Dienstag, 29. Mai 2007

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Kanzler Alfred Gusenbauer: „Der ÖGB ist eine Größe in diesem Land“

Bundeskanzler und SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer zeigte sich am 22. Mai bei der Eröffnung des Gewerkschaftstages der Gemeindebediensteten „froh“ darüber, dass die Gewerkschaften nach der Überwindung der BAWAG-Krise und der damit verbundenen finanziellen Probleme nun wieder verstärkt die Interessen der Arbeitnehmer vertreten könnten. „Der ÖGB war und ist eine Größe in diesem Land“, so Gusenbauer.

Für die Gewerkschaft sei das vergangene Jahr das wohl schwerste seit den Auseinandersetzungen der 1950er Jahre gewesen, resümierte der Bundeskanzler. Er habe Vertrauen in den Rechtsstaat, dass die BAWAG-Affäre juristisch aufgearbeitet werde. Wichtiger sei jedoch, dass die Gewerkschaften sich dem Prozess der Neuorientierung gestellt hätten. ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer habe dabei „außerordentliches“ geleistet, betonte Gusenbauer.

Eine Absage erteilte der Bundeskanzler neoliberalen Tendenzen von Privatisierungen aus ideologischen Gründen. Zur geplanten Staatsreform erklärte Gusenbauer, die Substanz müsse „nicht nur gut, sondern erstklassig“ sein. ■

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Österreich verteidigt seine Mediziner-Quote

Die österreichische Bundesregierung verabschiedete am 23. Mai ihre Stellungnahme gegenüber Brüssel zur Quotenregelung für Medizinstudenten. Bundeskanzler Alfred Gusenbauer bezeichnete das Dokument als gute Grundlage dafür, dass die Europäische Kommission weitere Verfahrensschritte gegen Österreich unterlasse. Auch Vizekanzler Wilhelm Molterer sprach von einer „absolut soliden und gut argumentierbaren Lösung“, die Wissenschaftsminister Johannes Hahn vorbereitet habe.

Dem Ministerrat präsentierte Hahn fünf Studien, wonach bei einer völligen Öffnung des Hochschulzuganges für Medizinstudenten aus der EU in Österreich ein akuter Ärztemangel von bis zu 1000 Ärzten pro Jahr drohe. Das Konvolut soll noch im Mai an die EU-Kommission weitergeleitet werden. Am 25. Mai reiste Hahn zum EU-Bildungsministerrat nach Brüssel, um Österreichs Position neuerlich zu argumentieren. ■

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Studentenwahlen: Sieg für Aktionsgemeinschaft (AG)

Die Wahlen zur Österreichischen Hochschülerschaft endeten am 24. Mai mit einem klaren Sieg der bürgerlichen Aktionsgemeinschaft (AG). In der künftig 66 Mandatare umfassenden Bundesvertretung (BV), dem österreichweiten Studentenparlament, kommt sie auf 20 Sitze (+6; 31,2 Prozent), erreicht damit aber noch keine absolute Mehrheit. Die Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS) erzielten 15 Mandate (+1; 21,9 Prozent), die unabhängigen Fachschaftslisten 13 Mandate (+2; 14,7 Prozent) und der Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) 11 Mandate (-5; 17,0 Prozent). Wahlberechtigt waren rund 220.000 Studierende an 21 Universitäten. Die Wahlbeteiligung lag bei 28,7 Prozent. ■

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Kanzler Gusenbauer in Berlin

Bundeskanzler Alfred Gusenbauer und Deutschlands Regierungschefin Angela Merkel haben am 28. Mai bei Gesprächen in Berlin Einigkeit beim europäischen Verfassungsvertrag gezeigt. Beide erklärten, es dürfe nicht der Eindruck erweckt werden, dass „jene Länder in Europa den Ton angeben“, die den Vertrag nicht ratifiziert hätten. Änderungen auf der einen Seite könnten Konsequenzen auf der anderen Seite nach sich ziehen, warnte Gusenbauer. „Wir verstehen, dass man gewisse Anpassungen durchführen muss. Aber es darf niemand glauben, dass man Europa wieder abbiegen kann“, betonte der Bundeskanzler. ■

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Zahlreiche Europa-Aktivitäten der Regierungsspitze

Bundeskanzler Alfred Gusenbauer traf am 17. Mai in Vaduz mit dem liechtensteinischen Regierungschef Otmar Hasler zu einem Arbeitsgespräch zusammen. Am 18. Mai besuchte er Slowenien, wo er mit Ministerpräsident Janez Jansa bilaterale und EU-Themen erörterte. In Wien führte Gusenbauer am 22. Mai Gespräche mit dem Präsidenten des deutschen Bundesrates und Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern, Harald Ringstorff. Auch Vizekanzler Wilhelm Molterer reiste am 25. Mai zu Gesprächen mit Premier Jansa und Finanzminister Andrej Bajuk nach Slowenien. ■

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Russlands Präsident Wladimir Putin zu Staatsbesuch in Österreich

Der russische Präsident Wladimir Putin absolvierte vom 23. bis 24. Mai einen Staatsbesuch in Österreich. Begleitet wurden er und seine Frau Ludmilla Putina unter anderen von Außenminister Sergej Lawrow und einer umfangreichen Wirtschaftsdelegation. Erörtert wurden vor allem bilaterale Wirtschaftsthemen, die Putin zu einem zentralen Anliegen seiner Österreich-Visite erklärte. So wurden Investitions- und Kooperationsabkommen im Wert von 3 Milliarden Euro abgeschlossen (siehe Wirtschaft).

Auf dem Programm standen unter anderem Treffen mit Bundespräsident Heinz Fischer, Bundeskanzler Alfred Gusenbauer und Nationalratspräsidentin Barbara Prammer.

Die Gespräche in Wien verliefen in betont freundlicher und entspannter Atmosphäre. Kontroversielle Themen wie Demokratieentwicklung, Menschenrechte und Pressefreiheit in Russland wurden von den Gastgebern zwar nicht ausgespart, jedoch mit angemessener diplomatischer Sensibilität angesprochen.

Putin war in Österreich sichtlich darum bemüht, Dialogbereitschaft über Menschenrechtsfragen und die beim jüngsten EU-Russland-Gipfel strittigen Punkte (Lebensmittelstreit mit Polen, EU-Subventionen) zu signalisieren, vertrat aber in der Sache seine Positionen. Russland müsse auf Menschenrechtskritik hören, die entsprechende Gesetzgebung sei auch in Österreich und anderen Ländern „nicht vollkommen“. Der russische Präsident nannte dabei die Asylantenproblematik und kritisierte die „gönnerhafte Rolle“ mit erhobenem Zeigefinger gegenüber Russland. Österreich nehme aber keine solche Haltung ein, betonte er. Bundespräsident Fischer ließ keinen Zweifel darüber offen, dass Österreich „solidarisches Mitglied“ der EU sei und „nicht ausscheren“ werde. Österreich habe jedoch großes Interesse an einer strategischen Partnerschaft zwischen der EU und Russland.

In der Kosovo-Frage plädierte Putin für einen Dialog der betroffenen Parteien, berief sich allerdings auf eine UNO-Resolution, wonach der Kosovo als integraler Bestandteil Serbiens definiert sei. Fischer bekräftigte hingegen Österreichs Unterstützung für den Kosovo-Plan des UNO-Vermittlers Martti Ahtisaari, der für die jetzige serbische Provinz eine international überwachte Unabhängigkeit vorsehe.

Schwere Kritik übte Putin am geplanten US-Raketenschild in Osteuropa. Für diese „fatalen, schädlichen“ Pläne gebe es keine Notwendigkeit, sie würden nur zu einer neuen Spirale im Wettrüsten führen, so Putin.

In Sachen Energie präsentierte sich Russland gegenüber Österreich als „verlässlicher Partner“. Der russische Präsident wies auf das 40-Jahr-Jubiläum der Zusammenarbeit zwischen Gazprom und OMV im kommenden Jahr und auf die Vertragsverlängerung über langfristige Gaslieferungen bis 2027 hin.

Im Gespräch mit Bundeskanzler Gusenbauer hob Putin die erfolgreiche Entwicklung der russischen Wirtschaft hervor. 2006 habe Russland erstmals einen Kapitalzufluss von 21 Milliarden Dollar und heuer bereits einen Nettozufluss von 31 Milliarden Dollar verzeichnet. Gusenbauer sprach von einer „neuen Qualität“ der bilateralen Beziehungen bei Handel und Investitionen.

Ein Besuch Putins im Parlament und die Teilnahme an einem Wirtschafts-Round-Table in der Wirtschaftskammer rundeten das politische Programm ab. Kulturelle und gesellschaftliche Höhepunkte des ersten Besuchstages waren die Besichtigung der Spanischen Hofreitschule und ein Staatsbankett in der Hofburg unter musikalischer Assistenz der Wiener Philharmoniker.

Vor seiner Weiterreise nach Luxemburg (24. Mai) legte Putin beim „Heldendenkmal der Roten Armee“ auf dem Wiener Schwarzenbergplatz einen Kranz nieder und besuchte danach die Russisch-orthodoxe Sankt-Nikolaus-Kathedrale. ■

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Bundespräsident Heinz Fischer bei Präsidententreffen in Brünn

Bundespräsident Heinz Fischer reiste am 25. Mai zu einem zweitägigen Treffen der Präsidenten Zentraleuropas nach Brünn. Gastgeber war der tschechische Präsident Vaclav Klaus. Insgesamt nahmen 15 Staatsoberhäupter an diesem informellen Gipfel teil. Beraten wurde unter anderem über den künftigen Status des Kosovo, über die EU-Verfassung und die geplanten US-Raketenabwehrbasen in Tschechien und Polen. Fischer sprach sich diesbezüglich für eine europäische Debatte unter Einbeziehung der Bevölkerung aus. In der Kosovo-Frage plädierte er für eine Lösung, die von beiden Seiten akzeptiert werde. Beste Grundlage sei der Ahtisaari-Plan. ■

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Putin-Besuch: Wirtschaftsabkommen über 3 Milliarden Euro unterzeichnet

Der Österreich-Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin hat für die heimische Wirtschaft Deals in Milliardenhöhe zur Folge. Beim russisch-österreichischen Wirtschaftsforum in Wien (23. Mai), an dem auch Putin und Bundeskanzler Alfred Gusenbauer sowie prominente russische Wirtschaftsmagnaten teilnahmen, wurden 35 Investitions- und Kooperationsabkommen mit einem Gesamtvolumen von 3 Milliarden Euro unterzeichnet. Diese Summe entspreche der Hälfte der jährlichen Auslandsinvestitionen Österreichs, erklärte der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Christoph Leitl. Darüber hinaus habe es Absichtserklärungen über weitere ein bis zwei Milliarden Euro gegeben, sagte Leitl.

Putin würdigte die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Österreich. Sie schaffe Vertrauen und bilde die Voraussetzung für Kooperation auch auf anderen Gebieten. Bundeskanzler Gusenbauer lobte die neue Qualität der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen, die für Österreich große Bedeutung hätten. Auch Wirtschaftsminister Martin Bartenstein unterstrich das „besonders gute Verhältnis zu Russland“ sowohl auf wirtschaftlicher als auch politischer Ebene.

Allein der Baukonzern STRABAG, an dem seit kurzem der russische Oligarch Oleg Deripaska mit 30 Prozent beteiligt ist, konnte sein Auftragsvolumen in Russland auf 3 Milliarden Euro verdreifachen. Der Hotelfonds H1 wird 50 Hotels in den größten russischen Metropolen im Wert von rund 800 Millionen Euro errichten. Der burgenländische Stahlbaukonzern Unger erhielt Bauaufträge in Höhe von rund 270 Millionen Euro. Der Grazer Motoren-Spezialist AVL unterzeichnete einen Rahmenvertrag in Höhe von 210 Millionen Euro. Die OMV schloss mit der Gazprom ein „Memorandum of Understanding“ über den gemeinsamen Ausbau des Pipeline-Knotens Baumgarten zur größten Gashandels-Plattform Europas inklusive Gasbörse.

Präsident Putin warb zudem um Österreichs Unterstützung für einen Betritt seines Landes zur Welthandelsorganisation WTO. Die europäischen und amerikanischen Partner müssten daran ein noch größeres Interesse haben als Russland selbst, so Putin. Österreich sicherte Russland seine Unterstützung zu.

Der Außenhandel zwischen der Russischen Föderation und Österreich ist laut Wirtschaftsministerium weiterhin auf Rekordkurs. „Russland ist für Österreich der am schnellsten wachsende Exportmarkt unter den 20 wichtigsten Abnehmerländern“, unterstrich Wirtschaftsminister Bartenstein. Die österreichischen Ausfuhren nach Russland haben 2006 um 31,2 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro zugelegt. Damit ist Russland der 11. wichtigste heimische Exportmarkt. Die österreichischen Importe aus Russland erreichten im Vorjahr einen Rekordwert von 2,4 Milliarden Euro und bestanden zu fast 90 Prozent aus Energieträgern.
Auch die österreichischen Direktinvestitionen haben 2006 zugenommen und sind von 1,5 Milliarden Euro im Jahr 2005 um mehrere hundert Millionen angestiegen. Über 500 österreichische Firmen verfügen in Russland über eigene Niederlassungen beziehungsweise Beteiligungen. ■

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OECD erhöht Wachstumsprognose 2007 für Österreich auf 3,2 Prozent

Die Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) hat ihre Wachstumsprognose für Österreich für das Jahr 2007 kräftig nach oben revidiert. In ihrem am 24. Mai präsentierten „World Economic Outlook“ rechnet die Organisation für heuer mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 3,2 Prozent. In der Herbstprognose war man noch von 2,5 Prozent ausgegangen. Im Vergleich zu 2006 mit einem BIP-Anstieg von 3,4 Prozent bedeutet die jüngste Prognose nur einen leichten Wachstumsrückgang. 2008 dürfte sich die Konjunktur allerdings stärker abschwächen, der Höhepunkt im Konjunkturzyklus wird überschritten sein. Auch in Europa rechnet die OECD mit einer „starken und dauerhaften“ Erholung, sodass Europa die USA als Motor des weltweiten Aufschwungs ablösen könnte. Das Wachstum in der Euro-Zone wird für 2007 auf 2,7 Prozent und 2008 auf 2,3 Prozent taxiert. ■

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Kärntner Hypo-Bank geht an Bayern

Der mehrheitliche Verkauf der Kärntner Hypo Alpe-Adria-Bank an die Bayerische Landesbank (BayernLB) ist am 22. Mai unterzeichnet worden. Die Kaufsumme für 50 Prozent plus einer Aktie beträgt rund 1,6 Milliarden Euro. ■

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Präsident Wladimir Putin besucht „Heldendenkmal der Roten Armee“ und die Sankt Nikolaus-Kathedrale

Russlands Präsident Wladimir Putin hat gegen Ende seiner Wien-Visite am 24. Mai das „Heldendenkmal der Roten Armee“ am Schwarzenbergplatz besucht. Ihn begleitete Nationalratspräsidentin Barbara Prammer. Putin legte zu Ehren der im Zweiten Weltkrieg gefallenen russischen Soldaten einen Kranz nieder. Vor dem Hintergrund des Konflikts um die Verlegung eines russischen Ehrenmals aus dem Stadtzentrum von Tallinn (Estland) hatte Putin Österreich schon einen Tag vorher ausdrücklich dafür gedankt, dass es den in den Weltkriegen gefallenen Russen Respekt erweise. Bei der Befreiung Österreichs von der Nazi-Herrschaft im April 1945 sind nach offiziellen sowjetischen Angaben allein im Kampf um Wien 18.000 sowjetische Soldaten und 19.000 Angehörige der Deutschen Wehrmacht gefallen.

Das Denkmal hinter dem Hochstrahlbrunnen wurde vom Architekten S. G. Jakowiew und vom Bildhauer M. A. Intazarin gestaltet. Die Enthüllung des Denkmals erfolgte am 19. August 1945 mit Ansprachen von Vertretern des Kommandos der Roten Armee, Staatskanzler Karl Renner, Staatssekretär Ernst Fischer, Staatssekretär Leopold Figl und Wiens Bürgermeister Theodor Körner. Der sowjetische Generaloberst Gussjew übergab das Denkmal der Stadt Wien. Eine Parade sowjetischer, amerikanischer, englischer und französischer Truppen beendete die Feierlichkeiten. Das Denkmal mit der Bronzefigur eines Rotarmisten mit Fahne beziehungsweise mit kämpfenden Soldaten an beiden Enden steht heute unter der Obhut der Stadt Wien.

Vor dem Abflug besuchte Präsident Putin noch die Russisch-orthodoxe Kathedrale in Wien-Landstraße, wo er vom Bischof A. Hilarion empfangen wurde.

Die Russisch-orthodoxe Kathedrale zum Heiligen Nikolaus in der Jaurèsgasse im Botschaftsviertel wurde 1893 bis 1899 nach den Plänen des Sankt Petersburger Architekten Grigorij I. Kotow (1859-1942) im Stil der russischen Renaissance des 16. Jahrhunderts erbaut. Schon zu Beginn des 18. Jahrhunderts hatte es im Haus des russischen Botschafters eine Russisch-orthodoxe Kapelle gegeben. In den Jahren vor dem Wiener Kongress (1814/15) wurde in der Walfischgasse eine größere Kirche eingerichtet, die bis 1899 bestand. Die Sankt-Nikolaus-Kathedrale wird derzeit restauriert. Mit der Leitung der Arbeiten ist der Wiener Dombaumeister Wolfgang Zehetner betraut.

Der Erste Weltkrieg unterbrach die Entwicklung der Russisch-orthodoxen Gemeinde in Wien. In der Zwischenkriegszeit blieb die Sankt-Nikolaus-Kirche geschlossen. Sie wurde am Ende des Zweiten Weltkriegs wieder geöffnet. Die Gemeinde benützte während dieser Zeit gemietete Räumlichkeiten, die zur gottesdienstlichen Verwendung eingerichtet wurden. Seit 1946 ist die Sankt-Nikolaus-Kirche Bischofssitz des russisch-orthodoxen Diözesanbischofs für Wien und Österreich. 1962 wurde die bisherige Pfarrkirche des Moskauer Patriarchats in Wien zur Kathedrale erhoben.

Die Russisch-orthodoxe Kirchengemeinde hat in Österreich den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts zufolge ihrer staatlichen Anerkennung. ■

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Russlands First Lady Ludmilla Putina in der Nationalbibliothek

Ludmilla Putina, Russlands First Lady, besuchte am 23. Mai gemeinsam mit Margit Fischer, der Frau des österreichischen Bundespräsidenten, die Österreichische Nationalbibliothek. Generaldirektorin Johanna Rachinger führte die Gäste durch den weltberühmten barocken Prunksaal und präsentierte wertvolle Schätze aus den reichen Sammlungen der Bibliothek. Ludmilla Putina ist Jacob-Grimm-Preisträgerin 2002 für die Pflege des Deutschen als Fremdsprache in Russland und zeigte sich nicht nur von Architektur und Ausstattung des Prunksaals, sondern als bibliophile Persönlichkeit ganz besonders von den prachtvollen Büchern begeistert. Neben russischer Literatur des 18. Jahrhunderts, Landkarten und Kupferstichen wurden wertvolle russische Handschriften und ausgewählte Ausgaben früher wichtiger Zeitungen bewundert. Zu den Objekten, die Ludmilla Putina besonders begeisterten, gehörten etwa eine Generalkarte von Joseph-Nicolas Delisle aus dem Jahr 1745 – mit Widmung an die Zarin Elisabeth, der Tochter Peters des Großen – die die Ausdehnung des Russischen Reiches vom Dnepr im Westen bis Kamtschatka im Osten, von Novaja Zemlja im Norden bis zum Baikalsee im Süden zeigt. ■

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Sibiu/Hermannstadt: „Nächtliche Spaziergänge“ Franz Koglmanns

Auf Anregung von Liviana Dan und der Stiftung Brukenthal – benannt nach Kaiserin Maria Theresias Gouverneur in Siebenbürgen, Samuel Freiherr von Brukenthal (1721-1803) – hat der Wiener Komponist und Trompeter Franz Koglmann (60) als österreichischen Beitrag für die Europäische Kulturhauptstadt 2007 Sibiu/Hermannstadt (Rumänien) ein achtsätziges Werk für Kammerorchester und Trompete/Flügelhorn sowie Tonbandzuspielung – die Stimme von E.M. Cioran – komponiert. Einen Eckpunkt des Werks bilden Themen aus der Symphonie Nummer 27 in G-Dur von Joseph Haydn, dem Avantgardisten der Wiener Klassik, um 1760 komponiert. Eine Kopie des für unbekannt gehaltenen Werkes wurde 1946 in Avrig/Freck in der Nähe von Sibiu/Hermannstadt gefunden. Der andere Anknüpfungspunkt ist der Aphoristiker und skeptische Philosoph E.M. Cioran, der 1911 in Răşinari bei Sibiu/Hermannstadt als Sohn eines griechisch-orthodoxen Priesters geboren wurde, hier seine Jugend verbrachte und oft schlaflos durch die Nacht wanderte. Seit 1937 bis zu seinem Tod 1995 lebte er in Paris und schuf ein singuläres literarisches Werk. Berühmt wurden unter anderen „Précis de Décomposition“, als „Die Lehre vom Zerfall“ von Paul Celan übersetzt, oder seine „Cahiers 1957-1972“.

Die gelungene Voraufführung von Koglmanns „Nächtlichen Spaziergängen“ („Plimbări Nocturne“, „Nocturnal Walks“) fand am 16. Mai im Wiener Schloss Schönbrunn, statt; die Uraufführung am 18. Mai in der Evangelischen Stadtpfarrkirche von Sibiu/Hermannstadt, wo Brukenthal begraben liegt, eine Folgeaufführung am 19. Mai in Brukenthals ehemaligem Sommerschloss in Avrig/Freck, einem zauberhaften, von Natur überwuchertem Anwesen, aus einer anderen, versunkenen Welt. Humor- und liebevoll eingeleitet wurden die von einem großen Publikum besuchten Konzerte vom Stadtpfarrer Kilian Dörr, die weite Spannbreite protestantischen Denkens atmend. Für organisatorischen und auch menschlichen Zusammenhalt sorgte während dieser von den Konzerten geprägten Tage Gesandte Waltraud Dennhardt-Herzog, die im Bundesministerium für Europäische und Internationale Angelegenheiten, das engagiert hinter dem Projekt stand, unter anderem die Musikveranstaltungen im Ausland koordiniert. Ein „Sonnenschein“ war der exzellente Fotograf für das Programmbuch, Mircea Stanescu, graphischer Designer des hervorragenden Literatur- und Kunstmagazins aus Sibiu/Hermannstadt, „Euphorion“, das sich nicht nur rumänischen, sondern auch deutschen, englischen und französischen Texten widmet. Zur erstklassigen Aufführung durch das Ensemble exxj unter Dirigenten Peter Burwik mit den solistischen Beiträgen des Komponisten gratulierte auch Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny, der überraschend in Avrig/Freck erschienen war.

Die Festwochen Gmunden (Oberösterreich) bringen Koglmanns „Nächtliche Spaziergänge“ am 26. August beziehungsweise Kompositionen von Peter Androsch und Oskar Aichinger. Die Historikerin und Journalistin Lisa Fischer zeigt Projektionen aus Sibiu/Hermannstadt und liest aus ihrem neuen Buch über den Politiker, Sammler und Freimaurer Brukenthal.

Inzwischen hat das Ensemble exxj die „Nocturnal Walks“ für das Label col legno aufgenommen. Sie werden mit Haydns Symphonie Nummer 27, gespielt vom Haydn Orchester Bozen-Trient unter Gustav Kuhn, im Herbst auf einer Doppel-CD erscheinen, die wohl schon das Haydn-Jahr 2009 anvisiert. ■

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Grausame und zärtliche „Wiener Dramolette“ von Gemma Salem

Gemma Salem, Pariser Regisseurin und Autorin von zwölf Büchern und neun Theaterstücken, deren Liebe zu Thomas Bernhard und Franz Schubert beigetragen hat, dass sie seit 1991 immer mehr in Wien lebt, hat 1997 – unterstützt von zahlreichen renommierten Wiener Schauspielern – das „Offene Theater“ gegründet. Die Neubau Bezirksfestwochen zeigen im Café Lux und Weinstüberl am Wiener Spittelberg bis 26. Mai beziehungsweise im Theater Center Forum vom 29. Mai bis 6. Juni ihre neuen „Wiener Dramolette“, in denen neun Schauspieler in vierzig Rollen brillieren. Wie Salem sagt, gehe es in den Miniaturen, die den Geist Ciorans und Bernhards nicht verleugnen wollen und trotzdem inhaltlich und sprachlich sehr originell sind, um „den zutiefst menschlichen Umgang mit Werten wie Offenheit, Wahrhaftigkeit, Zivilcourage“. Gezeigt werden Menschen, die einander – in ihrer Egozentrik gefangen – ständig verletzen, obwohl sie Verständnis und Liebe ersehnen. Im „Monatlichen Kaffeetratsch“ sticheln zwei alte Damen; in „Marcello“ plustert sich ein junger Erfolgsdirigent der Philharmoniker vor einer früheren Geliebten, keineswegs einem Hascherl, auf; in der „Magie des Glaubens“ spitzen sich Konflikte in einer Straßenbahn zwischen einem Kontrolleur und Fahrgästen zu – um nur einige Titel und Inhalte der „Dramolette“ zu nennen. Alle Schauspielerinnen und Schauspieler sind in der Kreation einzigartiger Portraits einfach herrlich – so Jörg Maria Berg als älterer Herr, Hilde Günther und Mimi Kilinger als ältere Damen, Christoph Prückner unter anderem als Moderator, Stefan Rager in Komikerrollen á là Chaplin, Florian Sedivy unter anderem als Maestro, Dorothea Trappel und Veronica Zahorik als schöne junge Frauen. Für Licht und Technik sorgt Max Rogl; die Übersetzung stammt von Margret Millischer, Buch und Regie von Gemma Salem, die auch Statistinnenrollen mimt. ■

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Leoš Janáček „Aus einem Totenhaus“ Festwochen-Höhepunkt

Leoš Janáčeks Oper „Aus einem Totenhaus – Z mrtvého domu“ nach der Vorlage von Fjodor Dostojewskis Roman wurde in der Inszenierung von Patrice Chéreau und unter Pierre Boulez, der das Mahler Chamber Orchestra und den Arnold Schoenberg Chor dirigierte, zum Triumph bei den Wiener Festwochen. Auch das Bühnenbild von Richard Peduzzi, die Kostüme von Caroline de Vivaise und die Lichtgestaltung von Bertrand Couderc wurden von Publikum und Kritik einhellig gepriesen. Leider war das grandiose, wegweisende Opernereignis nur viermal im Theater an der Wien zu sehen. ■

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„Konzert für Europa“: Valery Gergiev dirigierte Philharmoniker

Leider musste Russlands Präsident Putin am 24. Mai zu Mittag wieder abreisen, sodass er den abendlichen Triumph des russischen Dirigenten Valery Gergiev nicht mehr erleben konnte, der beim "Konzert für Europa" (freier Eintritt) in Schönbrunn die Wiener Philharmoniker zur Höchstleistung animierte – mit einem Programm seiner Landsleute Peter Iljitsch Tschaikowsky und Igor Strawinsky und Johann Strauß als Draufgabe. Das Konzert hörten bei strahlendem Wetter 140.000 Menschen, darunter Bundespräsident Fischer, Bundeskanzler Gusenbauer, Vizekanzler Molterer, US-Schauspielerin Sharon Stone und Ex-US-Präsident Bill Clinton, der zu einer Aids-Life-Charity-Gala nach Wien kam, wo er im Schloss Schönbrunn von Life Ball-Organisator Gery Keszler einen Scheck in der Höhe von 1 Million Dollar (rund 740.000 Euro) zur Unterstützung der Clinton Foundation HIV/Aids Programme (CHAI) entgegen nahm. ■

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Tod von Ex-Justizminister Foregger

Der ehemalige Justizminister Egmont Foregger ist am 15. Mai nach schwerer Krankheit im 85. Lebensjahr gestorben. Er war von 1987 bis 1990 parteiunabhängiger Ressortchef im Kabinett Vranitzky II. In seiner Amtszeit legte er ein erneuertes Jugendstrafrecht vor, das mit der gesetzlichen Verankerung des außergerichtlichen Tatausgleichs europaweit Vorbildwirkung erlangte. Weiters wurden das Gewaltverbot in der Kindererziehung gesetzlich verankert und die letzten Reste der Diskriminierung unehelicher Kinder im Erb- und Familienrecht beseitigt. Bundeskanzler Gusenbauer nannte in einer Würdigung den Ex-Minister als einen „wahren Streiter für Gerechtigkeit“. Justizministerin Maria Berger hob unter anderem hervor, dass Egmont Foregger „insbesondere die Strafrechtspolitik Österreichs maßgeblich“ geprägt habe. ■

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Klagenfurt: Tod des integren und kämpferischen Dietmar Pflegerl

Am 17. Mai ist Dietmar Pflegerl, seit 1992 Intendant des Klagenfurter Stadttheaters, wenige Wochen vor Ende seiner letzten Saison, 63-jährig seinem schweren Krebsleiden erlegen. Dem großen Theater- und Opernregisseur (unter aderem von Puccinis „Madame Butterfly“) wurde noch im November 2006 ein „Nestroy“-Spezialpreis verliehen. Autor Peter Turrini, dessen Stück „Bei Einbruch der Dunkelheit“ Pflegerl noch zur Uraufführung bringen konnte, rühmte dessen „Mut und Leidenschaft, gegen das politisch Widerwärtige und für das künstlerische Neue zu kämpfen“. In Nachrufen würdigten Bundeskanzler Gusenbauer, Kulturministerin Schmied und Wiens Kulturstadtrat Mailath-Pokorny den Toten, der immer versucht hat, sich gegen geistige Enge und Borniertheit zu stemmen. ■

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Anti-Doping-Gesetz stärkt Österreichs Kampf für sauberen Sport

Mit dem Beschluss des Sportausschusses des Nationalrates, ein eigenes Anti-Doping-Gesetz zu schaffen, wird der Kampf gegen Doping in Österreich gestärkt und die Glaubwürdigkeit der Sportnation Österreich erhöht. Bis zum 30. Juni werden die fünf Parlamentsparteien gemeinsam ein klares Zeichen im Anti-Doping-Kampf setzen. Angesichts der rasanten Entwicklung von Doping-Mitteln und -Methoden ist die Politik künftig gefordert, die Anti-Doping-Gesetzgebung regelmäßig anzupassen. Mit dem Beschluss des neuen Gesetzes unterstützt die gesamte Bundesregierung auch die Bewerbung der Stadt Salzburg für die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2014. Neben dem neuen Anti-Doping-Gesetz sprach sich der Ausschuss auch für die Ratifizierung des UNESCO-Übereinkommens gegen Doping der aus. Damit steht das neue Gesetz in einer internationalen Rahmenordnung, die für einen effizienten Kampf gegen Doping unerlässlich ist. ■

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„Karriere:Danach“ für Sportlerinnen und Sportler ermöglichen

Das Staatssekretariat für Sport im Bundeskanzleramt hat gemeinsam mit der Österreichischen Sporthilfe das Projekt „Kariere:Danach“ (KA:DA) vorgestellt. Gemeinsam mit dem Arbeitsmarktservice wurden in diesem Pilotprojekt 100 Qualifizierungsplätze für ehemalige Spitzensportler geschaffen, die für eine Karriere nach ihrer aktiven Sportlaufbahn aufgebildet werden. Die ehemalige Ski-Rennläuferin und Sportlerin des Jahres Roswitha Stadlober und die Sozialarbeiterin Christine Seemann helfen bei der Suche nach einer Karriere nach dem Sport und konnten ein Jahr später eine erfolgreiche Zwischenbilanz ziehen: 82 Sportlerinnen und Sportler haben bereits diese Chance ergriffen und in 64 Fällen konnte KA:DA beim Sprung ins Berufsleben behilflich sein. Seitens der Bundesregierung wurden damit Rahmenbedingungen schaffen, damit die Athletinnen und Athleten nach der aktiven Sportkarriere auch eine berufliche Perspektive hat. Ein nächster Schritt dieses Pilotprojektes muss eine Beratung zur beruflichen Orientierung schon während der Sportausübung und besonders nach dem Karriere-Ende sein. ■

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Bundesregierung schafft unabhängige Anti-Doping-Agentur

Nach einem Vorschlag von Sportsstaatssekretär Dr. Reinhold Lopatka wird nach internationalem Vorbild die „NADA Austria“ (Nationale Anti-Doping Agentur) geschaffen, die unabhängig von der Politik und den Verbänden die Kontrollen durchführt und Aufklärungsarbeit im Bereich Anti-Doping leisten wird. Im Gegensatz zur jetzigen Regelung, der zufolge die Verbände selbst erste Instanz in Doping- Verfahren sind, wird künftig die unabhängige NADA diese Rolle übernehmen und damit zu einer operativen Entflechtung von Verbandstätigkeit und Kontrolle führen. Weiters sollen erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler als Anti-Doping-Botschafter gewonnen werden. Diese sollen dann für eine intensive, flächendeckende Information insbesondere in Sportschulen und bei den Verbänden sorgen. So will die Bundesregierung einen fairen und sauberen Sport sicherstellen. ■

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Kampf gegen Übergewicht im Kindergarten- und Schulbereich starten

Eine große Chance für mehr Bewegung und Sport bedeutet die Erhöhung der Mittel für Kooperationen zwischen Schulen und Sportvereinen. Durch die ebenfalls im Sportausschuss beschlossene Änderung der Bundessportförderung wird es für „Innovative Sportprojekte“ 1,8 Millionen Euro mehr an Fördermitteln geben, die speziell für die Verbesserung im Bereich Bewegung und Sport in Schulen und Kindergärten verwendet werden. Gerade vor dem Hintergrund der stark steigenden Zahl von adipösen Kindern will das Staatssekretariat für Sport den bereits bei Jugendlichen verstärkt auftretenden Zivilisationskrankheiten den Kampf ansagen, indem vor allem in den Schulen verstärktes Augenmerk auf körperliche Bewegung und Sport sowie gesundheitsorientierte Bildungsmaßnahmen gelegt wird. ■

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