Montag, 20. Februar 2006

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Österreichische EU-Präsidentschaft vermittelt im Karikaturenstreit

Die österreichische EU-Präsidentschaft unternahm im Streit um die Mohammed-Karikaturen einen viel beachteten Vermittlungsversuch. Am 16. Februar fand auf Initiative von Außenministerin Ursula Plassnik im Wiener Außenamt ein hochrangiges Krisentreffen mit dem dänischen Außenminister Per Stig Möller, dem Großmufti von Syrien, Ahmad Bader Hassoun, dem bosnischen Reis-ul-Ulema, Mustafa Ceric, und dem Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, Anas Schakfeh, statt.
Einigkeit bestand darüber, dass der Dialog zwischen den Religionen und Kulturen wieder aufgebaut und den Extremisten Einhalt geboten werden müsse. Das Zustandekommen dieses Treffens und dessen sehr konstruktiver Verlauf gelten als bisher wichtigster Erfolg bei den Bemühungen um Deeskalation.
Die islamischen Würdenträger sprachen sich für eine UN-Konvention aus, welche die Beleidigung jeder Religion unter Strafe stellt. Beide waren um Gesten der Versöhnung bemüht und boten ihre Vermittlertätigkeit an.
„Dieses Treffen war ein kleines Signal“, erklärte Plassnik in ihrer Funktion als EU-Ratsvorsitzende. Die Gespräche seien „hervorragend“ gelaufen, meinte auch Außenminister Möller.
Plassnik sprach von einem „kleinen Netzwerk von Brückenbauern“, das gebildet worden sei. Auch in Österreich sei die islamische Welt „eine Realität“ auf lange bewährter Basis von Begegnung und Dialog. Die Außenministerin verwies auf die beiden internationalen Islam-Konferenzen 2003 und 2005 in Österreich. Aus aktuellem Anlass gab es am 13. Februar in Wien ein Treffen zwischen Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und Vertretern der großen Glaubensgemeinschaften in Österreich. Die Muslime in Österreich sprachen der Bundesregierung Dank und Anerkennung für deren „äußerst ausgewogenes“ Engagement im Karikaturen-Streit aus. ■

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Bundespräsident Fischer besuchte EU-Parlament in Straßburg

„Wertvoll und nützlich“ nannte der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer den geplanten europäischen Verfassungsvertrag bei seinem Auftritt vor dem EU-Parlament in Straßburg am 15. Februar. Das Projekt „zum Friedhof zu begleiten“ sei „kleinmütig“, denn ohne „verbesserte Spielregeln“ könne eine „EU der 25 plus“ kaum funktionieren, so Fischer. Bulgarien, Rumänien und wohl auch Kroatien würden der Europäischen Union in Kürze beitreten. Für nachfolgende Erweiterungsschritte gelte es, die „politischen Grenzen“ der EU festzulegen. Dabei spiele neben der Erfüllung der EU-Kriterien vor allem die Aufnahmefähigkeit der Union eine Rolle. Den Ländern des Westbalkans müssten jedenfalls klare Perspektiven offen bleiben. Fristen oder Daten zu nennen, wäre jedoch „unseriös“, betonte das Staatsoberhaupt.
Mit Nachdruck plädierte Fischer für eine EU-weite Volksabstimmung mit doppelter Mehrheit bei allen weitreichenden Entscheidungen.
Die in europäischen Medien veröffentlichten Mohammed-Karikaturen kritisierte Fischer als kränkenden Tabubruch, verurteilte allerdings Gewalt und Terror gegen schuldlose Menschen.■

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Kanzler Schüssel empfing Luxemburgs Ministerpräsidenten Juncker

Der luxemburgische Ministerpräsident Jean Claude Juncker traf am 14. Februar in Wien mit Bundeskanzler und EU-Ratsvorsitzendem Wolfgang Schüssel zu Arbeitsgesprächen zusammen. Wichtigstes Thema war das EU-Budget. „Eine Finanzierung der EU nach der bisherigen Methode wird es in Zukunft nicht mehr geben, das Modell ist vollkommen ausgereizt“, erklärte Schüssel in einer gemeinsamen Pressekonferenz. Man müsse sich rechtzeitig Gedanken darüber machen, wie Europa künftig zu finanzieren sei. Auch Juncker zeigte sich von der Untauglichkeit des bisherigen Systems überzeugt, wonach 90 % des EU-Budgets aus den nationalen Budgets „heraus operiert“ werde. Ziel müsse es sein, eine vernünftige und nachvollziehbare Eigenmittel-Quelle zu finden und zu definieren.■

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Zyperns Präsident Papadopoulos zu Arbeitsbesuch in Wien

Der zypriotische Präsident Tassos Papadopoulos wird am 20. Februar zu einem zweitägigen Arbeitsbesuch bei der österreichischen EU-Präsidentschaft in Wien erwartet. Auf dem Programm stehen Gespräche mit Bundespräsident Heinz Fischer und Bundeskanzler Wolfgang Schüssel.■

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EU-Russland-Treffen in Wien

EU-Ratsvorsitzende Außenministerin Ursula Plassnik und der russische Außenminister Sergej Lawrow appellierten am 15. Februar nach dem Treffen der EU-Troika mit Russland in Wien an den Iran, seine Urananreicherungsaktivitäten zu stoppen. An den Gesprächen nahmen auch EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner und der finnische Außenminister Erkki Tuomioja teil.
Plassnik forderte die Führung in Teheran auf, das „Zeitfenster“ bis zur Befassung des UNO-Sicherheitsrates mit dem Atomstreit Anfang März zur „Umkehr“ zu nützen. Amtskollege Lawrow betonte, dass jetzt alles getan werden müsse, um den Iran wieder an den Verhandlungstisch zu bringen. Beide Seiten unterstrichen ihre Übereinstimmung in der Frage des Atomstreits Gewisse Differenzen zeigten sich jedoch hinsichtlich möglicher internationaler Sanktionen. Russland lehnt Sanktionen vehement ab. Plassnik versicherte, man wolle weiterhin alles für eine diplomatische Lösung tun.
Erörtert wurde zwischen dem russischen Außenminister und den Spitzen der EU-Außenpolitik auch der Nahost-Friedensprozess. „Auch hier arbeiten die EU und Russland im Rahmen des Nahost-Quartetts auf einer gemeinsamen Basis“, so Plassnik. Die Linie gegenüber der Hamas sei klar: Gewaltverzicht, Anerkennung des Existenzrechts Israels und die Einhaltung der bestehenden Vereinbarungen.
Auf dem Programm standen auch bilaterale Treffen mit Bundespräsident Heinz Fischer und Bundeskanzler Wolfgang Schüssel. ■

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Präsidium des „European Jewish Congress“ bei Kanzler Schüssel

EU-Ratsvorsitzender Bundeskanzler Wolfgang Schüssel traf am 17. Februar anlässlich der Generalversammlung des „European Jewish Congress“ (EJC) in Wien mit Vertretern des EJC-Präsidiums zusammen. An dem Gespräch nahmen u.a. EJC-Präsident Pierre Besnainou und Ariel Mucikant, EJC-Vizepräsident und Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde, teil.
Die EJC-Vertreter hätten sich besorgt über den Iran und die palästinensische Hamas gezeigt, erklärte die Sprecherin des Bundeskanzlers, Verena Nowotny.
Die EU wurde in zwei Resolutionen aufgefordert, in beiden Fragen eine harte Haltung einzunehmen, wie das EJC-Präsidium mitteilte. ■

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Wien: Erste Direktgespräche über Kosovo-Status

Nachdem im November 2005 die Verhandlungen über den künftigen Status der südserbischen Provinz Kosovo in Form einer „Shuttle-Diplomatie“ begonnen hatten, werden ab 20. Februar in Wien die ersten direkten Gespräche zwischen Vertretern Belgrads und Pristinas abgehalten. Bei dem eineinhalbtägigen Treffen unter Vorsitz des Österreichers Albert Rohan, Stellvertreter von UNO-Chefverhandler Martti Ahtisaari, steht die Dezentralisierung bzw. Reform der Lokalverwaltung im Mittelpunkt.
Das erste albanisch-serbische Treffen hätte schon Ende Jänner in Wien stattfinden sollen, wurde jedoch nach dem Tod von Kosovo-Präsident Ibrahim Rugova verschoben. Dem Treffen sollen laut Medienberichten auch Vertreter der USA, EU und NATO beiwohnen. ■

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Erste europäische Konferenz für Sicherheitsforschung in Wien

Die Wiener Hofburg ist ab 20. Februar Veranstaltungsort der ersten europäischen Konferenz für Sicherheitsforschung. Organisatoren sind die österreichische EU-Ratspräsidentschaft und die EU-Kommission. Das Spektrum der Themen reicht vom Schutz kritischer Infrastruktur über Grenzsicherung bis zu weltraumgeschütztem Krisenmanagement und sozialwissenschaftlichen Sicherheitsaspekten.
Eröffnet wird die Konferenz, zu der rund 1.000 Teilnehmer erwartet werden, von Vizekanzler Hubert Gorbach und dem Vizepräsidenten der EU-Kommission, Günter Verheugen. ■

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Vogelgrippe in Österreich bestätigt

Nach dem Auftreten von Vogelgrippe-Fällen in Österreich wurden umfangreiche Maßnahmen gesetzt. Verfügt wurde u.a. eine bundesweite Stallpflicht für Geflügel. Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat lud für 24. Februar ihre EU-Amtskollegen und Experten zu einem Treffen nach Wien. Kanzler Schüssel betonte, dass es sich um eine Tierseuche ohne unmittelbare Bedrohung für Menschen handle. ■

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Kanzler Schüssel: Österreich eines der erfolgreichsten EU-Länder

Österreich verzeichne zwar eine hohe Arbeitslosigkeit, gleichzeitig aber auch Beschäftigungsrekorde, erklärte Bundeskanzler Wolfgang Schüssel am 13. Februar im Nationalrat in seiner Rede zur aktuellen Beschäftigungssituation in Österreich. Schüssel verwies dabei auf das mit Opposition, Wirtschaftskammer (WKÖ) und Arbeitsmarktservice (AMS) gemeinsam beschlossene Arbeitsmarktprogramm in Höhe von 290 Mio. Euro. Dieses inkludiere Maßnahmen für 20.000 bis 30.000 Jugendliche sowie für ältere Arbeitslose. Wiedereinsteigerinnen nach der Babypause hätten zudem die Möglichkeit, einen Pflichtschul- oder Lehrabschluss nachzuholen, wofür 100 Mio. Euro zur Verfügung stünden, unterstrich der Bundeskanzler.
Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung seien von 3,7 Mrd. Euro im Jahr 1999 auf heuer 5,7 Mrd. Euro angestiegen. Bei Forschungsinvestitionen weist Österreich laut Schüssel derzeit die höchste Wachstumsrate auf und ist unter die Top 4-Forschungsländer in der EU aufgerückt.
Zur Illustration des erfolgreichen Modells der sozialen Marktwirtschaft verwies der Bundeskanzler auf jüngste Daten der EU-Behörde Eurostat. Demnach liegt in Österreich die durchschnittliche Kaufkraft pro Kopf heute bei 30.600 Euro und damit um 500 Euro über jener in Schweden und um 1.600 Euro über dem finnischen Referenzwert. Auch in der Armutsbekämpfung halte Österreich jedem Vergleich stand. Die Ausgleichszulage für Alleinstehende sei seit 1999 um 1.400 Euro (17 %) im Jahr, die Familienleistungen um 3.200 Euro (30 %) angehoben worden. Bei den Mindestpensionen (plus 4 %) liege Österreich europaweit an dritter Stelle. Die Sozialquote betrage derzeit 29,4 %.
Österreich habe eine Exportquote von 41 % gegenüber jeweils 28 % in Schweden und Finnland, so Schüssel. Das entspreche einer Exportsteigerung um 50 % seit 1999. ■

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Österreich: Doppelt so hohes Wachstum wie im Euro-Raum

Österreichs Wirtschaft ist im vierten Quartal 2005 um 0,7 % gegenüber dem Vorquartal gewachsen und liegt damit nach vorläufigen Zahlen des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) deutlich besser als die meisten anderen Länder der Eurozone (+ 0,3 %). Im Gesamtjahr 2005 ist die heimische Wirtschaft demnach durchschnittlich um rund 1,9 % gewachsen. Das Wifo rechnet auch weiterhin mit einem Konjunkturanstieg. Wachstumsstütze bleibt der Export.■

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Internationale Konferenz über Innovationen in der Arbeitsmarktpolitik

Unter österreichischem EU-Vorsitz fand am 16. und 17. Februar in der Wiener Hofburg eine internationale Konferenz zum Thema „Innovationen in der Arbeitsmarktpolitik – Neue Herausforderungen in Zeiten der Globalisierung“ statt. Der amtierende Vorsitzende des EU-Beschäftigungsrates, Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Bartenstein, begrüßte u.a. EU-Beschäftigungskommissar Vladimir Spidla, Italiens Arbeits- und Sozialminister Roberto Maroni und den irischen Arbeitsminister Tony Killeen. In Workshops berieten Experten aus allen EU-Ländern über die Zukunft von Beschäftigung und Wachstum in Europa, darunter über die Förderung der Arbeitsmarkt-Partizipation von Migranten und Jugendlichen.■

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Österreich begrüßt Einigung über EU-Dienstleistungsrichtlinie

Wirtschaftsminister und EU-Ratsvorsitzender Martin Bartenstein begrüßte die Einigung des Europäischen Parlaments über die neue Dienstleistungsrichtlinie am 16. Februar und sprach von einer „guten Basis für die weitere Behandlung durch Kommission und Rat“. Österreich werde nun die europäischen Sozialpartner und EU-Wirtschaftsminister mit diesem wichtigen Dossier befassen, das auch beim EU-Frühjahrsgipfel ein zentrales Thema sei. Mit der Dienstleistungsrichtlinie soll ein europäischer Markt für Dienstleistungen ohne ungerechtfertigte Barrieren geschaffen werden.■

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Andritz kauft VA Tech Hydro

Der börsenotierte Grazer Anlagebauer Andritz erwirbt von Siemens Österreich die VA Tech Hydro, teilten beide Unternehmen am 17. Februar mit. Andritz übernimmt die Teilgeschäfte Wasserkraft und Generatoren. Der kalorische Kraftwerksbau bleibt bei Siemens.■

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Brüssel: Schüssel und Verhofstadt eröffnen Wiener Werkstätte-Schau

Seit 17. Februar wird in Brüssel, wo Josef Hoffmann sein Gesamtkunstwerk, das „Palais Stoclet“ für den Bankier Adolphe Stoclet in der Avenue de Tervuren von 1906 bis 1911 geschaffen hat, eine Ausstellung zur Kunst- und Handwerksbewegung der Wiener Werkstätte gezeigt, die eindrucksvoll ein bedeutendes traditionelles Ereignis mit zeitgenössischer Kunstauffassung verknüpft. Unter dem Titel „LE DÉSIR DE LA BEAUTÉ. La Wiener Werkstätte et le Palais Stoclet“ („DER PREIS DER SCHÖNHEIT. Die Wiener Werkstätte und das Palais Stoclet“) präsentiert das Palais de Beaux-Arts (Brüssel) in Kooperation mit dem MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst/Gegenwartskunst einen Überblick über das rund 30-jährige Wirken der Wiener Werkstätte. Die vom MAK kuratierte Schau knüpft an eine Wiener Werkstätten-Ausstellung an, die zu deren 100-jährigem Bestehen 2003/04 im MAK in Wien gezeigt wurde, und widmet außerdem dem Palais Stoclet einen Schwerpunkt. Die Brüsseler Ausstellung ist auch als lebender Beitrag Österreichs in der Zeit seiner EU-Ratspräsidentschaft gedacht.
Das reiche Repertoire der Wiener Werkstätte wird mit über 1.000 Exponaten chronologisch präsentiert. Gläser und Silber, Schmuck und Keramik, Stoffe, Möbel und Mode zeigen die Bandbreite der Produktion, die alle Bereiche des täglichen Lebens abdeckt. Zahlreiche außergewöhnliche Stücke wurden aus Ungarn, Tschechien, Großbritannien, Frankreich, Belgien und den USA der Ausstellung zur Verfügung gestellt. Historische, bisher unveröffentlichte Fotos und Dokumente sowie Audio- und Videobeiträge komplettieren die Präsentation zum Palais Stoclet. Zu den Hauptexponaten der Ausstellung gehören außerdem neben frühen Metallobjekten die Ausstattung des Esszimmers, das Josef Hoffmann für Paul Wittgenstein 1906 entwarf, ein Bücherschrank aus dem Berliner Wohnsitz der Familie Stonborough, eine von Hoffmann für die Ausstellung der Wiener Werkstätte in der Galerie Miethke entworfene Vitrine und Gegenstände aus dem Sanatorium Purkersdorf (Wien-Umgebung/Niederösterreich). Die wichtige Ausstellung, auch über die Corporate Identity der WW als frühes Beispiel einer konsequent aufgebauten Trademark, wurde von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und dem belgischen Premierminister Guy Verhofstadt in Anwesenheit des Ministers der Regierung der Region Brüssel-Hauptstadt, M. Guy Van Hengel, und vom Staatssekretär für Kunst und Medien, Franz Morak, eröffnet. ■

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Morak und Reding forcieren europaweite E-Government Services

„Das i2010 Programm der europäischen Kommission ist eine unverzichtbare Initiative, um allen europäischen Bürgerinnen und Bürgern die Beteiligung an der Informationsgesellschaft zu erleichtern. Das Internet soll eine Technik für alle sein. Daher müssen wir gerade von öffentlicher Seite danach trachten, dass wir alle Anwendungen benutzerfreundlich ausgestalten und Amtswege auf elektronischem Weg schnell und unbürokratisch anbieten können“, so Kunst- und Medienstaatssekretär Morak anlässlich einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Viviane Reding, der EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien. Anlass waren die EU-Konferenzen „Trust in the Net“ und „E-Government for all Europeans“ in Wien. „Die Informations-, Kommunikations- und Medienindustrie ist eine der am stärksten wachsenden Wirtschafsbranchen. Alleine zwischen 2000 und 2003 trug die Wachstumsrate im IKT Sektor zu mehr als 25 Prozent des Produktivitätswachstums in Europa bei. Das Breitband als Transportweg für Informationen und Dienstleistungen ist die Autobahn der Zukunft. Der österreichische EU-Ratsvorsitz unterstützt daher aktiv die europäische Kommission bei der Umsetzung der i2010 Strategie“, so Morak. Es gehe darum, die „richtige Balance zwischen dem technologisch Möglichen, dem politisch und sozial Wünschenswerten so wie der Akzeptanz in der Bevölkerung zu finden“. Als Beispiele für gelungene Umsetzung in Österreich führte er die Projekte „e-card“, „help.gv.at“, die „A1 Signatur“ und das Projekt der Stadt Graz für eine Online-Antragsstellung zur Erlangung eines Gehbehindertenausweises an. „Es ist ein kulturpolitisches Thema, wie wir miteinander kommunizieren. Die Themendigitalisierung und Informationsgesellschaft sind zu wichtig, um sie ausschließlich Technikern zu überlassen. Wir müssen in Zukunft auch die Bewusstseinsbildung in allen Berufsbereichen für die Chancen dieser neuen Technologie vorantreiben. Aufgabe der Politik ist es hier, auch Ängste zu nehmen und Sicherheit zu geben“, so der Staatssekretär. Kommissarin Reding lobte u.a. die „beispielhaften Initiativen“ Österreichs für eine Informationsgesellschaft für alle. Der Fahrplan für die europaweite elektronische Identifikation und Authentisierung elektronischer Dokumente müsse vorangetrieben werden. „Technologieförderung ist für mich Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger, zum Beispiel im Bereich e-health, Menschenrechte, Demokratie“. Die Kommissarin kündigte an, noch in diesem Frühjahr mit ihren Kolleginnen, Neeli Kroes, Kommissarin für Wettbewerb, Mariann Fischer Boel, Kommissarin für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung sowie Danuta Hübner, Kommissarin für Regionalpolitik, eine Initiative „Zugang für alle“ starten zu wollen. Abschließend betonte Reding, dass ihr „sowie der österreichischen Präsidentschaft auch die Frage der Inhalte sehr am Herzen“ liege, verwies auf die Wiener CEO-Konferenz Film Online sowie auf die durch die österreichische Ratspräsidentschaft initiierte Konferenz „Content for Competitiveness“ Anfang März in Wien. ■

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Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb „Wissenschafterin des Jahres 2005“

Die Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb, 57, ist Österreichs „Wissenschafterin des Jahres 2005“. Dise Auszeichnung des Klubs der Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten wurde ihr in Wien verliehen. Kromp-Kolb, Professorin für Meteorologie am Department Wasser, Atmosphäre und Umwelt der Universität für Bodenkultur Wien und dort auch Vorsitzende des Senats, ist in den vergangenen Jahren vor allem mit Studien und Kommentaren über regionale Auswirkungen des Klimawandels bekannt geworden. 2005 veröffentlichte sie mit ihrem Mitarbeiter Herbert Formayer das „Schwarzbuch Klimawandel“.
Mit der Auszeichnung sollen vor allem Forscher gewürdigt werden, die ihre Arbeit einer breiten Öffentlichkeit verständlich machen und damit das Image der österreichischen Forschung heben wollen. Als Umweltmeteorologin bot sich der Wissenschafterin immer wieder Gelegenheit, ihre gesellschaftspolitisch relevanten Arbeiten der Allgemeinheit verständlich zu machen. So hatte sie u.a. an Themen wie nukleare Sicherheit grenznaher Kernkraftwerke, Schadstoffausbreitung, troposphärisches und stratosphärisches Ozon bzw. Feinstaub wissenschaftlich gearbeitet. Die Auszeichnung „Wissenschafter des Jahres“ wurde bisher zwölf Mal vergeben. Laureaten waren u.a. die Plastische Chirurgin Hildegunde Piza, die Mikrobiologin Renee Schroeder, der Immunologe Josef Penninger und zuletzt der Mathematiker Rudolf Taschner. ■

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Hohe Ehrung für Jörg Demus

Sein Leben ist Musik. Ihr dient er als Pianist, Komponist, Liedbegleiter, Dozent, Autor musiktheoretischer Bücher und Sammler alter Musikinstrumente. Diese Leidenschaft honorierte nun Bundespräsident Heinz Fischer. Am 14. Februar erhielt Jörg Demus aus den Händen von Staatssekretär Morak im Wiener Palais Niederösterreich das „Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse“. Der 1928 in St. Pölten (Niederösterreich) Geborene gab schon als 14-jähriger im Wiener Musikverein sein Konzertdebüt. Mit Paul Badura-Skoda, Alfred Brendel, Friedrich Gulda und Ingrid Haebler gehörte er zu jener österreichischen Pianistengeneration, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg international etablieren konnte. In seinen Interpretationen bemühte sich Demus stets um Werktreue. Staatssekretär Morak ging in seiner Ehrung auf das umfangreiche Schaffen des Künstlers ein: „Rund 350 Schallplatten und CDs hat er während seiner außergewöhnlichen Karriere aufgenommen, darunter das gesamte Klavierwerk von Schumann und Debussy, die neben Haydn, Mozart, Schubert und Chopin zu seinen Favoriten zählen“. Außerdem unterrichtete Demus in Wien und Stuttgart, komponierte Sonaten (für Streicher), Lieder und Klavierwerke. Lange vor der Wiederentdeckung des so genannten Originalklangs setzte er sich für die reich schattierte Klangwelt des Hammerklaviers ein und nahm Schallplatten auf historischen Instrumenten auf, etwa auf einem Flügel von Beethoven. Nahe Salzburg, in Weyregg am Attersee, hat er ein Museum zur Geschichte der Klaviere eingerichtet. Für die Umrahmung des Festaktes sorgte der Pianist selbst und spielte klar und brillant die Chromatische Fantasie in D-Moll von Johann Sebastian Bach. Bescheiden bedankte er sich: „Mein Leben spielt sich hauptsächlich in der Musik ab. Sie ist eine kosmische Sprache, die uns etwas Göttliches vermittelt“. ■

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Koglmann bei Tel-Aviv Jazz Festival

Der Komponist und Flügelhornist Franz Koglmann (geb. 1947 in Wien), wesentlicher Erneuerer einer Musik im Grenzbereich von kühlem Jazz und europäischer Moderne, war einer der geladenen Künstler beim Tel-Aviv Jazz Festival (Israel), bei dem u.a. auch der Alt-Saxophonist Phil Woods (USA), der Pianist Luigi Martinale (Italien) und israelische Bands wie das Yuval Cohen Quartett auftraten. Koglmann begann sein Konzert im Duo mit dem Pianisten Oskar Aichinger. Sie interpretierten lyrische Kompositionen von Burt Bacharach, die sie als „the bridal suite“ 2004 aufgenommen hatten. Dann ergänzte Schlagzeuger Wolfgang Reisinger seine Kollegen zum Trio „Alte Meister“, dessen Gruppenname eine Hommage an Thomas Bernhards doppelbödigen Romantitel darstellt. „Alte Meister“ sezierte liebevoll Standards wie Eden Ahbez’ „Nature Boy“, Klassiker der deutsch-österreichischen Filmmusik wie Franz Grothes „Illusion“ oder Robert Stolz’ „Komm in den Park von Sanssouci“. So wirkte die alte Musik wie frisch komponiert. „Alte Meister“ hatten schon bei früheren Festivals wie beim „Four-Evening Festival of Contemporary Jazz“ in New York für Aufsehen gesorgt und das Publikum begeistert. Bis 2004 war Franz Koglmann auch künstlerischer Leiter des Frankfurter Labels „between the lines“, für das er u.a. „An Affair with Strauss“ und die auf Marilyn Monroe bezogene „Venus in Transit“ einspielte. 2003 war im Wiener Museumsquartier seine sensationelle „Beach Opera“ „Fear Death by Water“ uraufgeführt worden, deren Schauplatz die Hermosa Beach in Südkalifornien ist, Ort legendärer Jam-Sessions des Cool Jazz. ■

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Essl: „Österreich: 1900-2000“

Bis 21. Mai zeigt die Sammlung Essl in Klosterneuburg bei Wien eine von Wieland Schmied kuratierte umfassende Ausstellung österreichischer Kunst unter dem Titel „Österreich: 1900-2000/Konfrontationen und Kontinuitäten“. Die zeitgenössischen Positionen konzipierte Silvie Aigner. Präsentiert werden 111 Künstlerinnen und Künstler aus den Gebieten Malerei, Zeichnung, Skulptur und Neue Medien. Insgesamt sind auf der gesamten Ausstellungsfläche der Sammlung Essl, auf rund 3.200 m2, 270 Spitzenwerke zu sehen. Während die Arbeiten bis 1945 im Wesentlichen aus öffentlichen und privaten Sammlungen in Österreich, Deutschland und der Schweiz stammen, kommen die meisten Werke seit Gründung der Zweiten Republik von der Sammlung Essl selbst. Gezeigt werden von den hochkarätigen Leihgaben Werke u.a. von Klimt, Schiele, Gerstl, Kokoschka, Oppenheimer, Moser, Egger-Lienz, Berg, Sedlacek, Schönberg und Boeckl. Die Schau dokumentiert die ungebrochene Kraft österreichischer Künstler bis in die jüngste Moderne – bis zu Martin Schnur, Eva Wagner und Michael Kos. ■

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Friedrich Kiesler – Ausstellung in Wien: „Trough the Looking Glass“

Friedrich Kiesler wurde 1890 in Czernowitz (damals österreichisch-ungarisches Kronland Bukowina) geboren und studierte von 1908 bis 1913 an der Akademie der bildenden Künste und der Technischen Hochschule in Wien. In Folge seiner international erfolgreichen Theater- und Ausstellungsprojekte in Berlin, Wien und Paris wurde er 1926 nach New York eingeladen, wo er bis zu seinem Tod 1965 als Designer, Bühnenbildner und Architekt arbeitete. Leitgedanke seiner Theorie, des Correalismus, war die endlose, multidimensionale Wechselbeziehung zwischen Mensch, Kunst und Raum. Sein künstlerisches und theoretisches Werk zählt zu den wichtigsten Beiträgen der europäischen und amerikanischen Avantgarde. Die Kiesler Stiftung in Wien, die das Werk des Vielbegabten durch Ausstellungen und Publikationen einem breiten Publikum näher bringen will, zeigt bis 31. März unter dem Titel „Through the Looking Glass“ u.a. Briefe, Publikationen und Portraits aus dem Fundus Kieslers. Im Display, eigens für die Präsentation von Archiv-Dokumenten entwickelt, kann man die Entstehungsgeschichte der singulären „Exposition Internationale du Surréalisme“ von 1947 in Paris nachvollziehen, die Friedrich Kiesler im Auftrag von André Breton und Marcel Duchamp gestaltete. ■

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WAGNER:WERK: Architektur auf Ansichtskarten 1919-1939

Bis 20. April zeigt WAGNER:WERK Museum Postsparkasse in Wien Architektur auf Ansichtskarten, 180 Bauten aus 29 deutschen Städten. ■

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Schweitzer: Sportpolitik forciert Sicherheit auf Österreichs Pisten

Unter dem Motto „Gut drauf mit Helm auf“ unterstützen BZÖ-Ministerin Karin Gastinger und BZÖ-Staatssekretär Karl Schweitzer ein klares „Ja“ zu Skihelmen für Kinder. Im Vordergrund stehe daher eine gezielte Aufklärung und Bewusstseinsbildung. Im Zuge eines Aktionstages wurden in Abtenau mit Unterstützung des Ex-Skiläufers David Zwilling, dem Abtenauer Tourismusverband und Sport 2000 zahlreiche Helme an Kinder und Eltern verteilt. „Durch Skihelme können rund 85 Prozent aller Schädel- und Gehirnverletzungen verhindert werden. Es ist unser Ziel, das Tragen von Skihelmen populärer zu machen, um so langfristig auch Kostenersparnisse im Gesundheitsbereich zu erreichen“, so Schweitzer. Mehr Sicherheit beim Schilauf und auf den Pisten ist auch ein internationales Anliegen. Rund 40 Experten verabschiedeten bei einer Veranstaltung des olympischen Comités die „Turin Charter on Skiing Safety“. Die Turiner Charta fordert eine weltweite Harmonisierung und Standards für einen sicheren Skisport. ■

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Sportsstaatssekretariat fördert innovatives Schulprojekt

Das Schulprojekt „spark7 SLAM Tour“ mit seinen Sport-, Sprach- und Medienworkshops geht im Schuljahr 2005/2006 bereits zum vierten Mal on Air. Neu ist die Kooperation mit dem Staatssekretariat für Sport im Rahmen von „Fit für Österreich“. In zwölf Monaten stehen österreichweit 110 Projekttage auf dem Programm. Zusätzlich zu den bewährten Workshops mit Profis aus den Bereichen Sport, Medien und Sprache, werden laufend regionale Sportvereine der Dachverbände ASKÖ, ASVÖ und SPORTUNION in die Schulkooperation aufgenommen. Nach erfolgreichem Tourstart im Dezember des Vorjahres sorgten bisher rund 50 regionale Sportvereine an 24 Schulen in Niederösterreich und dem Burgenland für kreative und außergewöhnliche Unterrichtstage. Sport-Staatssekretär Mag. Karl Schweitzer: „Der Jugendklub der Erste Bank und Sparkasse hat die Zeichen der Zeit erkannt. Mit dieser Kooperation haben wir ein perfektes Public-Private-Partnership Modell für den Schulbereich entwickelt. Rund 20.000 erreichte Schüler und 8.000 aktive Teilnahmen in nur zwei Bundesländern sprechen für einen guten Start!“. ■

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Bundes-Sportförderungsgesetz: Schweitzer informiert Burgenland

Im Zuge der österreichweiten Informationstour über das neue Bundes-Sportförderungsgesetz machte Sport-Staatssekretär Karl Schweitzer Station im Burgenland. „Das Ende der Gießkanne in der Sportförderung und die neuen Möglichkeiten in der projektorientierten Förderung sind die Hauptschwerpunkte des neuen Bundes-Sportförderungsgesetzes“, betonte er im Sportzentrum VIVA in Steinbrunn vor Vertretern des organisierten Sports. „Es liegt nun an den Vereinen und Verbänden, mit viel Phantasie und Engagement in Form von Projekten neue Schwerpunkte im burgenländischen Sport zu setzen“.■

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Zufriedenheit über Österreichs erfolgreiche Olympia-Zwischenbilanz

82 Sportler und Sportlerinnen wurden von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer, dem Präsidenten des ÖOC Dr. Leo Wallner und Sport-Staatssekretär Mag. Karl Schweitzer verabschiedet. „Die XX. Olympischen Winterspiele in Turin begannen sehr erfolgreich für das österreichische Team. Mit dem Gewinn von vier Gold-, fünf Silber- und einer Bronzemedaille kann man sehr zufrieden sein“, so Schweitzer. „Hoffe auf 100ste Medaille für Österreich in der Geschichte der Olympischen Winterspiele. Aufgrund der bisherigen Ergebnisse und den noch ausstehenden Wettbewerben sind die angestrebten 21 Medaillen für Österreich noch zu holen“, so Schweitzer.

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