Montag, 06. Oktober 2008
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Nationalratswahl: SPÖ bleibt Nummer 1 – Verluste für Großparteien
Österreich hat am 28. September einen neuen Nationalrat gewählt. Die beiden großen Koalitionsparteien erlitten dabei massive Verluste und fielen auf einen historischen Tiefststand. Laut vorläufigem Wahlergebnis büßten SPÖ und ÖVP insgesamt 14,2 Prozentpunkte Stimmenanteil ein.
Die SPÖ (Sozialdemokratische Partei Österreichs) unter Parteichef Werner Faymann bleibt weiterhin die Nummer 1, musste allerdings ein Minus von 5,9 Prozent hinnehmen und liegt nunmehr bei einem Stimmenanteil von 29,4 Prozent. Als stimmenstärkste Partei stellt die SPÖ den Kanzleranspruch. Für die ÖVP (Österreichische Volkspartei) unter Parteiobmann Wilhelm Molterer (mittlerweile zurückgetreten) endete die durch sie ausgelöste Neuwahl mit einer schweren Niederlage: Sie verlor 8,3 Prozentpunkte und hielt mit 26,0 Prozent der Stimmen Platz 2. Eigentliche Wahlgewinner sind die beiden Rechtsparteien FPÖ (Freiheitliche Partei Österreichs; +6,7 Prozent) und BZÖ (Bündnis Zukunft Österreich; +6,7 Prozent). Die Grünen verzeichneten leichte Verluste (-0,9 Prozent) und sind künftig fünftstärkste Kraft im Parlament. Im neu gewählten Nationalrat werden somit wieder fünf Parteien vertreten sein.
Wahlberechtigt waren 6,332.921 Bürgerinnen und Bürger. Die Wahlbeteiligung lag bei 76,6 Prozent (4,852.932 abgegebene Stimmen).
Das vorläufige Endergebnis der Nationalratswahl 2008 (inklusive Zwischenauswertung der bisher eingelangten Briefwahl-Stimmen, Stand: 1. Oktober) im Detail: Die SPÖ erhielt 1,398.620 Stimmen beziehungsweise 29,4 Prozent (-5,9 Prozent). 1,235.116 Stimmen beziehungsweise 26,0 Prozent (-8,3 Prozent) entfielen auf die zweitplazierte ÖVP. Auf Platz 3 landete die FPÖ mit 839.520 beziehungsweise 17,7 Prozent (+6,7 Prozent) der gültig abgegebenen Stimmen, gefolgt vom BZÖ mit 511.547 Stimmen beziehungsweise 10,8 Prozent (+6,7 Prozent). Die Grünen erhielten 480.536 Stimmen beziehungsweise 10,1 Prozent (-0,9 Prozent). Von den nicht im Parlament vertretenen Parteien beziehungsweise Listen entfielen auf die KPÖ (Kommunistische Partei Österreichs) 0,8 Prozent, auf das LIF (Liberales Forum) 2,0 Prozent und auf die Liste FRITZ (Dinkhauser) 1,8 Prozent. Die Stimmenanteile der übrigen Gruppierungen (DC, RETTÖ, LINKE, TRP, STARK und KLEM) liegen jeweils unter 1 Prozent.
Die vorläufige Mandatsverteilung im Nationalrat lautet: 58 SPÖ (-10), 51 ÖVP (-15), 34 FPÖ (+13), 21 BZÖ (+14), 19 Grüne (-2). Nach Auszählung aller Wahlkarten am 6. Oktober könnte es noch zu einer geringfügigen Mandatsverschiebung kommen. (Das amtliche Endergebnis stand zu Redaktionsschluss noch nicht fest.)
Die konstituierende Sitzung des neu gewählten Nationalrates ist am 28. Oktober.
Gemäß den Usancen hat Bundeskanzler Alfred Gusenbauer am 30. September Bundespräsident Heinz Fischer die Demissionierung der Regierung angeboten. Im Anschluss daran betraute das Staatsoberhaupt die Bundesregierung mit der Fortführung der Amtsgeschäfte, bis eine neue Regierung angelobt ist. Nach Vorliegen des amtlichen Wahlergebnisses wird der Bundespräsident (voraussichtlich am 8. Oktober) SPÖ-Vorsitzenden Faymann als Chef der stimmenstärksten Partei mit der Regierungsbildung beauftragen.
Mit den Vorsitzenden aller fünf Parlamentsparteien führte Fischer bereits erste Gespräche. Bezüglich der kommenden Koalitionsverhandlungen hat sich Fischer für eine „Regierungsbildung mit großer Sorgfalt und großem Verantwortungsbewusstsein“ ausgesprochen. Nur eine „stabile Regierung“ gewährleiste eine „seriöse Gesetzesarbeit“ und „konstruktive Regierungsarbeit“, so das Staatsoberhaupt.
SPÖ-Chef Faymann schloss Bündnisse mit Freiheitlichen und BZÖ dezidiert aus und will nur mit der ÖVP über eine erneuerte große Koalition verhandeln. Der designierte ÖVP-Obmann Josef Pröll behielt sich bisher jede Option offen („keine Festlegung auf Koalition oder Opposition“). Der Ball für die Aufnahme von Gesprächen liege bei Faymann, so Pröll, der am 29. September vom Parteivorstand zum geschäftsführenden Obmann gekürt worden ist und am geplanten Sonderparteitag der ÖVP auch die nominelle Nachfolge von Wilhelm Molterer antreten wird.
Grünen-Chef Alexander Van der Bellen gab am 3. Oktober seinen Rücktritt bekannt. ■

Beschlossen: Mehr Pflegegeld, Aus für Studiengebühren
Der Nationalrat hat am 24. September in seiner letzten Plenarsitzung vor der Neuwahl einer Reihe von Maßnahmen gegen die Teuerung zugestimmt: Beschlossen wurden unter anderem die Erhöhung des Pflegegeldes (ab 1. Jänner 2009) und der Pensionen (+3,4 Prozent; ab November 2008), die 13. Familienbeihilfe, die Verlängerung der "Hacklerregelung" bis 2013 sowie die Abschaffung der Studiengebühren. Keine Mehrheit gab es für eine Halbierung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel. Sie bleibt bei 10 Prozent. Die Mehrwertsteuer auf Medikamente wird hingegen auf 5 Prozent halbiert. ■

Bundespräsident Fischer reist im Dezember nach Israel
Bundespräsident Heinz Fischer reist Anfang Dezember zu einem offiziellen Staatsbesuch nach Israel. Dies teilte sein Sprecher Bruno Aigner am 24. September der APA mit. Tags zuvor hatte Fischer an der Eröffnung der Generaldebatte der 63. UNO-Vollversammlung in New York teilgenommen. Bei einem gemeinsamen Abendessen mit UN-Generalsekretär Ban Ki-moon und weiteren hochrangigen Persönlichkeiten traf Fischer unter anderem mit Israels Staatspräsident Shimon Peres zusammen. Dabei erörterten Fischer und Peres die geplante Israel-Visite des Bundespräsidenten.
Die Vertiefung der bilateralen Beziehungen zu Israel ist ein vitales Interesse Österreichs. Zuletzt vereinbarten Österreich und Israel im Rahmen eines Arbeitsbesuches von Wissenschaftsminister Johannes Hahn im heurigen April eine verstärkte Kooperation in Wissenschaft und Forschung.
Die ersten gegenseitigen offiziellen Besuche der jeweiligen Staatsoberhäupter absolvierten im Jahr 2004 der frühere israelische Staatspräsident Moshe Katsav in Österreich und 1994 der damalige österreichische Bundespräsident Thomas Klestil in Israel. 1993 bekannte sich Ex-Bundeskanzler Franz Vranitzky während seines offiziellen Besuches in Israel zur „moralischen Verantwortung Österreichs“ für die Verbrechen des Naziregimes und bat die Überlebenden und Nachkommen der Opfer „um Verzeihung“.
Das heutige Österreich stehe „voll und ganz zu diesem Bekenntnis“, hatte Bundespräsident Fischer bei einem Staatsbankett zu Ehren seines israelischen Amtskollegen Katsav im Oktober 2004 betont. Daher wisse Österreich auch um seine „ganz besondere Verantwortung im Kampf gegen Antisemitismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz“. ■

Bundespräsident Fischer in Berlin
Bundespräsident Heinz Fischer ist am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, in Berlin zu Gesprächen mit dem serbischen Präsidenten Boris Tadić, dem deutschen Vizekanzler und Außenminister Frank-Walter Steinmeier sowie mit Luxemburgs Vizekanzler und Außenminister Jean Asselborn zusammengetroffen. Am Abend erfolgte in der Komischen Oper Berlin die feierliche Übergabe der "Quadriga" an die Preisträger. Fischer hielt die Laudatio auf Boris Tadić und würdigte dessen „beträchtliche“ Verdienste um die Öffnung Serbiens in Richtung EU. Präsident Tadić dankte für Österreichs Unterstützung auf diesem Weg.
Mit der "Quadriga" werden jährlich zum Tag der Deutschen Einheit die herausragenden Leistungen von vier Persönlichkeiten oder Institutionen gewürdigt, „in deren Denken und Handeln Vision, Mut und Verantwortung zusammenwirken“. Weitere Preisträger sind der Popstar Peter Gabriel als „Mentor der Menschenrechte“, das Internet-Lexikon Wikipedia für seine Mission der Aufklärung sowie der Franziskanerpater Eckart Höfling für sein soziales Engagement in Rio de Janeiro. ■

UNO-Konferenz: Kanzler Gusenbauer für nachhaltige Energiesysteme
Bundeskanzler Alfred Gusenbauer hat bei der Entwicklungskonferenz der Vereinten Nationen am 25. September in New York das siebente der zehn UNO-Millennium-Entwicklungsziele (MDGs) in den Mittelpunkt gerückt: Eine nachhaltige und umweltverträgliche Entwicklung. „Nachhaltige Energiesysteme sind eine Voraussetzung für das Erreichen der MDGs und für die Reduktion der Treibhausgase und damit für die Stabilisierung des globalen Klimas“, erklärte Gusenbauer. Er forderte eine „technologische Revolution“ und versprach den vom Klimawandel am meisten betroffenen Ländern Hilfe.
„Während Gletscher schmelzen, sind kleine Inselstaaten mit einem Ansteigen des Meeresspiegels, Überschwemmungen, Hurrikans und anderen Wetterphänomenen konfrontiert“, so Gusenbauer. Andere Regionen würden wiederum mit dem Vordringen der Wüsten kämpfen. Hilfe gegen die negativen Auswirkungen des Klimawandels sei daher zwingend geboten.
Nachhaltigkeit sei für die österreichische Entwicklungszusammenarbeit besonders wichtig, führte Gusenbauer weiter aus. „Wir betreiben aktive multilaterale Zusammenarbeit im Bereich erneuerbare Energie und Energieeffizienz, insbesondere für kleine Inselstaaten.“ Österreich sei Gastland der UNIDO (UN-Organisation für industrielle Entwicklung) sowie sechs weiterer mit Energiefragen beschäftigter internationaler Agenturen, betonte der Bundeskanzler.
Auch UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon mahnte die internationale Gemeinschaft zu Solidarität und Hilfe. Insgesamt wurden bei der Konferenz rund 16 Milliarden Euro zusätzlich für den Kampf gegen die Armut aufgetrieben. ■

Vizekanzler Molterer kündigt höhere Einlagensicherung in Österreich an
Angesichts der sich verschärfenden Bankenkrise und der Ankündigung Deutschlands, private Spareinlagen bei Banken generell zu garantieren, hat Vizekanzler Finanzminister Wilhelm Molterer nach Absprache mit Bundeskanzler Alfred Gusenbauer am Abend des 5. Oktober eine Erhöhung der staatlichen Einlagensicherung in Österreich avisiert. Man werde den Vorschlag im Ministerrat am 8. Oktober einbringen. Einen konkreten Betrag nannte der Finanzminister nicht. Bundeskanzler Gusenbauer verwies in einer abendlichen Aussendung auf eingehende Konsultationen mit der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) und der Finanzmarktaufsicht.
„Die Spareinlagen der Österreicher auf den österreichischen Banken sind sicher“, bekräftigte Gusenbauer. Die Regierung stehe laufend mit allen relevanten Akteuren in Kontakt und beobachte die Entwicklung auf den internationalen Finanzmärkten sehr genau. Man habe unter Beweis gestellt, dass schnell und flexibel auf internationale Entwicklungen reagiert werde, so ein Sprecher des Kanzlers gegenüber der APA.
Die Banken begrüßten den Schritt als primäre Maßnahme zur Sparer-Beruhigung. „Die wird aber nicht nötig sein“, wie Erste Bank-Chef Andreas Treichl in der ORF-Sendung "Im Zentrum" (5. Oktober) versicherte. Auch Molterer bekräftigte dort, dass damit kein Steuergeld fließe, sondern der Staat Sicherheit gebe, die hoffentlich nie gebraucht beziehungsweise bar wirksam werde.
Aus österreichischer Sicht wäre der Schritt nicht erforderlich, man wolle jedoch einen Spareinlagenabfluss nach Deutschland unterbinden, erläuterte Molterer, der sich in den kommenden Tagen auch noch mit seinen Ressortkollegen in der EU abstimmen möchte. Es handle sich um ein europäisches Thema.
Laut OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny besitzen die Österreicherinnen und Österreicher 24 Millionen Sparbücher. Davon seien 22,8 Millionen heute schon durch die gesetzliche Einlagensicherung erfasst, also mit 20.000 Euro pro Person und Institut garantiert. „Wir haben heute ja schon den wesentlichsten Teil abgedeckt“, so Nowotny. ■

Vollbeschäftigung seit März erreicht
Im August betrug die Arbeitslosenquote in Österreich laut Eurostat-Berechnung 3,3 Prozent, wie das EU-Statistikamt Eurostat kürzlich bekanntgab. Im EU-Vergleich lag Österreich hinter den Niederlanden und Dänemark an dritter Stelle. Der EU-Schnitt belief sich auf 6,9 Prozent.
Damit sieht Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Bartenstein die Vollbeschäftigung in Österreich erreicht. Schon seit März gebe es infolge der jüngst revidierten Daten zur österreichischen Arbeitslosigkeit Vollbeschäftigung, erklärte Bartenstein am 1. Oktober vor Journalisten. Auch im September ging die Arbeitslosigkeit bundesweit leicht zurück. So waren in Österreich 183.327 Personen arbeitslos gemeldet, um 1,5 Prozent weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Mit dieser bestmöglichen Ausgangsbasis werde Österreich in die nächsten schwierigen Monate gehen, so der Wirtschaftsminister, der mit einer deutlichen Eintrübung der Konjunktur rechnet.
Die beiden heimischen Wirtschaftsforschungsinstitute Wifo und IHS haben ihre Prognosen für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) deutlich gesenkt und erwarten für 2009 nur mehr 0,9 Prozent (Wifo) bis 1, 2 Prozent (IHS) Wachstum. Für heuer wird ein Wachstum von 2,0 Prozent prognostiziert. ■

Österreich in Osteuropa Topinvestor
Österreich spielt in den mittel- und osteuropäischen Ländern (CEE) eine immer wichtigere Rolle als Investor. Fast die Hälfte der gesamten österreichischen Direktinvestitionen gehen in den CEE-Raum, zeigt die jüngste Erhebung der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB). Und: „Die Welle geht weiter nach Osten“, erklärte OeNB-Direktor Aurel Schubert (Abteilung Statistik) am 24. September bei der Präsentation des World Investment Reports der UNCTAD (United Nations Conference on Trade and Development) in Wien.
2006 haben die heimischen Unternehmen mit ihren Direktinvestitionen rund 7,5 Milliarden Euro verdient, was einer enormen Eigenkapitalrendite von 12,5 Prozent entspricht. 2007 haben Österreichs Unternehmen in Summe erstmals mehr als 100 Milliarden Euro jenseits der Grenzen investiert. Im Jahr davor lag der Wert der strategischen Firmenbeteiligungen laut OeNB noch bei 80 Milliarden Euro.
Zu mehr als 90 Prozent investieren die Unternehmen in Europa, davon fließen fast 37 Milliarden Euro oder 46 Prozent in die CEE. In Bosnien-Herzegowina, Slowenien, Bulgarien, Rumänien und Kroatien ist Österreich sogar der größte ausländische Investor. 2007 wurden die Türkei und Kasachstan als neue Zielländer entdeckt. Damit schaffen Österreichs Betriebe im Ausland 479.000 Arbeitsplätze. ■

Graz: "Romale" für mehr Toleranz
Die Akademie Graz bringt bis 25. Oktober unter dem Titel "Romale08" Ausstellungen, Konzerte und ein Symposium, die Vorurteilen entgegenwirken und einen positiven Blick auf die Roma werfen wollen. Eröffnet wurde das Festival mit der Schau "Roma in Bewegung", bei der die Geschichte des ursprünglich aus Indien stammenden Volkes, das seit dem 16. Jahrhundert quer durch Europa verfolgt wurde, bis in die Gegenwart dokumentiert wird. Derzeit leben in Europa rund 10 Millionen Roma.
Neben dieser Roma-Ausstellung wurde auch die Kunstausstellung "Meet your Neighbours" eröffnet, die Ausstellungsstücke von Delaine Le Bas (England) und Julie Denesha (USA) zeigt. Le Bas sprach von offenem Rassismus gegenüber der Situation der Roma in Großbritannien.
Am 30. Oktober fand an der Karl-Franzens-Universität das Symposium "Roma – größte Minderheit Europas" statt. Den Abschluss der Veranstaltungsreihe bildet eine von der Wochenzeitschrift "Falter" initiierte Debatte am 22. Oktober: "Vom Rand in die Mitte? Wege zur Integration der Roma in Europa".
Webtipp: ■

Bundespräsident Fischer eröffnet „Klimt und die Kunstschau 1908“
Das Untere Belvedere in Wien zeigt bis 18. Jänner 2009 die Ausstellung "Gustav Klimt und die Kunstschau 1908" anlässlich ihres 100-jährigen Jubiläums. Kurator Alfred Weidinger und sein Team haben versucht, aus Fotografien und Plänen die Kunstschau wiederauferstehen zu lassen. Sie wurde 1908 als Parallelaktion zu den Feierlichkeiten zum 60-jährigen Thronjubiläum von Kaiser Franz Joseph I. geplant. Als Kompass für Weidinger diente ein kleinformatiger, 100-seitiger Katalog. Belvedere-Direktorin Agnes Husslein-Arco erklärte, dass die Rekonstruktion überwiegend gelungen sei. Die Ausstellung hätte damals die Moderne massiv beeinflusst und geformt. Malerei, Skulptur, Grafik, Kunstgewerbe, Kostüme und Theaterdekorationen von 176 Künstlern, darunter Carl Moll, Max Oppenheimer und Frank Kupka waren vertreten, ein Drittel der Teilnehmer waren Künstlerinnen.
Einige nachgebaute Säle wie der Raum der Wiener Werkstätte, der Plakatsaal oder der von Kolo Moser mit kleinen, ornamentalen Wandmustern ausgestattete Klimt-Saal versuchen, die Atmosphäre wieder zu kreieren. Zu sehen sind natürlich berühmte Klimt-Gemälde wie "Der Kuss", "Danae" und "Die drei Lebensalter". 1908 kamen zur Kunstschau in wenigen Monaten nur 40.000 Besucher. Jetzt wird diese Zahl zweifellos um ein Vielfaches übertroffen werden.
Bei der Eröffnung am 31. September wurden Bundespräsident Heinz Fischer und seine Frau Margit von Agnes Husslein-Arco und Alfred Weidinger durch die Ausstellung geleitet.
Webtipp: ■

Rom: Papst Benedikt XVI. besucht Konzert der Wiener Philharmoniker
Die siebente Ausgabe des Festivals sakraler Musik findet von 12. Oktober bis 30. November in Rom statt. Die schönsten Kirchen der Ewigen Stadt sind Schauplatz von 13 Konzerten. Einer der Höhepunkte ist am 13. Oktober das Konzert der Wiener Philharmoniker unter Christoph Eschenbach in der Basilika San Paolo fuori le Mura. Papst Benedikt XVI. wird sich die Interpretation von Anton Bruckners Sechster Symphonie anhören.
Weiters interpretieren am 26. November im Petersdom das "Youth orchestra of the Americas" und das "New England Conservatory Orchestra" unter Helmuth Rilling Joseph Haydns "Harmoniemesse". ■

Haydnjahr 2009: Wanderausstellung geht in mehr als 30 Länder
"Haydn Goes International" lautet der Titel einer kürzlich in Eisenstadt (Burgenland) präsentierten Wanderausstellung, die im Haydnjahr 2009 in über 30 Ländern an 70 Orten gezeigt wird. Neben biografischen Auszügen bietet die Dokumentationsausstellung auch Informationen über Wirkungsstätten sowie das kompositorische Schaffen von Joseph Haydn (1732-1809) und seine Zeit. Darüber hinaus werden historische Großereignisse der Ära der Wiener Klassik mittels einer Zeitschiene aufgezeigt, um den Besuchern das Leben des Komponisten in Zusammenhang mit Geschehnissen seiner Epoche zu veranschaulichen. Die Bilder der Fotoausstellung stammen von Manfred Horvath.
Walter Reicher, Intendant der Haydn-Festspiele, zeichnet für die Konzepte beider Ausstellungen – Doku- und Fotoausstellung – verantwortlich und ergänzt die Spurensuche durch Texte über das Leben und Werk Haydns. Den historischen und aktuellen Bildern stehen zeitgenössische Texte, Auszüge aus Briefen und Aufzeichnungen, aber auch Anekdoten aus Haydns Leben gegenüber. Dadurch entstehe eine „musikalische Topographie, die dem Erfinder der Symphonie und des Streichquartetts nachspürt“, so Reicher.
Die Ausstellung ging kürzlich auf Reise und wird vor allem auch in österreichischen Botschaften in Verbindung mit Konzerten und anderen Veranstaltungen zu sehen sein. ■

Hermann Nitsch-Museum in Neapel
Am 13. September wurde in Neapel ein neues Museum – das Museo Archivio Laboratorio per le Arti Contemporanee Hermann Nitsch – eröffnet. Realisiert wurde das Museo Nitsch von Giuseppe Morra, einem neapolitanischen Kunstsammler und langjährigen Freund des Künstlers, der auch an einigen Aktionen des Orgien-Mysterien-Theaters mitgewirkt hat und nun drei Jahre den ehemaligen, 1.800 Quadratmeter großen Industriebau zu einem hellen Museum und einer Wohnung für den Künstler umbauen ließ. Dem Ort entsprechend sind viele Werke mit einem Konnex zu Morra und Neapel zu sehen. Aber auch Fotos von frühen Aktionen und jener im Burgtheater werden gezeigt. Auf jeden Fall erhalten die Besucher einen fundierten Überblick über das Orgien-Mysterien-Theater.
Das Museum, auch als Studienzentrum gedacht, ist ganzjährig von Dienstag bis Sonntag geöffnet. Webtipps: , ■

Regisseur Stefan Ruzowitzky erhielt Preis „Efebo d’Oro“ auf Sizilien
Der österreichische Regisseur Stefan Ruzowitzky wurde am 4. Oktober in Agrigent (Sizilien) mit dem internationalen Preis "Efebo d’Oro" ("Goldene Ephebe") für seinen Film "Die Fälscher" ausgezeichnet. Der Preis wurde ihm vom "Forschungszentrum Literatur und Film" verliehen, das seit 30 Jahren jährlich den besten ausländischen Film kürt, der auf Basis eines literarischen Textes gedreht wurde. Der Film basiert auf den Erinnerungen Adolf Burgers zur realen Geschichte der größten Geldfälschungsaktion der Nazis während des Zweiten Weltkrieges, die unter dem Decknamen "Aktion Bernhard" durchgeführt wurde.
Im Februar 2008 gewann Ruzowitzkys Film den Oscar in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film – es war der erste Oscar für einen österreichischen Beitrag überhaupt.
„Ruzowitzky ist einer der interessantesten Regisseure der neuen Generation. Sein Film ist von einer Jury aus 60 Mitgliedern gewählt worden. Der Film hat uns beeindruckt, weil er auf einer wahren Geschichte basiert“, sagte der Verantwortliche des Preises, Corrado Catania.
Zu den Regisseuren, die in der Vergangenheit die "Goldene Ephebe" erhielten, zählen unter anderem Mario Monicelli und Giuseppe Tornatore. ■

European Jazz Prize 2008 an den Schlagzeuger Han Bennink
Der niederländische Schlagzeuger Han Bennink erhält den European Jazz Prize 2008. Weitere Preisträger des Hans Koller-Preises 2008 sind der Pianist Fritz Pauer (Staatspreis für Improvisierte Musik), die Saxophonistin Viola Falb (Newcomerin des Jahres) und der Gitarrist Martin Spitzer (Sideman des Jahres). Die Preisverleihung findet am 28. November im Wiener Jazzclub Porgy & Bess statt, wo Bennink abends darauf das traditionelle Konzert des European Jazz Prize-Gewinners spielen wird.
„Die Neugier auf Klänge hat ihn immer wieder zu spannenden Explorationen mit Holz- und Blechblasinstrumenten und zu Kollaborationen mit Musikern getrieben, die den Jazz-Kontext in Richtung europäischer improvisierter Musik erweitern“, heißt es in der Jurybegründung über Bennink. Er sei „prägend für die Genese des europäischen Free Jazz“ gewesen und erschließe in seiner Arbeit „immer wieder überraschende Einsichten in die Erlebniswelt des Jazz und der Improvisierten Musik“.
Als "CD des Jahres 2008" wird das Album "Alma" (material records) von Martin Reiter ausgezeichnet. Das New York-Stipendium 2008 ergeht an die Saxophonisten Barbara Paierl und Fabian Rucker.
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Torberg im Jüdischen Museum Wien
Mit einer umfassenden Dokumentation feiert das Jüdische Museum Wien (JMW) bis 1. Februar 2009 den 100. Geburtstag des Schriftstellers, Kritikers und Übersetzers Friedrich Torberg (1908-1979). Ausgehend von der Vorkriegswelt der "Tante Jolesch" werden die Kapiteln Literatur, Exil, Kalter Krieg, Judentum, Israel, Sport und Aufarbeitung der NS-Vergangenheit behandelt. Auch die Konflikte um die in Österreich umstrittene öffentliche Person kommen zur Sprache. Torberg, als Friedrich Ephraim Kantor geboren, trat als Kind dem jüdischen Sportverein Hakoah in Wien bei. Mit dem Prager Parallelverein Hagibor wurde er 1928 Staatsmeister im Wasserball. Seine diesbezüglichen sportlichen Kenntnisse verarbeitete er in dem Sportroman "Die Mannschaft" (1935). Schon vorher war er mit seinem ersten Roman "Der Schüler Gerber hat absolviert" (1930) berühmt geworden. Seine Karriere wurde durch die Flucht vor den Nazis jäh verändert. Im US-Exil (1940-1951) erschien wohl sein bedeutsamstes literarisches Werk, die KZ-Novelle "Mein ist die Rache und der kontrovers diskutierte Roman eines jüdischen Nazi-Spions "Hier bin ich, mein Vater". 1951 kehrte er nach Wien zurück, wo er im Auftrag des Kongresses für Kulturelle Freiheit die Zeitschrift „FORVM“ herausgab (1954-1965), die im Kalten Krieg eine streng antikommunistische Position einnahm, die etwa verhinderte, dass der aus dem US-Exil zurückkommende, der KP nahestehende, antifaschistische deutsche Schriftsteller Bertolt Brecht – von dem liberal denkenden Komponisten Gottfried von Einem in Salzburg unterstützt – nicht in Österreich arbeiten konnte. Große Verdienste erwarb sich Torberg vor allem als Übersetzer des israelischen Autors Ephraim Kishon.
Torberg war nicht nur ein großer Wassersportler, sondern auch Fußballfan. Als Matthias Sindelar, der "Papierene", der tänzelnde blonde Stürmerstar des legendären österreichischen "Wunderteams" der 30er Jahre im Jänner 1939 mit seiner Freundin Camilla Castagnola an einer rätselhaften „Rauchgasvergiftung“ starb, schrieb Torberg eines der schönsten Sportgedichte der Geschichte: "Auf den Tod eines Fußballspielers".
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Schönberg Center: Nordische Moderne in Schönbergs Wien um 1900
Das Arnold Schönberg Center zeigt bis 18. Jänner 2009 die internationale Sonderausstellung "Strindberg, Schönberg, Munch. Nordische Moderne in Schönbergs Wien um 1900". Die erstmalige Präsentation von Bildern August Strindbergs in Österreich – einige hat er in den 1890er Jahren in Oberösterreich gemalt – steht im Zentrum der Ausstellung und verweist auf die geistige und ästhetische Nähe zu den Komponisten der Wiener Moderne. Strindbergs (Seelen-)Landschaftsmalerei zeigt Ähnlichkeiten zur Bildkunst Schönbergs; Edvard Munch Kunstschaffen lässt über ästhetische Bezüge zu den Bildern Schönbergs hinaus die bisher wenig beachtete Bedeutung der skandinavischen Avantgarde für den intellektuellen Raum des "Wien um 1900" erkennen. In Original-Manuskripten wird die Beschäftigung Schönbergs und seines Kreises mit der nordischen literarischen Moderne dargestellt.
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Triumph: Martin Kušej inszeniert den "Weibsteufel" am Akademietheater
Der 1867 in Axams (Tirol) geborene und 1943 in Wien verstorbene Arzt und Schriftsteller Karl Schönherr verfasste 1914 sein berühmtestes Stück: "Der Weibsteufel". In einer Bergbauern-Gegend ist eine Frau mit einem schwächlichen Bauern verheiratet, der ihre nicht nur materiellen Ansprüche durch regen Schmuggel zu kompensieren versucht. Ein Grenzjäger, der den grenzüberschreitenden Schwarzhandel beenden soll, bricht in das unstimmige Verhältnis ein: Die Frau scheint ihm zu verfallen. Ihr Mann fördert den ihm verdächtigen Kontakt, um die Schmuggelware, die auf dem Hof lagert, unbemerkt ins Tal zu transportieren. "Der Weibsteufel" nimmt das Heft in die Hand und entledigt sich der beiden Männer. Einer bleibt erstochen zurück, der andere ist reif für das Schafott. Die Ménage à trois wird superb gespielt – von der 31-jährigen aus Pasching bei Linz stammenden, in der Rolle des "Weibsteufel", Birgit Minichmayr, von Werner Wölbern als "Mann" und von Nicholas Ofczarek als "Grenzjäger". In Martin Kušejs Inszenierung erscheint das ruppige Volksstück als hochaktuelles Beziehungsdrama.
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steirischer herbst 2008
„Strategien zur Unglücksvermeidung“ ist das Leitmotiv des diesjährigen steirischen herbstes in Graz bis 26. Oktober. Immer noch geht es darum, etwas zu tun, zu bewegen, zu verändern: Die Eröffnung fand in der Helmut-List-Halle statt, die zum „Volksbad Wagner-Biro-Straße“ umfunktioniert wurde. Die Installation stammt vom Bildhauer Christoph Steinbrenner und vom Fotograf Rainer Dempf. Das Festivalzentrum ist heuer das Steirische Landesmuseum Joanneum. Einer der Höhepunkte wird die deutschsprachige Erstaufführung von „Melancholia“, der neuen Oper von Georg Friedrich Haas, sein. Das „musikprotokoll“ widmet sich bis 12. Oktober der Avantgarde.
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Kanzler Gusenbauer ehrt österreichische Sportlerinnen und Sportler
Bundeskanzler Alfred Gusenbauer ehrte im Bundeskanzleramt vier erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler. Der Handbiker Wolfgang Schattauer, Goldmedaillengewinner bei den Paralympischen Spielen 2008, wurde für seinen Weltmeistertitel 2006 mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet. Isabel Fiala, Katharina Luschin und Nikolaus Luschin erhielten für ihre Drittplatzierung bei den Weltmeisterschaften 2006 in Aachen im Voltigieren das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich. Als „Botschafter des österreichischen Sports“ hätten sie in ihren Disziplinen gezeigt, dass auch sogenannte 'Randsportarten' mehr ins Rampenlicht gerückt werden müssen“, so Gusenbauer zu den Geehrten. Er werte die Spitzenleistungen als einen Ansporn, um die Strukturen des österreichischen Sports erfolgreich weiter zu entwickeln: „Unser gemeinsames Ziel in der Sportpolitik muss es sein, dass alle öffentlich geförderten Sparten im internationalen Umfeld bestehen können und wir bei den nächsten Olympischen Sommerspielen breiter aufgestellt sind.“ ■

Österreich ehrt deutschen Olympiasieger Matthias Steiner
„Matthias Steiner verdient sich nach Olympia-Gold in Peking das Goldene Ehrenzeichen der Republik Österreich, weil er ein Aushängeschild für den österreichischen Sport und seiner Heimat nach wie vor verbunden ist“, betonte Sportstaatssekretär Reinhold Lopatka beim Empfang des für Deutschland gestarteten Olympiasiegers im Gewichtheben (Klasse Superschwergewicht) in seiner Heimatgemeinde Obersulz (Weinviertel/Niederösterreich). Matthias Steiner, 25, war drei Mal österreichischer Staatsmeister und Medaillengewinner bei Junioren-Welt- und Europameisterschaften. Im Schwergewicht wurde er noch in Athen 2004 Olympia-Siebenter. Nachher gab es Streit mit dem Verband, der sich von Steiners geschätztem Trainer Maged Salama getrennt hatte. Steiner wurde für drei Jahre gesperrt. Er übersiedelte nach Leimen (Deutschland) zu seiner Frau Susann. Sie verunglückte im Juli 2007 mit dem Auto. Im Spital versprach er der Sterbenden, er werde weiter um eine Olympiamedaille kämpfen. Seit Athen hatte der Schwerathlet rund 40 Kilo zugenommen, war seit Jahresbeginn 2008 deutscher Staatsbürger und ist nun „der stärkste Mann der Welt“. Bei seiner berührenden Siegerehrung in Peking hielt er ein Foto seiner verstorbenen Frau hoch, der er die Goldmedaille widmete.
Im Übrigen ist der österreichische Gewichtheberverband mit 11 Medaillen seit 1896 die erfolgreichste olympische Sommersportart.
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Volleyball 2011: Herren-Europameisterschaft in Österreich
Österreich und Tschechien werden die Volleyball-Herren-Europameisterschaft von 9. bis 18. September 2011 in Wien, Innsbruck, Prag und Liberec austragen – auch ein Beweis für das gute Image Österreichs als Ausrichter von Großsportveranstaltungen. Nach der Fußball-Europameisterschaft (EM) 2008, der Damen Eishockey B-Weltmeisterschaft (WM) 2009, der Herren Handball-EM 2010 und der Alpinen Ski-WM 2013 ist Österreich mit der Austragung der Volleyball-Europameisterschaft ein weiteres Mal auf der internationalen Sport-Landkarte vertreten. ■

"SPORT:DIALOG – Olympia"
Der österreichische Sommersport muss „Von Peking für London lernen“. Beim "SPORT:DIALOG", unter anderem mit Judo-Silber-Medaillengewinner von Peking, Ludwig Paischer, im Haus des Sports, war die Verbesserung der Spitzensportförderung daher zentrales Thema. Das Sportstaatssekretariat evaluiert derzeit mit den bei den Olympischen Sommerspielen in London 2012 vertretenen Verbänden in „Perspektivengesprächen“ die vergangene Olympiade, um den Einsatz der Sport-Fördermittel zu verbessern. Eine Expertenrunde mit ÖOC-Generalsekretär Heinz Jungwirth, BSO-Fachratsvorsitzendem Gottfried Forsthuber, Leistungsdiagnostiker Hans Holdaus und Trainer Gunnar Prokop betonte die Notwendigkeit einer Reform der Trainerausbildung und eines verbesserten Controlling der Fördermittel im Sportbereich.
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Christiane Soeder beste Radlerin
Christiane Soeder, 33, sorgt mit der Silbermedaille beim Weltmeisterschafts (WM)-Einzelzeitfahren in Varese (Oberitalien) für den bisher größten Erfolg des heimischen Frauenradsports. Mit WM-Bronze in Stuttgart 2007 und nun WM-Silber ist sie die erfolgreichste ÖRV-Medaillensammlerin. ■