Montag, 19. Juli 2010

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Zweite Amtszeit für Bundespräsident Heinz Fischer

Bundespräsident Heinz Fischer ist am 8. Juli vor der Bundesversammlung offiziell für seine zweite Amtsperiode angelobt worden. Damit ist und bleibt Fischer, der heuer im April klar wiedergewählt wurde, das achte Staatsoberhaupt der Zweiten Republik. Sieben von ihnen wurden seit 1951 in Volkswahlen direkt gewählt, fünf davon für zwei Amtszeiten.

Unter den Gästen im historischen Reichsratssaal des Parlaments befanden sich neben der gesamten Bundesregierung, den Klubobleuten und Abgeordneten, Repräsentanten von Kirchen und Glaubensgemeinschaften sowie Prominenz aus Wirtschaft, Kultur und Medien.

In seiner Ansprache erteilte Fischer nationalistischen Tendenzen neuerlich eine klare Absage und lobte die Vorzüge von Demokratie und Parlamentarismus. Der Bundespräsident verwies in diesem Zusammenhang auf die Wichtigkeit von Wahlrecht und freien Wahlen. Wer Demokratie wolle, müsse auch bereit sein, Mitverantwortung zu übernehmen, so Fischer.

Ein weiteres Augenmerk legte Fischer auf den Bildungsbereich: Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise würden Investitionen in Bildung und Forschung zu den "nützlichsten und ertragreichsten Investitionen" zählen, dies sei man der Jugend schuldig. Wichtig sind Fischer dabei Konsens über die Gesamtschule der Zehn- bis 14-Jährigen sowie ein geregelter Zugang zu Universitäten mit bestmöglicher Auslastung, geringerer Dropout-Rate und einer höheren Akademikerquote.

Engagement zeigte der Bundespräsident auch in Sachen Klimaschutz. Er warnte vor einem globalen Temperaturanstieg und urgierte die Einhaltung international akkordierter Maßnahmen. Als weiteres Anliegen bezeichnete der Bundespräsident "soziale Symmetrie und soziale Gerechtigkeit". Ein klares Bekenntnis legte Fischer auch zu EU und Bundesheer ab und wies auf die zahlreichen Friedensmissionen hin, an denen österreichische Soldatinnen und Soldaten teilgenommen hätten.

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Nationalrat vor Sommerpause: Mindestsicherung beschlossen

Der Nationalrat hat in seiner letzten Plenarwoche vor der Sommerpause (7. bis 9. Juli) eine Reihe von Gesetzen beschlossen. Abgesegnet wurde allen voran die bedarfsorientierte Mindestsicherung. Zugestimmt haben dieser neuen bundeseinheitlichen Sozialhilfe-Regelung die beiden Koalitionsparteien SPÖ und ÖVP sowie Grüne und FPÖ. Für das geplante Inkrafttreten mit 1. September müssen allerdings noch die jeweiligen Landtage zustimmen. Die Höhe der Leistung bemisst sich an der so genannten Ausgleichszulage und beträgt 744 Euro monatlich, zwölf Mal im Jahr. Paare erhalten 1.116 Euro netto, für Kinder gibt es 18 Prozent des Betrags für Alleinstehende (134 Euro netto).

Beschlossen wurden unter anderem auch Novellen zum Immissionsschutzgesetz Luft mit neuen Grenzwerten für Feinstaub und zum Tierschutzgesetz mit neuen Regeln für Ausbildung und Verhaltenstraining von Hunden sowie die gesetzlichen Grundlagen für die Gründung von Gruppenpraxen (Ärzte-GmbHs).

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Gleichbehandlung: Neues Gesetz in Begutachtung

Die Novelle zum Gleichbehandlungsgesetz ist am 12. Juli in Begutachtung gegangen. Eine der wichtigsten Neuerungen dabei ist die Offenlegung der durchschnittlichen Gehälter von Frauen und Männern ab 2011. Beim Kampf gegen Diskriminierungen jeglicher Art gehe Österreich innerhalb Europas "mit gutem Beispiel" voran, betonte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek gegenüber der APA.

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Ortstafeln: Kärnten setzt jüngstes VfGH-Erkenntnis um

Das Bundesland Kärnten hat am 13. Juli dem jüngsten Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes (VfGH) entsprochen und verfassungskonforme zweisprachige Ortstafeln in Bleiburg/Pliberk, Ebersdorf/Drvesa und Schwabegg/Zvavek aufgestellt. Damit scheint eine endgültige Lösung der Ortstafel-Frage nun erstmals in Sicht. Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler erklärte, man müsse den VfGH-Spruch respektieren. SPÖ, ÖVP, Grüne und Slowenenvertreter in Kärnten sprachen von einem "Schritt in die richtige Richtung", auch Slowenien hat die Aufstellung der korrekten zweisprachigen Ortstafeln offiziell begrüßt.

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Neues Gesetz gegen Lohndumping in Begutachtung

Sozialminister Rudolf Hundstorfer hat am 14. Juli ein "Gesetz gegen Lohn- und Sozialdumping" in Begutachtung geschickt. Demnach sollen Firmen eine Verwaltungsstrafe zahlen, wenn sie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter dem Kollektivvertrag entlohnen. Anlass ist die Öffnung der Grenzen für Arbeiterinnen und Arbeiter aus Osteuropa ab 1. Mai 2011. In Kraft treten soll das neue Gesetz mit 1. Jänner 2011.

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Deutscher Bundespräsident Wulff bei Bundespräsident Fischer

Der neue deutsche Bundespräsident Christian Wulff hat am 14. Juli einen offiziellen Antrittsbesuch bei seinem österreichischen Amtskollegen Heinz Fischer absolviert. Beide Staatsoberhäupter stimmten darin überein, die guten nachbarschaftlichen Beziehungen weiterhin zu pflegen und zu vertiefen.

Bei ihrem Arbeitstreffen in den präsidialen Amtsräumen in der Wiener Hofburg erörterten Fischer und Wulff auch die Frage der EU-Erweiterung und aktuelle Themen wie die allgemeine Wehrpflicht.

Die historischen, kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen der beiden Länder würden "weltweit ihresgleichen suchen", erklärte Wulff. Österreichs "große ausgleichende Funktion in Europa" sei ein weiterer Grund für eine intensive bilaterale Zusammenarbeit. Fischer bezeichnete den zwei Wochen nach dessen Wahl stattgefundenen Arbeitsbesuch Wulffs als "Zeichen der besonderen Wertschätzung".

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Hohe österreichische Auszeichnung für Luxemburgs Premier Juncker

Der luxemburgische Premierminister Jean-Claude Juncker ist am 14. Juli in Wien mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen am Bande für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet worden. Bundeskanzler Werner Faymann überreichte Juncker die Auszeichnung im Bundeskanzleramt. In seiner Laudatio würdigte Faymann den luxemburgischen Premier als einen "Brückenbauer über die Grenzen von Parteien und Ländern hinweg, der sich immer für den gemeinsamen europäischen Gedanken eingesetzt hat".

Weiters betonte Faymann das stets innige und freundschaftliche Verhältnis zwischen der österreichischen Politik und Juncker. Er kenne Juncker als begeisterten, mutigen und engagierten Europäer mit gruppendynamischem Feingefühl, so Faymann. Besonders würdigte er dessen Einsatz für soziale Ausgewogenheit in der europäischen Politik.

Premier Juncker unterstrich in seiner Dankesrede, sich nicht nur mit der österreichischen Politik, sondern auch mit den Menschen des Landes sehr verbunden zu fühlen.

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Bundeskanzler Faymann in Kroatien

Die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Österreich und Kroatien sowie der EU-Beitritt Kroatiens waren zentrale Themen des Treffens von Bundeskanzler Werner Faymann und der kroatischen Ministerpräsidentin Jadranka Kosor am 12. Juli in Zagreb. Faymann würdigte die Verdienste seiner Amtskollegin, etwa im Grenzstreit mit Slowenien, den sie selbst beigelegt habe. Österreich habe Kroatien immer unterstützt, das unter anderem ein wichtiger Handelspartner sei. Ein Punkt der Gespräche seien Rahmenbedingungen für österreichische Unternehmer gewesen, darunter die Rechtssicherheit. Viele Unternehmen würden verlangen, dass die Frage der kürzeren Verfahren auf der Rechtsordnung stehe, erklärte Faymann.

Kroatien will bis Anfang 2011 den Beitrittsvertrag mit der EU unterzeichnen. Die letzten Verhandlungskapitel wurden im Juni eröffnet.

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Bulgariens Premier Borissow in Wien

Der bulgarische Ministerpräsident Bojko Borissow absolviert ab 19. Juli einen zweitägigen Arbeitsbesuch in Österreich. Auf dem Programm stehen unter anderem Gespräche mit Bundespräsident Heinz Fischer, Bundeskanzler Werner Faymann und Finanzminister Josef Pröll. Erörtert werden Maßnahmen gegen Korruption sowie EU-, Energie- und Wirtschaftsthemen, darunter die Gaspipeline Nabucco unter Federführung der OMV.

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Ungarns Außenminister Martonyi zu Antrittsbesuch in Wien

Der neue ungarische Außenminister Janos Martonyi und Österreichs Außenminister Michael Spindelegger unterstrichen nach einem Treffen am 13. Juli in Wien die besondere Freundschaft der beiden Länder. Beide lobten die bilateralen Beziehungen und die gute Zusammenarbeit auf europäischer Ebene. Martonyi zufolge stellen die "enge Kooperation und besondere Freundschaft zwischen Ungarn und Österreich" die "Verkörperung eines gemeinsamen Europas" dar.

In allen zentraleuropäischen Fragen sei man "ganz klar auf einer Linie", betonte Spindelegger. Zur Intensivierung der Zusammenarbeit gebe es unter anderem eine gemeinsame Botschafterkonferenz am 6. September. Seit einigen Jahren hält man auch gemeinsame Regierungssitzungen ab. Ungarn hofft auf Österreichs Unterstützung beim EU-Vorsitz 2011.

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EU akzeptiert Gentechnik-Verbot

Die EU-Kommission hat am 13. Juli den Mitgliedstaaten das Selbstbestimmungsrecht beim Anbau von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) erlaubt und akzeptiert somit auch Österreichs Gentechnik-Verbot.

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Kanzler Faymann: Österreichs Wirtschaft mit deutlichem Aufwärtstrend

Bundeskanzler Werner Faymann, Finanzminister Josef Pröll, Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und Infrastrukturministerin Doris Bures haben am 14. Juli in der Wiener Hofburg den Wirtschaftsbericht 2010 der Bundesregierung präsentiert.

Die Krise sei zwar noch nicht vorbei, aber Österreich stehe weit besser da, als manche Propheten an die Wand gemalt hätten. Verantwortlich für die positive Bilanz sei das gemeinsame Agieren von Politik und Wirtschaft, die Politik schaffe die Rahmenbedingungen und die Wirtschaft bringe die Leistungen, betonte Kanzler Faymann. Im Vergleich zu anderen Ländern der EU sei es gelungen, gute Ergebnisse zu erzielen. In der Krise habe man richtig reagiert: die Kaufkraft der Bevölkerung gestärkt anstatt sie einem "rigorosen Sparkurs zu opfern" und gleichzeitig Wirtschaft und Export angekurbelt, erklärte der Bundeskanzler. Zu den Stärken Österreichs zählten Klein- und Mittelbetriebe, die Industrie, aber auch Forschung, Bildung und Ausbildung.

Diese müssten auch bei Erstellung des Budgets im Auge behalten werden, das von drei Faktoren geprägt sein werde: weitere Stärkung der Kaufkraft, Armutsbekämpfung sowie Verwaltungsreform unter Nutzung von Synergien zwischen Politik und Verwaltung. Nötig seien dazu noch Verhandlungen mit den Sozialpartnern und Ländern. Ziel sei es, die Staatsschulden zu verringern, unterstrich Faymann.

Man brauche aber auch Wachstum, um den Wohlstand zu erhalten. Europas bisherige Versuche zur Regulierung der Finanzmärkte würden für die Realwirtschaft noch nicht ausreichen, gab sich der Bundeskanzler überzeugt. Die Europapolitik werde an den Maßnahmen der Nationalstaaten zu messen sein. Ein Wirtschaftsfaktor sei auch der soziale Zusammenhalt, so Faymann. Außerdem müsste Spekulanten das Handwerk gelegt werden: "Je höher die Staatsschulden, desto höher das Risiko, dass Spekulanten das Ruder übernehmen", brachte es der Bundeskanzler auf den Punkt. Eine Finanzmarktarchitektur, in der Staatsschulden keine Bedeutung mehr hätten, werde es nicht geben, sagte Faymann.

Österreich habe die Basis für einen sich selbst tragenden Aufschwung geschaffen, wenngleich der Wirtschaftsaufschwung derzeit noch nicht selbsttragend sei, fasste Wirtschaftsminister Mitterlehner Kernaussagen des Wirtschaftsberichts 2010 zusammen. Der Strukturwandel funktioniere, die Konjunkturpakete 2009 und 2010 hätten geholfen, erklärten Faymann und Mitterlehner unisono. Jetzt brauche es noch mehr Optimismus bei den Unternehmen und bei der Bevölkerung.

Mitterlehner glaubt, dass sich die Wirtschaft ab 2011 im Wesentlichen selbst tragen werde. Derzeit habe Europa ein Wachstumsproblem. "Die Welt wächst 2010 um 4 Prozent, wir um 1 Prozent". Um den Aufschwung voranzutreiben, müssten neue Exportmärkte erschlossen und Öko-Investitionen getätigt werden. Die Umstrukturierung der heimischen Wirtschaft in Richtung Dienstleistungsgesellschaft funktioniere, konstatierte Mitterlehner.

Webtipp: Wirtschaftsbericht Österreich 2010

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Internationale Betriebsansiedlungen legten wieder zu

Nach dem krisenbedingten Rückgang im Vorjahr haben sich im ersten Halbjahr 2010 wieder mehr ausländische Unternehmen in Österreich niedergelassen. Die Zahl der angesiedelten Betriebe ist von 84 auf 93 gestiegen, das Investitionsvolumen hat sich von 37 Millionen Euro auf 103 Millionen Euro verdreifacht. Zum einen profitierte Österreich von der Erholung des deutschen Marktes, zum anderen von seiner Funktion als Drehscheibe in Richtung Ost- und Südosteuropa (CEE). Das besagen die am 8. Juli veröffentlichten Zahlen der staatlichen Betriebsansiedlungsagentur Austrian Business Agency (ABA). Für das zweite Halbjahr rechnet ABA-Geschäftsführer Rene Siegl bei anhaltender Verbesserung der Wirtschaftslage mit einer weiteren schrittweisen Belebung des konjunktursensiblen Betriebsansiedlungsgeschäfts.

Stärkste Investorengruppe sind mit 48 Neuansiedlungen (gegenüber 24 im ersten Halbjahr 2009) deutsche Unternehmen, gefolgt von Italien mit acht Ansiedlungen und dem CEE-Raum mit insgesamt 22 Ansiedlungen. Unter den Bundesländern war Wien mit 49 ausländischen Betriebsansiedlungen wieder stärkster Standort, Platz 2 ging an Oberösterreich mit 13, Platz 3 an Salzburg und Niederösterreich mit je acht Neuansiedlungen.

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Flughafen Wien mit Passagierplus

Am Flughafen Wien stieg im Juni 2010 die Zahl der abgefertigten Passagiere im Vergleich zum Vorjahresmonat um 10,5 Prozent auf rund 1,8 Millionen. Zuwächse gab es im Ost- und Westeuropa-Verkehr. Im ersten Halbjahr nahm das Passagieraufkommen um 5,5 Prozent zu.

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Wien: 18. Internationale Aids-Konferenz

Von 18. bis 23. Juli tagt im Messezentrum in Wien-Leopoldstadt die 18. Internationale Aids-Konferenz (AIDS 2010). Rund 25.000 Teilnehmende aus aller Welt werden erwartet, darunter 2.500 Medienvertreter. Vor- und Begleitveranstaltungen sowie Kulturprogramme machen die Konferenz zu einem umfassenden Event.

Was die alle zwei Jahre stattfindenden Welt-Aids-Kongresse von anderen (medizinischen) Großveranstaltungen unterscheidet, ist der Mix aus Wissenschaft, Politik (Entwicklungs-, Menschenrechts-, Justiz-, Gesundheitspolitik) und den Anliegen der Betroffenen.

Die Konferenz wurde von Bundespräsident Heinz Fischer eröffnet. Hochrangig ist die internationale Gästeliste: Ex-US-Präsident Bill Clinton, Prinzessin Mette-Marit von Norwegen, Microsoft-Gründer Bill Gates, Whoopi Goldberg. Popsängerin Annie Lennox führt am 20. Juli einen internationalen Menschenrechtsmarsch an, der das Thema HIV und Menschenrechte in den Fokus rückt und an dem tausende Demonstranten teilnehmen.

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Österreich und Serbien verstärken Forschungszusammenarbeit

Österreich und Serbien verstärken ihre Zusammenarbeit in Wissenschaft und Forschung. Ein entsprechendes Abkommen wurde am 13. Juli von Wissenschaftsministerin Beatrix Karl und dem serbischen Vize-Premierminister und Wissenschaftsminister Božidar Ðjelić in Wien unterzeichnet. Diese Vereinbarung ermögliche die Lancierung von mehr gemeinsamen Technologie-Projekten, sagte Ðjelić. "Serbien sieht Österreich als Hauptpartner".

Die serbisch-österreichische Kooperation hat sich mit Beginn des EU-Projekts "South East European ERA.NET" (SEE-ERA.NET) im Jahr 2004 intensiviert. Künftig sollen Science Days abgehalten und die Kooperation im Rahmen von EU-Projekten vertieft werden. Besonders gefördert werden sollen der wissenschaftliche Nachwuchs sowie Wissenschafterinnen beider Länder.

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Alfred Kubin in Österreich, Deutschland und Frankreich

Alfred Kubin ist derzeit international hoch im Kurs: Das Nordico Museum der Stadt Linz (Oberösterreich) zeigt noch bis 28. August unter dem Titel "Berührungen Begegnungen" eine einzigartige Ausstellung mit Zeichnungen des Meisters und Werken der ihm seelenverwandten Margret Bilger, Emmy Haesele und Clara Siewert.

Ihr 40-jähriges Bestehen feiert die Ostdeutsche Galerie in Regensburg (Bayern) mit einer Werkschau Kubins: Etwa 75 Aquarelle, Feder- und Bleistiftzeichnungen aus allen Schaffensphasen des böhmischen Künstlers (1877-1959) werden gezeigt. Die Ostdeutsche Galerie wurde 1970 am Regensburger Stadtpark in einem historischen Jugendstilhaus, im 19. Jahrhundert als Turnhalle gebaut, eröffnet. Grundlage war eine 1966 vom Bund, dem Freistadt Bayern und der Stadt Regensburg gegründete Stiftung, die den Auftrag erhielt, das kulturelle Erbe der ehemals deutsch geprägten Gebiete in Osteuropa (Böhmen, Mähren, Schlesien, Ost- und Westpreußen) zu bewahren. Zu den herausragenden Künstlern der Sammlung zählen etwa Käthe Kolwitz, Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff, der aus Pöchlarn (Niederösterreich) stammende Oskar Kokoschka oder eben Alfred Kubin.

Die aus dem 12. Jahrhundert stammende Zisterzienserabtei von Auberive der Region Champagne-Ardenne (Frankreich) zeigt bis 12. September gleichfalls eine Kubin-Ausstellung mit mehr als 90 Aquarellen und Tuschezeichnungen aus den Sammlungen der Oberösterreichischen Landesmuseen, dem Wiener Dommuseum, der Graphischen Sammlung Albertina, dem Museum der Moderne Salzburg sowie aus privaten Sammlungen. Ein detaillierter Ausstellungskatalog enthält Aufsätze führender internationaler Kubin-Experten zu Themen wie "Kubin und die Postmoderne" (Peter Assmann), "Kubin und Wien um 1900" (Franz Smola). Die Ausstellung wurde vom Besitzer der Abbaye d’Auberive, dem französischen Industriellen und Sammler moderner Kunst, Jean-Claude Volot, initiiert und vom Österreichischen Kulturforum Paris unterstützt.

Alfred Kubin erfreut sich nicht erst jetzt in Frankreich größter Wertschätzung. So war ihm schon 2008 eine umfangreiche Sonderausstellung im Pariser Museum für Moderne Kunst gewidmet. Die zurzeit im Pariser Musée d’Orsay laufende Sonderausstellung "Crime et Châtiment" umfasst ebenfalls einige maßgebliche Werke Kubins.

Webtipps: Nordico Museum, Ostdeutsche Galerie Regensburg, Zisterzienserabtei Auberive

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BAWAG Contemporary: Sonia Leimer. Neither in motion nor at rest

Die BAWAG Contemporary, Franz Josefs Kai 3, 1010 Wien, zeigt bis 25. August die Ausstellung "Sonia Leimer. Neither in motion nor at rest". Leimer, 1977 in Meran (Südtirol/Italien) geboren, lebt und arbeitet in Wien. Wie die Kuratorin Brigitte Huck im Katalog erklärt, bezeichnet der kinematographische Begriff "Lost Film" verschollenes beziehungsweise verlorenes Filmmaterial. Zelluloid gilt als empfindlicher und gefährlicher Stoff, der sich bei ungünstigen Lagerbedingungen selbst zerstört und außerdem leicht brennbar ist. Man vermutet, dass 80 Prozent aller Stummfilme unauffindbar, verschwunden und wohl für alle Zeit verloren sind.

Aber auch Spielfilme aus der Nachkriegszeit sind oft nur aus Erzählungen bekannt – etwa Rainer Werner Fassbinders "This Night" (1966). Über den Inhalt ist kaum etwas bekannt. Überliefert ist, dass er von dem Schauspieler Christoph Roser finanziert und auf 8mm gedreht wurde. Drehbuch, Kamera und Regie stammten von Fassbinder selbst. Auch als Schauspieler soll er fungiert haben.

Mit den Brüchigen, dem Labilen, das sich zwischen das scheinbar Festgefügte, Robuste schiebt, beschäftigt sich Sonia Leimer in ihrer Ausstellung. Mit dem konkreten Raum und seinem Verhältnis zur künstlerischen Inszenierung. Mit den Relationen zwischen der heutigen Gesellschaft, individuellen Erzählungen und dem klassischen Bilderkanon. Ihre Arbeit lässt ein klares Bewusstsein für Kernfragen der Gegenwart erkennen und bündelt in den Genres Film, Architektur und Raum grundsätzliche Aussagen zu Material, Medium und Display.

Die neuen Räume der BAWAG Contemporary am Franz Josefs Kai kommen in ihrer Differenziertheit von Hell und Dunkel, den Niveausprüngen und dem großzügigen Galeriedurchblick dem Vorhaben der Künstlerin entgegen, kein geschlossenes Ganzes, sondern vielmehr brüchige Konstruktionen entlang von Raumgrenzen aufzuspüren. Es geht um simulierte Räume, um Räume aus Materialien, die vorgeben, etwas anderes zu sein. Um imaginierte, erzählte, erinnerte Räume.

In fünf Arbeiten aus dem Jahr 2010 nimmt sich Sonia Leimer den filmischen Raum als eigenständigen Raum vor, fragt nach den Konstruktionen von Raum und Zeit, nach den Mustern und Hierarchien, die hinter diesen Konstruktionen liegen und nach der Rolle, die das Imaginäre dabei spielt.

Webtipp: bawagcontemporary

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"Zeichen der Zeit": Neues Ordensmuseum des Bundeskanzleramtes

Unter dem Titel "Zeichen der Zeit" eröffnete vor Kurzem ein Ordensmuseum im Bundeskanzleramt. Zu sehen ist ein Streifzug durch das Auszeichnungswesen der Monarchie sowie der Ersten und Zweiten Republik. Auf Initiative von Präsidialchef Manfred Matzka erarbeiteten Mitarbeiter des Bundespressedienstes und des Protokolls das Konzept und setzten das Museumsprojekt in Räumlichkeiten der Amalienburg um.

Beginnend mit dem Orden vom Goldenen Vlies spannt sich der Bogen zunächst bis zum Militär-Maria-Theresien-Orden, mit dem im Jahre 1757 das österreichische Auszeichnungswesen seinen Anfang nahm. Dieser und die anderen "Hausorden" der Habsburger – St. Stephan-Orden, Leopold-Orden, Orden der Eisernen Krone und Franz-Joseph-Orden – bilden den Schwerpunkt im ersten Raum des Museums. Angesichts des vorhandenen Platzangebotes setzten die Organisatoren der Ausstellung Thomas Eder, Peter Plener und Walter Reichel auf ein Konzept der schlaglichtartigen Verdichtung und wählten eine exemplarische Erzählstruktur, um der Ausstellung Lebendigkeit und Schwung zu verleihen. So wird etwa die literarische Herangehensweise Franz Grillparzers (1791-1872) an das Wesen der Ordensvergabe gezeigt. Der Dichter wandelte sich vom noch jungen und undekorierten Staatsdiener nach dem Empfang mehrerer Auszeichnungen zum milde gestimmten Ordensempfänger.

In Ergänzung der gezeigten Auszeichnungen widmet sich eine Slide-Show den oftmals sehr persönlichen Biografien der Dekorierten. So erfährt man Näheres über den Urgroßvater des Dirigenten Herbert von Karajan, der 1869 mit dem Leopold-Orden ausgezeichnet wurde, oder über Georg Ludwig Ritter von Trapp, den Vater der singenden "Trapp-Familie", der als U-Boot-Kommandant im Ersten Weltkrieg mit dem Maria-Theresien-Orden ausgezeichnet wurde. Begleitet wird die Darstellung der Orden um weitere multimediale Annäherungsmöglichkeiten, wie etwa einige weitere Slide-Shows, die eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema zeigen. Eine Hörstation bietet die Möglichkeit einer akustischen Zeitreise durch die Geschichte der österreichischen Hymnen von der Monarchie bis zur Gegenwart. Ein Film erlaubt Einblicke in die Welt der ordensgeschmückten Opernballbesucher und lässt Passanten, Beamte und Psychotherapeuten zu Wort kommen. Das Fazit: Der Glanz der Auszeichnungen ist über die Jahrhunderte bis heute nicht verblasst.

Zu besuchen ist die Ausstellung für Gruppen nach individueller Vereinbarung unter: walter.reichel@bka.gv.at, thomas.eder@bka.gv.at

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ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival 2010

Bis 15. August ist Wien Zentrum der internationalen Tanzwelt: Bei ImPulsTanz treffen sich die bedeutendsten Choreografinnen und Choreografen und die weltbesten Tanzcompagnien. Zu sehen sind unter anderen Produktionen mit Marie Chouinard, Mathilde Monnier, Anne Teresa De Keersmaeker/Rosas, Jérôme Bel, Alain Platel & Les Ballets C. de la B., Xavier Le Roy, Chris Haring & Les Ballets de Monte-Carlo unter der Leitung von Jean-Christophe Maillot.

Webtipp: ImPulsTanz

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Alfons Haiders Stockerau Open Air Festival 2010: "Victor/Victoria"

Nach dem Zweijahreshit "Ein Käfig voller Narren" setzt der Intendant des Stockerau Open Air Festivals vor dem heuer eingerüsteten Turm der Stadtpfarrkirche auch weiterhin auf Broadway-Musicals mit filmischer Vergangenheit: "Victor/Victoria" geht auf einen UFA-Tonfilm aus dem Jahr 1933 zurück, wurde 1982 von Blake Edwards mit Julie Andrews verfilmt und kam 1995, ebenfalls mit Andrews an den Broadway.

Die Produktion in Stockerau (Niederösterreich), die noch bis 14. August gezeigt wird, ist keinesfalls ein Abklatsch, sondern bewegt sich auf hervorragend professionellem Niveau und leistet sich sogar eine eigene Übersetzung ins Deutsche von Gunther Baumann. Gabriel Baryllis Inszenierung ist flott und pointenreich, die Tanznummern – von Alonso Barros choreografiert – sind schmissig und perfekt. Das Bühnenbild von Walter Vogelweider verbindet Neonschriften und verwaschene Plakatimitationen mit dem Glamour der Showbühne.

Der Plot in Kürze: Eine Frau spielt einen Mann, der eine Frau spielt. In den Hauptrollen: Alfons Haider als homosexueller Toddy und Maya Hakvoort, die auch mit Kurzhaarschnitt und Männerkleidung nie ihren femininen Charme ablegt und mit stets subtil wirkender, stimmlicher wie bewegungsmäßiger Präsenz überzeugt. Eine weitere Stütze des Ensembles ist Christoph Zadra als Gangster King Marchan. Vom Publikum überschwänglich gefeiert wurde die Stockerauerin Ines Hengl-Pirker als strohblonde und –dumme Gangsterbraut Norma Cassidy, als Schauspielerin und Sängerin brillant, von umwerfendem Sexappeal.

Der Premierenabend am 6. Juli war mit Prominenz gefüllt, die sich einhellig begeistert zeigte: Bundespräsident Heinz Fischer, Vizekanzler und Finanzminister Josef Pröll, Außenminister Michael Spindelegger, Sozialminister Rudolf Hundstorfer, Justizministerin Claudia Bandion-Ortner, Nationalratspräsidentin Barbara Prammer und andere. Offensichtlich handelt es sich bei "Victor/Victoria" in Stockerau um ein Muss.

Webtipp: Open Air Festival Stockerau

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Aspang: Peetra Jendrzejek inszeniert "Elling" mit Theatergruppe "SägeWerk"

Der Verein Karl-Schubert-Haus bietet 124 Menschen mit psychischen und kognitiven Behinderungen Lebensraum und unterstützt sie bei der Verwirklichung ihrer individuellen Lebenskonzepte. Oberste Priorität hat die sorgfältige Umsetzung fundamentaler Menschenrechte. Der Verein sieht es als Aufgabe, besonders die Autonomie seiner Bewohnerinnen und Bewohner und ihre offensichtlichen Talente zu fördern.

Die Theatergruppe "SägeWerk" ist Teil des Vereins und hat seit 2004 in Mariensee exzellente Stücke auf die Bühne gebracht - unter anderem von Brecht, Sartre, Giraudoux - in Inszenierungen, die einen Vergleich mit den besten österreichischen und internationalen Theatern nicht zu scheuen brauchen.

Unter Regisseurin Peetra Jendrzejek arbeiten Menschen mit Behinderung gemeinsam mit Betreuenden und professionellen Kunstschafenden wie Schauspielerinnen, Schauspieler, Maskenbildnerinnen, Masbenbildnern und Musikern zusammen. Das gesamte Team umfasst circa 25 Menschen, die in der Theaterarbeit Sinn und Erfüllung finden und ihre Rollen in besonderer Weise ausfüllen.

Ziel der jeweiligen Theateraufführung ist das gemeinsame Erzählen einer Geschichte, in der letztlich der Unterschied zwischen Profi, Betreuer, Bewohner, Musiker und Lichttechniker verschwindet.

Heuer hat Jendrzejek "Elling" des norwegischen Autors Axel Hellstenius im Gwölb des Aspanger Hofs am Wechsel (Niederösterreich) inszeniert, atemberaubend wie immer: Elling und Kjell Bjarne werden aus der psychiatrischen Anstalt in eine Gemeindewohnung entlassen. Sozialpädagoge Frank versucht ihnen bei der Bewältigung des Alltags zu helfen. Schon Kleinigkeiten wie das Benützen eines Telefons, ein Einkauf oder die Pflege sozialer Kontakte stellen große Probleme dar. Außerdem sind die beiden Männer grundverschieden. Während Elling Künstler werden möchte, träumt Kjell von einer Partnerschaft. Eines Tages stürzt tatsächlich eine Frau, die schwangere Ruth, im wahrsten Sinn des Wortes in ihr Leben. Wird das ihre Freundschaft überstehen?

Wenn Sie in diesem Sommer eine Theateraufführung, die etwas Wertvolles bietet, besuchen wollen, dann müssen Sie "Elling" sehen. Noch bis 31. Juli, Informationen unter Telefon: ++43 664 81 33 306 oder kristina.gavric@kshm.at

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Initiative "Kinder gesund bewegen" gestaltet sich zu einem großen Erfolg

Zu einem großen Erfolg gestaltet sich die vom Sportministerium vor einem Jahr ins Leben gerufene österreichweite Initiative "Kinder gesund bewegen".

Bewegungsmangel beeinflusst die Gesundheit unserer Kinder negativ, was sich vor allem in Form von Übergewicht und Haltungsschäden manifestiert. Bewegung, Spiel und Sport können einen unverzichtbaren Beitrag zur Persönlichkeitsentfaltung von Kindern leisten. Genau hier setzt die Initiative "Kinder gesund bewegen" an.

Die Initiative "Kinder gesund bewegen", an der auch die Bundes-Sportorganisation (BSO)/"Fit für Österreich" sowie die Sport-Dachverbände ASKÖ, ASVÖ und SPORTUNION maßgeblich beteiligt sind, will mehr Bewegung für unsere Kinder in Kindergärten und Volksschulen integrieren, da fast alle Kinder in Österreich einige Jahre in einem Kindergarten verbringen und in der Volksschule alle Kinder erreicht werden können.

Zielgruppe sind einerseits die Kinder selbst, aber auch jene, die maßgeblichen Einfluss auf das Bewegungsverhalten der Kinder haben, wie Pädagoginnen und Pädagogen, Eltern und Erziehungsberechtigte.

Ein Jahr nach dem offiziellen Roll-out kann man schon rund 2.900 teilnehmende Institutionen verbuchen, das sind rund 37 Prozent der Zielgruppe (7.900 Volksschulen und Kindergärten). 450 zielgruppenspezifisch ausgebildete Übungsleiterinnen und -leiter setzen die Maßnahmen vor Ort um, mehr als 13.000 Bewegungseinheiten wurden bis dato bereits durchgeführt.

Zusätzlich zu den kostenlosen Bewegungseinheiten gelangen Gutscheine für kostenlose Bewegungsmaterialien zwecks Nachhaltigkeit und Umsetzen der neu gewonnenen Inputs/Impulse zur Verteilung. Bewegungsmaterialien können – genauso wie die Einheiten – bedarfsorientiert gewählt und kombiniert werden, und zwar aus einem Angebotspool beziehungsweise einer Produktpalette. Rund 700 Institutionen haben bereits vom Bewegungsmaterialien-Gutschein Gebrauch gemacht.

Die Initiative wird bereits evaluiert (externes Evaluationsteam), um die Zufriedenheit der Zielgruppe zu messen und das kostenlose Förderpaket laufend optimieren zu können (laut Evaluator rege Beteiligung, Rücklaufquote sehr gut). "Kinder gesund bewegen" ist bewusst vielschichtig angelegt, um Teilnehmende auf vielfältige Weise zu aktivieren. Zwei Schlagwörter zur Initiative sind "bedarfsorientiert" und "additiv". Das bedeutet, dass die unterschiedlichen Bedürfnisse und Rahmenbedingungen interessierter Kindergärten und Volksschulen bewusst gemacht werden sollen. Daher obliegt es den Teilnehmenden selbst, aus den Angeboten die für Sie attraktivste Kombination im Ausmaß von 10 Einheiten (Personenstunden) zu wählen. So bekommt jede Institution ein für sie maßgeschneidertes Angebot von "Kinder gesund bewegen".

Die Initiative möchte Kindergarten- und Volksschulpädagoginnen sowie -pädagogen unterstützen, sofern das gewünscht ist. Auf keinen Fall möchte "Kinder gesund bewegen" bevormundend agieren.

Sportminister Norbert Darabos: "'Kinder gesund bewegen' bietet ein breitgefächertes, vielfältiges Programm, das individuell an die jeweiligen Rahmenbedingungen teilnehmender Institutionen angepasst wird. Damit wollen wir der Kooperation zwischen Schulen, Kindergärten und dem organisierten Sport österreichweit Anstoß geben".

Derzeit führen das Sportministerium, "Fit für Österreich"/Bundes-Sportorganisation (BSO), die Bundessportakademie (BSPA) Wien und das Institut für Medizinische und Sportwissenschaftliche Beratung (IMSB) Austria in Kooperation mit dem Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur und mit der Pädagogischen Hochschule Wien, die Ausbildung zum Kinder-Bewegungscoach durch.

Ziel dieser Pilotveranstaltung ist es, den Kursabsolvierenden die Möglichkeit zu bieten, gemeinsam mit ausgebildeten Pädagogen und Pädagoginnen eine Lehrtätigkeit in den Stunden "Bewegung und Sport" der Volksschulen zu übernehmen. Im September 2010 starten sowohl die Blockveranstaltungen als auch die wöchentlichen Kurse. Die Ausbildung für alle Teilnehmenden ist dabei kostenlos.

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Darabos gratuliert Mountainbikerin Michaela Gigon zum 6. WM-Titel

Zu ihrem bereits sechsten Weltmeisterschafts (WM)-Titel in der Mountainbike-Orientierung konnte Sportminister Norbert Darabos kürzlich Michaela Gigon gratulieren.

Die 33-jährige Heeressportlerin setzte sich im portugiesischen Montalegre auf der Mittelstrecke in 1:00:39 Stunden vor der Dänin Rikke Kornvig (plus 0:33) und Marika Hara (plus 1:14) aus Finnland durch. Die zweite Österreicherin am Start, Sonja Zinkl, belegte Platz 16. Für Gigon war es bereits die vierte Weltmeisterschafts-Goldene über diese Distanz, die sechste insgesamt.

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