 2002 wurden 290 Bewerbungen eingereicht, 12 KünstlerInnen wurden aufgenommen, ausschließlich wegen ihrer künstlerischen Qualität. Über die zahlreichen Aktivitäten von KulturKontakt siehe www.kultur-kontakt.or.at.

Österreich und die Kulturbrücke in El-Arisch
Mit Unterstützung der österreichischen Botschaft in Ägypten ging in der Beduinenstadt El-Arisch (Nord-Sinai) Anfang August das dritte Al-Asala-Filmfestival über die Bühne. Nur 70 Kilometer vom Gazastreifen entfernt, wurde hier in der ägyptischen Wüste mit arabischen und internationalen Künstlern der interkulturelle Dialog geprobt. Aufsehen erregte der österreichische Star Klaus Maria Brandauer, in Ägypten als Bösewicht Largo durch den James Bond-Streifen „Never Say Never Again“ bekannt, beim Festival war er in der Hauptrolle von Fritz Lehners „Jedermanns Fest“ zu sehen. Der Film wurde vom Publikum zwiespältig aufgenommen.
Organisator des Festivals war Dessouki Said, dem es um einen Dialog innerhalb des arabischen Raums geht, aber auch um den Dialog zwischen dem Islam und den westlichen Gesellschaften. In einem Wüstenzelt wurde außerdem auch bildende Kunst aus Österreich, Spanien, Kanada und Ägypten gezeigt. Die Veranstaltung stand u.a. unter der Schirmherrschaft des ägyptischen Tourismusministeriums.

Forum Alpbach 2003: Teilnehmerrekord
Mit 3700 Teilnahmen erzielte das diesjährige Europäische Forum Alpbach (Tirol) mit dem Thema „Kontinuitäten und Brüche“ einen Teilnehmerrekord. 2004 wird das Forum unter dem Titel „Grenzen und Grenzüberschreitungen“ stehen.
Aufsehen erregte Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, als er zum Abschluss der Wirtschaftsgespräche für eine flexiblere Handhabung des Stabilitätspakts der Eurozone in wirtschaftlichen Krisenzeiten eintrat. Zunächst müssten die europäischen Länder in guten Zeiten deutliche Überschüsse produzieren, um dann in der Rezession die „Munition“ für Entlastungspakete zu haben, so der Kanzler. „Ich bin sehr für größere Pendelbewegungen, wenn wir in beiden Phasen den Mut haben, das Richtige zu tun“, betonte Schüssel. Als Vorbild sehe er dabei die USA. „Im Zusammenspiel Politik, Notenbank und Privatwirtschaft wird eine Gesamtstrategie entwickelt, die in einer schwierigen Situation eines Konjunkturabschwungs ein massives Paket in Bewegung setzt. Da wird dann wirklich ein Budgetdefizit in Kauf genommen, im Wissen, dass im nächsten Aufschwung ein deutlicher Überschuss möglich und durchsetzbar ist“. Aufhorchen ließ der Bundeskanzler mit der Forderung, künftig bei den EU-Wirtschaftsgipfeln im Frühjahr 2004 auch die Europäische Zentralbank (EZB) und die Europäischen Sozialpartner an den Tisch zu holen.
In einer Diskussionsveranstaltung sagte der Demograph Rainer Münz, dass Europa demographiepolitisch gesehen ungemein schwierige Zeiten bevorstünden. Der Kontinent werde auf Grund einer bisher fehlgeleiteten Migrationspolitik „vergreisen“, wenn nicht umgehend Gegenmaßnahmen getroffen würden. Europa werde nur durch eine kombinierte Strategie von Migrations- und Familienpolitik überleben können. Studien gehen davon aus, dass langfristig alle Industriegesellschaften massiv vergreisen und dezimiert werden – mit Ausnahme der USA, wo die Bevölkerung sogar ohne Zuwanderung leicht ansteigt, da die bereits in den USA lebenden Einwanderer aus traditionell kinderreichen Kulturkreisen kommen.

Mica: Plattform „Open Music Distribution“
Das mica – music information center austria – präsentierte vor kurzem den Prototyp eines neuen internationalen Internet-Vertriebssystems für lokale Musikrepertoires. Das Pilotprojekt „Open Music Distribution“ wendet sich zunächst an Geschäftskunden wie Radiostationen, Filmproduzenten, Werbeagenturen oder Einkäufer in internationalen Märkten. Musiktitel werden in sendetauglicher Qualität und mit entsprechenden Suchkriterien zur sofortigen Nutzung angeboten. Die Abrechnung erfolgt ebenfalls online. Die Besonderheit der Plattform liegt in seinen Betreibern: Ein Netzwerk aus europäischen Musikinformationszentren und zahlreichen weiteren Not-for-Profit Organisationen wird dafür sorgen, dass die große Vielfalt lokaler Musiktitel aller Stilrichtungen, die im kommerziellen Musikgeschäft geringe Priorität haben, aber für die kulturelle Vielfalt entscheidend sind, auf bequeme Weise für Hörer zugänglich wird. So ist z.B. eine Kooperation mit dem ORF/Ö1-Archiv im Bereich zeitgenössischer Musik zur Verbreitung derzeit nicht erhältlicher Aufnahmen von Werken österreichischer Komponisten in Vorbereitung. Weitere Infos: www.mica.at.