Montag, 19. Oktober 2009

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Bundesregierung einig: Mehr Ganztagsschulen

Die Regierungsparteien SPÖ und ÖVP stimmen darin überein, dass die Zahl der Ganztagsschulen ausgebaut werden soll. Einigkeit herrschte nach der Ministerratssitzung am 13. Oktober auch darüber, dass Bildung und Forschung Schlüsselfaktoren für den Aufschwung aus der Wirtschaftskrise und damit zentrale Themen der Regierung seien.

In der großkoalitionären Debatte um Ganztagsschule, neues Lehrerdienstrecht und Schulreform sieht Bundeskanzler Werner Faymann die Regierungspartner diesmal „besser unterwegs“. Angesichts der aktuellen Wirtschaftskrise mit enorm ansteigenden Budgetdefiziten und massiver Neuverschuldung aller EU-Staaten müssten neben den bisherigen Maßnahmen wie Konjunkturprogrammen, aktiver Arbeitsmarktpolitik und Steuerreform weitere Schwerpunkte gesetzt werden. Ganz oben auf der Liste: Investitionen in die Bildung. Derzeit würden durchschnittlich 6.400 Euro pro Schüler ausgegeben. Das sei ein „Spitzenwert in Europa, bringt aber kein Spitzenergebnis. Hier müssen wir die Effizienz steigern“, erklärte Faymann. Von ersten Abwehrreaktionen der Lehrergewerkschaft gegen eine Anhebung der Lehrverpflichtung zeigte sich Faymann unbeeindruckt. Unzählige Studien würden belegen, dass Ganztagsschulen und mehr Förderung bessere Schülerleistungen zur Folge hätten. Derzeit gibt es etwa 90.000 ganztägige Betreuungsplätze, bis 2013 sollen es 120.000 sein.

Im Sinne der Vereinbarkeit von Beruf und Familie müssten ganztägige Schulformen als eine „wichtige Säule des Bildungswesens“ ausgebaut werden, betonte auch Finanzminister Josef Pröll. Verständnis äußerte dieser auch für den Wunsch von Unterrichtsministerin Claudia Schmied nach mehr Geld. Über ein höheres Budget werde man diskutieren müssen, so Pröll.

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Frauen fordern verpflichtende Quote

Bei der parlamentarischen Enquete „Frauen in der Politik – mehr Frauen in die Politik“ am 7. Oktober im Hohen Haus in Wien wurde intensiv über verpflichtende Frauenquoten beziehungsweise Strategien zur Erhöhung des Frauenanteils in der Politik diskutiert. An der Veranstaltung nahmen Expertinnen und Politikerinnen aller Fraktionen teil.

Zur Zeit sind nur 27,9 Prozent der Nationalratsabgeordneten weiblich, im Bundesrat lediglich 25,8 Prozent – viel zu wenig, wie alle Rednerinnen der Enquete betonten. „Ich bekenne mich dazu, dass es notwendig wäre, eine verpflichtende Quote einzuführen, damit sich etwas ändert“, betonte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ). Diese Debatte über mehr Frauen in der Politik sei „längst überfällig“, so Heinisch-Hosek. Dabei gehe es neben der Bundespolitik auch um die Länder und Gemeinden. Sie hofft auf den Nationalen Aktionsplan zur Gleichstellung bis 2013.

Auch Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (SPÖ) sprach sich dezidiert für eine Quotenregelung aus. Um einen Frauenanteil von 50 Prozent zu erreichen, sei ihr „fast jedes Mittel recht“.

„Wir verzichten derzeit auf sehr viel Potenzial“, schloss sich Familienstaatssekretärin Christine Marek (ÖVP) den Forderungen ihrer Kolleginnen an. Das Ziel sei „klar“: Frauen müssten entsprechend der Bevölkerung „auf allen Ebenen“ vertreten sein. Auch die Grünen traten für Sanktionen bei Nichteinhaltung von Quoten ein. Gegen Quotenregelungen sind FPÖ und BZÖ.

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Seniorenrat tagte im Hohen Haus

Bei der insgesamt neunten Vollversammlung des überparteilichen Seniorenrats am 8. Oktober im Parlament forderten die Seniorenvertreter von SPÖ und ÖVP eine Erhöhung ihrer Pensionsbezüge im Jahr 2010 um 1,9 Prozent und nicht nur die gesetzlich vorgesehen 1,5 Prozent. Eine Anpassung um den Pensionistenpreisindex sei legitimes Ziel zur Sicherung der Lebensgrundlage von mehr als 2 Millionen PensionistInnen.

„Uneingeschränkte Akzeptanz“ forderte der Seniorenrat in seiner Rolle als „fünfter Sozialpartner“, etwa bei Regierungsgesprächen mit Kammern und Gewerkschaft. Protestiert wurde gegen Pensionisten-Hetze in den Medien („graue Gefahr“, „Kukident“-Generation). Bundespräsident Heinz Fischer und Bundeskanzler Werner Faymann sprachen von „inakzeptablen Ausdrucksweisen“ und mahnten zu gegenseitigem Respekt.

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Gesetz rehabilitiert NS-Deserteure

Die Regierungsparteien SPÖ und ÖVP sowie die oppositionellen Grünen haben sich am 7. Oktober auf einen Gesetzesentwurf zur Rehabilitierung von Wehrmachtsdeserteuren und Opfern der NS-Unrechtsjustiz geeinigt. Demnach werden Deserteure, Kriegsverräter, Kriegsdienstverweigerer und Selbstverstümmler ohne Einzelfallprüfung als Kämpfer gegen das NS-Regime gewürdigt.

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Gemeinsame Sitzung der Regierungen Österreichs und Ungarns

Die Regierungen Österreichs und Ungarns haben am 15. Oktober in Eisenstadt (Burgenland) ihre dritte gemeinsame Arbeitssitzung abgehalten. Dabei ging es im Wesentlichen um Wirtschaftskrise, EU und Fragen der inneren Sicherheit.

Den Forderungen des tschechischen Präsidenten Vaclav Klaus bezüglich einer Änderung des EU-Reformvertrages von Lissabon erteilte Bundeskanzler Werner Faymann bei dieser Gelegenheit neuerlich eine Absage. Menschenrechte oder Ansprüche von Vertriebenen dürften keinesfalls geschmälert werden, so Faymann. (Klaus erklärte mittlerweile, die Ratifizierung nicht mehr von vertraglich verankerten Ausnahmeregelungen abhängig zu machen, sondern punkto Benes-Dekreten auch Garantien zu akzeptieren.)

Beide Seiten unterstrichen die enge bilaterale Zusammenarbeit. So gebe es 39 genehmigte Projekte um 48,3 Millionen Euro zur Förderung grenzüberschreitender Kooperationen bei Verkehr, Energie und Umwelt. Bajnai dankte Österreich für die „Solidarität“ vor einem Jahr, als Ungarn von der EU 6,5 Milliarden Euro Krisenhilfe erhielt.

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EU-Kommissionspräsident Barroso eröffnete Europa-Haus in Wien

In der Wiener Innenstadt gegenüber der Börse wurde am 16. Oktober mit einem Festakt das neue „Haus der Europäischen Union“ eröffnet. Unter den Ehrengästen fanden sich EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso, Bundespräsident Heinz Fischer, Vizekanzler Finanzminister Josef Pröll, EU-Parlamentspräsident Jerzy Buzek, EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner und Außenminister Michael Spindelegger.

Das neue EU-Haus solle vor allem mehr „Bürgernähe“ ermöglichen, waren sich alle Festredner einig. Barroso sprach von einem „Flaggschiff“, Spindelegger von einer „Schnittstelle zwischen den EU-Institutionen und der Bevölkerung“. Tags zuvor hatte Barroso Gespräche mit Fischer, Faymann und Pröll geführt. Die Frage des künftigen österreichischen EU-Kommissars wurde dabei allerdings noch nicht geklärt.

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Israels Außenminister in Wien

Israels Außenminister Avigdor Liberman ist am 14. Oktober in Wien mit Außenminister Michael Spindelegger zusammengetroffen. Bei den informellen Gesprächen wurden neben bilateralen Themen und den Beziehungen Israels zur EU auch der Nahostkonflikt und der Atomstreit mit dem Iran erörtert. (Österreich führt im November den Vorsitz im UNO-Sicherheitsrat.)

Spindelegger hat Israel zu einem „glaubwürdigen Stopp der illegalen Siedlungspolitik, auch in Ostjerusalem, und einem Abbau der seit 2001 illegal erbauten Außenposten“ auf palästinensischem Gebiet aufgefordert. Ebenso sollte Israel dem „humanitären Elend“ im Gaza-Streifen ein Ende bereiten. Israel lehnt einen Siedlungsstopp kategorisch ab. Aus dem israelischen Außenamt hieß es nach dem Treffen, die Beziehungen zwischen Israel und Österreich seien trotz unterschiedlicher Meinungen „sehr gut“.

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Außenminister Spindelegger zu Besuch in Moskau

Er freue sich über Russlands Bereitschaft, Österreich bei dessen Vorsitz im UNO-Sicherheitsrat im November „tatkräftig“ zu unterstützen, erklärte Außenminister Michael Spindelegger am 5. Oktober in Moskau bei Gesprächen mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow. Russland sei in der internationalen Zusammenarbeit ein unerlässlicher Partner, betonte Spindelegger. Österreichs Ziel sei es, den Schutz der Zivilbevölkerung in bewaffneten Konflikten wieder an die Spitze der UNO-Agenda zu stellen.

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Außenminister Spindelegger: Kosovo Schlüsselfaktor für stabilen Balkan

Außenminister Michael Spindelegger besuchte am 8. Oktober Albanien und den Kosovo. Zentrales Thema war der Annäherungsprozess Albaniens und des Kosovo an die EU, den Österreich befürwortet. Österreich hatte den Kosovo bereits zehn Tage nach dessen Unabhängigkeit von Serbien im Februar 2008 anerkannt. Der Kosovo sei ein „Schlüsselfaktor in der langfristigen Stabilisierung des Balkan“. Vorrangiges Ziel bleibe ein friedlicher, multiethnischer Kosovo, in dem allerdings auch die serbische Minderheit in Würde und Sicherheit leben könne, so Spindelegger im Hinblick auf die Lokalwahlen im November, die man als Test für die kosovarische Regierung in Pristina bewerten werde. Bei diesen ersten Wahlen im Kosovo müsse ein „ermutigendes Zukunftssignal für alle Kosovaren“ erfolgen.

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Milliardenpaket für Österreichs Exportwirtschaft

Nach einem ersten im Juli verabschiedeten Programm zur Stützung der Exportwirtschaft will das Finanzministerium nun ein weiteres Hilfspaket in größerem Umfang nachlegen. Der Staat will Haftungen in Milliardenhöhe übernehmen, um die deutlich eingebrochenen Ausfuhren zu stützen. Laut Tageszeitung „Der Standard“ (8. Oktober) soll es um Garantien von 2 bis 3 Milliarden Euro gehen.

Den Plänen zufolge will man den Hebel bei den Kreditversicherern ansetzen. Unternehmen wenden sich an Kreditversicherer zur Bewertung des Risikos eines Zahlungsausfalls und um im Falle der Zahlungsunfähigkeit des Kunden den Schaden zu begrenzen. Wegen der massiven Verschlechterung der Bonität erhielten viele Exporteure aber gar keine Absicherung mehr, weil die Risiken zu hoch seien, erklärte der Chef der Außenwirtschaftsorganisation in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Walter Koren, im „Standard“.
Zudem hätten Kreditversicherer ihrerseits Schwierigkeiten, ihr eigenes Risiko rückzuversichern. Hier will nun die Republik einspringen. Bisher gelten die staatlichen Rückversicherungen für „nichtmarktfähige Risken“, also für Exporte außerhalb der OECD, etwa in die Ukraine. Noch im Herbst soll eine wesentliche Erweiterung stattfinden: Der Bund will mit Kreditversicherern eine Vereinbarung abschließen, wonach auch Exporte innerhalb der OECD und der EU vom Staat rückversichert werden können. Diese Maßnahme muss allerdings noch von der EU-Kommission genehmigt werden, wobei ähnliche Pakete für Frankreich und Großbritannien schon bewilligt wurden.

Über Details verhandeln Finanzministerium und Kreditversicherer bereits: Die staatliche Rückversicherung (2 bis 3 Milliarden Euro) soll bis Ende 2010 in Anspruch genommen werden können.
Die Mittel sollen aus dem bestehenden, bisher aber nicht voll ausgeschöpften Haftungsrahmen der Oesterreichischen Kontrollbank (OeKB) kommen. Die Kontrollbank verfügt über einen Rahmen von 50 Milliarden Euro zur Besicherung langfristiger Exporte (über 24 Monate) und politischer Risiken bei Auslandsinvestitionen. OeKB-Chef Rudolf Scholten begrüßte die „Ausweitung des Instrumentenkastens“. Die Republik besteht allerdings auf Prämien und einer Besserungsklausel. Demnach sollen die Versicherer zu einem wirtschaftlich günstigeren Zeitpunkt dem Bund einen Anteil an ihrem Gewinn zurückgeben. Die Kreditversicherer warnen vor überhöhten Erwartungen. Sollten sie das Angebot nicht annehmen, gibt es einen Plan B: Dann könnte der Staat nicht nur als Rückversicherer auftreten, sondern auch direkte Exportgarantien vergeben.

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Slowakei gibt grünes Licht für Ölpipeline nach Schwechat

Österreich erhält mit dem Bau einer Ölpipeline zwischen der OMV-Raffinerie Schwechat und Bratislava eine direkte Anbindung an das bestehende 3.000 Kilometer lange russische Pipeline-Netz. Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und sein slowakischer Amtskollege Lubomir Jahnatek haben am 16. Oktober in Bratislava ein entsprechendes „Memorandum of Understanding“ unterzeichnet, hieß es bei einer Pressekonferenz.

Die geplante „Bratislava-Schwechat-Pipeline“ ist 60 Kilometer lang und soll eine jährliche Gesamtkapazität zwischen 2,5 und 5 Millionen Tonnen Öl haben. Umgesetzt wird der Bau von der OMV und dem slowakischen staatlichen Pipeline-Betreiber Transpetrol. Damit werde erstmals die direkte Lieferung von Rohöl aus Russland nach Österreich ermöglicht, erklärte der stellvertretende OMV-Generaldirektor Gerhard Roiss. Voraussichtlicher Baubeginn sei 2011, mit der Fertigstellung rechne man im Jahr 2012.

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Lebensmittel aus Österreich im Ausland gefragt

Lebensmittel aus Österreich erweisen sich als krisenfest. Vor allem in den wichtigsten Exportdestinationen Deutschland und Italien hat sich der Außenhandel mit heimischen Produkten vergleichsweise gut gehalten. Die Agrarmarkt Austria (AMA) Marketing erwartet für 2009 sogar einen neuen Mengenrekord im agrarischen Außenhandel. Aufgrund gesunkener Preise liegen die wertmäßigen Lebensmittellieferungen bis zum Halbjahr hingegen um 10 Prozent zurück. Für das Gesamtjahr 2009 wird mit einem agrarischen Export von 7,2 Milliarden Euro gerechnet, nach 7,96 Milliarden Euro im Jahr 2008. Gegenüber 1995 bedeute dies eine Vervierfachung der Agrarexporte, zeigte sich AMA-Geschäftsführer Stephan Mikinovic am 5. Oktober bei der weltgrößten Lebensmittelmesse Anuga in Köln zufrieden. Seit dem EU-Beitritt lagen die Exportzuwachsraten jährlich zwischen 7 und 20 Prozent. Wichtigste Waren sind Milch und Milchprodukte, Getränke, Backwaren und Fleisch und Fleischzubereitungen.

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Kulturministerin bei UNESCO-Generalkonferenz in Paris

Kulturministerin Schmied nahm am 8. Oktober als Vertreterin der österreichischen Bundesregierung an der alle zwei Jahre stattfindenden Generalkonferenz der UNESCO in Paris teil. Im Rahmen ihrer Rede betonte sie die volle Unterstützung Österreichs für die wichtigen Aktivitäten der UNESCO in den Bereichen Bildung und Kultur. Auch unterstrich sie, dass die UNESCO-Schwerpunkte Afrika und Geschlechtergerechtigkeit von zentraler Bedeutung seien und von Österreich ebenfalls unterstützt würden. Für Schmied leistet Bildung einen zentralen Beitrag in diesen Bereichen. Sie verwies auch auf die Bedeutung des freien und gerechten Bildungszugangs für alle Menschen und betonte weiters die große Bedeutung der Mehrsprachigkeit und speziell des muttersprachlichen Unterrichts im Bildungssystem. „Das internationale Jahr der Sprachen 2008 hat bewiesen, dass Sprachen und Mehrsprachigkeit zentrale Themen auf der internationalen Agenda sind“. Schmied widmete sich dann den Schwerpunkten der österreichischen Kulturpolitik: „Die Ermöglichung kultureller Vielfalt, die Bewahrung des kulturellen Erbes in all seiner Vielfalt und der Dialog der Kulturen haben für Österreich höchste Priorität“. Sie verwies in diesem Zusammenhang auf die Wichtigkeit der UNESCO-Konventionen zur Sicherung der Vielfalt der kulturellen Ausdrucksformen und des immateriellen Kulturerbes. Auch das „Memory of the World“-Programm sei von zentraler Bedeutung. Abschließend hob sie den Einsatz der UNESCO für Menschenrechte und Pressefreiheit hervor.

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Hohe Auszeichnung für den Musikhistoriker Henry-Louis de la Grange

Am 9. Oktober überreichte in Paris Kulturministerin Schmied das vom Bundespräsidenten verliehene Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse an den französischen Musikhistoriker Henry-Louis de la Grange. In ihrer Laudatio bezeichnete sie den international renommierten Gustav-Mahler-Forscher als „eine faszinierende und äußert bescheidene Persönlichkeit, die das Scheinwerferlicht scheut, jedoch immer auf Gustav Mahler lenkt“. Die Arbeit des Wissenschaftlers ziehe „die Aufmerksamkeit der musikalischen Fachwelt auf Wien“ und trage damit „wesentlich zur kulturellen Identitätsbildung Österreichs bei“. Henry-Louis de la Grange wurde 1924 in Paris geboren. Seine bahnbrechenden Forschungen förderten die akademische Rezeption des Werks von Gustav Mahler. Die von ihm gegründete Médiathèque Musicale Mahler in Paris gilt als beispielhaftes Forschungszentrum für Musik des 19. und 20. Jahrhunderts, in dem auch der musikhistorischen Bedeutung Österreichs umfassend Rechnung getragen wird.

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Musikfestival Wien Modern

Mit einer „noch nie dagewesenen Vielzahl von Porträts“ bespielt das Neue Musik-Festival „Wien Modern” von 29. Oktober bis 21. November zwanzig verschiedene Wiener Spielorte in großer programmatischer Dichte von siebzig Veranstaltungen. Der Schwerpunkt „Televisionen“ behandelt die Beziehung des Mediums Fernsehen mit der Neuen Musik. Dementsprechend stehen „Ausgrabungen und Wiederentdeckungen“ aus dieser vielfältigen Kooperationsgeschichte seit den 50er Jahren im Zentrum der „Televisionen“-Reihe im Konzerthaus. Mit dem Medium Fernsehen gearbeitet und es für die Revolution der Oper genutzt hat nicht zuletzt Robert Ashley, dem „Wien Modern“ ein umfassendes musikalisches Porträt widmet. Seine TV-Opern werden in voller Länge gezeigt. Weitere Porträts gibt es von dem norwegischen Experimentalmusiker und Komponisten Ole-Hendrik Moe und dem Österreicher Bernhard Gander.

Wie schon bei den Salzburger Festspielen, dem Holland Festival und der Biennale in Venedig spielt auch bei „Wien Modern“ Edgar Varese (1883-1965) eine zentrale Rolle. Sein Werk wird in Doku-Konzerten, Klangprojekten und Gesprächen auf die gegenwärtige elektronische Musik bezogen sowie auf den Komponisten, Musiktheoretiker und Architekten Iannis Xenakis (1922-2001), mit dem er sich eine Doppelretrospektive teilt. Gemeinsam arbeiteten sie etwa am Philips-Pavillon für die Weltausstellung 1958 in Brüssel – das von Varese dafür geschaffene „Poème électronique“ wird bei „Wien Modern“ im Kuppelsaal der Technischen Universität erklingen. Von Xenakis wiederum werden die wichtigsten Orchester- und Ensemblewerke aufgeführt – darunter das selten gespielte „Terretektorh“, bei dem 88 Musiker des Radio Symphonie Orchesters Wien (RSO) unter Peter Eötvös in den Reihen des Konzerthauses verteilt mitten aus dem Publikum spielen.

Im „Fokus“ stehen jüngere österreichische Komponisten: Eva Reiter und Philipp Quehenberger. Lang ist die Liste origineller Einzelprojekte: „theatercombinat“ zeigt eine weitere Entwicklung von Elfriede Jelineks „Bambiland“ in der Anker Brotfabrik (7.11.), Choreographin Christine Geig und Komponist Bernhard Lang präsentieren ihre jüngste Zusammenarbeit „TrikeDoubleThree“ ab 19.11. im Tanzquartier. Im Gartenbaukino, das in der „philiale“ auch die samstäglichen „Konzertparties“ beherbergt, wird ab 7.11. der Stummfilmklassiker „The Phantom Carriage“ mit der neukomponierten Live-Musik des Duos „KTL“ gespielt. Für Kinder und Jugendliche bietet der „Dschungel Wien Modern“ wieder ein breites Musiktheater und Performance-Programm. www.wienmodern.at

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Österreichische Filmkunst dominiert auch die Viennale 09

Viele Jahre wurde der österreichische Film beim Filmfestival Viennale, das heuer von 22. Oktober bis 4. November stattfindet, eher stiefmütterlich behandelt. In den letzten Jahren erfuhr der österreichische Film international eine nie zuvor erlebte Beachtung. Österreichische Filmemacherinnen und Filmemacher bziehungsweise Schauspielerinnen und Schauspieler werden der Weltklasse zugerechnet, wurden unter anderem in Hollywood, Cannes, Venedig oder Berlin ausgezeichnet. Dieser weltweiten Aufmerksamkeit trägt auch die Viennale Rechnung - mit der stärksten österreichischen Präsenz seit langer Zeit und einer eigenen „Home Run“-Schiene zur Hauptabendzeit im Künstlerhauskino. Insgesamt 24 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme wurden von Festivaldirektor Hans Hurch programmiert. Und mit „La Pivellina“ von Tizza Covi und Rainer Frimmel wird es am 22.10. auch erstmals in der Geschichte der Viennale einen österreichischen Eröffnungsfilm geben, der in Cannes uraufgeführt wurde. Erzählt wird mit Laiendarstellern die Geschichte eines kleines Mädchens, das von seiner Mutter an der Peripherie Roms ausgesetzt und von Schaustellern aufgenommen wird.

Erst kürzlich in Venedig uraufgeführt hat auch Jessica Hausners mehrfach ausgezeichnete Produktion „Lourdes“ ihre Wiener Heimpremiere. In dem Film spielt Sylvie Testud eine an den Rollstuhl Gefesselte, die an einer Gruppenreise nach Lourdes teilnimmt, wo sie (vorläufig?) geheilt wird, was bei den anderen Neid und Unzufriedenheit auslöst. Der Streifen wirkt mit seinen distanzierten Bildern wie eine Cool Jazz-Komposition.

Die meisten österreichischen Filme feiern bei der Viennale aber ihre Uraufführung, so „Blutsfreundschaft“, das neue Werk von Peter Kern mit dem ehemaligen brillanten Visconti-Schauspieler Helmut Berger in der Hauptrolle. In dem Film überfällt ein Jugendlicher mit seiner Neonazi-Clique eine soziale Einrichtung und kommt daraufhin bei einem 80-jährigen homosexuellen Wäschereibesitzer (Berger) unter.

Von dem Engländer Peter Whitehead, dem 2006 ein Tribute gewidmet war, wird die amerikanisch-österreichische Koproduktion „Terrorism Considered As One Of The Fine Arts“ über einen Spion in einer Antiterror-Abteilung gezeigt.

Unter den insgesamt sechs Spielfilmen haben es auch die Spielfilm-Debüts „Koma“ von Ludwig Wüst und „Domaine“ des in Frankreich lebenden Österreichers Patric Chiha in die Selektion geschafft.
Außerdem sind zehn aufregende Dokus zu sehen, etwa „Frauenkarawane“ von Nathalie Borgers. Ihr Werk beschäftigt sich mit patriarchalischen Strukturen und autonomem Handeln von Frauen, welche die Wüste bis zur nächsten Wasserstelle wochenlang durchwandern. Houchang Allahyari porträtierte die Wiener Grande Dame der Sozialarbeit, Ute Bock, mit all ihren Widersprüchen. Die Schauspielerin und Regisseurin Andrea Eckert widmet sich in „Durch die Welt nach Hause“ dem Schriftsteller Frederic Morton, der 1940 als Fritz Mandelbaum vor den Nazis flüchten musste.

Spannend ist auch das Kurzfilmprogramm mit Werken von unter anderem Sigi A. Fruhauf, Sasha Pirker, Heinz Emigholz, Sabine Marte, Rainer Gamsjäger und Philipp Fleischmann. Den Vorboten des österreichischen Kinos vor hundert Jahren widmet sich das Filmarchiv Austria mit der Programmreihe „Early Austrians“. Im Mittelpunkt der Auswahl von 1906-1918 stehen österreichische Kinopioniere, darunter Fotografen, Techniker, Schriftsteller, aber auch Schauspieler oder Handwerker die mit der tatsächlichen Herstellung des Films zu tun
hatten. www.viennale.at

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Leopold Museum: Edvard Munch und das Unheimliche

Unter dem Titel „Edvard Munch und das Unheimliche” zeigt das Leopold Museum bis 18. Jänner 2010 über 200 Werke von Munch, Ensor, Goya, Böcklin, Gauguin, Moreau, Schiele und anderer Künstler des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. „Symbole des Unterbewussten“, „Träume und Alpträume“, „Geister und Visionen“ oder „Das unheimliche Heim“ sind Themen dieser Schau, die dazu einlädt, der Frage nachzugehen: Wie erscheint das Unheimliche in der Kunst?
Inhaltliche Schwerpunkte sind französischer, belgischer und deutscher Symbolismus, und schließlich die frühen Spuren psychologischer Erkenntnisse in den gezeigten Werken.

Das Munch Museum in Oslo unterstützt diese außergewöhnliche Ausstellung mit 35 Hauptwerken ihres Heros. Die weiteren Werke stammen aus internationalen und österreichischen Museen – darunter Gemälde, Zeichnungen und Grafiken von Odilon Redon, Max Klinger, Otto Modersohn, Fernand Khnopff, Victor Hugo, Franz von Stuck, Charles Meryon oder Alberto Martini.

Begleitend zur Ausstellung wird ein interessantes Rahmenprogramm geboten, so zum Beispiel am 21.11. um 15 Uhr Olivier Messiaens „Quatour pour la fin de temps“. www.leopoldmuseum.org

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Ausstellung: Kunst aus der Lauder Chabad-Schule Wien-Leopoldstadt

Von Februar 2008 bis Oktober 2009 trafen sich Jugendliche der Lauder Chabad-Schule Wien-Leopoldstadt bei zahleichen Workshops, um ihre Werte, ihr religiös-kulturelles Verständnis und ihre Identität zu erkunden: durch Malerei, Illustration, Film und Fotografie. Die Schülerinnen und Schüler zwischen 15 und 18 Jahren haben durch ihre künstlerische Arbeit die persönliche Wahrnehmung geschärft und stereotyp angelernte Haltungen zu relativieren gelernt. Die Werke sind im Stadion Center, dem Einkaufszentrum neben dem Ernst Happel-Stadion, 1020 Wien, Olympiaplatz 2 (1. Obergeschoss), von 29. Oktober bis 11. November zu sehen. Die Schau findet auch im Rahmen der 2007 gegründeten Bezirkspartnerschaft Leopoldstadt-Brooklyn statt. Geplant ist, die Werke in Brooklyn zu zeigen beziehungsweise die Kunstwerke der New Yorker Partnerschule in Wien.

Das nach dem großen österreichischen Fußballspieler und -trainer Ernst Happel (1925-1992) benannte Stadion hat nicht nur eine ruhmreiche Geschichte. Zur NS-Zeit (1938-1945) war das Stadion eine Kaserne und Planungszentrale, auch ein Sammelpunkt zur Deportation jüdischer Mitbürger. So wurden hier im September 1939 Wiener Juden in Gewahrsam genommen. 1038 Gefangene wurden in das Lager Buchenwald deportiert, nur 60 Männer haben überlebt. Seit 13. November 2003 erinnert eine Gedenktafel an diese mörderischen Verbrechen.

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Großartige Plakat-Schau im MAK

Das MAK zeigt von 25. November 2009 bis 10. Jänner 2010 in der Schau „2x100 Beste Plakate“ unterschiedliche Aspekte des Grafikdesigns. „100 Beste Plakate 08. Deutschland Österreich Schweiz“ stellt zeitgenössische Exponate des diesjährigen Wettbewerbs vor, während „100 Beste Plakate aus Österreich“ den Bogen von der frühen „Corporate Identity“ der Secessionskunst um 1900 bis zu den Ansprüchen des modernen Grafikdesign spannt. www.MAK.at

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„Fit für Österreich“ und WGKK: Bewegung auf Rezept in ganz Wien

Lebensstilerkrankungen sind auf dem Vormarsch. Neben falscher Ernährung ist es vor allem die Bewegungsarmut, die Menschen erst dick, dann krank macht. Die Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) und „Fit für Österreich“ (eine Initiative des Sportministeriums, der Österreichischen Bundes-Sportorganisation (BSO) und der Sport-Dachverbände ASKÖ, ASVÖ und SPORTUNION) haben daher das Projekt „Bewegt gesund – Das Rezept zur aktiven Vorsorge“ ins Leben gerufen, um Menschen zu gesundheitsorientierter Bewegung zu motivieren.

Ziel von „Bewegt gesund“ ist, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Adipositas, das Metabolische Syndrom und dessen Folgen sowie Diabetes mellitus Typ 2, zu verhindern und Diabetiker zu unterstützen, ihre Krankheit durch moderate Bewegung besser in den Griff zu bekommen. Nach einer erfolgreichen Pilotphase wird „Bewegt gesund“ nun auf ganz Wien ausgedehnt. Ab sofort soll ein Arzt Bewegung wie ein Rezept verschreiben können, wenn eine Patientin oder ein Patient bedenkliche Werte bei einer Vorsorgeuntersuchung aufweisen. „Bewegt gesund“ ist vorerst auf drei Jahre anberaumt.

„Die Österreicher legen zu“, so der alarmierende Befund von Sportminister Mag. Norbert Darabos: „Allein in den vergangenen zehn Jahren ist das durchschnittliche Körpergewicht der stellungspflichtigen jungen Männer von 71,5 kg auf 74,4 kg gestiegen. Der Anteil jener, die mehr als 100 Kilo auf die Waage bekommen haben, hat sich mehr als verdoppelt - von 3 Prozent auf knapp 6,5 Prozent." Das hat schwer wiegende Folgen: „1991 waren 3,3 Prozent der österreichischen Rekruten fettleibig, 2002 waren es mehr als doppelt so viele“, so Norbert Darabos. Internationalen Schätzungen zufolge könnte im Jahr 2040 jeder zweite Erwachsene adipös sein. Dann würden rund 850.000 erwachsene Wiener zu viel Gewicht mit sich herumschleppen, sechsmal so viele wie heute.

Folgeerkrankungen von Übergewicht sind Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes. Kein Wunder, dass die Zahl der Diabetiker steigt – Hochrechnungen zufolge könnte es bis 2050 um 47 Prozent mehr Zuckerkranke geben als noch 1999. Fast jeder 10. Österreicher wäre dann Diabetiker. Bluthochdruck und die damit verbundenen Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind seit Jahren die Todesursache Nummer eins in Österreich.

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Integration durch Sport mit Vastić

Fußball-Star Ivica Vastić steht im Mittelpunkt des neuen Jugendbuchs „Gemeinsam gewinnen wir“, wo es um Integration durch Sport geht. Auf Initiative von Sportminister Darabos wird das Buch österreichweit an alle Schulen verteilt, die an der Fußball-Schülerliga teilnehmen.

Die Erfahrungen des aus Kroatien stammenden Ivica Vastić sollen beispielhaft für junge Österreicherinnen und Österreicher und Kinder mit Migrationshintergrund sein. Fast 40-jährig hatte der dunkelhaarige Modellathlet erst 2008 seine Karriere beendet.

Sportminister Darabos betont immer wieder die Bedeutung des Themas Integration auch für den Sport: „Gerade der Sport kann Barrieren zwischen Menschen überwinden helfen. Hier zählen das Miteinander, Fair Play und gegenseitige Rücksichtnahme.“

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Sportminister Darabos würdigt die Leistungen Hermann Maiers

Lobende Worte fand Sportminister Norbert Darabos zu Skistar Hermann Maier, der überraschend seine Karriere beendete: „Viele österreichische Sportler sind im Laufe der letzten Jahrzehnte zu Weltstars geworden, Hermann Maier ist aber einer der ganz wenigen, der schon während seiner aktiven Zeit den Status einer Legende genoss. Mehr als ein Jahrzehnt hat er die nationale und internationale Sportwelt in Atem gehalten, sei es durch seinen kometenhaften Aufstieg Ende der Neunzigerjahre vom einfachen Maurer zum Gesamtweltcupsieger, sei es durch sein Doppelgold bei den Olympischen Spielen in Nagano 1998 inklusive seines Horror-Sturzes bei der Abfahrt, oder durch seine atemberaubenden Comebacks nach schweren Verletzungen. Wie hunderttausende andere Sportfans in Österreich bin ich Hermann Maier für seine Leistungen, die er für unser Land erbracht hat, dankbar.

Mit 54 Weltcupsiegen, vier großen Kristallkugeln, dreimal WM-Gold und zwei Olympiasiegen ist er zum erfolgreichsten österreichischen Skifahrer seit Beginn der Weltcup-Ära geworden. Seine Popularität und Vorbildwirkung reichte aber immer weit über seinen ureigentlichen Wirkungskreis hinaus. Hermann Maiers Entschluss zur Beendigung seiner einzigartigen Karriere ist voll und ganz zu respektieren. Ich wünsche ihm viel Glück auf seinem weiteren Lebensweg abseits der Rennpisten“, so Darabos.

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