Montag, 23. Juli 2007

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SPÖ-ÖVP einig bei Kinderbetreuung, Rezeptgebühren und Klimaschutz

SPÖ und ÖVP haben sich bei ihrer zweitägigen Regierungsklausur in Eisenstadt (10./11. Juli) auf die Förderung von Kinderbetreuungsplätzen, die Deckelung der Rezeptgebühren sowie auf ein umfassendes Programm für Klimaschutz und Energiepolitik geeinigt.
Ab dem Schuljahr 2008/09 kommt für Kinder mit Sprachdefiziten vor Schuleintritt ein verpflichtendes Kindergartenjahr. „Aufgrund der veränderten Bevölkerungsstruktur müssen wir dafür sorgen, dass Erstklassler ausreichend Deutsch können, erklärte Bundeskanzler Alfred Gusenbauer. Es gehe darum, die Bildungschancen von Kindern mit Sprachmängeln zu erhöhen. Die Kenntnisse werden 15 Monate vor der Einschulung überprüft. Sollten dabei Sprachprobleme festgestellt werden, wird der Besuch des Kindergartens verpflichtend vorgeschrieben. Bei Weigerung sind zunächst keine Sanktionen vorgesehen. Angedacht sind frühestens ab 2009 die Streichung der Familienbeihilfe oder Verwaltungsstrafen. Zahlen müssen Eltern je nach Einkommen selbst.
Beschlossen wurde zudem der Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen in Österreich. Als „Anschubfinanzierung“ für beide Projekte stellt der Bund den Ländern in den nächsten drei Jahren jeweils 20 Millionen Euro zur Verfügung, verlangt dafür aber eine gleich hohe Kofinanzierung durch die Länder (15a-Verträge). „Das ist nur eine Zuwachsfinanzierung. Wir wollen zum stetigen Ausbau von erforderlichen Kinderbetreuungsplätzen motivieren“, so Gusenbauer. Neben der quantitativen Ausweitung plane die Bundesregierung auch eine Qualitätsoffensive zur maximalen pädagogischen Förderung, betonte der Bundeskanzler.
Geeinigt hat sich die Regierung auch auf ein Modell zur Deckelung der Rezeptgebühr. Ab 2008 wird für Rezeptgebühren ein maximaler Beitrag von 2 Prozent des Nettoeinkommens zu entrichten sein. Das 13. und 14. Monatsgehalt sind in diese Berechnungsgrundlage nicht inkludiert. Die Deckelung soll über ein eigenes „Rezeptgebühr-Konto“ beim Hauptverband der Sozialversicherungsträger laufend kontrolliert werden, administriert wird diese Regelung über die E-Card. Alle Befreiungen von der Rezeptgebühr bleiben weiterhin aufrecht.
Verständigt hat man sich zudem auf konkrete Maßnahmen zu Klimaschutz und Energiepolitik. Das Ökostromgesetz wird nochmals novelliert. Ein entsprechender Entwurf unter anderem zur Neugestaltung von geförderten Einspeisetarifen und Tarif-Laufzeiten für Ökostrom-Anlagen soll im Herbst vorgelegt werden. ■

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Zum Tod des früheren Umwelt- und Gesundheitsministers Kurt Steyrer

Nur einen Monat nach Kurt Waldheim ist am 16. Juli dessen einstiger Präsidentschaftskontrahent Kurt Steyrer gestorben. Der SPÖ-Politiker erlag 87-Jährig in der Wiener Rudolfsstiftung einer kurzen schweren Krankheit. SPÖ-Kanzler Bruno Kreisky hatte den engagierten Arzt 1981 als Umwelt- und Gesundheitsminister in sein Kabinett geholt. Steyrer gehörte auch der SPÖ-FPÖ-Koalition unter Bundeskanzler Fred Sinowatz an. Auf dessen Drängen trat Steyrer 1986 gegen Waldheim an und verlor nach einem sehr emotional geführten Wahlkampf um Waldheims NS-Vergangenheit die Präsidentenwahl. Danach zog sich der gebürtige Linzer aus der Bundespolitik zurück und war u.a. als Seniorensprecher der SPÖ Wien tätig. Steyrer hinterlässt eine Ehefrau und zwei erwachsene Söhne. Die Trauerfeier findet am 25. Juli in Wien statt.
Regierung und Opposition würdigten Steyrer als fachlich kompetenten Brückenbauer. Bundespräsident Heinz Fischer erklärte: „Fairness, Toleranz, Liebe zu den Menschen und zur Natur waren besondere Eigenschaften von Kurt Steyrer.“ Bundeskanzler Alfred Gusenbauer bezeichnete ihn als einen „liebenswürdigen, fröhlichen und stets konzilianten Mann“. Österreich habe mit dem „über alle Parteigrenzen geachteten“ Steyrer eine „große Politiker-Persönlichkeit“ verloren, betonte auch Vizekanzler Wilhelm Molterer. ■

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Ergreiferprämie für NS-Verbrecher

Das Justizministerium setzt erstmals eine Ergreiferprämie für zwei mutmaßliche NS-Verbrecher aus. Für Hinweise, die zur „Ausforschung, Ergreifung und Verurteilung“ des früheren KZ-Arztes Aribert Heim und des ehemaligen SS-Hauptsturmführers Alois Brunner führen, sollen je 50.000 Euro bezahlt werden, erklärte Justizministerin Maria Berger (www.bmj.gv.at). ■

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Bundespräsident Heinz Fischer besuchte Mazedonien

Bundespräsident Heinz Fischer absolvierte am 12. und 13. Juli einen offiziellen Arbeitsbesuch in Mazedonien. Begleitet wurde er von Verteidigungsminister Norbert Darabos und einer Wirtschaftsdelegation. In der mazedonischen Hauptstadt Skopje führte Fischer Gespräche mit seinem Amtskollegen Branko Crvenkovski sowie mit Ministerpräsident Nikola Gruevski und Parlamentspräsident Ljubisa Georgievski. Erörtert wurden u.a. die Kosovo-Frage, die EU-Perspektive Mazedoniens und die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen, die sich in den vergangenen Jahren gut entwickelt haben und weiter ausgebaut werden sollen. Österreichische Firmen gehören zu den führenden Investoren in der früheren jugoslawischen Teilrepublik.
Bundespräsident Fischer hat Mazedonien auf seinem Weg in die Europäische Union Unterstützung zugesichert. „Österreich wird kein hemmender, sondern ein mithelfender Faktor sein“, betonte er vor Journalisten. Das EU-Kandidatenland Mazedonien erwartet sich nach den Worten seines Präsidenten Crvenkovski für die Aufnahme der Beitrittsverhandlungen einen Termin im ersten Halbjahr 2008 unter slowenischem EU-Vorsitz.
Fischer verwies auf den nächsten Fortschrittsbericht der EU-Kommission zu Mazedonien. Er sei für die Annäherung des Westbalkan an die EU, die nicht nur ein Wirtschafts-, sondern auch ein Friedensprojekt darstelle.
Zum künftigen Status der südserbischen Provinz Kosovo, an die Mazedonien grenzt, meinten beide Staatschefs, die beste Lösung erfolge durch eine Resolution des UNO-Sicherheitsrates.
Zweite Station der Mazedonien-Visite war Ohrid am gleichnamigen See im Südwesten des Landes, wo Fischer der Eröffnung des jährlichen Kulturfestivals beiwohnte.■

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Nationalratspräsidentin Prammer zu Besuch in Israel

Nationalratspräsidentin Barbara Prammer traf bei ihrem Israel-Besuch (9.-14. Juli) auch mit dem neu gewählten Präsidenten Shimon Peres zusammen. Dabei überreichte sie ein Schreiben von Bundespräsident Heinz Fischer und übermittelte dessen „beste Wünsche und Grüße“. Bei der Amtseinführung von Peres (15. Juli) war Österreich wie alle anderen EU-Staaten durch den Botschafter vertreten.
Prammer führte auch Gespräche mit ihrer Amtskollegin Daliah Itzik, die sie im Februar bei einem Treffen der Interparlamentarischen Union (IPU) in New York kennen gelernt hatte.
Der Grund für ihren Israel-Besuch sei ihre Vorsitzfunktion im Nationalfonds und im NS-Entschädigungsfonds. Da der Nationalfonds jedes einzelne Projekt genehmigen müsse, sei es ihr sehr wichtig, sich vor Ort über jene Vorhaben zu informieren, die vom Nationalfonds kofinanziert würden, so Prammer.■

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Ursula Plassnik bei Eröffnung der EU-Regierungskonferenz in Brüssel

Außenministerin Ursula Plassnik nahm am 23. Juli am EU-Außenminister-Rat in Brüssel teil. Im Rahmen dieses Treffens wurde die Regierungskonferenz über den künftigen EU-Vertrag eröffnet. Bis Oktober soll der neue Reformvertrag vorliegen. Die Verhandlungen sollen weitgehend auf Expertenebene geführt werden.
Weitere Themen des Außenminister-Treffens waren unter anderem die Kosovo-Frage und die Situation im Nahen Osten.■

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Portugals Außenminister und EU-Ratsvorsitzender Amado in Wien

Anlässlich seines Besuches bei der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) am 12. Juli in Wien ist der EU-Ratsvorsitzende und portugiesische Außenminister Luis Filipe Marques Amado auch mit Außenministerin Ursula Plassnik zusammengetroffen. In einer gemeinsamen Pressekonferenz unterstrich Amado die wichtigsten Vorhaben der EU-Präsidentschaft seines Landes: die Verhandlungen über den neuen EU-Vertrag abzuschließen, die Beziehungen zu den USA zu stärken und das Kosovo-Problem zu lösen.
Zu den nächsten großen Aufgaben der EU zählten Plassnik und Amado neben dem neuen EU-Vertrag unter anderem auch die Schengen-Erweiterung und die Kosovo-Statusverhandlungen. Plassnik deponierte Österreichs Unterstützung für die von Portugal angestrebte Intensivierung der Kooperation mit Afrika. Plassnik wird im November in mehrere afrikanische Länder reisen.■

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Bundesregierung präsentierte „Wirtschaftsbericht Österreich 2007“

Bundeskanzler Alfred Gusenbauer präsentierte am 9. Juli in der Wiener Börse gemeinsam mit Vizekanzler und Finanzminister Wilhelm Molterer, Wirtschaftsminister Martin Bartenstein und Infrastrukturminister Werner Faymann den „Wirtschaftsbericht Österreich 2007“. Der Bundeskanzler wertete den Wirtschaftsbericht als eine Bestätigung dafür, dass die wirtschaftspolitische Strategie Österreichs „überaus erfolgreich“ sei. Im Zentrum seiner Rede vor zahlreicher Prominenz aus Wirtschaft und Politik standen die aktuelle Konjunkturentwicklung sowie die Zukunftsbereiche Klimaschutz, Sozialpolitik, Bildung und Innovation.
„Wir sind derzeit in der angenehmen Situation, dass uns die Wirtschaftsforschungsinstitute mit Revisionen des Wachstums nach oben überraschen. Für heuer wird ein realer Anstieg des BIP (Bruttoinlandsprodukt) von neuerlich über 3 Prozent prognostiziert. Die Entwicklung ist breiter und stärker als ursprünglich angenommen und sowohl vom Export als auch von der Inlandsnachfrage getragen“, so Gusenbauer. In Summe sind die heimischen Exporte 2006 um 9,5 Prozent erstmals auf über 100 Milliarden Euro gestiegen.
Der Bundeskanzler verwies darauf, dass die Beschäftigungsquote in Österreich mit 70,2 Prozent heute zu den höchsten in der EU zähle. Es sei zudem gelungen, die Beschäftigungsquote von Frauen zu erhöhen, wenn auch häufig durch Teilzeitjobs. Die Arbeitslosigkeit sei mit 4,3 Prozent im Juni 2007 auf einem niedrigen Niveau, erklärte Gusenbauer. Für 2008 werde ein weiterer Rückgang auf knapp über 4 Prozent erwartet.
Der anhaltende Überschuss in der Leistungsbilanz spreche für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Unternehmen, insbesondere der durch die erfolgreiche Internationalisierungsstrategie hervorragend positionierten Klein- und Mittelbetriebe. Diese Vorteile aufgrund der entsprechenden wirtschaftspolitischen Maßnahmen und der geografischen Lage müssten jedoch laufend abgesichert werden, betonte der Bundeskanzler.
Als prioritäre Bereiche für gemeines Handeln nannte Gusenbauer Klimaschutz, Sozialpolitik sowie Bildungs- und Innovationspolitik. „Beim Klimaschutz konzentriert sich die Bundesregierung auf Energieeffizienz, Energiesparen und
erneuerbare Energien. Mit der Errichtung des Klima- und Energiefonds haben wir einen beachtlichen Schritt zur Förderung neuer Technologien gesetzt“, so Gusenbauer. Auch die Verkehrspolitik sei ein wesentlicher Bestandteil der Klimastrategie.
Zentrale Anliegen der Bundesregierung seien zudem die Armutsbekämpfung und die weitere Reduktion der Arbeitslosigkeit, wobei es nicht nur um quantitative Zielsetzungen gehe: „Gute Arbeit zeichnet sich durch faire Löhne, Sicherheit, Einkommensgerechtigkeit zwischen den Geschlechtern, Gesundheitsschutz und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie aus“, betonte der Bundeskanzler. Mit den Sozialpartnern seien bereits wichtige Schritte, darunter die Einführung des Mindestlohnes, vereinbart worden.
Als weitere „drängende Aufgaben“ nannte Gusenbauer die Modernisierung des Bildungswesens und die Förderung von Innovation. ■

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Innovationsoffensive für KMU: „Forschung schafft Arbeit“

Kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) – das „Rückgrat der österreichischen Wirtschaft“ – sollen gestärkt werden und künftig viel mehr forschen als bisher. Aus diesem Anlass präsentierten Bundeskanzler Alfred Gusenbauer und Forschungs-Staatssekretärin Christa Kranzl am 17. Juli die Innovationsoffensive „Forschung schafft Arbeit“ des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT). Dafür werden insgesamt 22 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.
Ziel der Initiative ist die Heranführung traditioneller KMUs an moderne Forschung und Technologieentwicklung durch Kooperation mit F&E-Einrichtungen in Österreich. „Forschung schafft Arbeit“ basiert auf zahlreichen Maßnahmen, die gemeinsam mit der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) und der „KMU Forschung Austria“ umgesetzt werden.
Kernelemente werden u.a. eine Beratungskampagne über die umfassenden Fördermöglichkeiten vor Ort und der „Innovationsscheck Österreich“ sein, der als Einsteigerprogramm Anreize für KMU schaffen soll, damit diese optimal in den Forschungsprozess integriert werden können. Der Scheck in Höhe von 5.000 Euro soll für Forschungsprojekte, Studien, Analysen und individuelle Beratung einlösbar sein. ■

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Österreich trauert um Leon Zelman

Der Leiter des Jewish Welcome Service, Leon Zelman, ist am 11. Juli 79-jährig im Wiener Wilhelminenspital verstorben. 1928 in Szcekociny (Polen) geboren, verlor er seinen Vater nach dem Einmarsch der deutschen Truppen im September 1939. Seine Mutter verhungerte im Ghetto Lodz. 1944 wurde er mit seinem jüngeren Bruder nach Auschwitz deportiert, wo dieser ermordet wurde. Leon entging bei der Selektion dem Weg in die Gaskammer, weil er sich zwei Jahre älter machte. Nach Aufenthalten in verschiedenen Lagern wurde er 1945 in Ebensee befreit. Nach drei Jahren einer schwierigen Rekonvaleszenz studierte er an der Wiener Universität Zeitungswissenschaften und engagierte sich in der Jüdischen Hochschülerschaft. Er begründete „das Jüdische Echo“, heute noch ein wichtiges Periodikum in Österreich. Historische Verdienste erwarb er sich mit der Gründung des „Jewish Welcome Service Vienna“ (JWS), das Brücken zwischen vertriebenen österreichischen Juden beziehungsweise deren Nachkommen zu ihrer alten Heimat baute und sie zu Wien-Besuchen animierte. Seit 1980 hat das JWS rund 4.000 von den Nazis Vertriebene nach Österreich eingeladen. Zelman sah bis zuletzt Bewusstseinsarbeit bei jungen Menschen als wichtige politische Aufgabe an. Der offiziell hoch Geehrte war Träger des „Großen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich“ und des Ehrenrings der Stadt Wien. Leon Zelman ist am 13. Juli in einem ehrenhalber gewidmeten Grab der Stadt Wien im israelitischen Teil des Wiener Zentralfriedhofs bestattet worden. Staats- und Regierungsspitze würdigten den Toten: Bundespräsident Heinz Fischer nannte Leon Zelman „eine Ausnahmeerscheinung“ und hob besonders dessen Leistungen im Rahmen des JWS hervor, einer Non-Profit-Organisation, die zu einem besseren Verständnis zwischen Juden und Nichtjuden beitragen wolle. Vizekanzler und Finanzminister Wilhelm Molterer betrauerte den „Aufrüttler und Brückenbauer“. In seiner Rede in der Zeremonienhalle der Jüdischen Kultusgemeinde am Zentralfriedhof sagte Bundeskanzler Alfred Gusenbauer, Zelman sei nie müde geworden, gegen Antisemitismus aufzutreten und die Erinnerungskultur aufzubauen. „Er wollte, dass die Welt besser wird und hat das Böse mit dem Guten beantwortet“, so der Kanzler. Damit stehe er Seite an Seite mit wenigen anderen, wie etwa Nelson Mandela. Sehr persönliche Worte fand auch Wiens Bürgermeister Michael Häupl: Mit Leon Zelman und dessen fröhlichem, manchmal „ruppigem“ Wesen habe man einen unersetzbaren Menschen verloren, der Unerträgliches durchgemacht hätte, „ohne sich der Rache oder dem Hass zu ergeben“. Häupl leise: „Ich weiß nicht, wie aus so viel Unerträglichkeit so ein Mensch werden konnte“. ■

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Bundespräsident Heinz Fischer eröffnet Bregenzer Festspiele

Bundespräsident Heinz Fischer hat am 18. Juli die Bregenzer Festspiele eröffnet. Für die rund 60 Veranstaltungen sind 190.000 Karten aufgelegt, über 80 Prozent der Tickets sind bereits verkauft. Die Seebühne bringt seit 19. Juli erstmals Giacomo Puccinis Oper „Tosca“. Den Auftakt bildete am 18. Juli die Hausoper „Tod in Venedig“ von Benjamin Britten. Festspielpräsident Günter Rhomberg kritisierte in seiner Ansprache, dass in den letzten Jahren durch die “stagnierenden Budgets für Kunst und Kultur bestehende Strukturen unserer so produktiven österreichischen Theaterlandschaft gefährdet“ seien. Seit 1997 hätten die Bregenzer Festspiele durch Nicht-Valorisierung der Subventionen real ein Viertel eingebüsst. Kulturministerin Claudia Schmied wählte in ihrer Ansprache die Freiheit der Gesellschaft als zentrales Thema. Auch Bundespräsident Heinz Fischer beschäftigte sich in seiner Aufsehen erregenden Eröffnungsrede mit der freien Gesellschaft. Benjamin Britten hätte in Österreich bis in die 1970er Jahre aufgrund seiner Homosexualität „eine strafgerichtliche Verfolgung fürchten müssen“. Seither habe sich viel zum Besseren, das heißt zum Abbau von Diskriminierung hin, verändert. „Aber noch immer gibt es gesellschaftliche und rechtliche Barrieren, die ich als problematisch empfinde“, betonte Fischer. Das Programm der Bregenzer Festspiele sei „Anlass, diesen Themen nicht einfach auszuweichen, nicht wegzuschauen, sondern sich einzugestehen, dass es noch Diskriminierung und damit ungelöste gesellschaftliche Fragen gibt, die uns verpflichten, sich damit auseinander zu setzen und für Hinweise und Anstöße aus dem Bereich der Kunst nicht taub zu sein“. Unter den Premierengästen befanden sich unter anderem Kanzler Gusenbauer und Vizekanzler Molterer. ■

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Oxford: Koglmann spielt bei Ausstellung von Harsieber und Huber

Lolapoloza Project Space in Oxford (England) zeigt von 2. bis 28. September die Ausstellung „Monika, Herbert, and for evermore they wait“ mit Werken der Wiener Fotografin Heidi Harsieber und der aus Linz stammenden seelenverwandten und doch sehr verschiedenen Bernadette Huber, deren Arbeiten unter anderen Webprojekte, Videoinstallationen, Objekte, Malerei und künstlerische Fotografie umspannen. „Monika und Herbert“ nennt Huber ihre ironische Reflexion über Rollenbilder von Frau und Mann. Harsiebers Fotokollagen mit dem Titel „und immer warten sie, warten in mitten der Gelegenheiten“ wirken geheimnisvoll kühl, voller Sehnsucht und Melancholie. Angesichts der Ausstrahlung der gezeigten Werke scheint es nicht unlogisch, dass zur Eröffnung am 1. September der Wiener Komponist Franz Koglmann, dessen Musik den Cool Jazz und die Klassik der Moderne verwebt, solo sein Flügelhorn spielt. Die anregende Ausstellung wird vom Österreichischen Kulturforum London und dem Oxford City Council unterstützt. Informationen: www.bernadettehuber.at

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Ein Höhepunkt bei ImPulsTanz: Wim Vandekeybus & Ultima Vez

Der Choreograph, Regisseur Schauspieler und Fotograf Wim Vandekeybus wurde 1963 in Herenthout (Belgien) als Sohn eines Tierarztes geboren. So kam er schon früh in Kontakt mit Tieren, die sich in der Natur frei bewegen konnten. Ihre instinktiven Reaktionen und Bewegungen sowie ihr Vertrauen in die eigene Körperkraft faszinierten ihn und wurden Leitbild seines Werks. 1986 arbeitete er in Madrid mit einer Gruppe junger Tänzerinnen und Tänzer an seiner ersten Produktion. Unter dem Namen „Ultima Vez“ – im Spanischen „das letzte Mal“ – gründete er seine eigene Kompanie und feierte 1987 mit „What the Body Does Not Remember“ in Haarlem (Niederlande) Premiere. Es war der Beginn einer Weltkarriere. Eine so knallharte Konfrontation von Tanz und Musik hatte man bis dahin noch nicht gesehen. Körper und Steine flogen durch die Luft und wurden im letzten Moment instinktiv von anderen Tänzern aufgefangen. Und dann wieder fallen gelassen. Zärtlichkeiten werden kurz und heftig ausgetauscht, bevor Gleichgültigkeit einsetzt. Die Sehnsucht nach einem passenden Menschen bleibt unerfüllt. „Spiegel“ nennt Vandekeybus, ein Best-Of seiner Werke aus den letzten 20 Jahren. Es war vom 18. bis 20. Juli im Wiener Volkstheater zu sehen. Dem begeisterten Publikum wurde eine Zusatzvorstellung geboten. Unfassbar die Körperbeherrschung der Truppe. Tanz bis zur völligen Erschöpfung, das Leben widerspiegelnd mit seinem Kampf, seinem Leid, seiner Erotik. Alles angetrieben von freier sperriger und wilder Musik – von Arno & Ad Cominotto, David Byrne, Thierry De Mey, Pierre Mertens, Marc Ribot und Peter Vermeersch. ■

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Filmregisseur Jörg Kalt gestorben

Filmregisseur Jörg Kalt, 1967 bei Paris geboren und seit Mitte der 90er Jahre einer der Protagonisten des neuen österreichischen Films, ist im Alter von 40 Jahren gestorben. Wie die Familie mitteilte, „entschloss er sich mitten in einem vielseitigen Schaffungsprozess, seinem Leben ein Ende zu setzen“. Viele Jahre als Journalist tätig, war Jörg Kalt 2005 mit seinem Film „Crash Test Dummies“ bei zahlreichen Festivals erfolgreich und arbeitete bis zuletzt an zwei neuen Projekten mit den Titeln „Tiere“ und „Zum Essen“. ■

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Wien Museum Karlsplatz: Ganz unten. Die Entdeckung des Elends

Das Wien Museum Karlsplatz zeigt bis 28. Oktober die Ausstellung „Ganz unten. Die Entdeckung des Elends – Wien, London, Berlin, New York“. Urbanisierung gegen Ende des 19. Jahrhunderts, triste Wohnverhältnisse und Angst vor sozialen Unruhen erzeugten ein neuartiges Interesse an den „dunklen“ Zonen der Großstädte. In London und Paris, später auch in New York, Wien und Berlin versuchten Schriftsteller und Bildende Künstler, Stadtforscher und Sensationsreporter, oft getarnt, die Drastik des Elends in Sprache und Bild zu bannen. Unterschiedlich waren die Motive: Aufklärung, Attraktion, Agitation. Die neuen Massenmedien fanden ein reiches Reservoir von Geschichten vor, die sie in grellen Bildern erzählten. Im Zentrum der Ausstellung steht eine berühmte Reportage des Journalisten Emil Kläger, der 1904 gemeinsam mit dem Amateurfotografen Hermann Drawe die „Wiener Quartiere des Elends und Verbrechens“ erkundete. Ihre schockierenden Bilder präsentierten sie in Lichtbildervorträgen, die vom Publikum gestürmt wurden. Die Kläger/Drawe-Diaserie ist erstmals wieder rekonstruiert zu sehen. Dazu internationale Vergleiche, etwa die Grafikzyklen von Käthe Kollwitz und Heinrich Zille, eine Dokumentation der Wohnverhältnisse in Wien, aber auch Reportagen des jüdischen Elends in Wien von Bruno Frei oder der 1890 veröffentlichte Fotobericht über die sozialen Outcasts des New Yorker Polizeireporters Jacob A. Riis „How the Other Half Lives“.
Seit dem frühen 20. Jahrhundert rückte die politische Dimension – das Plädoyer für eine radikale soziale Veränderung – immer mehr in den Vordergrund. Die Frage nach der Darstellbarkeit des Elends zwischen Anteilnahme und Voyeurismus blieb weiter aktuell. ■

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Georg Kreisler ist 85 Jahre jung

Georg Kreisler, eine der Legenden des Wiener Kabaretts, als Texter, Musiker und Interpret überragend, feierte am 18. Juli seinen 85. Geburtstag. Der 1922 geborene Wiener, der 1938 vor den Nazis in die USA floh und zu seiner Geburtsstadt - nach seiner Rückkehr 1955 - ein sehr zwiespältiges Verhältnis beibehielt, ist mit Liedern wie „Gemma Tauberln vergiften im Park“, „Zwei alte Tanten tanzen Tango“ und „Der guate alte Franz“ berühmt geworden. In der Emigrationszeit komponierte er Filmmusiken für Hollywood, etwa für Charlie Chaplin. In den 50er Jahren leitete er gemeinsam mit Gerhard Bronner das „Intime Theater“. 2000 wurde seine Oper „Der Aufstand der Schmetterlinge“ uraufgeführt. Derzeit arbeitet er an einer weiteren Oper. ■

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MUSA: Museum auf Abruf

Museum auf Abruf (MUSA) ist der Name für die Sammlung zeitgenössischer Kunst der Kulturabteilung der Stadt Wien. Diese Institution umfasst den Präsentationsbereich für Themenausstellungen aus der Sammlung, die Startgalerie für junge Wiener Kunstschaffende am Beginn ihrer Karriere und die Artothek, die grafische Arbeiten an Wiener Privatpersonen verleiht. Außerdem können in einem eigenen Bereich auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Magistrats der Stadt Wien Werke für ihre Arbeitsstelle entlehnen. Die MUSA präsentiert eine der größten Sammlungen ihrer Art in Österreich und umfasst derzeit 16.500 Objekte sämtlicher Kunstsparten von etwa 3.000 KünstlerInnen. Die Werke wurden im Rahmen von Förderankäufen ab 1951 von der Kulturabteilung erworben und bieten einen erstklassigen Querschnitt durch die Wiener Kunstentwicklung der letzten Jahrzehnte. Wiens Bürgermeister Michael Häupl und Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny wollten nun die erworbenen Arbeiten den Bürgerinnen und Bürgern näher bringen, lebt doch eine Kunstsammlung vor allem auch durch öffentliche Wahrnehmung. Die Werke haben nun eine eigene Präsentationsfläche auf rund 600 m2 erhalten. Auf Basis der Sammlung werden jährlich drei Themenausstellungen sowie eine Gastausstellung einer vergleichbaren ausländischen Institution realisiert. Die erste Ausstellung unter dem Titel „Lange nicht gesehen“ wird von Iara Boubnova vom Institut für Zeitgenössische Kunst in Sofia (Bulgarien) kuratiert. ■

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MUMOK: Laboratorium Moderne

Das MUMOK, Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, zeigt bis 7. Oktober Höhepunkte aus der eigenen Sammlung der Klassischen Moderne: Gemälde, Zeichnungen, Fotografien, Möbel, Architekturmodelle und Skulpturen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts brachten die neuen Großstädte, Eisenbahnen und Autos, Funk, Telegrafie und Radio eine neue Welterfahrung mit sich. Diese versuchten Künstler wie Frantisek Kupka, Giacomo Balla oder Piet Mondrian im Kubofuturismus oder im Konstruktivismus zu bannen. Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Österreichischen Filmmuseum und der Albertina. ■

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Wien Museum: Am Gänsehäufel

Bei der Gluthitze derzeit in Wien ist ein Besuch des Gänsehäufels an der Alten Donau höchst empfehlenswert. Das Strandbad feiert seinen 100. Geburtstag. Über die Entwicklung des 1907 von der Gemeinde Wien eröffneten kommunalen Bades, das bereits vor dem Ersten Weltkrieg jährlich über 200.000 Menschen besuchten, die zwischen Sandkuren, Wasserspaß und Biertrinken den Alltag zu vergessen suchten, gibt eine tolle Schau im Wien Museum Auskunft. ■

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U20-Fußball-WM: Österreichische Mannschaft unter den Weltbesten

Der vierte Platz bei der FIFA-U20-Weltmeisterschaft in Kanada ist ein historischer Erfolg für den österreichischen Nachwuchsfußball. Die U20-ÖFB-Nationalmannschaft hat mit einem guten Spiel im „Kleinen Finale“ ihre großartige Turnier-Leistung bei der WM noch einmal bewiesen. Im Spiel um Platz drei unterlag Österreich Chile unglücklich mit 0 zu 1. Dem Gesamt-Erfolg tut dies aber keinen Abbruch, da die ÖFB-Junioren über das ganze Turnier hinweg mit einem vorbildlichen Kampf- und Teamgeist national wie international für Aufsehen gesorgt haben. Die
Fußballwelt hat große Talente aus österreichischer Nachwuchsarbeit zu Gesicht bekommen. Insgesamt ist der 4. Platz bei der U20-WM einer der größten Erfolge einer österreichischen Nationalmannschaft. Österreich gehört somit zu den vier besten Nachwuchs-Teams der Welt. ÖFB-Junioren-Teamchef Paul Gludovatz und dem U20-Team um Kapitän Se¬bastian Prödl ist herzlich zu gratulieren. Im Finale hat sich Rekord-Champion Argentinien mit einem 2:1 gegen Österreich-Bezwinger Tschechien zum sechsten Mal zum Fußball-U20-Weltmeister gekrönt und damit die erfolgreiche Titelverteidigung geschafft. ■

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Österreich-Rundfahrt: Ein Höhepunkt im europäischen Radsport

Die 59. Internationale Österreich-Radrundfahrt brachte zwar nicht den erhofften ersten heimischen Gesamtsieg seit 2003, dennoch hat die Tour einen weiteren großen Schritt in ihrer Entwicklung genommen. Österreichs traditionsreichste Radsportveranstaltung trägt ein Jahr vor dem 60-er Jubiläum wieder den Titel "Internationale Österreich Rundfahrt". Nach dem erfolgreichen Double Rad-Weltmeisterschaft Salzburg und Österreich Rundfahrt 2006, wurde die Österreich-Tour vom Weltradsportverband, der Union Cycliste International (UCI), auf insgesamt acht Tage verlängert und wird zum zweiten Mal in der höchsten Kategorie im europäischen Radsport ausgetragen. Die Kommissäre der UCI boten für die kommende Saison sogar die Aufnahme in die ProTour an. Der Termin parallel zur ersten Woche der Tour de France bleibt auch für die kommende 60. Jubiläums-Ausgabe gleich. Sportlicher Sieger ist der Belgier Stijn Devolder. Der 27-Jährige hatte für viele als einer der Topfavoriten gegolten und verwies den Tiroler Thomas Rohregger nach acht Etappen und 1.247,6 Gesamtkilometern um 1:04 Minuten auf Platz zwei. Rohregger war noch mit dem gelben Trikot ins Zeitfahren gegangen. Hinter dem Slowenen Jure Golcer (+1:13 Min.) landete der Vorjahres-Dritte und amtierende österreichische Staatsmeister Christian Pfannberger (+1:25) auf Rang vier. ■

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Dornbirn: Positive Bilanz beim Turnfestival Welt-Gymnaestrada

Mit der großen Abschluss-Veranstaltung im Dornbirner Stadion Birkenau ist die 13. Welt-Gymnaestrada (8. bis 14. Juli 2007) in Vorarlberg zu Ende gegangen. Erstmals in der 54-jährigen Geschichte des Weltturnfestivals nahmen Teilnehmer aus allen fünf Kontinenten an einer offiziellen Schlussveranstaltung teil. Das weltweit wichtigste und größte Breitensportfestival wurde ein Erfolg für den Turnsport und die Organisatoren, gekennzeichnet von hoher sportlicher Qualität, mit kulturellen Momenten voller Kreativität und abseits des Leistungsdrucks von Stockerlplätzen. Alle der rund 22.000 beteiligten Turnerinnen und Turner aus 57 Nationen aller Kontinente waren Gewinner. Die Welt-Gymnaestrada 2007 ist die größte Sport-Veranstaltung in Österreich im heurigen Jahr und entwickelte sich zu einem Event der Sonderklasse mit einer einmaligen Stimmung. Insgesamt wurden 85.000 Tickets für die Aufführungen auf dem Dornbirner Messegelände verkauft, rund 10.000 Besucher sahen die Großgruppenvorführungen in Lustenau. 28.000 Teilnehmer und Besucher waren bei der Eröffnungsfeier im Dornbirner Stadion Birkenwiese. Zu Recht gab es für die gelungene Veranstaltung und die professionelle Organisation großes Lob vom Weltturnverband, von den nationalen Delegationen und von den Gymnaestrada-Teilnehmerinnen und Teilnehmern selbst. ■

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