Dienstag, 02. November 2010
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Bundesregierung einig bei Budget
Die Regierungsparteien SPÖ und ÖVP haben sich bei ihrer Klausurtagung im steirischen Thermenort Loipersdorf (22./23. Oktober) auf das Budget für 2011 geeinigt. Damit stehen auch das Steuer- und Sparpaket sowie wesentliche Punkte des Budgetpfades bis 2014. Unter anderem werden die Mineralölsteuer (Mehreinnahmen von 417 Millionen Euro für 2011) und die Tabaksteuer (100 Millionen Euro) erhöht, die Bankenabgabe (500 Millionen Euro), eine Flugticketabgabe (60 Millionen Euro) sowie eine Steuer auf Aktiengewinne eingeführt (30 Millionen Euro), die Spekulationsfrist für Aktien gestrichen und Stiftungen (50 Millionen Euro) höher besteuert.
Zudem sind Verschärfungen bei "Hackler"- und Invaliditätspension sowie Einsparungen bei Pensionen, Familienbeihilfe (Einsparungen 2011: rund 254 Millionen Euro) und beim Pflegegeld geplant. Investiert wird hingegen in die thermische Sanierung (100 Millionen Euro), mehr Mittel gibt es auch für Universitäten (80 Millionen Euro) und Schulen (80 Millionen Euro). Die Steigerung der Forschungsprämie von acht auf zehn Prozent ist mit 100 Millionen Euro veranschlagt. Der Kassenstrukturfonds wird künftig mit 40 Millionen Euro dotiert. Insgesamt stehen jährlich 400 Millionen Euro an Offensivmittel bereit.
Bundeskanzler Werner Faymann und Finanzminister Josef Pröll zeigten sich bei der Präsentation der Budgetzahlen im Anschluss an die Regierungsklausur zufrieden und verwiesen auf die konstruktiven Verhandlungen. „Dieses Budget garantiert einen stabilen Kurs und ist sozial ausgewogen“, betonte Faymann. Es sei sogar gelungen, das Budgetdefizit stärker zu senken als noch vor kurzem prognostiziert. Die höheren Einnahmen kämen zu zwei Dritteln aus dem Banken- und Vermögensbereich und nicht von Massensteuern aus den Haushalten, hielt Faymann ausdrücklich fest. Auch Pröll sprach von einer „gerechten Lastenverteilung“. Der Weg aus der „Schuldenfalle“ sei nunmehr eingeschlagen.
In Summe bringen die Steuereinnahmen für das Jahr 2011 laut Bundeskanzler rund 1,2 Milliarden. Euro – abzüglich Ausgleichsmaßnahmen für Pendler, Frächter und Kreditnehmer. Diese Einnahmen steigen bis 2014 auf 2,2 Milliarden Euro. Damit werde das Budgetdefizit kontinuierlich von 3,2 Prozent im kommenden Jahr auf 2,2 Prozent 2014 gesenkt, unterstrich Faymann. Bei den Ausgaben würden 2011 1,6 Milliarden Euro eingespart. Bis 2014 steige diese Summe auf 3,3 Milliarden Euro.

Nationalfeiertag am 26. Oktober
Bundeskanzler Werner Faymann hat in seiner Rede zum österreichischen Nationalfeiertag am 26. Oktober auch auf die aktuelle Debatte um Wehrpflicht und Bundesheer Bezug genommen. Aufgaben und Organisation des Bundesheeres seien "in den nächsten Monaten neu festzulegen". Es müsse eine offene Diskussion geben – unter Einbeziehung der Erfahrungen und Modelle anderer europäischer Länder, die sich für ein Berufsheer entschieden hätten, forderte Faymann beim traditionellen Sonderministerrat zum Nationalfeiertag, der heuer erstmals im Rahmen einer Angelobung von knapp 1.200 Rekrutinnen und Rekruten auf dem Heldenplatz stattfand.
Man dürfe sich nicht vor der Frage drücken, wie die militärische Landesverteidigung in einem geeinten Europa künftig aussehen könne, so Faymann. Dabei seien Katastrophenschutz, Friedensmissionen und Landesverteidigung gleichermaßen einzubeziehen. Lob gab es für die Leistungen des Bundesheeres als international tätige Friedenstruppe.
Der Bundeskanzler legte auch ein Bekenntnis zur Neutralität Österreichs ab. Anerkennung sprach er den NS-Widerstandskämpfern und Opferverbänden aus, die erstmals an den Feierlichkeiten am Wiener Heldenplatz teilnahmen. Dort gab es auch eine große "Leistungsschau" des Bundesheeres.

Wien-Wahl: SPÖ verhandelt mit Grünen
SPÖ und Grüne haben am 27. Oktober in Wien die Verhandlungen über eine künftige Regierungszusammenarbeit aufgenommen. Laut Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) soll die neue Stadtregierung Mitte November stehen.

Franz Voves wieder steirischer Landeshauptmann
Franz Voves (SPÖ) ist am 21. Oktober bei der konstituierenden Sitzung des steirischen Landtages mit den Stimmen von SPÖ, ÖVP und FPÖ wieder zum Landeshauptmann gewählt worden. Die Koalition mit der ÖVP bezeichnete Voves als "Reformpartnerschaft".

Rot-Weiß-Rot-Card für Zuwanderer
Die Sozialpartner haben am 18. Oktober die im Regierungsprogramm von SPÖ und ÖVP vereinbarte Rot-Weiß-Rot-Card für eine "bedarfsgerechte" Zuwanderung präsentiert. So sollen mittels Punktesystem Qualifikationen und Kenntnisse potenzieller Migrantinnen und Migranten erfasst und die Zuwanderung für Schlüsselarbeitskräfte transparenter und leichter steuerbar werden.

Bundeskanzler Faymann bei EU-Gipfel in Brüssel
Die EU-Staats- und Regierungschefs haben sich bei ihrem jüngsten Gipfeltreffen in Brüssel (28. bis 29. Oktober) auf wichtige Maßnahmen für den Euro geeinigt, um im Falle neuerlicher Finanzkrisen besser gerüstet zu sein. Der Euro-Stabilitätspakt wird verschärft, geprüft werden zudem die Installation eines permanenten Rettungsschirms für allenfalls zahlungsunfähige Eurostaaten sowie eine "begrenzte" Änderung des EU-Vertrages.
Entsprechende Vorschläge für die Errichtung eines ständigen Krisenbewältigungsmechanismus zur Sicherung der Eurozone sollen bis Dezember erarbeitet werden, die endgültige Entscheidung über eine "leichte" Vertragsänderung soll beim Dezember-Gipfel der Staats- und Regierungschefs fallen.
Der von Deutschland und Frankreich geforderte Stimmrechtsentzug für Defizitsünder soll "später" geprüft werden. Bundeskanzler Werner Faymann zeigte sich "froh", „dass die Diskussion über Stimmrechte in den Hintergrund getreten ist“. Er kritisierte einen Stimmrechtsentzug als "unvorstellbar und unsinnig". Es gebe durch Frühwarnsysteme genügend Möglichkeiten eines präventiven Eingriffs bei ausufernder Schuldenentwicklung.
Der Bundeskanzler betonte neuerlich, dass aus österreichischer Sicht für die Bereitstellung eines dauerhaften Euro-Rettungsschirms nach 2013 keine EU-Vertragsänderung erforderlich sei. (Das derzeitige 750 Milliarden Euro-Rettungspaket läuft 2013 aus.) Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel habe aber klar gemacht, dass für Deutschland wegen des Bundesverfassungsgerichts die Notwendigkeit einer Anpassung des Vertrags bestehe, indem die Möglichkeit eines Krisenmechanismus vorgesehen sein soll. Die so genannte "No-Bail-Out"-Klausel im EU-Vertrag solle nicht geändert werden. EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso habe nach Analyse des Rechtsdienstes erklärt, dass kein EU-Land ein Referendum nötig hätte, wenn die EU-Vertragsänderung nur den Haftungsschirm betreffe, informierte Faymann.

Spindelegger: Serbien muss an die EU herangeführt werden
Die EU-Außenminister haben am 25. Oktober in Luxemburg beschlossen, den am 22. Dezember 2009 von Belgrad gestellten Antrag auf EU-Mitgliedschaft an die Europäische Kommission weiterzuleiten. Das sei ein "ganz entscheidendes positives Signal für Serbien und den ganzen Westbalkan", erklärte Außenminister Michael Spindelegger. Damit sei die "europäische Schiene in einem ganz bedeutenden Schritt eröffnet".
Spindelegger hat sich in den letzten Wochen in dieser Hinsicht besonders engagiert, nachdem Serbien im September einer UNO-Resolution zugestimmt hatte, in welcher sich das Land zum Dialog mit dem Kosovo bekennt. In der EU wird der Kosovo (einseitige Erklärung der staatlichen Unabhängigkeit am 17. Februar 2008) von 22 Mitgliedstaaten, darunter Österreich, anerkannt. Spindelegger hofft auch, dass Serbien seine Zusammenarbeit mit dem UNO-Kriegsverbrecher-Tribunal positiv gestalte, vor allem betreffend General Ratko Mladic.

Verteidigungsminister Darabos zu Arbeitsbesuch in Ägypten
Verteidigungsminister Norbert Darabos reiste am 27. Oktober zu einem mehrtägigen Arbeitsbesuch nach Ägypten. Auf dem Programm standen unter anderem Gespräche mit Verteidigungsminister Mohamed Hussein Tantawi und Staatssekretär Sayed Abdou Meshaal. Ziel des Besuches war eine Vertiefung der bilateralen Beziehungen. Erörtert wurden zudem die sicherheitspolitische Lage im Nahen und Mittleren Osten (Iran) und am Horn von Afrika (Somalia) sowie die Rolle Ägyptens innerhalb der Afrikanischen Union.

Bundespräsident Fischer bei Präsidententreffen in Lübeck
Bundespräsident Heinz Fischer nahm am 1. November im deutschen Lübeck (Schleswig-Holstein) an einem Treffen der deutsch-sprachigen Staatsoberhäupter teil. Deutschlands Bundespräsident Christian Wulff empfing neben Fischer die Schweizer Bundespräsidentin Doris Leuthard sowie Erbprinz Alois von Liechtenstein. Hauptthemen waren Zuwanderung, Integration und Menschenrechte.

20 Millionen Euro für jüdische Friedhöfe
Der Nationalrat hat die Sanierung der jüdischen Friedhöfe in Österreich auf Schiene gebracht. In einem gemeinsamen Antrag, den SPÖ, ÖVP, Grüne und BZÖ am 20. Oktober einbracht haben, werden die nötigen staatlichen Mittel zugesichert. Der Bund wird während der nächsten 20 Jahre jeweils eine Million Euro beisteuern. Die gleiche Summe soll die Israelitische Kultusgemeinde (IKG) einbringen. Dazu wird ein Fonds eingerichtet.

Arbeitslosigkeit deutlich gesunken
Die Arbeitslosigkeit in Österreich ist im Oktober gegenüber dem Vergleichsmonat im Vorjahr erneut deutlich gesunken. Die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen verringerte sich um 7,9 Prozent (-19.386 Personen) auf 226.137. Auch die Schulungen gingen leicht zurück: Ende Oktober verzeichnete das Arbeitsmarktservice (AMS) um 2,7 Prozent (-1.970 Personen) weniger Schulungsteilnehmende, insgesamt besuchten 71.827 Jobsuchende Schulungsmaßnahmen des AMS. Aufgrund der besseren Wirtschaftslage stieg die Zahl der gemeldeten offenen Stellen um 18,5 Prozent (+5.131) auf 32.915. Bei Arbeitslosen und Schulungsteilnehmenden insgesamt wurde mit einem Rückgang um 21.356 Personen der höchste Wert seit März 2008 ausgewiesen.
Die Arbeitslosigkeit sank im Oktober in allen Kategorien und Branchen, am stärksten in den Metall- und Elektroberufen sowie am Bau. Die Metallbranche sei von der Krise am härtesten betroffen gewesen, der deutliche Rückgang in diesem Bereich zeige daher, dass die Krise nachlasse, betonte Arbeits- und Sozialminister Rudolf Hundstorfer in einer Aussendung.
Bei Männern zeigte sich der Rückgang wesentlich stärker (-11,4 Prozent) als bei Frauen (-3,8 Prozent), bei Inländerinnen und Inländern (-8,7 Prozent) deutlicher als bei ausländischen Arbeitssuchenden (-4,4 Prozent). Bei den Jugendlichen (15 bis 24 Jahre) konnte die Arbeitslosigkeit (-9,8 Prozent auf 37.198 Personen) kräftiger gesenkt werden als bei Älteren ab 50 Jahren (-3,4 Prozent auf 47.437 Personen). Besonders deutlich war der Rückgang bei den Langzeitarbeitslosen (länger als 12 Monate): Ihre Zahl sank um ein Fünftel (-20,3 Prozent) auf 5.507.
Minister Hundstorfer sieht vor allem den starken Rückgang der Langzeit- und Jugendarbeitslosigkeit als besonderen Erfolg der aktiven Arbeitsmarktpolitik: Man habe mit zahlreichen Maßnahmen "in diesen schwierigen Segmenten klare Impulse" gegeben und zähle somit bei der Jugendarbeitslosigkeit "zu den Besten in Europa", betonte er.
2011 würden weitere arbeitsmarktpolitische Schwerpunkte im Kampf gegen Langzeitarbeitslosigkeit gesetzt, kündigte der Sozialminister an. So stünden im kommenden Jahr für die Reintegration von Langzeitarbeitslosen zusätzlich 56 Millionen Euro zur Verfügung. Damit werde man verstärkt Beschäftigungsprojekte, sozialökonomische Betriebe und gemeinnützige Jobinitiativen unterstützen, so Hundstorfer.

Rekord-Sommer im Tourismus
Österreichs Tourismus hat die Krise offenbar endgültig überwunden: In der bisherigen Sommersaison 2010 haben sowohl die Nächtigungen als auch die Zahl der Gäste zugelegt. Von Mai bis September wurden laut vorläufigen Ergebnissen 56,18 Millionen Nächtigungen verzeichnet, das entspreche einem Plus von 1,1 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres, informierte die Statistik Austria am 27. Oktober.
Im Zehnjahresvergleich handle es sich um das zweitbeste Nächtigungsergebnis seit 2008. Die Zahl der Gäste (Ankünfte) stieg um 3,5 Prozent auf 15,71 Millionen. Die inländischen Gästenächtigungen stiegen um 1,0 Prozent auf 17,70 Millionen, bei den ausländischen Gästenächtigungen gab es ein Plus von 1,1 Prozent auf 38,48 Millionen.

Shanghai-Expo: 3,2 Millionen im Österreich-Pavillon
Mit einer Rekordzahl von 72 Millionen Besucherinnen und Besuchern ist am 31. Oktober nach sechs Monaten die Weltausstellung in Shanghai zu Ende gegangen. Die Veranstalter sprachen vom bisher größten touristischen Ereignis in der Geschichte Chinas. Eine durchaus positive Bilanz der Shanghai World Expo konnte auch Österreich ziehen. Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner zufolge schaffen die "vielen zusätzlichen Wirtschaftskontakte die Basis für einen neuen Exportboom in einem der besten Zukunftsmärkte". Mittelfristig wolle man die heimischen Ausfuhren nach China verdoppeln, erklärte der Minister in einer Aussendung.
Insgesamt besuchten 3,2 Millionen Gäste den Österreich-Pavillon auf dem Expo-Gelände, im Schnitt wurden 17.400 Besucherinnen und Besucher pro Expo-Tag gezählt. Im Mittelpunkt der Präsentationen standen die Themen Energie- und Umwelttechnik, Hightech, Logistik und Automotive.

OMV übernimmt türkische Petrol Ofisi
Die börsenotierte OMV übernimmt von der türkischen Dogan Holding für 1 Milliarde Euro den fehlenden 54,17-Prozent-Anteil am türkischen Ölkonzern Petrol Ofisi.

Weltwirtschaftsforum tagt im Juni 2011 in Österreich
Das Weltwirtschaftsforum (World Economic Forum) tagt nach jahrelanger Pause im kommenden Jahr wieder in Österreich. Für 8. und 9. Juni 2011 ist ein regionales Gipfeltreffen zu Osteuropa und Zentralasien geplant.

Staatsoper: Bejubelte Neuproduktion von Paul Hindemiths "Cardillac"
Der deutsche Komponist Paul Hindemith (1895-1963) war schon in seinen jungen Jahren Provokateur, der allerdings auf handwerkliche Präzision immer großen Wert legte: Durchgehend kennzeichnend für sein Werk ist eine völlig eigenständige Organisation des Tonmaterials ohne Bruch mit der Tonalität und stilsichere Integration historischer Formen – von barocken Fugen bis zum Jazz.
Die Oper „Cardillac“ – Libretto von Ferdinand Lion, nach einer Erzählung „Das Fräulein von Scuderi“ von E.T.A. Hoffmann - um einen Goldschmied, der sich von seinen Kunstwerken nicht trennen kann und deshalb seine Käufer ermordet, wurde 1926 in Dresden uraufgeführt, eine zweite Fassung 1952 in Zürich. Obwohl Hindemith nach 1953 keine Aufführung der Erstfassung mehr duldete, konnte sich die revidierte Version – die immerhin 14 von 18 Nummern der ersten Fassung bringt - nicht wirklich durchsetzen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wollte der Komponist jede missverständliche einfühlsame Haltung gegenüber dem Mörder vermeiden.
Dirigent Franz Welser-Möst entschied sich jetzt trotzdem für die Fassung der 20er Jahre, „weil sie rauer, wilder und konzentrierter ist. Grob genommen sagt Hindemith: Der Künstler darf alles, auch morden. Aber er kommt damit nicht durch: Erst bringt Cardillac die Käufer seines Schmucks um, am Schluss wird er umgebracht“.
Die erste szenische Neuproduktion unter dem neuen Staatsoperndirektor Dominique Meyer wurde Sven-Eric Bechtolf überantwortet, der feinste Schmiedekunst - Marke Stummfilm, etwa von Fritz Lang und Friedrich Wilhlm Murnau –ziselierte. Mit Rolf und Marianne Glittenberg (Bühne und Kostüme) hatte der Regisseur ein Duo zur Seite, das der Moderne zwischen Expressionismus und Neuer Sachlichkeit, aus der die Oper stammt, kenntnisreich Tribut zollte. Schräg versetzte, scherenschnittartige Häuserschluchten bestimmen die düstere Atmosphäre von Cardillacs minimalistischem Kosmos, in dem nur der Innenraum seines schwarzen Tresors gleißend golden erstrahlt, wo er seine durch Mord zurückeroberten Schmuckstücke aufbewahrt. Schwarz gewandete, bleich geschminkte Sängerinnen und Sänger, sich puppenhaft bewegend, untermauern einen an „Metropolis“ oder „Nosferatu“ gemahnenden Stummfilm-Horror. Die Inszenierung, die psychologische Figurenführung vermeiden will, interpretiert die berechnend-kühle Musik Hindemiths geradezu ideal. Wie Bechtolf sagte, würden „typische Charaktere, typische Verhaltensweisen vorgezeigt, es geht um Kenntlichmachung, holzschnittartige Verdeutlichung“. Ein Satz, der von Bertolt Brecht stammen könnte, mit dem Hindemith in jenen Jahren produktiv konfliktreich zusammenarbeitete (Baden-Badener „Lehrstück“, am „Lindberghflug“ auch mit Kurt Weill) und der im Übrigen auch für „Cardillac“ als Librettist erwogen wurde.
Bei der Premiere an der Wiener Staatsoper am 17. Oktober feierte das Publikum „Cardillac“ frenetisch – in erster Linie wohl Paul Hindemith, der 1927 zum Professor für Komposition an der Berliner Musikhochschule berufen worden war, 1934 seinen Posten verlor und durch den Nazi-Boykott seiner Werke in die Emigration gezwungen wurde; dann natürlich die aktuellen Sängerinnen und Sänger, allen voran Juha Uusitalo als den Goldschmied, Juliane Banse und Herbert Lippert als Cardillacs Tochter und deren Liebhaber. Der Jubel schloss auch das zweite Liebespaar des Abends, Matthias Klink als den „Kavalier“ und Ildikó Raimondi als die „Dame“ und den schrägen und schrillen Führer der Prévoté, Alexandru Moisiuc, mit ein.
Das den Intentionen des Komponisten entsprechend abgespeckte Orchester brachte unter seinem Dirigenten die Wucht der Erstfassung deutlich zur Geltung – ein besserer „Cardillac“ ist kaum vorstellbar.

Lesefestwoche "Buch Wien 10" feiert Paul Nizon und Armin Thurnher
Die Lesefestwoche "Buch Wien" findet heuer von 15. bis 21. November statt. Sie wird erstmals mit der Verleihung des Österreichischen Staatspreises für Europäische Literatur eröffnet. Dem Schweizer Paul Nizon wird der Preis im Unterrichtsministerium verliehen.
Den Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln erhält am 19. November der Publizist und „Falter“-Chefredakteur Armin Thurnher. „Er verliert auch bei kritischer Betrachtungsweise nie den respektvollen Blick auf sein Gegenüber“, heißt es in der Begründung.
Die Rede zur Buchmessen-Eröffnung hält der in Berlin lebende Journalist und Schriftsteller Christian Ankowitsch.
Zu Lesungen werden unter anderem Ken Follett, Bern-hard Schlink, Donna Leon, Dietrich Grönemeyer, Tommy Wieringa, Jussi Adler-Olsen und Alia Yunis erwartet.
Von den österreichischen Autorinnen und Autoren lesen unter anderem Barbara Frischmuth, Erich Hackl und Doron Rabinovici.
Rund 250 Aussteller kommen zur "Buch Wien", 100 davon aus dem internationalen Bereich. Elf Nationen sind vertreten, der CEE-Schwerpunkt wird mit Ausstellern aus Rumänien, Serbien und Ungarn unterstrichen.
Von den großen deutschen Verlagen kommen unter anderem der S. Fischer Verlag, Suhrkamp, Kiepenheuer & Witsch, Hanser, Rowohlt und der Aufbau Verlag nach Wien. Die Messe mit einer Ausstellungsfläche von 7.200 Quadratmeter bietet fünf Bühnen für Lesungen auf. In einem eigenen E-Book-Ausstellungsbereich kann man E-Reader ausprobieren und sich über Downloads informieren.
Der Messe-Eintrittspreis wurde reduziert – von neun auf sieben Euro. Die Gratisbuch-Aktion ist heuer dem Roman „Balzac und die kleine chinesische Schneiderin“ von Dai Sijie gewidmet. Der österreichische Buchhandel verzeichnet übrigens Zuwächse: Im September 2010 gab es ein Umsatzplus von 6,9 Prozent im Vergleich zu 2009, im Gesamtjahresvergleich liegt man derzeit bei plus 4,5 Prozent, ,

Heinisch-Hosek: Hohe Preise an Luzenir Caixeta und Erika Weinzierl
Am 27. Oktober wurden im Bundeskanzleramt der Käthe-Leichter-Staatspreis und der Frauen-Lebenswerk-Preis 2010 verliehen. Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek würdigte die Preisträgerinnen Luzenir Caixeta und Erika Weinzierl für ihre herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Frauenforschung, Geschlechterforschung und Gleichstellung am Arbeitsmarkt. "Die Leistungen der Frauen müssen verstärkt kommuniziert werden, um gehört zu werden", so Heinisch-Hosek.
Der vom Bundesministerium für Frauen und Öffentlichen Dienst gestiftete Käthe-Leichter-Staatspreis ging heuer an Luzenir Caixeta vom Autonomen Zentrum von und für Migrantinnen Maiz. Caixeta forciere mit ihrem Verein die soziale und rechtliche Besserstellung von Migrantinnen, besonders in der Sexarbeit. Heinisch-Hosek erklärte auch, sie selbst wolle sich für Verbesserungen der Situation von Sexarbeiterinnen einsetzen. Vor allem müsse man die Sittenwidrigkeit wegbekommen.
Der diesjährige Frauen-Lebenswerk-Preis ging an die Historikerin Erika Weinzierl. Heinisch-Hosek würdigte Weinzierl als "ethische und moralische Instanz mit Vorbildcharakter". Auf dem Gebiet der Zeitgeschichte nehme sie eine "Pionierinnenrolle" ein, ihre großen Verdienste für eine tabulose Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus seien "herausragend". „Der Lebenswerk-Preis geht an eine Frau, die sich immer für die Gleichstellung eingesetzt und die Leistungen von Frauen sichtbar gemacht hat“. Es sei wichtig, mit diesen Preisen gesellschaftliche Vorbilder zu zeigen und feministische Arbeit zu würdigen, so die Frauenministerin.
Zum bereits 16. Mal wurden die Preise an Frauen verliehen, die im Sinne der Nationalökonomin und ersten Frauenreferentin der Arbeiterkammer Käthe Leichter im Bereich der Geschlechterforschung und Gleichstellung tätig sind.

Kanzler Faymann empfängt Teilnehmer des Wiener Nobelpreisträgerseminars
Anlässlich des diesjährigen Wiener Nobelpreisträgerseminars lädt Bundeskanzler Werner Faymann am 3. November zu einem Empfang ins Bundeskanzleramt. Er findet unter Beisein der mit dem Friedensnobelpreis Ausgezeichneten Mohamed ElBaradei (2005), José Ramos-Horta (1996), Melissa Flemings, als Vertreterin des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (1954 und 1981) sowie des Präsidenten von Médecins Sans Frontières (1999), Unni Karunakara, statt.
Das nunmehr 5. Wiener Nobelpreisträgerseminar am 3. und 4. November befasst sich mit dem Thema Friedensforschung. Internationale Politik, Menschenrechte und Entwicklungszusammenarbeit werden im Mittelpunkt der Beratungen stehen.

Schmied und Karl: Neue Lehrerinnen- und Lehrerausbildung soll bis Ende 2010 stehen
Die von Unterrichts- und Wissenschaftsministerium konzipierte Lehrer-Ausbildung soll bis Jahresende stehen. Dies bekräftigten Unterrichtsministerin Claudia Schmied und Wissenschaftsministerin Beatrix Karl bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Wien. 2011 wird mit der Umsetzung begonnen, noch in dieser Legislaturperiode soll nach dem neuen Modell studiert werden.
Künftig soll die Ausbildung für alle pädagogischen Berufe auf Hochschulniveau – an Unis und an Pädagogischen Hochschulen - nach dem Bologna-Modell (Bachelor/Master/PhD) erfolgen und gemeinsame Kernbereiche umfassen. Erst dann soll es differenzierte Curricula geben, was etwa den Wechsel zwischen einzelnen Berufsfeldern erleichtern soll. Kindergarten- und Volksschulausbildung werden dadurch aufgewertet. Auch ein Schritt zur gemeinsamen Schule dürfte dabei gemacht werden: Schmied nannte es "naheliegend", ein Curriculum für den gesamten Sekundarbereich I (derzeit AHS-Unterstufe und Hauptschule) anzubieten, da es ohnehin schon den gleichen Lehrplan in diesen beiden Schulformen gebe.
Die Studenten sollen außerdem erst eine Eignungsprüfung und ein Aufnahmeverfahren durchlaufen. Dabei gehe es aber nicht um einen entscheidenden punktuellen Test, betonte Schmied.
Karl versteht das Verfahren auch als Hilfestellung für angehende Pädagogen, um sich mit dem Berufsbild auseinanderzusetzen. Außerdem müssen Pädagogen nach der Grundausbildung erst eine "Induktionsphase" für den Berufseinstieg durchlaufen, also eine Art Turnus machen.
Voraussetzung für den Berufseinstieg soll zunächst der Bachelor-Abschluss sein, wobei den Neulingen zunächst als Mentor ein erfahrener Lehrer zur Seite gestellt werden soll. Dies werde auch ein Schritt zur stärkeren Teamorientierung der Pädagogen sein, so Schmied. Bestimmte Funktionen und Aufgaben an der Schule verlangen dann einen Master-Titel, außerdem soll es eine permanente Weiterbildung geben.
Noch konkretisiert werden müssen die genauen Einsatzfelder der Absolventen, der genaue Ablauf der "Induktionsphase" sowie das Zusammenspiel von Pädagogischen Hochschulen (PH) und Universitäten in "Clustern". Dazu sollen auch im November und Dezember "Stakeholder"-Konferenzen in Linz, Graz, Innsbruck und Wien abgehalten werden.
Bei der Zusammenarbeit zwischen PH und Unis könne es in den verschiedenen Clustern durchaus unterschiedliche Modelle geben, meinte Schmied. "Da wird es nicht ein Muster geben". Dass irgendwann am Ende dieses Prozesses eine Pädagogische Universität stehen könnte, sei "durchaus ein Zielmodell, aber so weit sind wir noch nicht".

KUNSTHALLE wien: Female Pop Art
Die KUNSTHALLE wien entdeckt von 4. November 2010 bis 20. Februar 2011 herausragende Künstlerinnen der Pop Art neu und löst so nach 40 Jahren Dorothy Iannones kämpferisches Versprechen ein: "The Next Great Moment in History is Ours"(1970). Die bis heute primär mit männlichen Protagonisten verbundene Kunstrichtung wird in der Schau einer Neuinterpretation unterzogen.
Plastik, grelle Farben, reduzierte Formen und graphische Konturen – die Arbeiten der neun ausgestellten Künstlerinnen ähneln in vielem denen ihrer männlichen Kollegen. Auch die Popfrauen treffen den Geschmack der Masse, bleiben jedoch als feministische Vorreiterinnen kämpferisch und kritisch. Zu den sozialen und politischen Ereignissen der 1960er Jahre wie den Vietnamkrieg beziehen sie offen Stellung. Gezeigt werden herausragende Werke von Dorothy Iannone, Evelyne Axell, Sister Corita, Christa Dichgans, Kiki Kogelnik, Rosalyn Drexler, Jann Haworth, Marisol und Niki de Saint Phalle.

Vienna Art Week 2010
Unter dem Motto "Crossing Limits" findet von 15. bis 21. November die vom Dorotheum initiierte Vienna Art Week 2010 statt. Mit rund 100 Einzelveranstaltungen ist sie mittlerweile die größte jährlich stattfindende Veranstaltung zur Bildenden Kunst in Wien. Was vor Jahren mit der Idee begann, renommierte Wiener Kunstinstitutionen, Museen und Galerien durch ihr Zusammenwirken als Art Cluster Vienna International in den Blickpunkt zu rücken und die Vermarktung Wiens als Kunststandort voranzutreiben, hat sich zu einem der erfolgreichsten europäischen Kunstfestivals entwickelt.
Das diesjährige Thema "Crossing Limits"bezieht sich auf unseren Alltag und wie er von Kunst durchdrungen wird und diese in wirtschaftlichen und sozialen Umbrüchen einen Faktor der Stabilität bilden kann.
23 teilnehmende Kunstinstitutionen bieten unter anderem Spezialführungen durch Sonderausstellungen und Schausammlungen. Erstmals eröffnen heuer Wiener Traditionsunternehmen und die Bundesstudios des BMUKK für die Vienna Art Week ihre Pforten.

Bundeskanzler Faymann kommt zur Feier in die Gedenkstätte Kaprun
Am 11. November 2000 führte ein Produktionsfehler im Heizlüfter des Führerstands einer Gletscherbahn in Kaprun (Salzburg) zu einem Inferno, in dem 155 Menschen starben.
Am 11. November wird eine Feier in der Gedenkstätte abgehalten. Eingeladen sind die Hinterbliebenen der Umgekommenen und auch die Helfer, die damals vor Ort waren.
Zur Feier werden unter anderem Bundeskanzler Werner Faymann und Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller erwartet. Auch Angehörige der Opfer, darunter Ursula Geiger und Werner Kirnbauer, werden zu Wort kommen. Anschließend findet ein ökumenischer Gottesdienst zum zehnten Jahrestag der Katastrophe mit Superintendentin Luise Müller und Prälat Balthasar Sieberer statt.

WADA-Generaldirektor Howman lobt Österreichs Anti-Doping-Bemühungen
Bei einem informellen Sportministertreffen in Antwerpen hat David Howman, Generaldirektor der Internationalen Anti-Doping-Agentur (WADA), Österreichs Bemühungen im Kampf gegen Doping hervorgestrichen.
Im Zuge einer Aussprache der Sportminister lobte er Österreich als Vorbild für einen effektiven Kampf gegen Doping. "Österreich hat in den letzten Jahren einen neuen Weg in der Dopingbekämpfung eingeschlagen, der international vorbildlich ist", so der WADA-Generaldirektor.
Positiv registriert wurde von Howman auch der von Sportminister Norbert Darabos erneut vorgetragene Vorstoß, die Dopinggesetzgebung europaweit zu harmonisieren und damit an den österreichischen Standard anzugleichen. "Für einen erfolgreichen Kampf gegen Doping ist es wichtig, dass in ganz Europa die gleichen, strengen Regeln gelten", betonte Darabos in der Diskussion.
Howman stärkte dem österreichischen Sportminister in seiner Forderung nach einer einheitlicheren Gesetzgebung den Rücken: "Österreich hat vorgezeigt, wie man effektive Rahmenbedingungen schaffen kann. Die EU sollte diesem Beispiel folgen".

Zweite Klausurtagung zur Förderreform
Auf Einladung des Sportministeriums trafen sich Expertinnen und Experten aus dem Organisierten Sport zu einer zweiten Klausurtagung zur Reform der Bundes-Sportförderung.
Seit Frühjahr 2010 läuft auf Initiative von Sportminister Darabos ein breit angelegter Reformprozeß zur Bundes-Sportförderung. In einem mehrstufigen Prozess wurden Konzepte für eine Neuordnung der Sportförderung in den Bereichen Breiten- und Spitzensport erarbeitet.
Am 27. Oktober wurden nun die Zwischenergebnisse den Fachverbänden im Rahmen einer Tagung vorgestellt. Unter der Leitung von Univ. Prof. Dr. Wolfgang Mayrhofer von der WU Wien stellten die Leiter der drei Teilbereiche "Breitensport", "Spitzensport" und "Aufgaben im Sport", Michael Maurer, Rena Eckart und Rudi Sporrer die bisherigen Arbeitsergebnisse vor.
Nun beginnt die intensive Endphase: Bis Ende November soll ein gemeinsamer "Expertenbericht" stehen, der dann die Grundlage für politische Verhandlungen zu einem neuen Gesetz bilden soll.

Österreichs Sportstars erzielten bei Sport-Millionenshow Rekordergebnis
Dass unsere Sportlerinnen und Sportler auch abseits ihrer eigentlichen Wirkungsstätten alle Rekorde brechen, haben sie schon des öfteren bewiesen.
Und so ist es nicht verwunderlich, dass die ORF-Millionenshow-Sendung "Sportler für den Sport", die am Vorabend des Nationalfeiertages ausgestrahlt wurde, erstmals in der Fernsehgeschichte die magische Marke von einer Million Zusehern überschritt. Insgesamt vier Pärchen, jeweils ein Sportstar und ein Moderator, stellten sich den Fragen Armin Assingers, um für die Österreichische Sporthilfe Einnahmen zu lukrieren.
Dabei stellten die Rateteams ihr Allgemeinwissen, aber auch ihren Humor und ihren Teamgeist unter Beweis.
Insgesamt 150.000 Euro Preisgeld wurden erzielt. Naturgemäß sehr erfreut über dieses großartige Ergebnis zeigte sich Sportminister Norbert Darabos, der wie Sporthilfe-Chef Anton Schutti und BSO-Präsident Peter Wittmann zur Unterstützung der Stars die Show live vor Ort verfolgte.

Sportkegel-WM fand in Ritzing statt
Sportminister Norbert Darabos eröffnete am 24. 10. in Ritzing (Burgenland) die III. SINGLE'S WORLD CHAMPIONSHIPS NINEPIN BOWLING CLASSIC 2010. Über 400 Sportlerinnen und Sportler aus 19 Nationen nahmen bis 30. Oktober an diesem Top-Event teil.
Darabos betonte in seinen Grußworten die große Bedeutung von internationalen Großsportveranstaltungen für Österreich und die Region. Besonderer Dank gelte dem Präsidenten des Österreichischen Sportkegelverbandes und des Weltverbandes der Sportkegler Ludwig Kocsis und den vielen größtenteils freiwilligen Helferinnen und Helfern.
Erfreulicher Höhepunkt für Österreich war der Sprintbewerb: Die Kärntnerin Doris Frank erreichte mit Silber das beste österreichische Ergebnis.

Erster WM-Titel für Jasmin Ouschan
Österreichs Billard-Aushängeschild Jasmin Ouschan, die im Frühjahr bei der Pool-Billard-EM in Zagreb alle vier Goldmedaillen gewonnen hatte, gewann Ende Oktober erstmals den Weltmeistertitel in der Eliteklasse. Die 24-jährige Kärntnerin besiegte im Finale die südkoreanerische Doppelweltmeisterin Kim Ga Young und holte ihr erstes WM-Gold. Zuvor war Ouschan schon Junioren-Weltmeisterin gewesen.