Montag, 17. März 2008

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70 Jahre „Anschluss“: Österreich gedenkt der NS-Machtübernahme

Am 12. März 1938 haben deutsche Truppen die österreichische Grenze überschritten und damit den Anschluss Österreichs an Hitler-Deutschland vollzogen. Bereits am Vorabend war Kanzler Kurt Schuschnigg unter dem Druck deutscher Ultimaten zurückgetreten. Am 15. März hielt Hitler vor 250.000 jubelnden Menschen seine berüchtigte Rede auf dem Wiener Heldenplatz und verkündete den Eintritt der „Ostmark“ ins Deutsche Reich. Mit dem deutschen Einmarsch begann auch der beispiellose Terror gegen Juden und Andersdenkende. Schätzungen zufolge wurden bereits in den ersten sechs Wochen 70.000 bis zu 80.000 Personen verhaftet.
Am 12. März 2008 gedachten die Spitzen der Zweiten Republik im historischen Reichsratssitzungssaal des Parlaments jener Ereignisse vor 70 Jahren. Einig war man sich in der historischen Analyse, wonach Österreicher sowohl Opfer als auch Täter des NS-Regimes gewesen seien. Zudem verwiesen sämtliche Redner auf den Kontext von Zeitgeschichte und aktuellem Koalitionsklima. Die Ereignisse der Zwischenkriegszeit müssten als Warnung für heutige Generationen begriffen werden.
Anschluss, NS-Diktatur und die Auslöschung der Souveränität Österreichs seien der Auftakt zum Zweiten Weltkrieg gewesen und hätten Verfolgung, millionenfaches Leid sowie Ausbeutung gebracht, erinnerte Bundeskanzler Alfred Gusenbauer. Der Regierungschef warnte vor „politischen Zweikämpfen“ sowie „fehlender Toleranz und Dialogbereitschaft“. „Innere Zerrissen¬heit“ und „politisches Versagen“ in der Ersten Republik hätten zum Ständestaat und schließlich zur Kapitulation vor den Nazis geführt. „An den dunklen Phasen unserer Geschichte“ zeige sich, „wohin die Verrohung der Sprache führen kann“, so Gusenbauer, der einräumte, dass man in den vergangenen Monaten nicht besonders sorgsam mit dem „Wort“ umgegangen sei. Man sollte wieder strenger zu sich selbst werden, um die Glaubwürdigkeit der Politik nicht zu beschädigen, mahnte der Bundeskanzler.
Bundespräsident Heinz Fischer plädierte für eine umfassende Aufarbeitung der Geschichte. Österreich sei zwar völkerrechtlich ein Opfer der „militärischen Aggression“ der Nazis gewesen, erleichtert worden sei diese allerdings durch eine „beträchtliche Anzahl von fanatischen Nationalsozialisten“ im Land. Von der Politik forderte Fischer „mehr Energie für konstruktive Arbeit“.■

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Wiesenthal-Institut im Palais Strozzi

Die Bundesregierung hat am Gedenktag des Anschlusses Österreichs an Nazi-Deutschland im Ministerrat ein Bekenntnis zur Errichtung des „Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien“ abgelegt. Das Projekt soll ab 2011 im Palais Strozzi in der Wiener Josefstädterstraße untergebracht werden. Die Betriebskosten übernehmen Bund, Stadt Wien und der Trägerverein zu je einem Drittel. ■

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Verfassungsgerichtshof-Präsident Korinek tritt zurück

Der Präsident des Verfassungsgerichtshofes (VfGH), Karl Korinek (67) hat am 12. März seinen Rücktritt mit Ende April bekannt gegeben. Als Grund nannte er gesundheitliche Probleme – nach einem Herzinfarkt und Bypass-Operation. Seine Nachfolge ist offen.
Korinek ist seit 2003 Präsident des VfGH, dem er seit 1978 angehört. Sein Amt als oberster Verfassungsrichter übte Korinek stets mit aller Unbestechlichkeit und Gewissenhaftigkeit aus, wofür er in der Öffentlichkeit Respekt und hohes Ansehen genießt. ■

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Niederösterreichische Landtagswahl: Absolute Mehrheit für ÖVP

Bei der Landtagswahl in Niederösterreich am 9. März konnte die ÖVP unter Landeshauptmann Erwin Pröll ihre absolute Mehrheit ausbauen, während die SPÖ einen historischen Tiefstand verzeichnen musste. Laut vorläufigem Endergebnis (ohne Wahlkarten) erhielt die ÖVP 54,3 % der gültigen Stimmen, die SPÖ 25,6 %, die FPÖ 10,5 % und die Grünen 6,8 %. Die Mandatsverteilung im Landtag: ÖVP 31, SPÖ 15, FPÖ 6, Grüne 4.

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Landtagswahl in Tirol am 8. Juni

Die Landtagswahl in Tirol wird vom 5. Oktober auf den 8. Juni vorverlegt. Das gaben Landeshauptmann Herwig von Staa (ÖVP) und dessen Stellvertreter Hannes Gschwentner (SPÖ) am 13. März bekannt. ■

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Kanzler Gusenbauer eröffnete Staatsopern-Ausstellung über 1938

Am 10. März eröffnete Bundeskanzler Alfred Gusenbauer mit Staatsoperndirektor Ioan Holender im Gustav-Mahler-Saal der Wiener Staatsoper die Ausstellung „Die Wiener Staatsoper und der ‘Anschluss’ 1938“. Die von dem Historiker Oliver Rathkolb und den Staatsopern-Dramaturgen Andreas und Oliver Lang gestaltete Schau zeigt, dass das Haus zur NS-Zeit kein Refugium geblieben ist. Erschütternde Dokumente, Fotos, Zeitzeugenberichte und erläuternde Texte belegen, wie jüdische Kollegen – Dirigenten, Sänger Tänzer - entlassen, vertrieben, in KZs ermordet wurden. Bundeskanzler Gusenbauer sagte einleitend: „Nachdem noch immer sehr viele Institutionen hoffen, unentdeckt durch die Gedenkjahre zu kommen, begrüße ich es außerordentlich, dass die Wiener Staatsoper bereit war, sich mit ihrer Geschichte auseinander zu setzen – auch wenn sie noch so schmerzhaft ist“. Die Oper sei nach dem Zweiten Weltkrieg rasch zum zentralen Identifikationsgebäude der wiedererstandenen Republik Österreich geworden. „In der Zeit der österreichischen Wiederfindung hat man das Haus als Opfer des totalen Krieges gesehen und nicht gerne in eigenen Wunden gewühlt. Die Oper war vielmehr ein Wundpflaster“. Doch schon vor den Bomben der Alliierten sei das Haus ausgebrannt. Schon vorher sei die Vertreibung der Künstler und Mitarbeiter wie großer Teile des Publikums aus der Oper geschehen.
Staatsoperndirektor Holender sprach von einem „außerordentlichen Tag in diesem Haus“, dankte den Ausstellungsmachern und sah es „als ganz besonderes Zeichen, dass Bundeskanzler Gusenbauer persönlich zu uns gefunden hat, um die Eröffnung vorzunehmen“. Es solle durch die Ausstellung niemand persönlich beschuldigt werden, „wir wollen nur Licht in das Dunkel der Geschichte bringen“. ■

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Bundeskanzler Gusenbauer bei EU-Gipfel in Brüssel

Beim traditionellen Frühjahrsgipfel der EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel am 13. und 14. März war Österreich durch Bundeskanzler Alfred Gusenbauer, Vizekanzler und Finanzminister Wilhelm Molterer und Außenministerin Ursula Plassnik vertreten. Den Vorsitz führte der amtierende EU-Ratspräsident, Sloweniens Premier Janez Jansa.
Beschlossen wurde eine Union zwischen der EU und den Anrainerstaaten des Mittelmeeres. Die Mittelmeer-Union soll auf dem bestehenden Barcelona-Prozess zwischen der EU und Nordafrika aufbauen und neuen Schwung in die gegenseitigen Beziehungen bringen. Details sollen beim geplanten EU-Sondergipfel am 13. Juli in Paris vorgelegt werden. Bundeskanzler Gusenbauer verwies auf die Wichtigkeit, dass damit die gleichberechtigte Teilnahme aller EU-Staaten sichergestellt sei. Eingeladen zur Teilnahme sind auch alle Anrainer der Adria, darunter Kroatien, Montenegro und Albanien. Der bisherige Barcelona-Prozess bietet seit 1995 den Rahmen für die Zusammenarbeit zwischen der EU und Marokko, Algerien, Tunesien, Ägypten, Israel, dem Libanon, Syrien, Jordanien, den Palästinensischen Autonomiegebieten und der Türkei.
Verabschiedet wurde ein straffer Zeitplan für die Umsetzung der gemeinsamen Klimaschutzziele. Die Verhandlungen darüber sollen bis Ende 2008 positiv abgeschlossen sein. Die Verpflichtungen zu Treibhausgasreduktion und Mindestanteilen erneuerbarer Energiequellen müssen spätestens in einem Jahr vorgeschrieben sein. Dazu zählen etwa die Verringerung und Verteuerung der Emissionszertifikate für die Industrie. Hier konnten Österreich, Deutschland, Italien, Tschechien und Großbritannien bei ihrer Forderung nach frühzeitigen Sondergenehmigungen für Gratis-Verschmutzungsrechte (CO2-Emissionszertifikate) der energieintensiven Industrien (Stahl-, Aluminium-, Papier- und Chemiebranche) einen Etappensieg erzielen. Das Risiko von Abwanderung dieser energieintensiven Industrien wird in der Schlusserklärung ausdrücklich erwähnt. Die Rede ist von „geeigneten Maßnahmen“ bei der Neufassung des EU-Emissionshandels ab 2013, sollten die Verhandlungen um ein internationales Klimaschutzabkommen scheitern. Gleichzeitig hält das Gipfel-Dokument jedoch fest, dass ein globales Abkommen zum Klimaschutz die beste Lösung wäre. Gusenbauer begrüßte das Ergebnis ausdrücklich.
Unterstützung sagten die EU-Staats- und Regierungschefs Österreich im Falle des in Tunesien entführten Salzburger Paares zu.■

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60 Jahre Israel: Feier im Wiener Rathaus

Im 60. Jahr seit Bestehen eines unabhängigen Israel ist am 6. März im Wiener Rathaus die traditionelle Sammlung für Israel feierlich eröffnet worden. An dieser größten „Magbit“-Feierlichkeit, die in Wien jemals veranstaltet wurde, nahmen rund 600 Gäste aus der jüdischen Gemeinde sowie aus Politik und Wirtschaft teil. Gesammelt wird Geld für den israelischen Gründungsfonds Keren Hayesod („Vereinigte Israel Aktion“). Bundeskanzler Alfred Gusenbauer betonte in seiner Festrede, Österreich müsse als Geburtsstätte des Zionismus von Theodor Herzl „eine konsequente Position, auch, was seine Rolle im Nahen Osten betrifft, einnehmen“. Eine Lösung des Nahost-Konflikts müsse in jedem Fall „das verbriefte Recht Israels, in Sicherheit, Freiheit und in international anerkennten Grenzen zu leben“, berücksichtigen, so Gusenbauer.
Aus der „sehr bequemen Opferrolle Österreichs“ sei erstmals der frühere Bundeskanzler Franz Vranitzky ausgebrochen und habe einen „nachholenden Akt der Befreiung“ von der NS-Zeit gesetzt. „Es ist mir ein persönliches Anliegen, in Österreich einen Grundkonsens zu haben, der fest auf dem Bekenntnis zu Israel aufbaut und auf die jüdische Bevölkerung in unserem Land“, betonte der Bundeskanzler. ■

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Morten Kjaerum neuer Direktor der EU-Grundrechtsagentur in Wien

Der Däne und internationale Menschenrechtsexperte Morten Kjaerum (50) ist am 7. März zum neuen Direktor der in Wien ansässigen EU-Grundrechteagentur (FRA) ernannt worden. Kjaerum wird sein Amt am 1. Juni antreten und der Agentur zunächst für fünf Jahre vorstehen. Glückwünsche kamen von Bundeskanzler Alfred Gusenbauer. Damit sei die „Funktionsfähigkeit dieser wichtigen Einrichtung endgültig gewährleistet“ und ein Zeichen für die EU als Wertegemeinschaft gesetzt, so Gusenbauer. ■

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Regierung einig bei Infrastrukturpaket und Pflege

Die Bundesregierung hat am 5. März im Ministerrat den Rahmenplan für den Infrastrukturausbau bis 2013 abgesegnet. Demnach sollen in den nächsten sechs Jahren in den Ausbau von Bahn und Schiene 18,8 Mrd. Euro investiert werden, erklärte Verkehrsminister Werner Faymann. Zehn Bahnprojekte würden nun schneller umgesetzt als ursprünglich geplant, drei ein wenig verzögert. Dazu kämen im Bahnbereich drei und bei den Schnellstraßen vier neue Projekte – allesamt in Niederösterreich und dem Burgenland. Für die Beseitigung von Langsamfahrstellen bei der Bahn stünden zusätzlich durchschnittlich 60 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung.
Im Detail sollen 2008 bis 2013 rund 10,7 Milliarden Euro in den Ausbau der Bahn und 8,1 Milliarden Euro in den Autobahn- und Schnellstraßenausbau investiert werden. Laut Bahn-Chef Martin Huber wird es ab 2013 nach Fertigstellung des Hauptbahnhofs Wien, des Lainzer-Tunnels, des Wienerwald-Tunnels und des viergleisigen Westbahn-Ausbaus möglich sein, die Strecke Wien-Salzburg in knapp zwei Stunden und Wien-München in drei Stunden zu bewältigen.
Geeinigt haben sich die Koalitionspartner im Ministerrat am 5. März auch auf eine „praxisgerechte Lösung für die 24-Stunden-Betreuerinnen“, wie es Sozialminister Erwin Buchinger und Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky formulierten. Die Kompetenzen der 24-Stunden-Pfleger werden ausgeweitet. Sie dürfen die Patienten künftig waschen, füttern sowie nach entsprechender Einschulung auch medizinische Tätigkeiten wie die Verabreichung von Insulininjektionen vornehmen. Gelten soll die neue Regelung ab 1. April. Ausgenommen bleibt freiberufliches Pflegepersonal. Der Nationalrat fällte einen diesbezüglichen Beschluss am 13. März. ■

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Regierung schnürte Mietenpaket zur Inflationsbekämpfung

Justizministerin Maria Berger und Wirtschaftsminister Martin Bartenstein präsentierten im Ministerrat am 11. März ein Mietenpaket zur Inflationsbekämpfung, das bereits zwei Tage später, am 13. März, vom Nationalrat beschlossen wurde. Durch das neue „mietrechtliche Inflationslinderungsgesetz“ werden die Richtwertmieten am 1. April nicht um 3,6 Prozent, sondern nur um 2,2 Prozent erhöht. Statt wie bisher üblich die Dezemberteuerung als Anpassungsfaktor heranzuziehen, wird heuer vom Jahresdurchschnitt des Verbraucherpreisindex 2007 ausgegangen. Betroffen sind rund 350.000 Haushalte mit Richtwertmieten. Bei 500 Euro Monatsmiete beträgt die Ersparnis auf das Jahr gerechnet 92 Euro. ■

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OECD: Steuerlast in Österreich trotz Reformen gestiegen

Trotz der Steuerreformen 2004 und 2005 hat die Belastung der Österreicher durch Lohnsteuer und Sozialbeiträge nicht ab-, sondern zugenommen. Das besagt eine am 11. März veröffentlichte Studie der Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD). Besonders stark war die Belastung bei Gering- und Durchschnittsverdienern sowie bei Familien und Alleinerzieherinnen. Insgesamt liegt Österreich bei der Besteuerung der Arbeitseinkommen mit Platz 5 im internationalen Spitzenfeld. Davor rangieren nur Belgien, Ungarn, Deutschland und Frankreich mit Werten bis zu 55,5 Prozent. Hierzulande machten Steuern und Sozialabgaben im Vorjahr 48,5 Prozent der gesamten Arbeitskosten aus.
Einer der Gründe beruht auf dem Umstand, dass soziale Transferleistungen (Kindergeld, Familienbeihilfe) nicht an die Inflation angepasst werden. Als weitere Ursache nennt die OECD die Kalte Progression, also die Tatsache, dass das progressive Steuersystem nicht an die Inflation angepasst wird. In 17 der 30 OECD-Länder gibt es automatische Inflationsanpassungen. Außerdem beanstandet der Bericht, dass die Abzüge für höhere Einkommen relativ moderat ausfallen.
Dies und die hohe Inflationsrate (zuletzt 3,2 Prozent) bestärken Bundeskanzler Alfred Gusenbauer in seiner Forderung nach einer vorgezogenen Steuerreform 2009. ■

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Saudi-Milliardär Al Jaber steigt bei AUA ein

Der Aufsichtsrat der börsenotierten Austrian Airlines (AUA) hat am 12. März grünes Licht für den Einstieg des austro-arabischen Investors Mohamed Bin Issa Al Jaber gegeben. Jaber will im Rahmen eine Kapitalerhöhung 150 Milliarden Euro investieren und soll dafür rund 20 Prozent der AUA-Aktien erhalten. ■

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Wiener Heldenplatz: Tausende Kerzen bei „Nacht des Schweigens“

Rund 1.500 Menschen gedachten am 12. März, dem 70. Jahrestag des „Anschlusses“ an Hitler-Deutschland, auf dem Wiener Heldenplatz der 80.000 österreichischen Opfer des NS-Regimes und entzündeten mit entsprechend vielen Kerzen ein Lichtermeer. An der Gedenkveranstaltung nahm neben Alt-Bundeskanzler Franz Vranitzky eine Abordnung der Bundesregierung teil: Bundeskanzler Gusenbauer, Frauenministerin Doris Bures, Justizministerin Maria Berger, Unterrichtsministerin Claudia Schmied und die Staatssekretärinnen Heidrun Silhavy und Christa Kranzl. In einer eindrucksvollen Rede sagte Vranitzky unter anderem „Alle die hier stehen, können sagen: Wir haben den Verbrecher Adolf Hitler besiegt. Aber seien wir wachsam, wir müssen ihn immer wieder besiegen. Und das werden wir auch tun“. Vranitzky wies auch darauf hin, dass „trotz der schwierigen Verhältnisse in den Kon zentrationslagern etwas gewachsen ist“, nämlich der Gedanke der europäischen Einigung, wie ein friedliches Europa entstehen könne. „Es ist an mir, mich zu bedanken, dass sie alle dieses europäische Einigungswerk verstärkt haben“, so der Alt-Kanzler zum Publikum. Auf Grundlage des europäischen Einigungswerkes könne man in Frieden existieren und „so leben, dass die menschenverachtenden Auswüchse der Vergangenheit angehören“. ■

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Nach 70 Jahren: HAKOAH-Sportzentrum wieder im Wiener Prater

Die HAKOAH – auf hebräisch „Kraft“ – wurde 1909 von jüdischen Studenten, die nicht zu den studentischen Verbindungen zugelassen waren, gegründet. Sie ist auch Ausdruck des gestiegenen Selbstbewusstseins liberaler Juden und der veränderten Einstellung zur Körperkultur. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges bekam die HAKOAH großen Zulauf und wurde der bedeutendste jüdische Universalsportverein. Mehr noch als während der Endphase der Habsburger Monarchie war Wien zu einer Einwandererstadt geworden. Denn in den neuen Nationalstaaten kam es zu verschärften Nationalitätenkämpfen mit Pogromen und Vertreibungen. So wurde Wien während der Jahre der Zwischenkriegszeit Ziel einer jüdischen Flüchtlingsbewegung, vor allem aus Galizien. Bis in die 30er Jahre lebten in Wien rund 200.000 jüdische Bürgerinnen und Bürger. Die HAHOAH blühte, es entstanden zahlreiche Sportsektionen. HAKOAH-Fußballspieler errangen in der Saison 1924/25 sogar den österreichischen Meistertitel. Einer der Fußballstars war Béla Guttmann, später Spieler bei den New York Giants und legendärer Trainer in Brasilien und von Benfica Lissabon, der Entdecker Eusébios. Laut Ferenc Puskás spielte er eine entscheidende Rolle bei der Verbreitung des 4-2-4-Systems, das Brasiliens weltmeisterliche Mannschaft mit Didi, Vava, Pelé, Garrincha 1958 traumhaft praktizierte. Die HAKOAH der Zwischenkriegszeit bot eine einzigartige Verbindung von Intellekt und Sport. Der Verein war mit tausenden aktiven Sportlerinnen und Sportlern nicht nur der mitgliederstärkste der Welt, der HAKOAH-Platz im Wiener Prater war auch Treffpunkt der Wiener jüdischen Gesellschaft und liberal gesinnter Menschen. Einer der berühmten HAKOAHner war der Schriftsteller, überragende Schwimmer und Wasserballer Friedrich Torberg (1908-1979), ein glühender Verehrer des österreichischen Fußball-Wunderteams um Matthias Sindelar. Nach dessen frühen Tod im Jänner 1939 – von Torberg als Selbstmord interpretiert, der ihm wie ein Symbol für die Vernichtung der stolzen jüdischen Vereinskultur durch die Nazis erschien – schrieb er im US-Exil eines der schönsten Sportgedichte der Literatur, die Ballade „Auf den Tod eines Fußballspielers“.
Ab 1933 verschärfte sich die politische Situation und der reguläre Sportbetrieb wurde immer mehr eingeschränkt. Viele HAKOAHner verließen im Lauf dieser Jahre Wien. 1938 wurde die Liegenschaft des Vereins nahe dem Ernst-Happel-Stadion von den Nazis beschlagnahmt, nach deren Diktion „arisiert“, der Name HAKOAH 1941 gelöscht. Es folgte die systematische Vernichtung der jüdischen Bevölkerung.
Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchten einige Heimgekehrte, die vom offiziellen Österreich keineswegs mit offenen Armen aufgenommen wurden, die HAKOAH Wien wieder neu zu beleben. Obwohl die jüdische Bevölkerung nach dem Holocaust nur mehr klein war, damals etwa 6.000 Menschen, konnten wieder einige Sektionen aufgebaut werden.
Erst spät, auf Grund des „Washingtoner Abkommens“ 2002, das die Restitutionen regelt, sowie durch das Ende der Nutzung des Pratergrundstückes durch das Finanzministerium, war der Weg für den SC HAKOAH Wien frei. Die Israelitische Kultusgemeinde erwarb das Grundstück, verpachtete es an die HAKOAH. Auf etwa 20.000 Quadratmetern – einem Drittel der damaligen Fläche – ist nun das moderne Karl-Haber-Sportzentrum entstanden, mit einer Mehrzweckhalle und Zuschauertribüne für ca. 260 Personen und diversen Außenanlagen wie Tennisplätzen, Leichtathletikeinrichtungen und einer Liegewiese. Die zu klein gewordene jüdische Schule in der Castellezgasse sowie das Elternheim Maimonides übersiedeln ebenfalls in den Prater. Das Schulzentrum für 600 Kinder wird aus Kindergarten, Volksschule und Allgemeinbildender Höherer Schule bestehen. Die Eröffnung des Komplexes soll im September erfolgen.
An der feierlichen Eröffnung der neuen HAKOAH nahmen unter anderem Bundeskanzler Gusenbauer, Wiens Bürgermeister Michael Häupl, IKG-Präsident Ariel Muzikant, HAKOAH-Präsident und Neugründer des Sportzentrums, der Sportmediziner Paul Haber, und Österreichs vielfacher Schwimm-Europameister Markus Rogan teil, der sich als Fundraiser bemüht, das noch fehlende Geld für ein Schwimmbad aufzutreiben. Häupl sagte, er wünsche sich, „mit HAKOAH einen Teil jener Wiener Kultur“ zurückzuholen, „die wir hier vor der NS-Barbarei hatten“. Kanzler Gusenbauer erklärte, die Bundesregierung unterstütze voll dieses „offene gesellschaftliche Zentrum des Wiener Sports, bereit für Menschen jedweden Glaubens aus jedem sozialen Milieu“.■

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„L’Autriche vivante“: Joseph Roths Jahre in Pariser Exil

„L’Autriche vivante“ („Österreich lebt“) titelte die französische Zeitung „Ce Soir“ am 6. April 1938, wenige Wochen nach dem „Anschluss“. Der Artikel galt einer Veranstaltung, bei der sich in Paris neben dem deutschen Schriftsteller Heinrich Mann auch ein prominenter österreichischer für das von Hitler annektierte Land stark machte: Joseph Roth, Autor von „Radetzkymarsch“ und der „Legende vom Heiligen Trinker“. Der Zeit Roths im Exil in Paris, wohin er 1933 vor den Nazis fliehen musste und wo er 1939 starb, widmet sich bis 28. Mai eine spannende Schau im Wiener Literaturhaus. In Interviews, bisher kaum öffentlich gezeigten Dokumenten, Fotos, Karikaturen von Bil Spira und vor allem originalen französischen Zeitungsartikeln zeichnet die Ausstellung ein aufschlussreiches Bild der letzten Lebensjahre Roths und seiner Umgebung in Paris. Der große Kämpfer wurde durch den „Anschluss“ Österreichs gebrochen, starb schließlich an den Folgen einer Alkoholsucht. ■

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Kreisky-Preis: Kanzler Gusenbauer lobt Qualität und Themenvielfalt

Im Bruno-Kreisky-Forum wurde am 7. März der Kreisky-Preis für das politische Buch 2007 vergeben. Der Hauptpreis ging an Alaa al-Aswani für seinen Roman der „Der Jakubijân-Bau“. Mit dem Anerkennungspreis wurden Christine Ockrent und Sandrine Treiner für ihr „Schwarzbuch zur Lage der Frauen“ bedacht, während der Mühlviertler Verlag „Edition Geschichte der Heimat“ den Sonderpreis für verlegerische Leistungen erhielt. Bundeskanzler Alfred Gusenbauer bekräftigte in seiner Laudatio, dass es alle PreisträgerInnen „trefflich verstehen, Qualität, Aktualität und thematische Vielfalt zu vereinen“. Der heuer bereits zum 15. Mal verliehene Preis erfreue sich mittlerweile „hoher internationaler Reputation“ und sei für LeserInnen zugleich zu einer Art „Qualitätssiegel“ geworden, den Qualitätsmaßstäben Bruno Kreiskys entsprechend.
Hauptpreisträger Alaa al-Aswani gelinge, so der Kanzler, mit seinem Roman „das Kunststück, ein gleichermaßen spannendes wie bisweilen bedrückendes Kaleidoskop der ägyptischen Gesellschaft zu entwerfen“.
Das gleichfalls ausgezeichnete „Schwarzbuch zur Lage der Frauen“ wertete Gusenbauer als einen „beeindruckend umfassenden Versuch, die Situation der Frauen in der Gesellschaft und im globalen Kontext darzustellen“. Lobend äußerte sich der Kanzler auch über das heroische Ein-Mann-Unternehmen Franz Steinmassl, das hinter der „Edition Geschichte der Heimat“ steht und das sich „engagiert der Geschichte einer Region“ widme.
Alaa al-Aswani, nicht nur Autor, sondern auch Zahnarzt mit einer Praxis in Kairo, erklärte in seiner Dankesrede, dass er sich geehrt fühle, den Preis, der im Namen von Bruno Kreisky vergeben wird, erhalten zu haben. Dieser hätte die „Werte der Gerechtigkeit für alle Menschen hoch gehalten“. Das Streben nach Demokratie sei ein „Grundbedürfnis der Menschheit“, der Mangel an Demokratie eine „ernsthafte Krankheit“ die zu zahlreichen negativen Symptomen führe. ■

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Einzigartig in Wien: Tutanchamun und die Welt der Pharaonen

Das Wiener Museum für Völkerkunde, zum Kunsthistorischen Museum (KHM) gehörig, zeigt bis 28. September „Tutanchamun und die Welt der Pharaonen“, eine Ausstellung, die 140 Schätze aus dem Grab des berühmten Pharao und aus weiteren Fundstätten des ägyptischen Altertums bringt. Die sensationelle Schau - von National Geographic, Arts and Exhibitions International und AEG Exhibitions in Kooperation mit der Ägyptischen Altertümerverwaltung und dem KHM organisiert - wird in Europa ausschließlich in Wien zu sehen sein. Rekordzahlen wurden schon im Vorverkauf erreicht, seit Dezember 2007 wurden bereits rund 50.000 Tickets verkauft.
Tutanchamun war einer der letzten ägyptischen Könige der 18. Dynastie, die in einer wichtigen, von Unruhen erschütterten Periode der ägyptischen Geschichte an die Macht kam. Der jugendliche König starb im neunten Jahr seiner Regentschaft (1323 v. Chr.) unter mysteriösen Umständen im Alter von 18 oder 19 Jahren. Sein nahezu intaktes Grab wurde 1922 vom britischen Forscher Howard Carter entdeckt.
Die nach Themenbereichen geordnete Ausstellung beleuchtet in den ersten sechs Räumen das Leben Tutanchamuns als Pharao und die Stellung des Königs im Alten Ägypten. Erstaunliche Exponate sind zu sehen, etwa aus der Zeit Chefrens, dessen beeindruckende Pyramide das einzige bis heute erhaltene Weltwunder der Antike ist, der Königin Hatschepsuts, die zur Herrscherin wurde, und Psusennes´I, dessen goldene Totenmaske dem Betrachter den Atem nimmt. ■

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Andrang auf Neue Mittelschule

Rund 3.500 Schülerinnen und Schüler werden ab kommendem Schuljahr die Neue Mittelschule (NMS) besuchen. Unterrichtsministerin Claudia Schmied zeigte sich „sehr stolz“ über die Anmeldungen. 30 bis 40 Prozent der Kinder hätten, so eine grobe Auswertung, AHS-Reife. Der Andrang auf die Modellstandorte für die NMS war je nach Bundesland unterschiedlich. Während in Kärnten die Plätze überbucht waren, blieben in den drei steirischen Modellregionen etliche frei. Allerdings gibt es in der Steiermark mit 1.500 NMS-Plätzen auch das größte Angebot. Im Burgenland war der Zustrom regional unterschiedlich. Auch in Vorarlberg gibt es noch an Schulen freie Plätze, der einzige Standort in Oberösterreich ist dagegen mehrfach überbucht. ■

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Integrationspreis Sport 2008

„Integration ist eine der wichtigsten Aufgaben des Sports überhaupt“, so Sportstaatssekretär Reinhold Lopatka bei der Präsentation des „Integrationspreis Sport 2008“. Mit dem neu eschaffenen „Integrationspreis Sport“ sollen die Bedeutung des Sports für die Integration von Migranten in Österreich gefördert und gelungene Beispiele ins Rampenlicht der Öffentlichkeit gestellt werden. Prämiert werden die besten sportlichen Aktivitäten, Veranstaltungen und Projekte, die der Integration dienen. Getragen wird der Integrationspreis vom „Verein zur Förderung der Integration durch Sport“, unterstützt von der Caritas und dem Österreichischen Integrationsfonds, der auch die Bewerbung bei den Gemeinden und Schulen übernimmt. Aus allen Bewerbungen wählt eine Jury die vier besten Sportprojekte und Sportinitiativen im Bereich der Integration aus. Die Bewerbungsunterlagen stehen auf www.sport.austria.gv.at und www.integrationsfonds.at
zum Download bereit. Einsendeschluss ist der 1. Mai, die Preisverleihung wird Mitte Mai stattfinden. ■

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Supersportjahr bringt Sportartikel-Fachhandel sattes Umsatzplus

Der österreichische Sportartikelhandel darf sich im Supersportjahr 2008 mit der Fußball-EURO und den Olympischen und Paralympischen Sommerspielen in Peking auf ein sattes Umsatzplus von mehr als fünf Prozent freuen. Das entspricht fast 15 Prozent des Branchenumsatzes 2007. Der Verkauf von Fanartikeln, Fußball-Outfits und Bällen wird heuer laut Wirtschaftskammer rund 300 Millionen Euro einspielen. Und auch Olympia wird für 3 bis 5 Prozent des Jahresumsatzes sorgen. 2007 sind die Verkaufserlöse der Sportfachhändler gegenüber dem Jahr davor um nur 2 Prozent auf 1,333 (2006: 1,307) Milliarden Euro gestiegen. Die Sportartikelumsätze auf dem Gesamtmarkt erhöhten sich ge¬ringfügig stärker um 2,5 Prozent auf 2,167 (2006: 2,114) Milliarden Euro. ■

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Anti-Doping-Charta für die EURO 2008 unterzeichnet

Mit der Unterzeichnung des Antidoping-Programms für die UEFA EURO 2008 im Rahmen eines Workshops für die 16 teilnehmenden Verbände am 12. März in Wien übernimmt die UEFA eine Vorreiterrolle innerhalb der internationalen Fußball-Familie. Erstmals werden bei einer Fußball-EM Urin- und Bluttests genommen. Insgesamt werden rund 300 Kontrollen durchgeführt, mit einem Schwerpunkt auf unangekündigte Trainingskontrollen bereits in der Vorbereitungsphase aller Teams. Bereits vor Beginn der EURO werden die ersten Ergebnisse der unangekündigten Trainingskontrollen vorliegen. ■

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„SPORT:DIALOG“: Mit vereinten Kräften im Kampf gegen Doping

„Den Kampf gegen Doping gewinnen wir nur gemeinsam oder gar nicht. Sportler, Betreuer, Sportverbände, Ärzte, Sponsoren, Veranstalter, Medien und die Politik sind gefordert, gemeinsam im Interesse der Zukunft des Sports diesen Kampf mit aller Entschiedenheit zu führen“, das war einhelliger Tenor beim „SPORT:DIALOG“ mit dem deutschen Dopingexperten Prof. Dr. Werner Franke sowie den Olympiasiegern und Sportfunktionären Trixi Schuba und Toni Innauer. Der „SPORT:DIALOG“ ist ein Beitrag des Sportstaatssekretariats zu aktuellen sportpolitischen Themen. Der 68-jährige frühere Leichtathlet und Trainer zählt zu den renommiertesten deutschen Zell- und Molekularbiologen und hat sich wie kein anderer deutscher Wissenschaftler dem Kampf gegen Doping verschrieben. Die österreichische Bundesregierung hat mit dem neuen Anti-Dopinggesetz 2007 und der NADA Austria die Position Österreichs als konsequenten Verfechter eines Anti-Doping-Kurses glaubwürdig rechtlich abgesichert. Mit der Verdoppelung der Mittel für Kontrollen und Aufklärung auf 1,2 Millionen Euro und der strafrechtlichen Verschärfung des Arzneimittelgesetzes, die noch vor dem Sommer im Parlament beschlossen werden soll, setzt die Bundesregierung einen weiteren wichtigen Schritt. ■

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