Montag, 22. September 2008
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Bundesregierung schnürte Gewaltschutzpaket
Die Bundesregierung hat am 17. September in ihrer letzten Ministerratssitzung vor der Nationalratswahl (28. September) ein Gewaltschutzpaket verabschiedet. Der entsprechenden Gesetzesvorlage waren monatelange Verhandlungen zwischen Justizministerin Maria Berger (SPÖ) und Innenministerin Maria Fekter (ÖVP) vorausgegangen. Mit dem Ergebnis zeigten sich beide Seiten sehr zufrieden. Die Beschlussfassung durch das Parlament ist allerdings erst nach der Wahl geplant. Berger hofft, dass die neuen Regelungen bereits 2009 in Kraft treten, unabhängig von der künftigen Regierungskonstellation.
Das neue Gewaltschutzpaket sieht vor allem einen verbesserten Opferschutz und härtere Strafen bei sexuellem Missbrauch vor. So werden die einstweiligen Verfügungen zum Schutz vor Gewalt in der Familie beziehungsweise in Fällen von Stalking ausgeweitet. Zudem werden wiederholt gesetzte Gewaltakte erstmals als eigener Straftatbestand anerkannt. Demnach können Täter, die Familienangehörige über einen längeren Zeitraum misshandeln, zur Rechenschaft gezogen werden. Neu ist auch, dass Opferrechte im Zivilrecht künftig analog zum Strafverfahren ausgebaut werden, Opfer unter anderem also sowohl in zivil- als auch in strafrechtlichen Verfahren finanziell unterstützt werden.
Sexualstraftätern drohen künftig verschärfte Strafen und eine Verlängerung der Tilgungsfrist. Ferner sollen Sexualstraftäter unter gerichtliche Aufsicht gestellt sowie mit Berufs- und Tätigkeitsverboten belegt werden können. ■

Pensionen: Konsens bei Einmalzahlung
Nach einem Pensionsgipfel mit Vertretern der Seniorenorganisationen am 16. September kündigten ÖVP-Obmann Vizekanzler Wilhelm Molterer und SPÖ-Chef Werner Faymann eine Einmalzahlung für Pensionistinnen und Pensionisten an. Zahlen wurden noch nicht genannt. Weitere Verhandlungen werden folgen.
Die erste Verhandlungsrunde zum Thema Pensionserhöhungen beziehungsweise Anti-Teuerungsmaßnahmen endete ohne konkrete Ergebnisse. Finanzminister Molterer beharrt auf einer gesetzlichen Anpassung der Renten von 3,2 Prozent, SPÖ-Chef Faymann und die Seniorenverbände wollen neben der Einmalzahlung eine Anpassung nach dem Pensionistenpreisindex mit einem Plus von 3,4 Prozent statt der vom Gesetz vorgesehenen 3,2 Prozent. ■

Empfang für Muslime bei Bundeskanzler Gusenbauer
Anlässlich des islamischen Fastenmonats Ramadan hat Bundeskanzler Alfred Gusenbauer auch heuer wieder zu einem großen Abendempfang für Muslime geladen. Das Iftar-Essen (Fastenbrechen) fand am 17. September in den Repräsentationsräumen des Bundeskanzleramtes statt. Unter den Gästen waren Angehörige der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IG) sowie Vertreter anderer Glaubensgemeinschaften. Bundeskanzler Alfred Gusenbauer sprach von einem „Zeichen des Respekts, des Miteinanders, des Friedens und des Dialogs“.
Eingeladen waren insgesamt 330 Gäste, die das „breite Spektrum des Islam in Österreich“ widerspiegeln sollten, betonte Omar al-Rawi, Integrationsbeauftragter der IG. ■

Nationalratswahl 2008: Stimmabgabe erstmals auch per Post
Nicht nur Auslandsösterreicherinnen und -österreicher, sondern alle – also auch im Inland wählenden – Österreicher können heuer erstmals bei einer Nationalratswahl ihre Stimme mittels Wahlkarte (Briefwahl) abgeben. Beantragt wird die Wahlkarte bei der Gemeinde, in deren Wählerevidenz man registriert ist: entweder mündlich oder per Post, Fax beziehungsweise in manchen Gemeinden auch per Internet-Formular. Möglich ist dies bis in der Woche vor der Wahl (schriftlich bis 24. September, mündlich bis 26. September, 12.00 Uhr). Auslandsösterreicherinnen und -österreicher sowie -reisende können Wahlkarten auch über die österreichischen Vertretungsbehörden anfordern und müssen keine Zeugen mehr erbringen.
Eine Wahlkarte ist ein verschließbares Kuvert mit dem amtlichen Stimmzettel und einem gummierten Wahlkuvert, das nach der Stimmabgabe verschlossen und in die Wahlkarte zurückgelegt werden muss. Die Wahlkarte muss ebenfalls zugeklebt und mit einer eidesstattlichen Erklärung versehen werden. Sie muss spätestens am achten Tag nach der Wahl (6. Oktober), 14.00 Uhr, per Post oder Vertretungsbehörde bei der zuständigen Bezirkswahlbehörde eingelangt sein.
Siehe auch: oder ■

Fischer, Gusenbauer, Plassnik bei UNO-Vollversammlung in New York
Bundespräsident Heinz Fischer hat am 20. September eine mehrtägige Reise nach New York angetreten. Anlass ist der Beginn des 63. Sitzungsjahres der Vereinten Nationen, das bereits am 16. September mit der UNO-Vollversammlung eröffnet wurde. Die dazugehörige Generaldebatte beginnt am 23. September. Zu der zweiwöchigen Aussprache werden die Staats- und Regierungschefs beziehungsweise Außenminister aller 192 Mitgliedsländer erwartet. Österreich ist bei dieser Eröffnung durch Bundespräsident Fischer vertreten. Am 24. September werden auch Bundeskanzler Alfred Gusenbauer und Außenministerin Ursula Plassnik dort Erklärungen abgeben.
Gusenbauer hält sich von 23. bis 26. September zu einem Arbeitsbesuch in New York auf. Auf seinem Programm stehen zudem der UN-Gipfel über die Millenniums-Entwicklungsziele und das jährliche Treffen der Clinton Global Initiative sowie bilaterale Termine.
Fischer möchte mit seiner Reise nach New York den „hohen Stellenwert der UNO für die Friedenssicherung und den Dialog“ unterstreichen. Nicht zuletzt dient sein Besuch im UN-Hauptquartier dem Lobbying für einen nicht ständigen Sitz Österreichs im Sicherheitsrat, für den sich Wien in Konkurrenz zur Türkei und zu Island bewirbt. Auch Gusenbauer und die Außenministerin wollen für Österreichs Bewerbung intensive Überzeugungsarbeit leisten. Am 17. Oktober wird entschieden, wer als Vertreter der westeuropäischen Gruppe den nicht ständigen Sicherheitsratssitz für die Periode 2009/10 erhält. Österreich gehörte diesem höchsten UNO-Gremium bereits zweimal an, in den Jahren 1973/74 und 1991/92.
Auf dem Programm des Bundespräsidenten stehen weiters ein Treffen mit UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon, die Teilnahme an einem Afrika-Gipfel sowie zahlreiche bilaterale Gespräche, insbesondere mit Staatschefs aus Afrika, Lateinamerika und der Karibik.
Zentrale UNO-Themen sind heuer Afrika, Entwicklungshilfe, Armuts- und Hungerbekämpfung sowie Klimawandel. ■

Vorsitzender der Afrikanischen Union bei Kanzler Gusenbauer
Der Vorsitzende der Kommission der Afrikanischen Union (AU), Jean Ping, ist am 9. September in Wien mit Bundeskanzler Alfred Gusenbauer zu einem Arbeitsgespräch zusammengetroffen. Im Mittelpunkt der Unterredung standen die Themen Entwicklungshilfe, insbesondere die UN-Millenniumsziele (Reduzierung von Armut und Hunger), die Kooperation zwischen EU und AU sowie die Beziehungen zwischen Österreich und Afrika. Zur Sprache kam auch die Kandidatur Österreichs für einen nicht ständigen Sitz im UNO-Sicherheitsrat.
Bei den „Millennium Development Goals“ stimmten Gusenbauer und Ping überein, dass die definierten Ziele trotz der Schwierigkeiten bei der Erreichung weiterhin mit aller Kraft verfolgt werden müssten. Hier gehe es um den „Kampf gegen Armut, gegen Hunger und für einen menschenwürdigen Lebensstandard für alle Menschen“. Beide Staatsmänner werden am 25. September am New Yorker UN-Gipfeltreffen über die „Millennium Development Goals“ teilnehmen, wo Maßnahmen zur Erreichung der Entwicklungsziele beraten werden sollen. Österreich beteiligt sich zudem aktiv an der Afrika-Strategie der EU zur Schaffung von Frieden, Sicherheit und Energieversorgung. Ping dankte für Österreichs Beitrag zu Sicherheit und Stabilität im Tschad. ■

Vier Österreicher bei EU-Georgien-Mission
Die EU-Außenminister haben bei ihrem Treffen am 15. September in Brüssel die Entsendung von 200 Beobachtern nach Georgien beschlossen. Österreich werde mit drei Polizisten und einem Menschenrechtsexperten vertreten sein, kündigte Außenministerin Ursula Plassnik an. ■

Österreicher OSZE-Chef im Kosovo
Der österreichische Diplomat Werner Almhofer ist am 18. September zum neuen Chef der OSZE-Mission im Kosovo ernannt worden. Almhofer ist seit 2005 österreichischer Botschafter in Bosnien-Herzegowina. ■

Österreich übernimmt erstmals hohe Funktion im Mittelmeerraum
Zum ersten Mal erhält Österreich im Mittelmeerraum eine hohe Funktion. Bundesrat Stefan Schennach (Grüne) übernimmt mit März 2009 die Präsidentschaft eines Ausschusses für Energie und Umwelt der Euromediterranen Parlamentarischen Versammlung (EMPV). ■

US-Finanzkrise: Kanzler Gusenbauer für Weltfinanzorganisation
Angesichts der aktuellen Krise auf den internationalen Finanzmärkten plädiert Bundeskanzler Alfred Gusenbauer für eine Finanzmarktregulierung auf internationaler Ebene. Die Politik sei gefordert, „ein geeignetes Regelwerk zu finden, um künftig solchen Entwicklungen frühzeitig gegensteuern zu können“, erklärte Gusenbauer am 19. September bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Finanzmarktexperten Willi Hemetsberger. Auch Europa benötige zur Schadensbegrenzung und Prävention geeignete Instrumentarien. Um die wirtschaftlichen Auswirkungen der gegenwärtigen Krise in den Griff zu bekommen, brauche es ein europaweit koordiniertes Konjunkturprogramm – und zwar „so rasch wie möglich“, so Gusenbauer.
Die amerikanische beziehungsweise internationale Finanzmarktkrise habe deutlich gezeigt, dass das Prinzip der Selbstregulierung gescheitert sei. „Zur Kasse gebeten“ würden nicht nur Investoren, die hohe Risiken bewusst in Kauf nähmen, sondern auch Menschen, die „nichts dafür können“, kritisierte der Bundeskanzler. Um das zu verhindern, sei künftig eine „stärkere Regulierung der Finanzmärkte unumgänglich“. Eine „vernünftige Regulierung“ müsse ein rechtlich verbindliches, global gültiges Regelwerk sein, vergleichbar mit den Mindeststandards für den Welthandel im Rahmen der WTO, explizierte Gusenbauer. Dem schloss sich auch Finanzmarktexperte Hemetsberger an und forderte eine „internationale Regulierungsbehörde für große Finanzorganisationen, die ein systemisches Risiko darstellen“. Laut Gusenbauer müsste eine solche Weltfinanzorganisation Sanktionsmöglichkeiten besitzen und könnte beim Internationalen Währungsfonds angesiedelt sein.
Einmal mehr zeige sich zudem, dass die „Daseinsvorsorge der Menschen nicht von spekulativen Marktbewegungen abhängig gemacht werden darf“ und auf den Staat Verlass sein müsse. Dessen Aufgabe sei es, in existenziellen Fragen wie der Pensionsvorsorge, der Pflegefinanzierung und der Krankenversorgung die nötige Sicherheit zu geben, betonte der Bundeskanzler.
Im Hinblick auf die globalen Auswirkungen der Finanzkrise auf die europäische Wirtschaft befürwortet Gusenbauer ein rasch umgesetztes Konjunkturprogramm: Man sehe einem verlangsamten Wachstum entgegen, einige EU-Länder stünden bereits am Rande einer Rezession. „Daher müssen wir jetzt sofort über ein Programm zur Stabilisierung der Konjunktur diskutieren“, so Gusenbauer. Sinn mache dies aber nur, wenn sich die europäischen Staaten koordinierten. Als wichtige Elemente der Konjunkturbelebung nannte der Bundeskanzler öffentliche Investitionen in die Infrastruktur, in Forschung und Entwicklung sowie in den Bereich Klimaschutz und Umwelttechnologien. Gleichzeitig müsse es Steuersenkungen zur Belebung des Konsums und zur Stärkung der Kaufkraft geben. ■

Vollbeschäftigung erreicht
Mit einer Arbeitslosenquote von 3,4 Prozent für das zweite Quartal 2008 habe man das Ziel der Vollbeschäftigung in Österreich erreicht, erklärte Wirtschaftsminister Martin Bartenstein am 19. September gegenüber der APA. Im ersten Quartal habe die Quote noch 4,2 Prozent betragen.
Dafür verantwortlich dürften nach wie vor die Ausläufer des starken Wirtschaftswachstums des Vorjahres gewesen sein. Im Gegensatz zu 2007 basiere das Beschäftigungsplus heuer allerdings vor allem auf einem Anstieg der Teilzeitarbeit. Das Regierungsziel „Vollbeschäftigung“ sei jedoch Faktum, versicherte der Wirtschaftsminister. Davon ist nach Eurostat-Berechnungsmodus dann die Rede, wenn die Arbeitslosenquote unter 4 Prozent liegt. Die vorliegenden Daten der Statistik Austria sind jedoch noch nicht saisonbereinigt.
Österreich sei allerdings keine Insel der Seligen. Die weitere Entwicklung am Arbeitsmarkt werde nicht zuletzt von der Situation in Deutschland und den anderen Nachbarländern abhängen, räumte Bartenstein ein. ■

AUA-Verkauf: Drei Big Player
Im Kampf um die AUA seien nunmehr drei Anbieter übriggeblieben, wie mehrere österreichische Tageszeitungen am 16. September berichteten. Auf die Short List haben es demzufolge die Deutsche Lufthansa, Air France/KLM und die russische S7 geschafft. Die Entscheidung über den Zuschlag an den Bestbieter fällt am 28. Oktober. Voraussichtlich wird die ÖIAG weiterhin eine Sperrminorität halten.
Die AUA hat bei ihrer am 15. September beschlossenen Kapitalerhöhung 2,45 Millionen neue Aktien in Umlauf gebracht und damit einen Emissionserlös von rund 17,4 Millionen Euro eingespielt. Damit haben Miteigentümer aus dem Streubesitz etwas mehr Gewicht als bisher. ■

Biennale in Venedig: Bundeskanzler Gusenbauer zu Österreichs Beitrag
Zur Eröffnung der Architektur-Biennale in Venedig sagte Bundeskanzler Alfred Gusenbauer am 12. September bei Präsentation des österreichischen Beitrags: „Der soziale Wohnbau hat in Österreich einen hohen Stellenwert. Diese erfolgreiche Tradition nahm im Roten Wien nach der Gründung der Ersten Republik ihren Anfang und hat die Wohnpolitik und auch das Leben in dieser Stadt revolutioniert. Das städtische Wohnen ist das Thema der Zukunft, bildet aber noch keinen einheitlichen Schwerpunkt in der modernen innovativen Architektur. Ich begrüße es daher sehr, dass dem Thema Wohnbau im Rahmen der Biennale ein besonderer Schwerpunkt gewidmet ist“.
Der Kanzler ging dann auf die neuen Probleme des modernen sozialen Wohnbaus ein: „Heute sehen wir uns im Hinblick auf Themen wie Migration, Integration sowie kultureller und sozialer Diversifikation vor neue Herausforderungen gestellt. Neue architektonische Zugänge im sozialen Wohnbau können helfen, Antworten auf die drängenden Fragen der Gegenwart zu finden. Ich bin daher ein begeisterter Vertreter einer neuen sozialen Architektur und spreche mich für neue urbane Designstrategien aus“. Die Qualität von Wohnungen sei auch für ein gelungenes soziales Zusammenleben wichtig: „Eine lebenswerte Nachbarschaft kann letztlich doch nicht geplant werden. Diese ist vielfach vom Willen der einzelnen abhängig, wodurch zusätzliche neue Herausforderungen entstehen. Anstelle von mehr elektronischer Überwachung und zusätzlichen privaten Sicherheitsdiensten muss der soziale Wohnbau das Zusammenleben von und die Begegnung unter Menschen unterschiedlicher ethnischer Herkunft garantieren helfen. Vor allem durch Maßnahmen wie die Schaffung von mehr Begegnungsmöglichkeiten und Grünräumen, aber auch von Privatsphären und Rückzugsmöglichkeiten, kann Einfluss auf das Zusammenleben ausgeübt werden“.
Der österreichische Biennale-Beitrag zeigt unter dem Motto „Before Architecture – Vor der Architektur“ die Arbeiten von Josef Lackner (1931-2000, Architekt und Professor an der TU Innsbruck) und von „PAUHOF Architekten“ (Michael Hofstätter, geb. 1953 und Wolfgang Pauzenberger, geb. 1959).
Der dritte Teil der Ausstellung ist dem Thema Wohnbau gewidmet. Es ist vom Architekturtheoretiker Werner Sewing gestaltet.
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Parlament: „Republik.Ausstellung 1918/2008“ zum 90. Jahrestag
Aus Anlass des 90. Jahrestages der Gründung der Republik Österreich wird im Parlament ab 12. November 2008 bis 11. April 2009 die „Republik.Ausstellung 1918/2008“ gezeigt. Am Ende des Ersten Weltkrieges, am 12. November 1918, wurde vor dem Parlamentsgebäude in Wien die Republik „Deutsch-Österreich“ ausgerufen. Sie entstand als parlamentarische Demokratie und, wie zahlreiche Nachbarstaaten auch, auf dem Gebiet der ehemaligen Donaumonarchie. Einer der Schwerpunkte der Schau sind die Gründungsjahre bis 1920, aber auch die wesentlichen Ereignisse der 30er Jahre, die Zeit der NS-Herrschaft, die Besatzungsjahre, die Zweite Republik seit 1945 und die Europäische Integration. Beleuchtet werden Parteien und Politik, Wirtschaft und Soziales, Bildung und Kunst, Gesellschaft und Religion.
Konzeptoren der Ausstellung sind die Historiker Stefan Karner und Lorenz Mikoletzky. Sie haben unter Einbeziehung zahlreicher weiterer Wissenschafterinnen und Wissenschafter ein breites Programm erstellt, das neben der Schau etwa auch Fachtagungen und Diskussionsabende umfasst. Für Schulklassen werden spezielle Führungen angeboten. Die Demokratiewerkstatt des Parlaments bietet darüber hinaus Spezial-Workshops mit dem Schwerpunkt Zeitgeschichte an. Empfehlenswert ist der von Karner und Mikoletzky herausgegebene Beitragsband „Österreich. 90 Jahre Republik“ (Studienverlag, Innsbruck 2008, ISBN 978-3-7065-4664-5). Er beschreibt themenreich die Entwicklung – etwa Politik und Demokratie, Wirtschaft, Soziales-Bildung-Wissenschaft, Kirchen und Religionsgemeinschaften, Kunst und Kultur, Österreich im internationalen Gefüge, et cetera. Geleitworte stammen von Bundespräsident Heinz Fischer, Bundeskanzler Alfred Gusenbauer und Vizekanzler Finanzminister Wilhelm Molterer.
Neben dem BMF, BMUKK und dem BMWF ist das Bundeskanzleramt nicht nur „Geldgeber“ der Ausstellung, sondern unterstützt Ausstellungsleitung und Architekten: So wurden etwa die Stellwände für die Ausstellung
in der hauseigenen Tischlerei gefertigt, die IT-Abteilung des BKA sorgt für den gesamten technischen Aufbau, für Soft- und Hardware, die Rechtsabteilung betreut Verträge mit verschiedenen Dienstleistern, das Staatsarchiv sorgt für Budget und Personal, der Bundespressedienst für Werbung. Über allem wacht der Ausstellungsbeirat unter Führung von Präsidialchef Manfred Matzka.
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Literatur war sein Leben: Zum Tod des Germanisten Schmidt-Dengler
Anlässlich der EURO 2008 wurde Anfang Mai im Bundeskanzleramt das vom Bundespressedienst erarbeitete, im Bohmannverlag erschienene Fußballbuch „Seitenwechsel“ von Kanzler Alfred Gusenbauer und Bundespressedienst-Sektionschef Samo Kobenter, einem der Herausgeber, präsentiert. Einer der Autoren, die zu diesem Anlass ins Bundeskanzleramt kamen, war der Ordinarius für Germanistik an der Universität Wien, Wendelin Schmidt-Dengler, ein Rapid Wien-Fan und übrigens auch Doktorvater unseres Sektionschefs.
Bei „Österreich-Tagen“ in der Ukraine, mit zeitgenössischer Literatur und Musik aus Österreich, hätte Mitte September auch Wendelin Schmidt-Dengler an der Universität Lwiw/Lemberg ein Paul Celan-Seminar halten sollen.
Oft hatte der Herausgeber von Heimito von Doderers Tagebüchern, Mitherausgeber der Thomas Bernhard-Werkausgabe einen Satz Bernhards zitiert: „Es ist alles lächerlich, wenn man an den Tod denkt“. Am Sonntag, dem 7. September 2008, ist Schmidt-Dengler 66-jährig überraschend an einer Lungenembolie gestorben. Seit 1996 leitete er auch das Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek, baute es zu einer der bedeutenden Literaturinstitutionen im deutschen Sprachraum aus. Der österreichische „Wissenschaftler des Jahres“ war treibende Kraft, als im Dezember 2007 die Nationalbibliothek den Vorlass Peter Handkes, handschriftliche Werkmanuskripte, Notizen und Materialsammlungen mit der damals noch nicht erschienenen, später von der internationalen Kritik hoch gelobten Erzählung „Die morawische Nacht“ erwarb.
Bis zuletzt forcierte er sein jüngstes Projekt – ein Literaturmuseum in der ÖNB. Im Rahmen der Frankfurter Buchmesse hätte er heuer den „Preis der Kritik“ erhalten sollen. 99 Flaschen Wein und eine Gesamtausgabe Heinrich Heines wären der genussreiche Gewinn gewesen.
Wendelin Schmidt-Dengler wurde am 20. Mai 1942 in Zagreb als Sohn eines Wurstfabrikanten geboren. Zwei Jahre später wurden alle Deutsch Sprechenden evakuiert, die Familie kam in die Steiermark, dann nach Wien. Während seiner Gymnasialjahre dachte Wendelin Schmidt-Dengler nicht daran, Germanistik zu studieren. „Ich habe Literatur geliebt, aber gerade deshalb wollte ich das Fach nicht studieren. Ich dachte, das ist ein Bereich, den ich für mich behalte“. Es kam anders: Sein Hauptfach wurde die Klassische Philologie und er promovierte über Aurelius Augustinus’ „Confessiones“. Germanist Werner Welzig suchte einen Assistenten mit profunden Lateinkenntnissen und fand den Altphilologen. Seine Liebe zu Griechen, besonders zu Homer, und zu Lateinern blieb bestehen. 1974 habilitierte er sich über die Wirkungsgeschichte antiker Mythologeme in der Goethezeit. Immer wieder stellte er in Vorlesungen Bezüge von antiken und modernen Dramen her. Dies kann man in den vorzüglichen „Bruchlinien. Vorlesungen zur österreichischen Literatur 1945 bis 1990“ (Residenz Verlag, Salzburg und Wien 1995) nachlesen. In ihnen wird auch deutlich, was Literaturnobelpreis-Trägerin Elfriede Jelinek an dem Toten rühmt: Er habe „nicht nur die berühmten Autorinnen und Autoren geschätzt und immer wieder analysiert und seinen Studentinnen und Studenten nahegebracht“, sondern sich „für die Ränder der Literatur“ eingesetzt, „ihre Außenseiter, die eigentlich die Wichtigsten in jeder Literatur, in jeder Kunst sind: Marianne Fritz, Werner Kofler, Herbert Wimmer und andere“. Auch für eine stärkere Einbeziehung sozialhistorischer Aspekte in die Literaturwissenschaft hat Schmidt-Dengler geworben. Einen insgesamt stärker sozialhistorisch ausgerichteten Überblick bietet jedoch der 1953 in Graz geborene Germanist Klaus Zeyringer in „Österreichische Literatur 1945-1998. Überblicke, Einschnitte, Wegmarken“ (Haymon-Verlag, Innsbruck 1999). Teilweise hatten er und Schmidt-Dengler an Bänden zur österreichischen Literatur kooperiert.
Der eher klein gewachsene, ein wenig schrullig wirkende Germanist hat mit seiner brillanten Rhetorik unzählige Hörerinnen und Hörer in überfüllten Hörsälen begeistert. In seinen letzten Lebensjahren hat er auch die Werke von Fritz von Herzmanovsky-Orlando oder Albert Drach in kommentierten, werkkritischen Ausgaben neu herausgegeben. Bis zuletzt hatte er sich für alles sprachlich Neue interessiert, lobte sogar in einer Zeitung Sprachschöpfungen der deutschen Pop-Band „Tokio Hotel“.
Vom frühen Tod Wendelin Schmidt-Denglers zeigte sich Bundeskanzler Alfred Gusenbauer betroffen: „Er war für mich, wie für tausende andere österreichische Studenten, Lehrer und intellektueller Förderer. Er wusste um die Macht der Sprache und bekämpfte wortgewaltig die Ohnmacht der Passivität im öffentlichen Diskurs. Er gehörte zur Gruppe der europäischen Intellektuellen, die sich wegweisend stets für Bildung einsetzen. Die internationale Germanistik verliert einen ihrer Besten“. ■

Benefizkonzert in Wien: Wasser für das kenianische Dorf Emis
Die Gegend um die Stadt Eldoret (Westkenia) ist eine der am dichtesten besiedelten des Landes. 1.000 Menschen leben hier auf einem
Quadratkilometer. Die Bevölkerung wächst rasch. In der Nähe von Eldoret liegt das Dorf Emis, in dem rund 7.000 Menschen mit mangelnder Wasserversorgung leben. Frauen und Kinder des Dorfes sind täglich bis zu acht Stunden unterwegs, um bei einer Zapfstelle Wasser zu holen. Sie müssen froh sein, wenn das Wasser nicht verschmutzt ist. Im Übrigen stirbt in Kenia jedes sechste Kind vor seinem 5. Geburtstag. Für nahezu die Hälfte aller Todesfälle bei Kleinkindern ist Durchfall verantwortlich.
Sauberes Wasser, das Leben retten kann und Kindern Bildung beziehungsweise die Gesundheit vieler sichert, liegt in zirka 120 Meter Tiefe. Der Bau eines einzigen Brunnens kostet rund 3.000 Euro.
Ziel eines Benefizkonzerts in der Pfarrkirche St. Brigitta (Brigittaplatz, 1200 Wien) unter dem Motto „Wasser für das Dorf Emis“ war die Sammlung von Spendengeld für diese notleidende Gegend in Afrika. Jeder Cent geht direkt in den Brunnenbau, die Arbeit aller Beteiligten war ehrenamtlich – von der Kirche bis zum Amtshaus Brigittaplatz, die Musikerinnen und Musiker spielten ohne Gage. Mitwirkende des Konzerts waren die Sängerinnen und Sänger Erika Janda Waschek, Brigitta Matheis, Wolfgang A. Schatzl, die Pianistin Ksenia Mavleeva, der Pianist Wolfgang Leidenfrost, die Cellistin Marina Novikova, die Geigerinnen und Geiger Sorjana Zuppan Lysak und Ion Scriparu, der Organist Wolfgang Reisinger und der Musikgesangsverein (MGV) der Wiener Fleischer unter Chordirektor Karl Wilhelm-Hagemayer und die Folkloregruppe Kenia mit dem KEFA Women Group Choir.
Etwa 20 Sponsoren unterstützten das humanitäre Projekt, hinter dem St. Brigitta-Pfarrer Father Thomas Kigen, ein Kenianer, stand: unter anderem Firmen, Radiostationen, die Wirtschaftkammer Wien (WKO), der Pool-Filmverleih.
Organisiert wurde das denkwürdige Konzert von dem Musiker Wolfgang A. Schatzl, der auch moderierte und die prekären Zustände in der Diözese Eldoret schilderte. Tatkräftig und liebevoll unterstützt wurde er von Helga Schartner.
Die gezeigten Szenen des Films „Über Wasser“ von Otto Maurer über die an Wassermangel notleidende afrikanische Region ließen niemanden unberührt.
Das Konzertprogramm bot unter anderem Musik von Händel, Haydn, Mozart, Schubert, Massenet und kenianische Folklore.
Das Benefizkonzert stand unter dem Ehrenschutz des Botschafters von Kenia Julius K. Kandie, der persönlich auch anwesend war und sich um die Gäste bemühte.
Bisher wurden für den Brunnenbau rund 4.500 Euro gespendet. Erste-Bank-Konto: 05336864, Bankleitzahl (BLZ) 20111, Projekt „Wasser für das Dorf Emis“. ■

Biennale 2009 in Venedig: Österreichs Künstlerinnen und Künstler präsentiert
Die Kommissärinnen für den österreichischen Beitrag zur Kunstbiennale 2009 in Venedig sind seit längerer Zeit bekannt: Silvia Eiblmayr und Valie Export. Am 15. September präsentierten sie mit Kulturministerin Claudia Schmied jene Künstlerinnen und Künstler, die wegweisende Projekte erarbeiten sollen: Elke Krystufek, Dorit Margreiter sowie Franziska und Lois Weinberger.
Wie Kulturministerin Schmied ausführte, hätten die beiden Kuratorinnen ein ausgezeichnetes künstlerisches Programm für den Auftritt Österreichs entwickelt. Wie Eiblmayer skizzierte, verbinde „die Künstlerinnen ein Interesse an Strukturen, die sie hinterfragen und analysieren und in eine andere, nämlich eine künstlerische Sprache übersetzen“. Export betonte, dass erstmals seit 1999 wieder Künstlerinnen gezeigt würden.
Das Budget für Österreichs Biennale-Auftritt beträgt 400.000 Euro, „50.000 Euro mehr als das letzte Mal“, betonte Schmied. ■

New York: Bundespräsident Fischer eröffnet Schau zu 68 und zu Gender
Bundespräsident Heinz Fischer eröffnete am 21. September im Österreichischen Kulturforum in New York die Schau „Cutting Realities“ – Gender Strategies in Art“. Sie verknüpft die Kulturrevolution der 1960er Jahre mit Werken zur Frage der Geschlechterbeziehungen. Die Arbeiten der 15 teilnehmenden Künstler und –gruppen stammen aus der Kunstsammlung der Erste Bank-Gruppe, die sich auf Kunst aus Zentral- und Osteuropa spezialisiert hat. Neben Fischer sprach auch der vor den Nazis aus Wien in die USA emigrierte Medizin-Nobelpreisträger Eric Kandel. Fischer hielt sich anlässlich der UN-Generalversammlung in New York auf. ■

Kanzler Gusenbauer: Österreich hat Chancen der EURO 2008 gut genützt
„Wir haben mit der Europameisterschaft 2008 eine Fülle von sportlichen Fußballhöhepunkten und eine Welle der Begeisterung erlebt. Unser Land hat sich nach einem dreiwöchigen Fußballfest der Welt als perfekter Gastgeber und glänzender Organisator präsentiert. Ermöglicht wurde dies durch den unermüdlichen Einsatz vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die diese Aufgabe oft freiwillig ausgeübt haben. Heute darf ich ihnen dafür ein herzliches Dankeschön aussprechen, denn sie haben entscheidend dazu beigetragen, dass die EURO 2008 ein solcher Erfolg geworden ist“, sagte Bundeskanzler und Sportminister Alfred Gusenbauer am 19. September bei einer Festveranstaltung im Redoutensaal der Wiener Hofburg anlässlich der EURO.
Unter den 700 Gästen waren neben den EURO-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter anderem Ex-Teamchef Josef Hickersberger, die deutsche Fußball-Legende Franz Beckenbauer, der schweizerische Botschafter Oscar Knapp, ÖFB-Präsident Friedrich Stickler, der frühere ÖFB-Präsident Beppo Mauhart, ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz, die Wiener Sportstadträtin Grete Laska, Fußballtormann Helge Payer, Sportmanger Peter Schöttel.
Wie der Kanzler weiters ausführte, sei in Zusammenarbeit mit vielen heimischen Organisationen ein positives Bild Österreichs in die Welt getragen worden. Generell sei den österreichischen Host-Cities vor allem in punkto Organisation, Sicherheit, Schönheit und Stimmung viel Respekt gezollt worden.
Besonders hob der Kanzler auch die hervorragende Kooperation mit der Schweiz hervor. Beide Länder seien sich durch dieses sportliche Großereignis noch näher gekommen.
Die Berichterstattung habe der ganzen Welt gezeigt, dass Österreich ein Land der Kultur, der Gastfreundschaft und der guten Atmosphäre sei: „Die Reportagen haben unser Land als attraktives Reiseziel vorgestellt. Wir erhoffen uns eine Vielzahl von mittel- und langfristigen Effekten für unsere Wirtschaft. Laut Wirtschaftskammer Österreich (WKO) generierte die drittgrößte Sportveranstaltung der Welt eine Wertschöpfung von 641 Millionen Euro und schuf 12.000 zusätzliche Arbeitsplätze“. Gusenbauer dankte abschließend auch dem früheren ÖFB-Präsidenten Beppo Mauhart, der die Spiele nach Österreich geholt hatte.
Franz Beckenbauer, der seit vielen Jahren in Österreich lebt, lobte Österreich und die Schweiz für deren hervorragende Gastgeberrolle. „Diese Spiele standen von Anfang an unter einem guten Stern, beide Länder haben bei der Durchführung der EURO eine gute Visitenkarte abgegeben. Alles hat hervorragend funktioniert, es war ein tolles Fußballfest. Ich bin sicher, dass die EURO 08 als eine der besten Europameisterschaften in die Geschichte eingehen wird“. ■

Österreichs Paralympioniken sorgen in Peking für Furore
Mit sechs Medaillen für Österreich und einer großartigen Abschlussfeier sind die 13. Paralympischen Sommerspiele in Peking erfolgreich zu Ende gegangen. Mit 4 Gold, 1 Silber, 1 Bronze können unsere Spitzenathletinnen und -athleten im Behindertensport eine positive Bilanz ziehen. Das Team hat mit Andrea Scherney (Weitsprung ), Andreas Vevera (Tischtennis), Wolfgang Schattauer (Handbike) und Thomas Geierspichler (Marathon) viermal Gold, mit Wolfgang Eibeck (Rad-Einzelzeitfahren) einmal Silber und wieder durch Geierspichler (800 Meter) Bronze gewonnen. All diesen herausragenden Sportlerinnen und Sportlern ist aber nicht nur der Erfolg gemeinsam. Sie alle mussten persönliche Lebenskrisen überwinden und durch den Sport neuen Lebensmut fassen. Dadurch wurden Sie zu großen Vorbildern.
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Tag des Sports will Menschen jeden Alters zu mehr Bewegung motivieren
Österreichs bestbesuchte Open Air Sportveranstaltung lädt nach dem Vorjahresrekord mit über 350.000 Besucherinnen und Besucher auch heuer wieder am 27. September zu einer Leistungsshow des österreichischen Sports auf den Wiener Heldenplatz. Der mittlerweile 8. Tag des Sports ist auch ein Angebot, selbst im Sinne der Bewegungs- und Gesundheitsförderung "Fit für Österreich" aktiv zu werden, etwa bei 120 „Mach Mit“ Stationen, und eine Vielzahl von neuen Sportarten kennen zu lernen. Über 300 Sportstars sämtlicher Sparten, Olympia-Medaillengewinner, Welt- und Europameister sind dabei. Im Mittelpunkt stehen alle siegreichen österreichischen Olympioniken von Peking und die erfolgreichen Behindertensportler der kürzlich zu Ende gegangenen Paralympics.
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